Sigge ist mit seiner Mutter und seinen Schwestern aus Stockholm in das abgelegene Skärblacka gezogen, in das kleine Hotel seiner Großmutter. Für Sigge ein Sechser im Lotto. Jetzt kann er sich selbst neu erfinden! Sein Ziel ist, ungeheuer beliebt zu werden - oder jedenfalls mit Leuten reden zu können, ohne dass sie ihn anstarren, als sei er ein Freak. Aber wie gewinnt man Freunde? Wie wird man beliebt?
Jenny Jägerfeld erzählt mit Wärme und spritzigem Humor von Einsamkeit, Freundschaft und einem selbstbestimmten Leben. Ihre schrägen, liebenswürdigen Charaktere bevölkern ein verrücktes Ambiente: Kinderzimmer mit Flipperspiel, Jukebox und Cola-Automat, ausgestopfte Tiere vom Zebra bis zum räudigen Vielfraß - und mittendrin eine höchst originelle Großmutter in Glitzeroverall und High Heels. - Ein berauschendes Leseerlebnis mit Tiefgang!
Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2022 in der Kategorie Kinderbuch.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
S. L.
aus Berlin
5/5
16.05.2021
eBook (ePUB 3)
Wie werde ich beliebt?
Sigge ist zwölf. Der Umzug in das ungewöhnliche Haus seiner durchgeknallten Großmutter kommt ihm gerade recht. In seiner alten Schule wurde er gemobbt, jetzt hat er die Chance, alles anders zu machen und kann sich neu erfinden! Aber wie wird man beliebt? Sigge hat eine Menge Ideen, um wahnsinnig beliebt zu werden. Dazu hat er jetzt 70 Tage Zeit. Der Countdown läuft, die Tage werden heruntergezählt. Ob er sein Ziel mit Tricks wie Kaugummiverschenken, fünf Leute ansprechen, witzig sein und keinesfalls zuzugeben, dass man Eiskunstlauf liebt klappt, wird man sehen.
Mir gefällt das Haus der unkonventionellen Oma voller
Krempel, Uhren, ausgestopfte Tiere, die Oma und die anderen Familienmitglieder selbst auch.
Jenny Jägerfeld hat ein wirklich gutes Jugendbuch geschrieben, ihr Sigge ist sehr sympathisch, seine Probleme sind nachvollziehbar beschrieben. Nicht alles läuft rund, aber dadurch wird Sigges Geschichte umso glaubhafter. Lesenswert!
Aus dem Schwedischen übersetzt von Birgitta Kicherer, verlegt von Urachhaus.
Isabellepf
aus Gaggenau
4/5
16.05.2021
eBook (ePUB 3)
Schwedisch, verrückter Jugendroman
"Mein geniales Leben" von Jenny Jägerfeld, ist ein schwedisch verrückter Jugendroman, über Anerkennung, Einsamkeit und Freundschaft.
Der zwölfjährige Sigge zieht mit seinen beiden Schwestern und seiner Mutter von Stockholm ins abgelegene Skärblacka, in das kleine Hotel seiner Grossmutter. Für ihn ist es eine Chance und Neuanfang. Denn in seiner vorherigen Schule wurde er wegen seiner schielenden Augen gehänselt. Sein Ziel ist es nicht nur ungeheuer beliebt zu werden, sondern auch mit Menschen ins Gespräch zu kommen ohne das sie ihn komisch anstarren. Doch wie wird man beliebt und gewinnt Freunde?
Jenny Jägerfeld entführt ihre Leser mit ihrem warm und lebhaften Schreibstil in eine spritzig, verrückte Geschichte. Durch den direkten Einstieg und ihre schräg, liebenswerten Charaktere fühlt man sich ihnen schnell nahe und in einem total ausgeflippten Ambiente. Ein Kinderzimmer mit Flipperspiel, Jukebox und Cola-Automat, ausgestopften Tieren und mittendrin eine höchst originelle Grossmutter mit Lederhose, Glitzeroverall und High Heels. Sie mochte ich besonders gerne, denn sie hat mit ihrer aufgeschlossen, modernen Art, jeden Menge Witz, Charme und Abwechslung in die Geschichte gebracht. Aber auch ein Gartenzwerg auf Reisen, mit eigenem Instaaccount, sorgt für pfiffig und lustige Lesemomente. Neben schwedisch, spritzigem Humor und einem bewegend, einfühlsamen Handlungsverlauf, fliessen aber auch teils sehr berührend, die Suche nach Anerkennung, Einsamkeit und Freundschaft in die Geschichte mit ein.
