MACHT UND MEDIEN - EINE SCHONUNGSLOSE ANALYSE VON MICHAEL LÜDERS Die USA sind kein selbstloser Hegemon, sondern ein Imperium - auch wenn hiesige Meinungsmacher gerne das Gegenteil behaupten. Donald Trump aber war kein bloßer Betriebsunfall. Unter Joe Biden wird sich vieles ändern, doch es wird weiterhin gelten: «America First». Michael Lüders warnt vor transatlantischen Illusionen und zeigt, warum Europa aus dem Schatten Washingtons heraustreten muss. Die USA gelten als Garant für Demokratie und Menschenrechte. Doch für «Werte» einzutreten, ist nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen steht eine brutale Machtpolitik. Dennoch verfängt die amerikanische Mär vom selbstlosen Hegemon. Auch deswegen, weil unsere Medien viel zu oft mit zweierlei Maß messen. Michael Lüders zeigt, wie leicht die Öffentlichkeit durch gezieltes Meinungsmanagement zu manipulieren ist. Gestern im Irak-Krieg, heute in der Konfrontation mit dem Iran, mit Russland und China. Doch die USA sind eine Weltmacht im Niedergang - Europa muss lernen, seine Interessen selbst wahrzunehmen. Wir können uns die Rolle als Juniorpartner Washingtons auf Dauer nicht mehr leisten.
Wie soll sich Europa in einer Zeit der Machtverschiebungen positionieren?
Wir können uns die Rolle als Juniorpartner der USA nicht mehr leisten
Meinungsmanagement - warum wir die Welt in Gut und Böse einteilen
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
5/5
26.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Michael Lüders liest sich einfach gut
Tolles Buch, kann jeder lesen. Spannend erzählt und aufbereitet. Wer sich für Politik und Gesellschaft interessiert ist hier richtig. Ich habe fast alle Bücher von Lüders gelesen, jedes Buch regt zum nachdenken und hinterfragen an
Bewertung
5/5
28.04.2021
Buch (Taschenbuch)
informativ, gut geschrieben, fesselnd
Wieder ein gelungenes Werk von Herrn Lüders.
Sehr zu empfehlen, wie auch seine vorherigen Werke. Neutrale Sichtweise auf die heutige Politik.
ws
aus Markdorf
5/5
11.04.2021
Buch (Taschenbuch)
… Scheinheilig ist kein…
… Scheinheilig ist kein Ausdruck! Seit dem Unabhängigkeitskrieg 1775 haben die USA 219 Kriege, offene oder verdeckte Militäroperationen, Geheimdienstoperationen weltweit geführt. Seit ihrer Gründung 1947 wurden der CIA 36 illegale Operationen nachgewiesen, Dunkelziffer logischerweise unbekannt. Zumeist ging es dabei um die wirtschaftlichen Interessen der USA. Sei es in Mittel- oder Südamerika (Honduras, Nicaragua, Chile und weitere Staaten), sei es in Asien (Philippinen, Korea, Vietnam, Laos, Kambodscha), im so genannten Nahen Osten (Ägypten, Libanon, Jordanien), in der arabischen Welt (Iran, Afghanistan, Libyen, Irak), Afrika (Somalia, Sudan, Uganda) oder auch direkt vor der ‚Haustüre‘ Mittel-Europas wie im ehemaligen Jugoslawien. Wie es den USA gelingt, mittels Framing die Medien immer wieder zur Berichterstattung in ihrem Sinne, aus ihrer Sichtweise heraus zu manipulieren, das weist Michael Lüders überzeugend nach. Wer die Feststellungen des Autors in Zweifel zieht, kann diese anhand der 19 Seiten Anmerkungen mit Quellenangaben selbst auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen. Anhand oberflächlich betrachtet ‚kleinerer‘ Zwischenfälle wie der Festsetzung des iranischen Supertankers ‚Grace‘ vor Gibraltar im Jahr 2019 durch die britische Marine, die von den USA juristischen mehr als