Produktbild: Frau Merian und die Wunder der Welt

Frau Merian und die Wunder der Welt Roman

33

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.05.2021

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

528 (Printausgabe)

Dateigröße

2265 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641266950

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
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Erscheinungsdatum

01.05.2021

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

528 (Printausgabe)

Dateigröße

2265 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641266950

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  • Bewertung

    4/5

    11.08.2021

    eBook (ePUB)

    Auf den Spuren einer faszinierenden Künstlerin

    Maria Sibylla Merian, aus einer Künstlerfamilie stammend und von einem Blumenmaler ausgebildet, war schon früh von Insekten und Schmetterlingen fasziniert. Auch als Künstlerin und Forscherin lag ihr Fokus auf ihnen. Als ihre Töchter 17 und 7 Jahre alt waren, verließ sie ihren Ehemann und zog in die Niederlande. Einige Jahre lebte sie mit ihrem Halbbruder und ihrer Mutter bei einer Gruppe von Labadisten, einer Religionsgemeinschaft/Sekte, die unter anderem auch eine Niederlassung in Surinam hatten, wodurch Maria in Berührung mit von dort stammenden Präparaten von Schmetterlingen kam. Um ihren Wunsch, selbst nach Surinam zu reisen, um die dortige Flora und Fauna zu erforschen und abzubilden, zog sie nach Amsterdam, in der Hoffnung, Förderer zu gewinnen, die ihr eine solche Reise ermöglichen würden. An diesem Punkt in Marias Leben setzt Ruth Kornberger ihre Geschichte an und erzählt in „Frau Merian und die Wunder der Welt“ vom Ankommen in Amsterdam und den Schwierigkeiten der kleinen Familie, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen sowie von dem Wunsch auf die Reise nach Surinam und den Anstrengungen, diese irgendwie möglich zu machen. Wohl aus dramaturgischen Gründen führt Ruth Kornberger eine historisch nicht verbürgte Figur ein, den sehr mysteriösen Jan de Jong, mit dem Maria eine Art Liebesbeziehung eingeht. Im Laufe der Geschichte nimmt er eine unverhältnismäßig große Rolle in ihren Gedanken und in ihrem Gefühlsleben ein und bestimmt immer wieder ihr Verhalten. Leider konzentriert sich die Autorin zunehmend stark auf diese Beziehung, hinter der sogar die Erlebnisse in Surinam zurücktreten. Die Geschichte wird flüssig und bildgewaltig erzählt, gerade wenn es um die Naturbeschreibungen geht, wird die Vorstellungsgabe sehr angeregt, so dass man alles bildlich vor Augen hat, Amsterdam ebenso wie Surinam, die Schmetterlinge und andere Tiere ebenso wie die Lebensumstände der Sklaven und Entflohenen auf Surinam. Maria ist eine starke und selbstbewusste Frau, die weiß, was sie will und dafür kämpft, das auch zu bekommen. Sie kennt ihren Wert als Künstlerin und als Forscherin und die Ignoranz der Wohlhabenden, von denen sie sich Unterstützung erhofft, deprimiert sie immer wieder. Als Figur wird sie sehr lebendig geschildert, man kann sich gut mir ihr identifizieren. Da ich mich schon lange einmal mit Maria Sibylla Merian beschäftigen wollte und sich Romanbiographien meiner Meinung gut als Medium für eine erste Annäherung an historische Personen eignen, war ich sehr gespannt auf „Frau Merian und die Wunder der Welt“, zumal sich die Autorin hier auch auf einige entscheidende Jahre in Marias Leben konzentriert und es so schafft, sie den Leser:innen nahezubringen. Tatsächlich empfand ich auch darum die Liebesgeschichte als etwas störend, es hätte sie nicht unbedingt gebraucht und ein stärkerer Fokus auf insbesondere die Zeit in Surinam wäre interessanter gewesen. Abgesehen von der etwas unpassenden Liebesgeschichte war es ein gut und spannend zu lesendes Buch, durch das man Maria Sibylla Merian und ihre Kunst kennenlernen kann (und es hat mein Interesse noch stärker entfacht, mich mehr und ausgiebiger mit ihr zu beschäftigen). Daher kann ich es all denen, die sich für sie interessieren, aber auch denen, die gerne historische Romane über starke Frauenfiguren lesen, empfehlen.

  • Bewertung

    aus Zwickau

    4/5

    10.06.2021

    eBook (ePUB)

