Kommissar Sörensen, gerade erst endgültig von Hamburg in das nordfriesische Katenbüll umgezogen, gibt die Hoffnung auf, in der Provinz Ruhe zu finden. Im Koog wird eine Leiche gefunden - erstochen mit einem Schraubenzieher. Und der letzte Mensch, der den Toten lebend gesehen hat, ist spurlos verschwunden: der junge Ole Kellinghusen, werdender Vater und ein guter Freund von Sörensen. Der immer noch unter seiner Angststörung leidende Ermittler stellt fest: Die Angst kennt viele Gesichter. Und der Tote hat sich jahrelang auf das Ende der Welt vorbereitet - nur nicht auf sein eigenes.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
19.08.2021
eBook (ePUB 3)
Kopfkino
Der Kommissar gibt die Wohnung in der Großstadt auf und zieht endgültig aufs platte Land. Dort liegt dann auch bald ein toter Mann im Koog, mit Schraubenzieher im Herzen.Nach der Verfilmung des ersten Krimis hatte ich beim Lesen immer diesen einen Schauspieler im Kopf, der Autor vielleicht auch beim (Be-) Schreiben?
Bewertung
5/5
09.03.2022
Buch (Taschenbuch)
Das Ende?
„Sörensen am Ende der Welt“ ist der dritte Band und bisher das Ende (hoffentlich nicht!!!) der Krimi-Reihe um den Hamburger Kriminalhauptkommissar mit der Angststörung. Nun ist er endgültig im Nordfriesischen Katenbüll (Am Ende der Welt?) angekommen. Und hier bekommt er es unter anderem mit Leuten zu tun, die tatsächlich das Ende der Welt erwarten: mit Preppern. Aber auch mit den hinlänglich bekannten Kollegen, mit Hund Cord, Käse Käthe und anderen, die man schon in den ersten beiden Bänden lieb gewonnen hat. Und dann auch noch mit zwei neuen Leichen...
Auf rund 500 Seiten erfreut Sven Stricker seine Leser mit einer spannenden Krimi-Handlung, originellen Charakteren und ganz viel Humor. Ich hoffe sehr, dass der Spaß irgendwann weitergehen wird!
Michael Sterzik
aus Wallenhorst
5/5
29.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Sörensens - Humor und Spannung in Perfektion
Mit der Figur des Kriminalhauptkommissars Sörensen, hat der Autor Sven Stricker eine Kultfigur erschaffen, die origineller nicht könnte. Es gibt eine Vielzahl von interessanten Ermittlern, die vielseitig sind, deren gewisse Eigenarten zu ihnen gehören, wie ein Körperteil, oder eine spezielle Angewohnheit und ohne dieses Merkmal wäre die Figur blass, gar langweilig.
Sörensen – sein norddeutscher Charakter steht etwas stellvertretend für seine Einwohner und ihren Humor. Der vorliegende Roman ist der dritte einer Reihe, die noch hoffentlich fortgesetzt wird.
Ein Roman lebt von seiner Handlung, seiner spannenden Storyline, die uns unterhaltsam packen soll. Doch dieser Roman, und auch die beiden vorherigen Teile „leben“ einzig und alleine durch und über seine Figuren. Auch wenn Sörensen der Fokus ist, so ist er doch nicht der einzige origineller Charakter in dieser Reihe. Sven Stricker versteht es brillant seine Figuren zu charakterisieren, aufzustellen, einzubeziehen und um diese eine unterhaltsame und spannende Story zu erzählen.
Ich habe selten einen Kriminalroman gelesen, der inhaltlich, so perfekt abgestimmt ist, wie ein Orchester bei dem jeder Einsatz stimmt. „Sörensen am Ende der Welt“ ist voll von Haupt- und Nebengeschichten, von Haupt- und Nebenfiguren – nur kann der Leser überhaupt nicht mehr zwischen diesen Merkmalen entscheiden.
Kommissar Sörensen, gerade erst endgültig von Hamburg in das nordfriesische Katenbüll umgezogen, gibt die Hoffnung auf, in der Provinz Ruhe zu finden. Im Koog wird eine Leiche gefunden – erstochen mit einem Schraubenzieher. Und der letzte Mensch, der den Toten lebend gesehen hat, ist spurlos verschwunden: der junge Ole Kellinghusen, werdender Vater und ein guter Freund von Sörensen. Der immer noch unter seiner Angststörung leidende Ermittler stellt fest: Die Angst kennt viele Gesichter. Und der Tote hat sich jahrelang auf das Ende der Welt vorbereitet – nur nicht auf sein eigenes.(Verlagsinfo)
In diesen Roman passt alles. Besonders der Humor trägt maßgeblich zur Unterhaltung bei. Die Dialoge sind feingeschliffen, und besonders, die Wiederholungen, einzelner Satzbestandteile in nächsten Satz, fördern diese Situationskomik die zwangsläufig entsteht. Egal ob Sörensen ermittelt, oder sich mit einer Nebenfigur unterhält, dass Zentrum ist der sprachliche Humor.
