London, 1909: Nach dem Tod ihres Mannes kümmert sich Edna McAlister mit aller Kraft um die Versorgung ihrer drei jüngsten Kinder. Ihre älteste Tochter Laura ist auf einem Anwesen als Hausmädchen beschäftgt. Als Edna ernsthaft erkrankt, werden die Kinder in einem Waisenhaus untergebracht - noch bevor Laura das Sorgerecht für ihre Geschwister einfordern kann. Die junge Frau weiß um die Tatsache, dass Tag für Tag Hunderte britischer Kinder - ob tatsächlich Waisen oder nicht - nach Kanada verschickt werden. Laura beschließt zu handeln, wohl wissend, dass sie damit eine Menge aufs Spiel setzt ... Gleichzeitig findet der junge Anwalt Andrew Frasier heraus, dass bei der Vermittlung der Kinder etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Gemeinsam mit Laura macht er sich auf die Suche nach den drei Geschwistern.
Dieser Roman der mehrfach preisgekrönten Autorin Carrie Turansky basiert auf wahren Begebenheiten. Er beleuchtet das Schicksal einer jungen Frau, die trotz schwieriger Situationen erlebt, dass Gottes Hand sie auch im tiefsten Tal schützt und hält.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Klaudia K.
aus Emden
5/5
08.04.2021
eBook (ePUB)
Das Schicksal der Waisenkinder
Der auf Tatsachen beruhende und sehr zu Herzen gehende christliche Roman "Weiter als der Ozean" von Carrie Turansky beschreibt das Schicksal von Kindern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Waisenhäusern ungefragt als Arbeitskräfte nach Kanada verschifft wurden.
Die Handlung beginnt in London um das Jahr 1909.
Edna McAlister ist eine junge Witwe mit vier Kindern. Die älteste Tochter Laura arbeitet als Kammerzofe der Familie Frasier. Um die jüngeren Kinder sorgt sich Edna mit unermüdlicher Kraft bis sie eines Tages schwer erkrankt ins Krankenhaus gebracht wird. Zur damaligen Zeit werden die Kinder in solchen Fällen sofort in das nächst gelegene Waisenhaus gerbracht.
Laura versucht verzweifelt das Sorgerecht für ihre Geschwister zu bekommen, doch bevor der Fall überhaupt entschieden ist, werden die Kinder Grace, Katie und Garth ungefragt nach Kanada verschickt.
Laura ist fest entschlossen ihre Geschwister wieder nach Hause zu bringen. Andrew Fraiser, der Sohn ihrer Arbeitgeberfamilie, ist Rechtsanwalt. Er untersucht für die Regierung, unter welchen Umständen
Waisenkinder nach Kanada vermittelt und wie diese dort untergebracht werden. Dies ist für Laura ein glücklicher Umstand, denn so kann sie sich mit ihm auf die Reise nach Kanada machen, um nach ihren
Geschwistern zu suchen. Es ist für den Leser nahezu unbegreiflich und mehr als bestürzend zu erfahren, welches Schicksal auf alle Geschwister wartet...
Die sehr schöne Sprache mit der die Autorin die ergreifenden Schicksale der Kinder beschreibt berührt den Leser zu tiefst. Ihre malerische Ausdrucksweise erzählt die bewegende Geschichte in eindrucksvollen
Bildern und die präzise Recherchearbeit rekonstruiert die bedrückende historisch belegte Wahrheit für den Leser, der das Geschehen fassungslos verfolgend um die Kinder bangt.
Alleine wie die "Auswahl des passenden Kindes" vorgenommen wurde ist eine menschenunwürdige Prozedur, welche alle Kinder über sich ergehen lassen mussten. Manche Kinder hatten Glück und wurden in eine liebe
Familie entsandt; doch der Mehrzahl von ihnen erging es so wie Katie.
