Produktbild: In Aufruhr

In Aufruhr

13

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.04.2021

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

384 (Printausgabe)

Dateigröße

3274 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Long, Long Afternoon

Übersetzt von

Katharina Naumann + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783644008434

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
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  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

01.04.2021

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

384 (Printausgabe)

Dateigröße

3274 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Long, Long Afternoon

Übersetzt von

  • Katharina Naumann
  • Silke Jellinghaus

Sprache

Deutsch

EAN

9783644008434

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  • Bewertung

    5/5

    25.04.2021

    eBook (ePUB 3)

    atmosphärisch, unterhaltsam und sehr spannend

    Kalifornien im August 1959. Die verschlafene Vorstadt-Idylle Sunnylakes wird zum Schauplatz eines Verbrechens als eine junge Mutter am helllichten Tag verschwindet. Niemand will etwas davon mitbekommen haben, doch dem ermittelnden Kommissar kommen daran Zweifel, denn es wird deutlich, dass hinter den hübschen Vorhängen und gepflegten Gärten nicht alles so akkurat ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Aber er kommt gegen die dort herrschende Mauer des Schweigens nicht an. Darum erhofft er sich Hilfe von Ruby, einer schwarzen Putzfrau, die in den vornehmen Häusern der Weißen ein- und ausgeht und mehr vom vermeintlich perfekten Leben mitbekommt als ihre Arbeitgeber ahnen. Obwohl sie als schwarze Frau bisher nur schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht hat, entschließt sie sich, dem Kommissar zu helfen und gerät dabei in größte Gefahr... Es ist brütend heiß, alle sind deshalb träge, jede Aktivität ist anstrengend und schweißtreibend. Diese stickige Atmosphäre überträgt die Erzählerin auf grandiose Weise auch auf den Leser, man spürt beinahe die flirrende Hitze auf der Haut.Und dann diese Stille in der Vorstadt, wo niemand auf der Straße ist und man nur die Zikaden zirpen hört. Und man spürt: Da liegt etwas in der Luft, etwas sehr Schlechtes… Politisch leider immer noch hochaktuell, was die Diskriminierung und den Rassismus angeht, gleichzeitig aber überaus spannend und unterhaltsam. Ein rundum hervorragend gelungener Krimi.

  • Kaffeeelse

    4/5

    14.03.2022

    eBook (ePUB 3)

    Vorstadtidylle

    Sommer 1959. In Sunnylakes, einer beschaulichen Vorstadtsiedlung der weißen Oberschicht, wird in dem Haus der Haneys die Hausherrin Joyce Haney vermisst und durch die afroamerikanische Haushaltshilfe Ruby Wright in der Küche eine Blutlache aufgefunden. Für die Weißen ist der Fall damit klar. Buh, der böse schwarze Mann, oder wie in diesem Fall die böse schwarze Frau. Doch dem aus Brooklyn nach Santa Monica strafversetzten und in dem Fall ermittelnden Detective Mike Blanke ist diese Sicht auf die Schwarzen nicht vollkommen nachvollziehbar und er ermittelt weiter zum Verbleib der zweifachen Mutter und befragt die weißen Bewohner der beschaulichen Vorstadt. Und nach und nach eröffnen sich die ersten Risse in den Masken der Sunnylakes-Bewohner. Doch diese Risse präsentieren sich nicht in allen Punkten Blanke, sondern einige Risse findet auch die afroamerikanische Putzkraft Ruby Wright heraus und die ebenso betroffene Ruby fängt auch an zu ermitteln und stochert in einem gefährlichen Vipernnest herum. Denn Ruby fand Joyce Haney in ihrem Handeln menschlich und nicht ganz so verbiestert wie die anderen Bewohner der Vorstadt Sunnylakes und möchte auch deshalb wissen, was mit ihr passiert ist. Und die schwarze Ruby und der weiße Mike ermitteln schließlich zusammen, ein Novum mit einem hohen Wert. Und ein interessantes Miteinander vor dem Hintergrund von Rassenunruhen in der beschaulichen weißen Welt. Inga Vesper ist hier mit "In Aufruhr" ein spannender Kriminalfall und auch eine perfekte Gesellschaftsstudie des kalifornischen 50er Jahre Miefs gelungen. Ein interessanter und sehr lesenswerter Krimi mit einem gewissen romanhaften Anteil!

  • Bewertung

    aus Elsdorf

    5/5

    23.08.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klassischer aber besonderer Krimi

    Inga Vespers Kriminalroman In Aufruhr spielt im Kalifornien der späten 50er Jahre – zwischen der Vorstadtidylle in Sunnylakes und den Gefahren in South Central L.A. Detective Mick Blanke ermittelt in dem Fall Joyce Haney, die in der kleinen perfekten Vorstadt Sunnylakes verschwunden ist. Ruby Wright, die Haushaltshilfe der Haneys, findet, als sie zum Putzen ins Haus kommt, nur die Kinder und eine riesige Blutlache vor. Wird sie zur Hauptverdächtigen, weil sie schwarz ist? Oder kann sie gemeinsam mit Mick Blanke den Fall lösen ohne sich selber in Gefahr zu begeben? Wir tauchen in diesem Krimi nicht nur in eine spannende Ermittlung ein, sondern finden uns vielmehr in zum damaligen Zeitpunkt aktuellen Themen: Die „perfekten Hausfrauen“, die sich und ihre Träume nicht verwirklichen können, die Konflikte zwischen Arm und Reich und insbesondere der Umgang mit den People of Color. Die Kapitel wechseln zwischen Rubys, Micks und auch Joyce: sie erzählen Ihre Perspektiven der Geschichte und Ermittlungen. Die Sprache liest sich gut, die Charaktere und Handlungen sind toll ausgestaltet und wirken sehr authentisch auf mich. In Aufruhr ist an sich ein klassischer Kriminalroman, der neben der spannenden Handlung noch einen guten Einblick in die damalige Zeit gibt – was ihn dadurch zu etwas Besonderem werden lässt. Außerordentlich gute Unterhaltung und insbesondere für Krimifans eine Empfehlung!