fragwürdig angeordnet wurde über den von den USA und Großbritannien initiierten Sturz des demokratisch gewählten iranischen Premierministers Mohammad Mossadegh im Jahr 1953 oder der Ermordung Qasem Soleimani, der am 03. Januar 2020 durch Raketen, abgeschossen von einer US-amerikanischen MQ-9-Reaper-Drohne, nahe des Flughafens von Bagdad umgebracht wurde. Michael Lüders zeigt die Auslösemechanismen des Framing auf. Der Autor weist dies anhand der Wirkung der ersten Meldungen über von Militärs abgeschossenen Passagierjets nach. War es ein Passagierflugzeug, welches durch eine Abweichung von mehr als 500 Kilometern von der vorgesehenen Flugroute in den russischen Luftraum eingedrungen war und von russischen Militärjets abgeschossen wurde, dann war es Mord an 269 Menschen. Wird ein ziviler Airbus der Iran-Air von der US-Marine über der Straße von Hormus abgeschossen, wobei 290 Menschen ums Leben kommen, dann ist es ein ‚tragisches Versehen‘. Der den Befehl zu Abschuss des Passagierflugzeuges gebende Kapitän des US-amerikanischen Kriegsschiffes erhält später sogar noch militärische Ehrungen. Genau so wird es dann auch in den hiesigen Medien kundgetan, tagelang wiederholt. Die Vasallen-Funktion Großbritanniens, die den höchst gefährlichen Konflikt in der Golf-Region anheizenden wirtschaftlichen Sanktionen der USA gegen Irak, die Sekundärsanktionen der USA hinsichtlich der Pipeline Nordstream 2 gegen die am Bau der Pipeline beteiligten westlichen Firmen - alles Themen, die Michael Lüders schlüssig analysiert. All diese Feststellungen haben nichts damit zu tun, was die USA bei dem Sieg über den Nazi-Terror beigetragen, geleistet haben. Allerdings sollten die unvorstellbaren Opfer der damaligen Sowjetunion nicht immer vergessen werden. Wer versucht, Verständnis für die Vorgehensweisen der von den USA als feindlich gesinnt klassifizierten Staaten („Achse des Bösen“) aufzubringen, wir sofort als „Russland-Versteher“ oder „Mullah-Förderer“ oder sonst was in der Richtung stigmatisiert. Zwei Erkenntnisse ergeben sich nach der Lektüre: sowohl das Römische Reich als auch das Britische Empire hatten irgendwann ihren Zenit überschritten… Und wie schreibt Michael Lüders auf Seite 220 so treffend: „Egon Bahr wurde nicht müde zu betonen, dass die Bereitschaft, auch die Sichtweise des Gegenübers in das eigene Denken und Handeln einzubeziehen, die Voraussetzung jeder Friedensfähigkeit sein. Gegenwärtig ist allerdings nicht Friedensfähigkeit gefragt, sondern die Bereitschaft «mehr Verantwortung zu übernehmen». Was im Grunde nichts anderes bedeutet, als weiterhin nach der Pfeife des USA zu tanzen. Anstatt aus dem Schatten
Wedma
5/5
25.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Unbedingt lesen!
Stark! Das beste Buch des Autors nach „Armageddon im Orient“.
Man sollte es gelesen haben, um nicht dumm sterben zu müssen, wenn man eher zu den Einsteigern gehört. Auch Fortgeschrittene kommen auf ihre Kosten, besonders in der zweiten Hälfte, s. Kapitel „Die Welt gehört uns: Von der Bürde des weißen Mannes…“, „Schurkenstaat Iran“, „Das Wahre ist das Ganze: Die Welt neu denken.“
Hier findet man alles, was man von den sog. Leitmedien vergeblich erhofft: wohl belegte Fakten, große Zusammenhänge, das Aufzeigen der Ursachen, des historischen Hergangs und deren Auswirkungen heute, messerscharfe Analysen, kurz und prägnant auf den Punkt gebracht uvm.
