Produktbild: Siegerin

Siegerin

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.02.2021

Verlag

Kein & Aber Digital

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

2606 KB

Auflage

1. Auflage, neue Ausgabe

Originaltitel

Menatzachat

Übersetzt von

Ruth Achlama

Sprache

Deutsch

EAN

9783036994574

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ePUB

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

16.02.2021

Verlag

Kein & Aber Digital

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

2606 KB

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1. Auflage, neue Ausgabe

Originaltitel

Menatzachat

Übersetzt von

Ruth Achlama

Sprache

Deutsch

EAN

9783036994574

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  • TontoM

    aus Luxemburg

    5/5

    26.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Welche Gefühle darf man beim Töten empfinden?

    Die hochbegabte Abigail hat wie ihr Vater Psychologie studiert. Während er meint, Psychologie und Militär vertrügen sich nicht, berät sie das israelische Militär. Sie bereitet die Soldaten auf ihre Kampfeinsätze vor oder therapiert diese nach traumatisierenden Erlebnissen. Abigails Sohn leistet als Fallschirmjäger in einer Eliteeinheit seinen Wehrdienst und gerät psychisch an seine Grenzen. Abigail schwankt zwischen ihren Gefühlen als Mutter, die unbedingt ihr Kind beschützen möchte und der bedeutenden Militärpsychologin, die eine wichtige Rolle bei der Landesverteidigung wahrnimmt. Das Buch thematisiert die psychologische Kriegsführung auf israelischer und palästinensischer Seite, die durch direkte Ansprache ihre Anhänger zu Provokationen am israelisch-palästinensischen Grenzzaun anstiftet. Im Buch wird der Unterschied zwischen Töten und Morden thematisiert. Abigail erlebt spät im Roman das lustvollen Gefühl des Tötens, als ein junger Scharfschütze, der ihr Liebhaber wird, sie bei einem Einsatz daran teilhaben lässt. Ist Abigail eine Siegerin, weil sie das Töten nur von der lustvollen Seite her erfährt und sie nicht die Traumata ihrer Patienten erlebt? Sie wirkt abgeklärt und distanziert, beherrscht scheinbar jede Situation. Ausgerechnet zu ihrem Vater und ihrem Sohn kann sie jedoch keine wirkliche Nähe herstellen. Sarid beschreibt sehr einfühlsam starke Protagonistinnen, die gefühlsmäßig an ihre Grenzen geraten können. Im Wettstreit der Psychologie mit dem Militär obsiegt Erstere

  • Kaffeeelse

    5/5

    24.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Mensch, eine Tötungsmaschine?!?!

    Ein heftiges Buch! Ein intensives Buch! Ein düsteres Buch! Und definitiv ein Highlight! Der israelische Autor Yishai Sarid hatte mich schon mit seinem "Monster" begeistern können. Auch dieses Buch war alles andere als einfach. Aber "Siegerin" übertrifft das Düstere in "Monster" noch um Längen. Und das muss man erst einmal schaffen. Denn die Thematik in "Monster" ist schon heftig! Wer wissen will, wie es ist in einem kriegführenden Land zu leben, patriotisch zu sein, ist hier richtig. Wer wissen will, was dieses in einem bedrohten Gebiet leben mit den Menschen macht, mit den Menschen machen kann, ist hier richtig. Ich habe mal vor längerer Zeit mit Israelis reden können, die von diesem Empfinden sprachen. Die davon sprachen, wie es ist von Bombenattentaten zu hören und erst einmal im eigenen Umfeld nachzuforschen, ob alle im eigenen Umfeld gesund und munter sind. Personen der eigenen Familie sprachen von den Bombennächten im Krieg und der daraus resultierenden Ungewissheit. Das sind Dinge, die wir uns heute in unserem Umfeld kaum mehr vorstellen können. Zum Glück! Lektüre kann da aber andere Blickwinkel erschaffen. Und genau das macht Yishai Sarid. Denn dieser Druck macht etwas mit der Bevölkerung. Oder mit bestimmten Teilen der Bevölkerung. Die Psychologin Abigail berät das israelische Militär seit Jahren erfolgreich, wie die eigene Streitmacht effizienter wird, wie Menschen erfolgreich manipuliert werden können. Wie lernt man zu töten ohne daran zu zerbrechen? Schon diese Gedanken sind Gedanken, die schwer im Magen liegen. Dennoch sind sie aber vollkommen nachvollziehbar, wenn man an die Situation in Israel denkt. Leider! Ebenso tritt in diesem Buch aber noch eine andere Thematik an die Oberfläche. Eine Frau, eine Psychologin spricht über das Töten, referiert vor Männern, forscht über die Aggression, forscht über die Manipulation. Männer und Frauen also. Und dazu kommt noch, ein männlicher Autor entwirft diesen Charakter der Abigail. Auch darüber lohnt es sich nachzudenken. Denn die Genderthematik beherrscht dieses Buch ebenso. Dann aber wird der einzige Sohn von Abigail in die Armee einberufen und Abigail steht vor ganz neuen Fragen. Was ist wichtiger, ihr Heimatland und ihr Patriotismus oder ihr Sohn Schauli? Denn Abigail ist nicht nur patriotische Jüdin, sondern auch eine Mutter. Ein Gewissenskonflikt! Und ein schwer verdauliches Buch!