Sie wurde in der Familie misshandelt, ausgenutzt, erhielt kaum etwas zu Essen, musste jedoch von früh bis spät abends für die "Pflegefamilie" schwer arbeiten. Sie hat zu Gott gebetet, dass er sie doch aus der
Knechtschaft befreien möge. Garth, ihr Zwillingsbruder, hatte etwas mehr Glück, denn er wurde von
einem Herrn ausgewählt, der ihn zwar gut behandelte aber dafür erst mit achtzehn Jahren zurück zu seiner Mutter durfte. Es war ihm bis dahin nur erlaubt seiner Mutter Briefe zu schreiben.
Die Autorin gestaltete ihre Romanfiguren auf bemerkenswert einfühlsame Weise, um die zentrale Botschaft der Geschichte optimal herauszuarbeiten. So ist Laura eine fürsorgliche und liebevolle Frau,
die sich zum Ziel gesetzt hat ihre Geschwister wieder nach Hause zu holen. Andrew Fraiser ist ein empathischer junger Mann, der mit seinem Freund Henry Doubt gerne helfen möchte, ihre nach Kanada verschleppten und nahezu unauffindbaren Geschwister wieder zu finden.
Aus meiner Sicht ist dieser Roman ein sehr wichtiger Beitrag, der als wertvolles Zeitzeugnis für diese kaum bekannte und schon fast vergessene menschliche Tragödie von Carrie Turansky geschrieben wurde.
Sehr schön fand ich, wie es der Autorin gelang Aspekte unseres Glaubens in die Geschichte einzuweben. Ganz besonders gelungen ist diese bei Katie, die aus dem Tal der Schmerzen erlöst wurde. Gott hat ihre Gebete
erhört.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung dieses wertvollen und eindrucksvollen Romans, die am Ende des Buches angekündigt wurde.
Einen herzlichen Dank für den außerordentlich zu Herzen gehenden Roman, und für die Publikation durch den Gert Medien Verlag, sowie Netgalley.de für die Bereitstellung eines Leseexemplars.
Bewertung
5/5
08.04.2021
eBook (ePUB)
Bemerkenswertes Buch basierend auf wahren Begebenheiten
Klappentext:
London, 1909: Nach dem Tod ihres Mannes kümmert sich Edna McAlister mit aller Kraft um die Versorgung ihrer drei jüngsten Kinder. Ihre älteste Tochter Laura ist auf einem Anwesen als Hausmädchen beschäftigt. Als Edna ernsthaft erkrankt, werden die Kinder in einem Waisenhaus untergebracht - noch bevor Laura das Sorgerecht für ihre Geschwister einfordern kann. Die junge Frau weiß um die Tatsache, dass Tag für Tag Hunderte britischer Kinder - ob tatsächlich Waisen oder nicht - nach Kanada verschickt werden. Laura beschließt zu handeln, wohl wissend, dass sie damit eine Menge aufs Spiel setzt ... Gleichzeitig findet der junge Anwalt Andrew Frasier heraus, dass bei der Vermittlung der Kinder etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Gemeinsam mit Laura macht er sich auf die Suche nach den drei Geschwistern.
Dieser Roman der mehrfach preisgekrönten Autorin Carrie Turansky basiert auf wahren Begebenheiten. Er beleuchtet das Schicksal einer jungen Frau, die trotz schwieriger Situationen erlebt, dass Gottes Hand sie auch im tiefsten Tal schützt und hält.
Fazit:
Schon der Klappentext machte mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen will. Ich erwartete eine Geschichte, die mich berühren würde und zusätzlich noch eine gewisse Aufklärung, da ich bisher von dieser Kinderverschickung wenig Ahnung hatte. Kaum hatte ich das Buch in den Händen, konnte ich es nicht mehr zur Seite legen, so gebannt war ich von der Geschichte der Geschwister.