  • misspider

    5/5

    20.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trügerische Idylle

    Perfekte Vorstadt-Idylle in den 50er-Jahren: alles ist unglaublich 'neat': getrimmter Rasen, weißer Zaun, niedliche Kinder, perfekte Ehefrauen-Hausfrauen-Mütter und farbige Hausangestellte, die das Leben leichter machen. Doch der Schein trügt, den hinter den polierten Fassaden herrschen Neid und Intrigen unter den Nachbarinnen. Als Joyce Haney am hellichten Tag verschwindet und nur eine Blutlache zurücklässt, ist mit der farbigen Hausangestellten Ruby Wright natürlich sofort eine Schuldige gefunden. Doch Detective Mick Blanke glaubt nicht, dass Ruby, die die Leiche entdeckt hat, auch die Täterin ist. Als sich die Ermittlungen in der Nachbarschaft als schwierig erweisen, holt Blanke Ruby ins Boot der Ermittlungen - bei ihrer Arbeit kann sie unauffällig recherchieren und bekommt vieles mit, das nicht für fremde Ohren bestimmt ist. Ruby geht es um Gerechtigkeit für Joyce, und so gerät sie selbst zwischen die Fronten - auf der einen Seiten die anständigen besorgten Bürger, die in ihr nur die minderwertige Putzfrau sehen, auf der anderen ihre eigene Familie, die nicht glaubt dass für Ruby etwas Gutes bei der Sache herausspringen kann. Untermalt wird diese Krimigeschichte von Rassenunruhen, sozialen Spannungen und dem Erwachen feministischer Vereinigungen. So verfolgen wir ein sehr ungleiches Team bei der spannenden Suche nach einem Täter - oder einer Täterin? - falls es überhaupt eine(n) gibt. Denn die Rückblenden aus Joyces Sicht legen ebenfalls die Vermutung nahe, dass sie vielleicht einfach nur ihrem langweiligen Dasein als Hausfrau und Mutter entfliehen wollte. Ein raffinierter Krimi mit überraschendem Ausgang.

  • Bewertung

    5/5

    07.06.2021

    Hörbuch (Audio)

    Profitiert von Gegensätzen

    Mir gefällt das Setting des Buches: Kalifornien im Jahr 1959. Hier trifft eine zunehmend emanzipierte Frauenbewegung auf eine traditionelle Männerwelt. Der harte Kampf um Gleichberechtigung der Schwarzen prallt auf die Herablassung der reichen, weißen Oberschicht. Und Leben voller Chancen und Potenziale verflechten sich mit Leben ohne Hoffnung und Mittel. Die Erzählung, die Handlung, aber vor allem auch die Protagonisten machen diese Gegensätze deutlich. Zum einen ist da Detective Mick Blanke, der neu im kalifornischen Department das Verschwinden einer reichen Vorstadtehefrau aufklären soll. Er hat die Möglichkeiten eines Polizeiapparats, des Rechtsstaats und eines gesellschaftlich geachteten Ansehens auf seiner Seite. Er ist der ganz normale weiße Mann mit gut bezahltem Job, Ehefrau und Kindern. Zum anderen ist da Ruby Wright. Sie ist eine junge schwarze Frau, die in den Häusern Weißer Putz, um sich Geld für eine richtige Ausbildung zusammenzusparen. Sie arbeitet hart und wird doch immer wieder von ihren Arbeitgebern und der Gesellschaft betrogen und diskriminiert. Selbst unter anderen Schwarzen wird sie als Frau bevormundet und nicht für voll genommen. Doch der Vermisstenfall bringt Mick und Ruby, diese beiden ganz unterschiedlichen Typen, zusammen. Sie müssen einander helfen, wenn sie den Fall lösen wollen. Mick erledigt die klassische Ermittlungsarbeit nach Vorschrift, während Ruby sich als Putzkraft in den Häusern der Vorstadt umsieht und umhört. Auch das zeigt wieder die Gräben in der Gesellschaft. Während Mick ganz offen und selbstbewusst agiert, ist Ruby misstrauisch, schweigsam und pessimistisch. Damit zeichnet die Autorin ein spannendes Gesellschaftsportrait, das durch die beiden unterschiedlichen Perspektiven nie langweilig und von einem spannenden Kriminalfall gut in Szene gesetzt wird. Alles ist sehr mitreißend geschrieben und ich fühlte mich über das ganze Buch hinweg gut unterhalten. Der Fall selbst ist dabei natürlich auch sehr lesenswert und mit Spannungsmomenten versehen, doch mich persönlich hat am Ende die Darstellung des polarisierenden Gesellschaftsbildes vollends von dem Buch überzeugt und ich kann es daher guten Gewissens weiterempfehlen.

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