Sven Strickers Talent ist der sprachliche Ausdruck. So wortgewandt auf hohem Niveau erzählend ist Sörensen ein brillantes Lesevergnügen, dass zurzeit einzigartig sein dürfte.
Ein Buch lebt von der gestalterischen Darstellung in dem Kopf des Lesers. Und genau diesem Aspekt lässt Bilder wachsen. Eindrucksvoll ebenfalls die Emotionalität, die Sven Stricker sehr sensibel und intelligent besonders bei den Nebengeschichten darstellt, in der sich Sörensen als Mensch zeigt, mit seiner Tochter, seinem Vater, seiner Kollegin Jennifer und ihren Sorgen, die Teil dieser Nebengeschichten ist.
Augenzwinkernd fügt Sven Stricker auch aktuelle Themen mit ein, und das mit seiner ganz persönlichen Interpretation und Wertung, die wie alles toll dazwischengeschoben ist.
Kommen wir zurück zu Sörensens Charakter. Er vereint so vieles in sich, so menschlich tiefgründig und sensibel, aber intelligent und mutiger, wie er es sich selbst eingestehen würde. Hinzu eine feine Melancholie, die man schon einmal in dieser Region hat und manchmal ist er so nervig und anstrengend (auch zu sich selbst), dass man ihn einfach sympathisch finden muss. Viele von den Lesern werden sich ggf. in diesen Figuren widerspiegeln, sie stellen eine überzeichnete, aber nicht übertriebene Realität dar. Sven Stricker verstrickt sich auch nicht in sich dem Genre versprechende Klischees. Sein Weg eine Erzählung aufzubauen, ist einzigartig und unvergessen.
Fazit
„Sörensen“ ist Kult. Ein Kommissar mit Hund, Herz und Humor. Diese Krimiserie ist einzigartiges und großes literarisches Kino. Hochklassig. Einer der besten Krimiserien ever. Unbedingt lesen.
Michael Sterzik
Sabine
aus Köln
4/5
29.04.2026
Hörbuch-Download
Sörensen am Ende der Welt
Sörensen hat sich mittlerweile im nordfriesischen Katenbüll eingelebt, doch die erhoffte Ruhe in der Provinz bleibt ein Trugschluss. Im Wasser wird die Leiche eines Mannes entdeckt, der mit einem Schraubenzieher erstochen wurde. Da Ole Kellinghusen, ein guter Freund Sörensens und werdender Vater, als letzte Kontaktperson spurlos verschwunden ist, gerät dieser unter dringenden Tatverdacht. Gemeinsam mit Jennifer Holstenbeck versucht Sörensen, Licht in die düsteren Vorbereitungen des Toten zu bringen und gleichzeitig seinen Freund zu entlasten, während die Angststörung des Kommissars in der nordfriesischen Einsamkeit erneut nach ihm greift..
Ich hatte ja schon geschrieben, dass mich der reine Kriminalfall diesmal nicht ganz so stark gefesselt hat wie bei den Vorgängern, Sörensen als Figur reißt das aber auf jeden Fall wieder raus. Die kleine Welt rund um Katenbüll hat mich sofort wieder in ihren Bann gezogen, insbesondere auch, weil ich viele alte Bekannte wiedergetroffen habe und das einfach Spaß macht.
Besonders die Menschen in dieser Geschichte sind mir wieder sehr nahegekommen. Es hat mich richtig betroffen gemacht, dass ausgerechnet Ole in den Fokus der Ermittlungen gerät, da ich seine trockene, ehrliche Art total gerne mag. Gelungen ist auch die Figur der neuen Praktikantin auf dem Revier. Sie ist alles andere als dumm, besitzt aber die faszinierende Gabe, zielsicher in jedes Fettnäpfchen zu treten, was mich immer wieder zum Schmunzeln brachte. Sörensen selbst aber bleibt natürlich mein Liebling – mit ihm leide und fiebere ich, während er und Jennifer sich mächtig ins Zeug legen, um hinter die Fassade des Offensichtlichen zu blicken.
Der Fall selber bietet wieder viele Wendungen und Überraschungen – ich hatte zwar ein richtiges Gespür, wer hinter dem toten Lehrer steckt, die Auflösung hatte ich aber so nicht gedacht – und die war mir auch ein wenig zu konstruiert. Aber – das ist Jammern auf hohem Niveau, was die großartig gezeichneten Haupt- genauso wie Nebenfiguren wieder wettmachen.
Neben den Charakteren ist es der Schreibstil, der mich begeistert: Ich liebe die Wortduelle und die Situationskomik, die oft nur durch die geschickte Wiederholung kleiner Satzbestandteile entsteht. Diese sprachlichen Spielereien sorgen dafür, dass ich immer wieder schmunzeln musste, obwohl sich durch den Kriminalfall auch wieder düstere menschliche Abgründe auftun.
Sven Stricker ist ja nicht nur der Autor des Buches, sondern auch der Sprecher – und ich liebe seine Art, das Hörbuch einzulesen. Mittlerweile ist seine Stimme für mich untrennbar mit Sörensen verschmolzen; ich höre ihm einfach unheimlich gern zu und habe das Gefühl, den Kommissar durch diese Vertrautheit noch besser zu verstehen.
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