  • literaturbine (ehemalige Buchhändlerin Osiander)

    aus Speyer

    5/5

    23.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieses Buch hat mich in eine Welt eintauchen lassen, die mir bisher gänzlich unbekannt war. Abigail ist eine Psychologin, die als Spezialistin der israelischen Armee Soldaten dabei hilft, das Töten zu lernen und Kampfsituationen ohne späteres Trauma zu überleben. Sie ist klar, selbstbewusst, fachlich glänzend und lebt ihr Leben so wie sie es sich vorstellt. Bis ihr eigener Sohn zur Armee gehen muss und sie keine Distanz mehr wahren kann. Der Buchtitel ist sehr gut ausgewählt, die Frau beeindruckt und gibt dem Leser sehr viel zu denken. Das Buch hat mich lange nicht losgelassen, auch das zeichnet gute Literatur aus!

  • https://lieslos.blog/

    5/5

    20.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Highlight! Beeindruckendes Psychogramm und aufwühlendes Thema…

    Der Roman „Siegerin“ von Yishai Sarid spielt in Israel. Die Ich-Erzählerin Abigail ist Mitte 40 und Oberstleutnant der Reserve. Sie war lange Zeit als Militärpsychologin tätig, beriet Kommandeure und hatte ein offenes Ohr für Soldaten. Nach diversen Fortbildungen war sie letztlich dafür zuständig, „die Soldaten in bessere Kämpfer zu verwandeln.“ (S. 35) Eisern und knallhart entwickelte sie sadistische Auswahlspiele für Rekruten und unmenschliche Trainingseinheiten für Soldaten, die später im Nahkampf töten sollten. Obwohl sie inzwischen im zivilen Leben mit Erfolg Kriegstraumatisierte in ihrer eigenen Praxis therapiert, steht sie dem Militär noch zur Verfügung. Sie berät die israelische Armee nach wie vor als Traumatherapeutin, hält zwischendurch Vorträge für Offiziere und leistet ab und zu Reservedienst für Sonderaufgaben. Eines Tages besucht sie den Generalstabschef Rosolio. Er hat sie in sein Büro eingeladen und schnell ist klar, warum: Er braucht Abigail dringend als Expertin für die Psychologie des Tötens. Sie soll die Soldaten - wieder einmal - für anstehende Bodengefechte abhärten und nahkampftauglich machen. Sie soll sie im Handwerk und in der Technik des Tötens fit machen. Rosolio war vor 25 Jahren Bataillonsführer und Abigails Vorgesetzter in der Fallschirmjägerbrigade. Sie verführte den Familienvater eines Tages und wurde schwanger. Das war ihr Plan. Der gemeinsame Sohn Schauli kennt seinen Vater nicht. Er soll ihn nicht kennen. Das ist die Abmachung. Schauli weiß, wie gesagt, nichts über seinen Vater Rosolio und ahnt nicht, dass dieser bald sein Vorgesetzter sein wird, denn Schauli hat sich freiwillig zu den Fallschirmjähern gemeldet. Die Grundausbildung in der Kampfeinheit wird in wenigen Tagen beginnen. Nachdem Abigail ihren Sohn in den Militärdienst verabschiedet hat, gesteht sie ihrem Freund Mendi, einem kriegstraumatisierten Bildhauer, der einst ihr Patient war, dass sie Schauli vermisst und sich um ihn sorgt. Dieses Eingeständnis zu lesen war wohltuend, denn endlich zeigten sich menschliche und warme Züge an dieser Frau, die bisher so kühl, abgeklärt und ich-bezogen gewirkt und ihrem Sohn bereits mit 3 Jahren beigebracht hat, „dem aggressiven Jungen nächstes Mal die Fresse zu polieren.“ (S. 27) Aber dieses Aufkeimen von Weichheit wird schnell wieder gedimmt, denn gleichzeitig ist sie mächtig stolz, dass er zum Militär geht und ein mutiger und harter Mann wird. (S. 15f.) Wir erfahren im Verlauf, dass Abigails Mutter bereits verstorben ist und dass ihr 84-jähriger Vater, der an Leukämie leidet, immer noch als Psychoanalytiker tätig ist. Er ist ein klassisch ausgebildeter und denkender Freudianer, der mit der Haltung seiner Tochter hadert und ihre Arbeit beim Militär ablehnt. Er war entsetzt, als er davon hörte, dass sie Schauli ihre Zustimmung gab, seinen 3-Jahres-Dienst in der Armee freiwillig bei in einer Kampfeinheit abzuleisten. Abigails Vater ist klug, scharfsichtig, wortgewandt und menschenfreundlich. Er