Für mich eine sehr lebhaft, bewegend und verrückte Geschichte die sich fliessend liest, aber für mich mit zu wenig Spannungsmomenten versehen war. Insgesamt aber sehr lesens- und empfehlenswert.
bärin
4/5
16.05.2021
eBook (ePUB 3)
Wie werde ich cool und beliebt?
Der 12-jährige Sigge ist froh, dass er mit seinen zwei kleinen Schwestern und seiner Mutter von Stockholm nach Skärblacka aufs Land ziehen kann. Nun sind erstmal Sommerferien und in 59 Tagen beginnt die neue Schulzeit für ihn hier. An seiner letzten Schule hatte er leider keine Freunde, er wurde gemobbt und als schwul bezeichnet, weil er gerne Eiskunstlauf mag. Nun hofft er, dass hier alles besser wird und beginnt damit, Informationen zu sammeln zum Thema: wie werde ich cool und beliebt?
Sigges Oma ist sehr cool - sie trägt Lederhose und Pailletten - ihr gehört The Royal Grand Golden Hotel Skärblacka, in dem aber außer ihrer Familie nun nur ein Gast wohnt, Krille, der stets viele Filmideen vorstellt. Das ganze Hotel ist voll gestellt mit diversen ausgestopften Tieren, außerdem gibt es Flipper, eine Musikbox und einen Cola-Automaten in den Zimmern - ziemlich skurril. Das Zebra vom Titelbild steht in der Eingangshalle und wird jeden Tag anders mit Kleidungsstücken und Hundeleine dekoriert.
In diesem lebendig geschriebenen Roman geht es um die Suche nach Anerkennung, Freundschaft und Coolness. Das Buch ist unterhaltsam und witzig geschrieben, es ist eine wilde, aber sympathische Familie mit vielen Tieren, die für Trubel sorgen. Auch ein entführter Gartenzwerg mit eigenem Instagram-Account, der dort von seinem Leben und seinen Reisen erzählt, kommt vor. Sigge erkennt, dass auch andere Leute, die cool erscheinen, Probleme haben und daran arbeiten müssen. Ein interessantes Buch, das ich gerne weiter empfehle.
brauneye29
aus Wachtendonk
4/5
12.02.2021
eBook (ePUB 3)
LeLesenswert
Zum Inhalt:
Sigge ist 12 und nicht gerade beliebt. Er schielt und bietet schon deshalb eine Angriffsfläche. Als er mit seiner Mutter und Schwester von Stockholm weg und zur Oma zieht, erscheint ihm das als die große Chance von vorne zu beginnen. Er hat 59 Tage bis die Schule beginnt und sich zu überlegen, wie er es schafft, beliebt zu werden.
Meine Meinung:
Dieser Countdown, der sich durch das Buch zieht, ist schon besonders. Er erhöht die Spannung, was Sigge sich so alles ausdenkt. Es ist eine Geschichte, wie sie anderen Kindern sicher auch passieren kann. Man möchte beliebt sein und weiß nicht, wie man das erreichen soll. Insgesamt ist eine interessante Geschichte, die auch gut geschrieben ist. Sie hat viel Humor, aber auch viel Herz. Der Schreibstil ist gut und liest sich sicher nicht nur für die Zielgruppe gut. Sigge hat mir gut gefallen, noch besser aber Sigges Oma, die so herrlich durchgeknallt beschrieben ist. Das Buch ist lesenswert.
Fazit:
Lesenswert
Anja
3/5
16.05.2021
eBook (ePUB 3)
Beliebt werden vs man selbst sein (3,5)
Nach einem Umzug sieht der 12-jährige Sigge seine Chance für einen Neustart an der neuen Schule. Ihm bleiben noch 59 Tage der Sommerferien, um einen Plan zu fassen, wie er beliebt werden kann…
Beim Lesen wusste ich zwischendurch nicht, was ich von dem Buch halten soll. Am Anfang fand ich es recht zäh, am Ende hat es mir ganz gut gefallen. Allerdings gibt es thematisch einige Aspekte, die ich schwierig fand.
Sigge wurde an seiner alten Schule extrem gemobbt. Er hat Eiskunstlauf gemacht und wurde deswegen als Schwuchtel beschimpft. Freunde hatte er nicht.
Seine Konsequenz daraus ist, sich über die Sommerferien so zu verändern, dass er an der neuen Schule ein beliebtes Kind sein wird. Ein nachvollziehbarer (aber auch sehr trauriger) Gedanke.