Edna McAlister hat nach dem Unfalltod ihres Mannes große Probleme, ihre Familie zu ernähren. Ihre älteste Tochter Laura hat sich als Kammerzofe verdingt, um die Mutter zu unterstützen. Auch Katie und Garth tragen das ihrige zum Lebensunterhalt bei. Grace ist noch zu jung um ihre geliebte Mama zu unterstützen. Als die Mutter schwer krank wird, beginnen schlimme Zeiten für die Kinder. Ihre Mutter wird ins Krankenhaus gebracht und die drei jüngsten Kinder landen im Waisenhaus. Als Laura davon erfährt, reist sie schnellstmöglich nach London, um sich um ihre Geschwister zu kümmern und sie aus dem Heim zu holen. Doch überall trifft sie Ablehnung und unglaubliche Härte, da ihre Geschwister als Besitz der jeweiligen Heime betrachtet werden. Bevor Laura Hilfe bekommt, befinden sich die Geschwister schon auf dem weg nach Kanada. Nun ist Lauras Kampfwille gefordert, denn sie will ihre Geschwister auf jeden Fall zurückholen. Ob das gelingen kann, müsst ihr leider selbst lesen.
Ich war schon tief erschüttert, als ich lesen musste wie die Kinder behandelt wurden nachdem die Mutter ins Krankenhaus gebracht wurde. Dieses traurige Leben im Heim und dann auch noch die Trennung nach Jungen und Mädchen und das Verbot der Kontaktaufnahme. Welche Narben diese Kinder behalten haben können wir nur ansatzweise erahnen.
Auch die Härte der Familie gegenüber kann ich kaum in Worte fassen. Da werden die Kinder gegen den Willen der Mutter und Schwester ins Heim gebracht und es gibt keine Möglichkeit mehr sie zu sehen oder zurückzuholen. Da hatte ich Tränen in den Augen. Doch halt, lest die Geschichte selbst.
Als wäre dies nicht schon genug, werden die Kinder auch noch innerhalb kürzester Zeit nach Kanada verschifft, um dort ein angeblich besseres Leben führen zu können. Doch was die Kinder erwartet ist völlig anders. Doch auch das müsst ihr leider selbst lesen und dabei entdecken, welche Missstände aufgedeckt werden. Ich war auf jeden Fall tief erschüttert.
Sämtliche Charaktere wurden authentisch und lebensnah angelegt, so dass ich sehr tief in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen konnte. Die ganze Familie tat mir unglaublich leid und ich hoffte bis zum Schluss, dass alles gut ausgeht.
Auch wenn Laura an manchen Stellen etwas naiv erschien, hatte sie schnell meine Achtung und Sympathie gewonnen, da sie immer wieder über sich selbst hinauswächst, um ihre Geschwister zu finden. Auch weitere Charaktere konnten schnell meine Sympathie gewinnen, während es auch einige gab, die mir absolut unsympathisch waren.
Der Schreibstil war so fesselnd und lebendig, dass ich mir sämtliche Gegebenheiten sehr gut vorstellen konnte und regelrecht in diese Zeit versetzt wurde. Mir ging diese Geschichte unter die Haut und sie wird mich noch lange beschäftigen.
Ich bin froh, dieses Buch entdeckt zu haben und empfehle es unbedingt zu lesen. Da es einen Folgeband geben wird, kann ich es kaum erwarten, diese Familie weiter zu begleiten. Da die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, gibt sie Kindern eine Stimme, die bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit bekamen. Toll gemacht.
brauneye29
aus Wachtendonk
5/5
29.01.2021
eBook (ePUB)
Bedrückende Geschichte
Zum Inhalt:
Edna kümmert sich nach dem Tod ihres Mannes hingebungsvoll um ihre Kinder, was wirklich nicht einfach ist. Doch dann wird sie krank und kommt ins Krankenhaus. Die Kinder kommen ins Waisenhaus, doch dann kommt es noch schlimmer. Die Kinder werden nach Kanada verschickt wie viele andere Kinder, ob Waise oder nicht, auch. Die älteste Schwester tut alles, um die Kinder zurück zu holen.
