Wer kennt schon Deutschland? All seine Regionen, Naturschönheiten, bekannten und unbekannten Sehenswürdigkeiten? Wer ertappte sich beim Blick auf die Deutschlandkarte nicht beim Gedanken: „Da war ich eigentlich noch nie!“ Oder bei einem sentimentalen: „Da war ich mal als Kind mit meinen Eltern.“Die Wunderkammer des Reisens in Deutschland lädt alle ein: neugierige, sentimentale, im Zeichen der Umweltschonung umdenkenden Reisende – zu einer Erkundung Deutschlands! Mit alten Reiseberichten, Reiseschulen, Wanderführern, mit vergessenen, skurrilen, philosophierenden Texten über das Reisen in Deutschland geht es hin zumärchenhaften Orten abseits der großen Straßen, zu uralten Bäumen, zu Parks, Bädern, Klöstern. Neben diesen Schätzen aus der älteren und jüngeren Reiseliteratur enthält der Band literarische Texte, die die Schönheit unseres Landes, seiner Städte und Landschaften besingen.Unterwegs huldigt das Buch dem Zauber der Reisebekanntschaft, der Herausforderung der richtigen Ausrüstung, dem Genuss der Pause: von der Postkutschenstation über das Sternerestaurant von anno dazumal bis hin zur Autobahnraststätte mit poetischem Namen. So ist das Buch zweierlei: Ein Ausflug in die Vergangenheit des Reisens und ein Handbuch für Entdeckungen in Ihrem nächsten Urlaub in Deutschland.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
Thalia Book Circle Community
4/5
01.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Deutschland neu entdecken
Bei unseren Trips nach Dresden, Leipzig und Bamberg letztes Jahr fiel uns auf, wie viele schöne Flecken es in Deutschland gibt, die wir noch nicht kennen. Dieses Buch kommt da gerade recht, um uns weitere Anregungen zu holen. Es ist zwar von 2021, aber an den Übersichten von sehenswerten Nationalparks, Literaturhäusern oder Freilichtmuseen mit anschaulichen Karten dürfte sich nicht so viel geändert haben.
Das Buch lädt ein zu einer kulturellen und literarischen Zeitreise, bei der wir Einblicke in alte Wanderführer, skurrile Reiseberichte oder Lehrbücher für Hotelangestellte bekommen. Viel Amüsantes ist dabei wie eine Anleitung für humoristische Reisepostkarten von 1897, ein Gedicht aus der MITROPA-Zeitung oder Stocknägel als beliebte Souvenirs. Eine Packliste für Damen von 1897, in der ein Morgenhäubchen und Arbeitstäschchen für Handarbeit nicht fehlen dürfen, bildet einen starken Kontrast zu den beliebtesten Instagram Hotspots.
Einiges ist heute noch aktuell, zum Beispiel hinderliche Glaubenssätze und zu hohe Erwartungen an einen Urlaub oder kurzweilige Spiele ohne Zubehör für unterwegs. Einfallsreich finde ich auch die Vorschläge für Verirrungstouren, die den Blick für das Unerwartete öffnen. „Wunderkammer“ ist genau das richtige Wort für dieses ausgefallene poetische Reisebuch und eine gute Einstimmung für unseren nächsten Städtetrip nach Lübeck und Wismar.
Juti
aus HD
4/5
16.02.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
gut gefüllte Wunderkammer…
gut gefüllte Wunderkammer Gleich zu Beginn erklärt der Autor, dass die Wunderkammer ein Kabinett der frühen Neuzeit war, in dem Exponate von Reisen meistens aus fremden Ländern ohne Ordnung den Gästen präsentiert wurden. Dies trifft bei diesem Buch vollkommen ins Schwarze. So war ich beeindruckt von dem Verzeichnis von Lost Places, während mich die Sommerrodelbahnen in Deutschland kaum interessieren. Gleiches gilt für die Textbeiträge. Was soll ein Englischführer für Hotelangestellten, aber das „Verhalten im Zugabteil“ war lesenswert. Da die Leserin uninteressante Artikel einfach überblättern kann, ich aber so viele Anregungen gefunden habe, sind 4 Sterne angebracht. Für 5 Sterne gab es zu viel Unwichtiges. Auch frage ich mich, ob die alte Rechtschreibung heute noch sinnvoll ist. Und im Ortsregister fehlt das Heidelberg-Gedicht von S.206 und das Golddorf Schaephuysen ist mit falscher Seitenzahl erwähnt. Und das bei der 4. Auflage!
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