Der Untertitel ergibt sich aus den Ausführungen. Die Rolle höriger Befehlsempfänger skrupelloser Möchte-gern-Weltherren hat sie nicht nur totgelaufen, sie birgt auch erhebliche Gefahren in sich. Wenn die Supermacht plötzlich entscheidet, dass auch die treuen Verbündeten mit Sanktionen belegt werden müssen, weil es der Supermacht dienlich erscheint, ihre Macht sichert und sie sich monetäre Verdienste verspricht. Oder wenn sie ihr überteuertes Gas, durch Fracking gewonnen (welch eine Ökobilanz!), den Verbündeten unbedingt andrehen will, da sie sonst fürchtet, ihren ohnehin starken Einfluss auf Europa zu verlieren und kein Geld mehr aus den Taschen der hiesigen Steuerzahler umverteilt zu bekommen.
Dieses Buch ist ein überzeugendes Plädoyer gegen die in den Allerwertestenkriecherei bei den liebsten Partnern von hinter dem großen Teich. Lüders ruft zu mehr Unabhängigkeit auf, sowohl im Bereich der Energieversorgung als auch im Bereich der Datensicherheit, Informationstechnologien, auch im militärischen Sinne. Denn wenn Europa sich zusammenschließt, von Portugal bis Wladiwostok, bräuchte hier niemand so groß diese Liebchen. Ihr Weltherrschergehabe können sie sich dann… abgewöhnen.
Es ist vor allem das Gehabe, diese Lügen, die das tagein tagaus, frei nach dem Motto steter Tropfen höhlt den Sten, den Leuten hierzulande in die Köpfe eingehämmert werden. Wie das organisiert wird, ist insb. in den Kapiteln „Eine Zeitung mit Format…“, „Macht und Meinungsmanagement: Die Guten gegen die Bösen“ prima, mit konkreten Beispielen/ Fällen aus dem Leben, klar und für jeden zugänglich geschildert. DA sieht man, für wie dumm und naiv die Menschen von diesen Meinungsmachern gehalten werden. Da oft keine vernünftigen Argumente zur Hand zu sind, wird einfach die Moralkeule hervorgeholt und alles mit diesem Brei bis zu Unkenntlichkeit zugekleistert. Wenn man aber die gleichen Moralvorgaben ggü. der Supermacht und ihren Freunden an den Tag legen würde, da hätte man alle Hände voll zu tun, s. z.B. der Fall des ermordeten Regimekritikers auf die Anordnung des saudischen Prinzen. Auch andere Fälle wurden hier herangeführt, S. z.B. S. 257 ff.
Man kann hier viel referieren. Bitte selbst lesen. Es lohnt sich.
Diese Inhalte sollte jeder kennen. Noch klarer und ehrlicher kann man die Weltlage, samt der kurz und griffig zusammengefassten Entwicklung seit 1945, kaum präsentieren. Die verlässlichen Quellenangaben findet man hinten im Buch, nach Kapiteln geordnet.
Hier wurden auch viele gute Fragen gestellt, u.a. wie die Zukunft ausschauen soll. Wollen wir wirklich, so weiter machen wie bisher? Es kann schnell auf das bekannte „Mitgefangen mitgehangen“ hinauslaufen. Der Frieden ist diese Tage alles andere als stabil. Man kann sich stattdessen etwas Besseres vorstellen. Wenn man die Finanzmittel aus den Steuergeldern für Bildung und Kultur, Forschung und Umweltrettung, für die Anhebung des all. Lebensstandards ausgibt, statt es dem militärisch-industriellen Komplex und ähnlichen Machern in den Rachen zu werfen. Man sollte damit anfangen.