Was mich daran aber stört, ist die Art, wie das Mobbing in die Geschichte eingebunden ist. Sigge erinnert sich an verschiedene schlimme Erlebnisse und Beschimpfungen. Da er aber niemandem davon erzählt, gibt es keinerlei Konsequenzen – außer halt der, dass Sigge sich schlecht und falsch fühlt. Sogar sein geliebtes Hobby hat er aufgegeben, weil er es für unangebracht für Jungen hält.
Wie wird man nun also beliebt in 59 Tagen? Sigge probiert verschiedene Dinge aus, von denen er sich Beliebtheit verspricht. Verändertes Verhalten, veränderte Optik, angepasste Sprache. Dabei bekommt er von seinem Umfeld zum Glück immer mal wieder die Rückmeldung, was für ein toller Junge er ist – genau so, wie er ist. Zudem gibt ein Erwachsener, dem er sich anvertraut, ihm auch den Denkanstoß mit, was denn Freundschaften wert sind, für die man sich völlig verändern muss…
Diesen Entwicklungsprozess macht Sigge dann im Verlauf auch, sodass er sich zum Glück nur wenig verändert und dafür stattdessen erkennt, dass Freundlichkeit und Ehrlichkeit wichtiger sind als Coolness und witzige Sprüche.
Neben dem Thema der Selbstfindung, Selbstvertrauen und Freundschaft, steckt noch viel anderes in der Geschichte, was durchgängig mitschwingt: Existenzsorgen der Mutter wegen Arbeitslosigkeit, die Situation mit den Vätern der Kinder, allgemein der Wert von Familie.
Die Familienkonstellation fand ich interessant: Die drei Kinder stammen von zwei verschiedenen Vätern, von denen nur einer überhaupt zwischendurch mal präsent ist. Sigge hat zwei Schwester, die eine spricht nicht, die andere durchgängig viel zu laut. Mutter und Kinder ziehen bei der Großmutter ein, die genug Platz hat, da sie ein kleines Hotel führt. Diverse Haustiere gibt es auch noch.
Die Großmutter ist von der flippigen Art, fährt Autorennen und sammelt ausgestopfte Tiere, die überall im Hotel stehen. Dies fand ich anfangs sehr befremdlich, es gibt allerdings eine gute Erklärung dafür. Keine vernünftige Erklärung kann ich allerdings dafür finden, dass die ältere Dame ununterbrochen raucht, auch im Beisein der Kinder, während sie deren Essen zubereitet etc. …
Des Weiteren wohnt in dem Hotel noch ein Langzeitgast. Ein „Filmemacher“. Das ganze Buch hinweg schildert er der Familie immer wieder seine Filmideen, die durchgängig brutal, blutig und eklig sind, weil entweder schwere Unfälle, Mord oder menschenfressende Raubtiere enthalten sind.
Die Grundstory hat mir gefallen: Sigges Weg vom Wunsch nach Beliebtheit, seine Versuche, sich zu verbiegen bis zur Erkenntnis, dass dies vielleicht gar nicht der richtige Weg ist.
Am Anfang passiert nicht so wahnsinnig viel. Sigge recherchiert über Beliebtheit und macht seine ersten Versuche. Die erste Hälfte empfand ich als etwas zäh. Dann gibt es eine Veränderung, die auch bei Sigge nochmal neue Denkprozesse in Gang bringt und die Geschichte für mich sehr positive verändert hat.
Sigges Schwestern fand ich beide auf ihre Art sehr zauberhaft, mit der flippigen, dauerrauchenden Großmutter konnte ich hingegeben nicht ganz so viel anfangen und die brutalen Filmideen des Hotelgastes waren mir in der Masse zu viel und unangebracht blutig und grausam für ein Kinderbuch für kleine Leser/innen ab 10 Jahren.
Fazit
Ich würde nur eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen. Die Geschichte um Sigges Entwicklung fand ich grundsätzlich gelungen. Es geht um Selbstzweifel und Selbstfindung, darum Selbstvertrauen zu erhalten und zu sich selbst zu stehen. Darum Freunde zu finden und Freundschaften zu pfelgen.
Allerdings gibt es mehrere Aspekte, die mir für die Altersgruppe in ihrer Ausführung nicht so gut gefallen haben, vor allem die extreme, aber unbearbeitete Ausprägung des Mobbings sowie die wiederkehrenden brutalen Sequenzen durch den Filmemacher.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.