Als Fjodor M. Dostojewskij zum ersten Mal Venedig besucht, ist das die Erfüllung eines Kindheitstraums. Doch ist er bereits 40, im Westen unbekannt und in einer beruflichen wie privaten Krise. Die Schönheit und Lebendigkeit Venedigs erreichen ihn nicht. Da widerfährt ihm eine phantastische Begegnung: mit dem Komponisten Gioachino Rossini, 70, weltberühmt, eine Legende. Der barocke Genussmensch, Inbegriff mediterraner Leichtigkeit und Allegria, verzaubert ihn mit Lebensfreude und stellt den grüblerischen, schwermütigen Asketen in drei Tagen sozusagen vom Kopf auf die Beine. Die Gegensätze sind die größten und doch erleben wir die Annäherung zweier hochsensibler Künstlerseelen, in teils grotesken, komischen und an die Grundfragen des Menschlichen rührenden Situationen und Gesprächen. Ich habe Venedig noch mehr geliebt als Russland, findet sich in privaten Notizen Dostojewskijs. Der Roman spürt möglichen Ursachen dieser Liebe nach.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
25.07.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schwermut trifft Lebensfreude
Dostojewskij besucht am Ende seiner Europareise Venedig, er hat seine Internierung in Sibirien noch nicht überwunden, ist kränklich und seelich angeschlagen. In dieser schwermütigen Stimmung trifft er auf Rossini, der die Freuden des Lebens in vollen Zügen genießt. Das Treffen dieser beiden Künsterlerseelen ist geprägt von deren sensiblen Charktere, auf der einen Seite der russische Dichter, der noch nicht den großen Durchbruch geschafft hat, auf der anderen Seite der gefeierte umjubelte Komponist und das alles in Venedig,
einer Stadt voll Lebenslust und Lebensfreude.
Michael Dangl hat mit diesem Buch große Unterhaltung geschaffen, es ist ein literarische Genuß, man soll sich unbedingt Zeit nehmen um Satz für Satz zu genießen.
Bewertung
aus Schleswig
5/5
29.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Interessante Begegnung in Venedig
Der Autor Michael Dangl hat mit "Orangen für Dostojewskij" einen interessanten Roman über die (fiktive) Begegnung zwischen dem Schriftsteller Dostojewskij und dem Komponisten Rossini geschrieben.
Zum Inhalt:
Fjodor M. Dostsjewskij ist bereits 40 und befindet in einer beruflichen und privaten Krise. Als Schriftsteller ist er im Westen unbekannt, er erfüllt sich aber seinen Traum und besucht Venedig. Dem grüblerischen und schwermütigen Asketen berührt die schöne und lebhafte Stadt Venedig nicht. Zufällig begegnet er aber einen lebenden Legende, dem alternden Komponisten Gioachino Rossini. Der barocke Genussmensch, Inbegriff mediterraner Leichtigkeit und Allegria, verzaubert mit Lebensfreude. Trotz der großen Gegensätze erleben wir eine gewisse Annäherung dieser beiden Künstler.
An welch wunderbaren Gedanken lässt uns hier der Autor Dangl teilhaben, die erdachte Begegnung zweier großartiger und doch so unterschiedlicher Menschen. Man kann sich sofort in den depressiven Dostojewskij hineinversetzen, aber auch in Rossinis Lebensfreude. Die Geschichte hat einen durchgängigen roten Faden und ist in einem flüssig geschriebenen Schreibstil gehalten. Auch die Stadt Venedig wird einem in dieser Lektüre ans Herz gelegt. In den privaten Notizen Dostojewskijs findet sich der Ausspruch: ich habe Venedig noch mehr geliebt als Russland. Und mit diesem Roman bekommt man die Liebe auch spüren. Ich habe mit Begeisterung gelesen und kann nur eine unbedingte Weiterempfehlung aussprechen.
