Eine kleine Gruppe um Sebastian Kurz bildet den innersten Kreis der neuen ÖVP. Diese Schattenmänner-Allianz begleitete ihn seit dem Beginn seiner Karriere durch zahllose politische Extremsituationen - und jetzt managt sie mit ihm die Corona-Krise. Gemeinsam mit einer Handvoll Politikerinnen und Politikern, die die Machtbasis des Kanzlers bilden, sorgen sie für den Erfolg des türkisen Systems. Wer sind diese Männer und Frauen? Wie sind sie mit Sebastian Kurz verbunden? Welche Rollen haben sie in der Corona-Krise? Und was wollen sie eigentlich? Der Journalist Klaus Knittelfelder kennt die neue ÖVP wie nur wenige andere von innen. Er gewährt einen aufschlussreichen Blick hinter ihre Kulissen und zeichnet mit vielen wissenswerten Details das türkise Netzwerk der Macht nach.
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4.0/5.0
Bewertung
aus Nüziders
5/5
30.06.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das türkise Politbüro
In "Inside Türkis" - Partie statt Partei wird das Kurz System präzise und vorurteilsfrei durchleuchtet. Es wurde umfangreich und sorgfältig recherchiert, alles gut strukturiert dargestellt, Der Autor kennt die meisten Protagonisten persönlich, hat mit Ihnen gesprochen. Mit Wertungen hält er sich zurück. Eine journalistische Glanzleistung
Ich interpretiere das Gelesene so:
Kurz hat sich mit einer Hand voll erzkonservativer, streng katholischen, hart arbeitenden Männern umgeben - meist Altersgenossen - die ihm treu ergeben sind; allesamt - im Unterschied zu Kurz - verheiratet, haben Kinder. Einer von ihnen, Bernhard Bonelli hat an einer von Opus Dei betriebenen Universität in Barcelona studiert, ist Gründungsmitglied des Vereins „Catholic Legislators Network“. Loyalität zum Führer ist die wichtigste durchgehende Eigenschaft dieser Crew. Die FPÖ hat gut zu ihnen gepasst, Islamophobie & White Supermacy. Zeitgeist eben. Eine moderne "Mitte.Rechts-Regierung".
Die Machtübergabe an die Türkisen durch das neue Parteistatut war die bedingungslose Kapitulation der alten ÖVP. Kurz führt die Türkisen nicht, wie er sagt, wie eine Firma, denn da gibt es Aktionäre und Aufsichtsrat. Er führt sie vielmehr wie ein Alleineigentümer. Die Leute um ihn bestimmen alles in der Bewegung und sie sind gnadenlos effizient in der Verbreitung Ihrer "Message". Parlamentarier, Bürgermeister, nahe stehende Organisationen etc. erhalten für jedes neue Thema "Argumentationsunterlagen“ besser gesagt Anweisungen was sie dazu zu sagen haben, sagen dürfen, sagen sollen. Ähnliches gilt auch für Minister. Ihr Status je nach Rang ist der von Wasserträgern, Befehlsempfängern oder nützlichen Idioten. Nur mit seinen Landeshauptleuten redet Kurz gelegentlich persönlich. Aber auch die sind ihm (Wallner ausgenommen) untertan. Haslauer sieht das so: Früher hat es eine gewisse Meinungsvielfalt gegeben und das ist für eine professionelle Außendarstellung nicht gut
Die“ alte ÖVP“ bleibt, obwohl zu 100 % von den Türkisen übernommen, als Marke bestehen, um weiter eine gewisse Liberalität vorzutäuschen. Die Türkisen sind keine Partei im traditionellen Sinne. Kurz selbst und er allein ist die "Partei" und Kurz herrscht über die Türkisen wie ein Sektenführer. Er und seine Leute hassen die Sozialdemokraten.
Gegenpol neben der SPÖ wird wohl auch die Zivilgesellschaft werden, denn die Kurz-Ein-Mann-Show ist das genaue Gegenteil davon. Beide müssen sich aber erst besser aufstellen bevor sie gegen ihn antreten können. Dessen Wunsch-Partner indes wird weiter die FPÖ bleiben, sie passt besser in sein autoritäres reaktionäres Weltbild, ist dazu noch leicht zu handeln. Sie wird es - sobald es politisch opportun ist - auch wieder werden.
Bewertung
aus Graz
5/5
20.05.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Erwartungen übertroffen
„Inside Türkis“ gibt einen interessanten Einblick hinter die Kulissen der Partie-Kurz. Sehr zu empfehlen!
Bewertung
aus Wien
5/5
20.05.2020
eBook (ePUB)
an einem Tag gelesen
toll geschrieben, spannend zu lesen mit viel Einblick in die Struktur der neuen Volkspartei und deren Köpfe. Sehr empfehlenswert
Bewertung
aus Graz
1/5
17.05.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
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