Meine Meinung:
Es ist immer wieder erstaunlich und auch schrecklich auf welche abstrusen Ideen die Menschen gekommen sind. Kinder quasi wie Sklaven einfach in andere Länder zu schicken. Dass das über 100000 Kindern allein aus Großbritannien passiert ist, ist unfassbar. Um so besser, dass diese Geschichte hier sehr eindringlich mal erzählt wird. Der Roman hat mir sehr gut gefallen und liest sich extrem gut auch wenn es wahrlich keine leichte Kost ist. Schön, dass es noch eine Fortsetzung geben soll.
Fazit:
Bedrückende Geschichte
leseratte1310
5/5
24.01.2021
eBook (ePUB)
Eine berührende Geschichte
London, 1909: Nachdem Tod ihres Mannes muss sich Edna McAlister alleine mit ihren Kindern durchschlagen. Mit Näharbeiten bringt sie sich und die drei Jüngsten durch. Doch dann erkrankt sie ernsthaft. Laura, die im Haushalt der Frasiers außerhalb von London als Kammerzofe beschäftigt ist, reist sofort nachdem sie davon erfährt nach London, um sich um ihre Geschwister zu kümmern. Doch die wurden ins Waisenhaus gebracht. Sie weiß, dass sie die Geschwister schnell auftreiben muss, weil viele Kinder nach Kanada verschifft werden. Doch sie rennt vor Wände., aber sie gibt nicht auf. Unterdessen stellen Andrew Frasier und sein Kollege Henry Dowd Untersuchungen für das Innenministerium in Sachen Kinderemigration an. Sie treffen sich dann wieder und machen sich gemeinsam auf die Suche nach Lauras Geschwistern.
Es ist eine emotionale und sehr berührende Geschichte, zumal sie auf wahren Begebenheiten beruht.
In England gibt es zu der Zeit viele arme Kinder, darunter Weisen und Obdachlose. Man steckt sie in Armen- und Waisenhäuser und ist froh, wenn man sie wieder loswird, denn sie verursachen Kosten. Es gibt Organisationen, die sie nach Australien oder Kanada vermitteln und wohlhabende Leute unterstützen dies in dem Glauben, dass sie den Kindern etwas Gutes tun. Häufig wird nicht geprüft, ob die Kinder wirklich alleinstehend sind. Wenn sie dann in dem neuen Land ankommen, werden viele von ihnen ausgebeutet, vernachlässigt und missbraucht. Daher werden in England immer mehr Stimmen laut, die gegen dieses Verfahren sind. Henry Dowd soll dies untersuchen und spannt auch Andrew Frasier ein.
Lauras Mutter wird wieder gesund und sie möchte ihre Kinder zurückhaben. Doch das geht nicht, niemand hilft ihr. Daher versucht Laura alles, um ihre Geschwister zu finden – das tu sie mit Gottvertrauen, aber manchmal auch ein wenig naiv. Mir haben aber auch die Geschwister leidgetan, die nicht einmal zusammenbleiben konnten, sondern nach Jungen und Mädchen getrennt wurden.
Ich habe mitgefühlt, mitgefiebert und gehofft, dass die Familie wieder zusammenkommt. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt und es wird einen weiteren Band geben.
Ich kann diesen Roman, der unter die Haut geht, nur empfehlen.