Sonnenschein
aus Schleswig
5/5
25.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Autor Michael Dangl hat…
Der Autor Michael Dangl hat mit "Orangen für Dostojewskij" einen interessanten Roman über die (fiktive) Begegnung zwischen dem Schriftsteller Dostojewskij und dem Komponisten Rossini geschrieben. Zum Inhalt: Fjodor M. Dostsjewskij ist bereits 40 und befindet in einer beruflichen und privaten Krise. Als Schriftsteller ist er im Westen unbekannt, er erfüllt sich aber seinen Traum und besucht Venedig. Dem grüblerischen und schwermütigen Asketen berührt die schöne und lebhafte Stadt Venedig nicht. Zufällig begegnet er aber einen lebenden Legende, dem alternden Komponisten Gioachino Rossini. Der barocke Genussmensch, Inbegriff mediterraner Leichtigkeit und Allegria, verzaubert mit Lebensfreude. Trotz der großen Gegensätze erleben wir eine gewisse Annäherung dieser beiden Künstler. An welch wunderbaren Gedanken lässt uns hier der Autor Dangl teilhaben, die erdachte Begegnung zweier großartiger und doch so unterschiedlicher Menschen. Man kann sich sofort in den depressiven Dostojewskij hineinversetzen, aber auch in Rossinis Lebensfreude. Die Geschichte hat einen durchgängigen roten Faden und ist in einem flüssig geschriebenen Schreibstil gehalten. Auch die Stadt Venedig wird einem in dieser Lektüre ans Herz gelegt. In den privaten Notizen Dostojewskijs findet sich der Ausspruch: ich habe Venedig noch mehr geliebt als Russland. Und mit diesem Roman bekommt man die Liebe auch spüren. Ich habe mit Begeisterung gelesen und kann nur eine unbedingte Weiterempfehlung aussprechen.
Bewertung
aus Wien
5/5
03.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Orangen für Dostojewski
Ich bin durch den Autor und den Titel auf das Buch aufmerksam geworden - die Kurzbeschreibung hat
mich erst recht neugierig gemacht. Ich hab grad erst die ersten Seiten gelesen - klingt sehr gut, bin schon
sehr gespannt darauf und denke, es wird interessant und ansprechend.
Bewertung
aus Dinklage
5/5
17.02.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wirklich tolles Buch
Als Fjodor M. Dostojewskij zum ersten Mal Venedig besucht, ist das die Erfüllung eines Kindheitstraums. Doch ist er bereits 40, im Westen unbekannt und in einer beruflichen wie privaten Krise. Die Schönheit und Lebendigkeit Venedigs erreichen ihn nicht. Da widerfährt ihm eine phantastische Begegnung: mit dem Komponisten Gioachino Rossini, 70, weltberühmt, eine Legende. Der barocke Genussmensch, Inbegriff mediterraner Leichtigkeit und Allegria, verzaubert ihn mit Lebensfreude und stellt den grüblerischen, schwermütigen Asketen in drei Tagen sozusagen vom Kopf auf die Beine. Die Gegensätze sind die größten ? und doch erleben wir die Annäherung zweier hochsensibler Künstlerseelen, in teils grotesken, komischen und an die Grundfragen des Menschlichen rührenden Situationen und Gesprächen. ?Ich habe Venedig noch mehr geliebt als Russland?, findet sich in privaten Notizen Dostojewskijs. Der Roman spürt möglichen Ursachen dieser Liebe nach.
Meine Meinung:
Mir hat das Buch wirklich außerordentlich gut gefallen. Ich war mir erst nicht sicher, ob das wirklich ein buch ist, das mich packen kann aber siehe da….ich hab es halb durchgesuchtet.
Mir gefällt die Idee einfach unglaublich gut und auch der Schreibstil ist toll aufgebaut. Es gibt viele Dialoge, die das Ganze abwechslungsreich gestalten aber trotzdem ist das Buch sehr ruhig. Außerdem erfährt man wirkliche viele informative Dinge. Es wird über historisches gesprochen und über Politik.
Ja, also ich denke, dieses Buch sollte jede*r selber lesen um zu begreifen wie es sich auf mich ausgewirkt hat. Ich habe da nicht wirklich die passenden Worte zu =)
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