kann und will nicht verstehen, dass seine Tochter ihr psychologisches Wissen und Talent beim Militär verschwendet. Letztlich wirft er ihr vor, die Psychologie zu missbrauchen. Anstatt mit Hilfe ihrer Methoden die Seelen der einzelnen Menschen zu heilen, wolle sie damit abgeklärte und effiziente Tötungsmaschinen kreieren. Es fällt auf und ist unprofessionell, dass Abigails Freunde, Vertraute, Sexualpartner allesamt aus dem Militär und/oder ehemalige Patienten von dort sind. Nur dort scheint sie die Menschen zu finden, die sie anziehen. Immer wieder werden die Geschehnisse in der Gegenwart durch Rückblenden unterbrochen, so dass wir einen wunderbaren Einblick in das private und berufliche Leben, Denken und Fühlen der Protagonistin bekommen. Anekdoten aus dem Alltag beim Militär ließen mich ungläubig staunen oder erschüttert den Atem anhalten. Fallgeschichten ihrer traumatisierten Patienten waren in ihrer Unverblümtheit und Detailliertheit aufwühlend und ließen mich beklommen den Kopf schütteln. Das Bild von Abigail wurde dabei von Seite zu Seite klarer. Sie ist eine unsympathische Frau, die etwas Einschüchterndes und Erschreckendes hat, mich schaudern ließ und abstieß. Sie ist hochintelligent und hat ein präzises psychologisches Gespür, das sie leider zum Erreichen des falschen Ziels einsetzt. Nicht um Heilung, sondern um Kämpfen, Töten und Siegen geht es ihr. Sie ist nüchtern, verachtet Schwäche und Mittelmäßigkeit und ist es gewohnt, ihren Willen durchzusetzen und ihre Ziele zu erreichen. Abigail ist eine radikale, kompromiss- gnaden- und skrupellose, selbstdizplinierte und harte Frau mit unbändigem Siegeswillen. Sie ist regelrecht besessen davon, stark und mächtig zu sein, arbeitet effizient, ist pragmatisch und will maximale Kontrolle. Spätestens nach 60 Seiten Lektüre sind ihre narzisstische Struktur und ihre damit verbundenen Größenphantasien sowie sadistische und perverse Züge zu erkennen! Man spürt, wie gefesselt und fasziniert sie von Gewalt, töten, kämpfen und siegen ist. Abigail reflektiert zwar, ist letztlich aber nicht wirklich selbstkritisch. Sie zweifelt nicht, ist selbstsicher und stellt sich nicht in Frage. Einzig in der Frage „eigene Familie“ scheint sie ansatzweise Bedauern zu empfinden. Bravourös konstruiert finde ich, dass durch die Figur ihres Vaters eine dezidiert kritische Sichtweise Einzug hält. Abigail hatte ihn schon als Mädchen zum Vorbild, wollte ihn erreichen und übertreffen, rivalisierte mit ihm und empfindet ihn nach wie vor als Respekt einflößend und mächtig. Sie hat es nie wirklich geschafft, ihn innerlich zu entmachten und emotional unabhängig von ihm zu werden. Sie fühlte sich immer kleiner und schwächer. Deshalb will sie jetzt Macht und Stärke auf einer anderen Ebene beweisen. Sie will nun andere Mächte besiegen, die stellvertretend für ihren Vater stehen. „Nie und nimmer wirst du den Mut dazu aufbringen, gestand ich mir ein.“ (S. 24) Yishai Sarid seziert und beschreibt den Charakter dieser im Grunde unempathischen Frau aufs Feinste. Er erfasst sie in ihrer ganzen Komplexität und Vielschichtigkeit. „Siegerin“ ist das tiefgründige und gelungene Psychogramm einer persönlichkeitsakzentuierten Frau. Es ist ein schonungsloses und aufwühlendes Buch mit einer hochinteressanten Thematik und befremdlichen, irritierenden und verstörenden Passagen. Diese tragische, aber niemals melodramatische Geschichte, wird unsentimental, ruhig und glaubwürdig erzählt. Sie hat eine archaische Wucht: Töten oder getötet werden! „Siegerin“ geht nahe, wühlt auf und hallt nach. Und das alles, ohne dass der Autor jemals wertet oder urteilt. Der Leser kann sich sein eigenes Bild machen und Schlüsse ziehen, die in die eine oder andere Richtung gehen können. Ich werde Abigail, ihren betagten Vater und ihren Sohn Schauli sicher nicht so schnell vergessen. Für mich als Psychoanalytikerin war dieses Werk ein Highlight.