claudi-1963
aus Schwaben
5/5
19.01.2021
eBook (ePUB)
Die Suche nach dem Recht für Arme und Waisenkinder
"Schaffet Recht dem Armen und der Waise und helft dem Elenden und Bedürftigen zum Recht." (Psalm 82,3)
London 1909: Der Tod ihres Ehemanns trifft Edna McAlister ziemlich unverhofft. Mit Näharbeiten versucht sie, ihre Zwillinge Katie und Garth sowie Grace ihre Jüngste über Wasser zu halten. Laura, ihre Älteste, arbeitet währenddessen als Kammerzofe außerhalb Londons. Doch dann wird Edna schwer krank und muss sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auf einmal stehen die drei Kinder alleine da. Als man Garth beim Stehlen eines Brots erwischt, werden sie getrennt und in Waisenhäuser untergebracht. Doch ehe Laura ihnen helfen kann und die Mutter wieder gesund wird, erfährt sie, dass man ihre Geschwister nach Kanada verschickt hat. Andrew Fraiser, der Sohn ihrer Arbeitgeberin, möchte ihr helfen. Doch ehe sie ihn darum bitten kann, versucht Laura die Geschwister auf eigene Faust zu finden. Nichtsahnend begegnen sich die beiden jedoch auf demselben Schiff nach Kanada. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den Geschwistern, was nicht gerade einfach ist. ---
Meine Meinung:
Das zauberhafte Cover stellt schon ein wenig den Inhalt dieser Geschichte dar und passt sehr gut dazu. Der Schreibstil ist unterhaltsam, bewegend und emotional, sodass mir die Geschichte wirklich ans Herz geht. Besonders dadurch, dass sie auf wahren Begebenheiten basiert. Arme, verwaiste und obdachlose Kinder und Jugendliche ohne ein normales häusliches Umfeld galten im Großbritannien seit dem 17. Jahrhundert als soziales Problem. Deshalb verschiffte man viele Jahre Kinder nach Kanada oder Australien, wo Wohltätigkeitsorganisationen oder Kirchen ein neues Zuhause für sie suchten. Doch leider waren die Unterbringungen nicht immer ideal für die Kinder. Einige Familien suchten nur billige Arbeitskräfte und ließen die Kinder den ganzen Tag schwer arbeiten. Dazu bekamen sie oft viel zu wenig zu essen und an Liebe fehlte es natürlich völlig. Im Grunde ging es einigen Kindern nicht besser als Sklaven. Die britische Regierung förderte das ganze noch, ohne danach zu schauen, ob die Kinder wirklich gut untergebracht waren. Mitunter kam es dabei vor, dass Fehler unterliefen und Eltern dieser Emigration gar nicht zustimmten. Dadurch waren die Kinder dann nach der Verschiffung nicht mehr auffindbar. Das England im Thema Waisenhäuser kein Einzelfall war, kann ich mir gut vorstellen. Den auch die Heime in Deutschland waren nicht besser gewesen. Um genau diese Problematik geht es der Autorin in dieser Geschichte. Hauptsächlich geht es dabei um den Werdegang von Katie und die Suche Lauras nach ihren Geschwistern. Ich war wirklich entsetzt darüber, wie man nicht nur in den Waisenhäusern Großbritanniens, sondern ebenso in den neuen Familien Kanadas mit den Kindern umging. Dass man nicht einmal die Möglichkeit hat, seine Kinder wieder zubekommen, wenn es einem besser geht, hat mich schon schwer erschüttert. Das eine Regierung mehr zu sagen hat als die eigenen Eltern, selbst wenn die nachweisen kann, dass es den Kindern bei einem gut geht, fand ich unwürdig. Ich bin froh, dass sich inzwischen in all den Jahren vieles geändert hat. Dass man überhaupt auf die Idee kam, Kinder aus ihrer Heimat zu reißen, ist unfassbar. Nur gut, dass Katie und Laura ihren Glauben haben und dadurch ihr Schicksal in Gottes Hand legen können, selbst wenn sie mitunter mit Gott hadern. Carrie Turansky hat hier ein wirklich bewegendes Kapitel der englischen Geschichte hervorgeholt. Dabei gefiel mir besonders die Beschreibungen des damaligen Londons mit all seiner Problematik. Ebenso wie die Verschiffung, bei denen es oft Unfällen gab und Kinder dabei sogar ums Leben kamen. Besonders beeindruckend hat mich die unaufhaltsame Suche von Laura nach ihren Geschwistern. Gut eingefügt waren außerdem die Gebete und geistlichen Gedanken, die hier mit kursiver Schrift dargestellt werden. Schade nur, dass man erst am Ende erfährt, das dies erst der erste Teil der Geschichte war und es eine Fortsetzung gibt. Doch so warte ich nun gespannt auf den zweiten Teil, kann dieses Buch nur empfehlen und gebe 5 von 5 Sterne dafür.
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