Wedma
5/5
22.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Stark! Das beste Buch des…
Stark! Das beste Buch des Autors nach „Armageddon im Orient“. Man sollte es gelesen haben, um nicht dumm sterben zu müssen, wenn man eher zu den Einsteigern gehört. Auch Fortgeschrittene kommen auf ihre Kosten, besonders in der zweiten Hälfte, s. Kapitel „Die Welt gehört uns: Von der Bürde des weißen Mannes…“, „Schurkenstaat Iran“, „Das Wahre ist das Ganze: Die Welt neu denken.“ Hier findet man alles, was man von den sog. Leitmedien vergeblich erhofft: wohl belegte Fakten, große Zusammenhänge, das Aufzeigen der Ursachen, des historischen Hergangs und deren Auswirkungen heute, messerscharfe Analysen, kurz und prägnant auf den Punkt gebracht uvm. Der Untertitel ergibt sich aus den Ausführungen. Die Rolle höriger Befehlsempfänger skrupelloser Möchte-gern-Weltherren hat sie nicht nur totgelaufen, sie birgt auch erhebliche Gefahren in sich. Wenn die Supermacht plötzlich entscheidet, dass auch die treuen Verbündeten mit Sanktionen belegt werden müssen, weil es der Supermacht dienlich erscheint, ihre Macht sichert und sie sich monetäre Verdienste verspricht. Oder wenn sie ihr überteuertes Gas, durch Fracking gewonnen (welch eine Ökobilanz!), den Verbündeten unbedingt andrehen will, da sie sonst fürchtet, ihren ohnehin starken Einfluss auf Europa zu verlieren und kein Geld mehr aus den Taschen der hiesigen Steuerzahler umverteilt zu bekommen. Dieses Buch ist ein überzeugendes Plädoyer gegen die in den Allerwertestenkriecherei bei den liebsten Partnern von hinter dem großen Teich. Lüders ruft zu mehr Unabhängigkeit auf, sowohl im Bereich der Energieversorgung als auch im Bereich der Datensicherheit, Informationstechnologien, auch im militärischen Sinne. Denn wenn Europa sich zusammenschließt, von Portugal bis Wladiwostok, bräuchte hier niemand so groß diese Liebchen. Ihr Weltherrschergehabe können sie sich dann… abgewöhnen. Es ist vor allem das Gehabe, diese Lügen, die das tagein tagaus, frei nach dem Motto steter Tropfen höhlt den Sten, den Leuten hierzulande in die Köpfe eingehämmert werden. Wie das organisiert wird, ist insb. in den Kapiteln „Eine Zeitung mit Format…“, „Macht und Meinungsmanagement: Die Guten gegen die Bösen“ prima, mit konkreten Beispielen/ Fällen aus dem Leben, klar und für jeden zugänglich geschildert. DA sieht man, für wie dumm und naiv die Menschen von diesen Meinungsmachern gehalten werden. Da oft keine vernünftigen Argumente zur Hand zu sind, wird einfach die Moralkeule hervorgeholt und alles mit diesem Brei bis zu Unkenntlichkeit zugekleistert. Wenn man aber die gleichen Moralvorgaben ggü. der Supermacht und ihren Freunden an den Tag legen würde, da hätte man alle Hände voll zu tun, s. z.B. der Fall des ermordeten Regimekritikers auf die Anordnung des saudischen Prinzen. Auch andere Fälle wurden hier herangeführt, S. z.B. S. 257 ff. Man kann hier viel referieren. Bitte selbst lesen. Es lohnt sich. Diese Inhalte sollte jeder kennen. Noch klarer und ehrlicher kann man die Weltlage, samt der kurz und griffig zusammengefassten Entwicklung seit 1945, kaum präsentieren. Die verlässlichen Quellenangaben findet man hinten im Buch, nach Kapiteln geordnet. Hier wurden auch viele gute Fragen gestellt, u.a. wie die Zukunft ausschauen soll. Wollen wir wirklich, so weiter machen wie bisher? Es kann schnell auf das bekannte „Mitgefangen mitgehangen“ hinauslaufen. Der Frieden ist diese Tage eine sehr fragile Angelegenheit. Man kann sich stattdessen etwas Besseres vorstellen. Wenn man die Finanzmittel aus den Steuergeldern für Bildung und Kultur, Forschung und Umweltrettung, für die Anhebung des all. Lebensstandards ausgibt, statt es dem militärisch-industriellen Komplex und ähnlichen Machern in den Rachen zu werfen. Man sollte damit anfangen.
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