  • Liane M.

    aus Wolsfeld

    5/5

    29.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Welche Gefühle darf man beim Töten empfinden?

    Die hochbegabte Abigail hat wie ihr Vater Psychologie studiert. Während er meint, Psychologie und Militär vertrügen sich nicht, berät sie das israelische Militär. Sie bereitet die Soldaten auf ihre Kampfeinsätze vor oder therapiert diese nach traumatisierenden Erlebnissen. Abigails Sohn leistet als Fallschirmjäger in einer Eliteeinheit seinen Wehrdienst und gerät psychisch an seine Grenzen. Abigail schwankt zwischen ihren Gefühlen als Mutter, die unbedingt ihr Kind beschützen möchte und der bedeutenden Militärpsychologin, die eine wichtige Rolle bei der Landesverteidigung wahrnimmt. Das Buch thematisiert die psychologische Kriegsführung auf israelischer und palästinensischer Seite, die durch direkte Ansprache ihre Anhänger zu Provokationen am israelisch-palästinensischen Grenzzaun anstiftet. Im Buch wird der Unterschied zwischen Töten und Morden thematisiert. Abigail erlebt spät im Roman das lustvollen Gefühl des Tötens, als ein junger Scharfschütze, der ihr Liebhaber wird, sie bei einem Einsatz daran teilhaben lässt. Ist Abigail eine Siegerin, weil sie das Töten nur von der lustvollen Seite her erfährt und sie nicht die Traumata ihrer Patienten erlebt? Sie wirkt abgeklärt und distanziert, beherrscht scheinbar jede Situation. Ausgerechnet zu ihrem Vater und ihrem Sohn kann sie jedoch keine wirkliche Nähe herstellen. Sarid beschreibt sehr einfühlsam starke Protagonistinnen, die gefühlsmäßig an ihre Grenzen geraten können. Im Wettstreit der Psychologie mit dem Militär obsiegt Erstere.

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