    Küchenschaben mit dem Blick eines Eingeweihten

    Diese Worte einer Figur aus Ruth Kornbergers Buch Frau Merian und die Wunder der Welt drücken viel aus: Die Künstlerin und Wissenschaftlerin Maria Sibylla Merian (17. bzw. 18. Jahrhundert) widmete ihre Aufmerksamkeit den kleinen Wesen auf der Erde, vor allem denen im Urwald. Wir bekommen dank Kornbergers Roman einen biografischen und fantasievollen Einblick in einen Abschnitt des Lebens von Frau Merian - ihre Bestrebungen rund um die Reise nach Surinam, zur Beobachtung der kleinen Tierwelt im Urwald und die weitere Herausgabe wissenschaftlicher Bücher darüber. Den Respekt Merians gegenüber den Raupen, Insekten, Kröten und Schmetterlingen spürt man gleich am Anfang, und der überträgt sich auf den Leser. Mit dem Prolog erhält der Leser einen Vorgeschmack auf das Kernthema des Romans. Das ist geschickt gewählt worden, denn bei einer historischen Figur die Balance zwischen Wahrheit und Fiktion zu halten, ist schwierig. Man wünschte sich, noch mehr darüber zu erfahren, weshalb Maria Sibylla Merian so zielstrebig und mutig war, denn als Frau ein solch riskantes Unternehmen zu wagen, war damals höchst selten. Aus ihrem Leben wird nur preisgegeben, was zum Kernthema passt. Welchen Ruhm Frau Merian damals erntete, ist in seinem Ausmaß im Roman nicht erkennbar, weil er nach der Ausstellung im Stadthaus endet. Ruth Kornberger versucht Erklärungen zum Charakter Maria Sibylla Merians, indem sie Rückblenden einbaut, Marias Gedanken einflicht und einige Figuren aus Merians Umfeld dazu erfindet, charakterisiert und agieren lässt. Das gelingt insofern gut, dass man Merians wissenschaftliche Arbeit versteht und schätzen muss, denn wie viel Mühsal und Geduld das Zeichnen und Kolorieren bereitet, weiß nur jemand, der das selbst einmal gemacht hat. Das Buch liest sich flüssig und anschaulich, man kann sich gut in die Zeit hineinversetzen. Die Fantasiefiguren helfen praktisch dem Roman zum Aufbau der Spannung. Die Autorin hat sehr viele Fakten zu Lebensweisen und -umständen, zur Seefahrt, zu künstlerischen Techniken recherchiert und verständlich niedergeschrieben. Vier Sterne gibt es für die klare und spannende inhaltliche Darstellung. Ein Punktabzug ist dafür, dass man manchen Satz mehrmals lesen musste, weil diese oder jene Formulierung unklar und nicht mit richtigem Bezug zum Vorangegangenen war. Und eine Frage bleibt für mich offen: Wie zufrieden war Frau Merian über sich, ob sie die kleinen Wunder für alle sichtbar in die Welt hinaustragen konnte? Aber dieses Buch regt an, Weiteres über Kunst und Wissenschaft des 17., 18. Jahrhunderts in den Niederlanden zu recherchieren. Selbst Russland und Peter der Große rücken anschaulich in den Mittelpunkt und sind einer Nachlese wert.

  • Erlesen

    4/5

    01.06.2021

    eBook (ePUB)

    Frau Merian

    Merian. Da denkt man ja sofort an die bekannten Reise-Magazine. Und tatsächlich: Sie sind benannt nach dem Basler Kupferstecher Matthäus Merian, der im 17. Jh. illustrierte Städtebeschreibungen verlegt hat. Von dessen Tochter also, Maria Sibylla Merian, erzählt dieser Roman. Eine Biographie mit fiktiv eingeflochtener Liebesgeschichte. Sie umrahmt Marias Lebensgeschichte zwischen 1691 in den Niederlanden, wohin sie nach der Trennung von ihrem Mann mit den beiden Töchtern gezogen war und der Rückkehr von ihrer Forschungsreise aus Surinam. Wer sich für Kunst, Botanik und Entomologie interessiert, wird Freude haben an der Geschichte dieser unglaublich starken, mutigen und selbstbewussten Frau, die unermüdlich, unerschrocken und für die damalige Zeit erstaunlich emanzipiert ihr Lebensziel verfolgt hat. Laut Klappentext „...zögert sie, die Forschungsreise anzutreten...“, aber dieser Spannung wird der Leser unmittelbar bei Beginn der Lektüre beraubt, denn das erste Kapitel beginnt direkt in Surinam. Alles in allem eine schöne Erzählung, die allerdings stellenweise gewisse Längen aufweist und dadurch keinen konstanten Spannungsbogen halten kann. Auch hätte ich mir persönlich etwas mehr Tiefe und Farbe für die Charaktere gewünscht... ... und auf dem insgesamt wunderschön gestalteten Cover wenigstens einen Schmetterling ...

  • Bewertung

    5/5

    27.08.2024

    Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)

    Mit Liebe zum Detail

    Ich habe diesrs Buch mit großer Freude gelesen. Es erzählt die unfassbar mutige und wahre Geschichte einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus war. Die Autorin verstand es mit mindestens genauso facettenreichen Details eine fesselnde und trotzdem sehr glaubhafte Geschichte zu erzählen. Ich finde den fiktiven männlichen Part absolut passend zu dieser willensstarken und klugen Frau, die sich durch ihre eigene Art und ihren feinsichtigen und ganzheitlichen Blick auf die Welt eigene Wege schaffen konnte, ohne sich selbst und ihre Werte zu verlieren. Unbedingt lesens- und lernenswert. Wer sich für Geschichte, Forschung und Entwicklung interessiert, findet hier sicher schnell einen eigenen Zugang. Ich werde es sicher nochmal lesen.

  • Bewertung

    5/5

    30.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Eine mutige Frau und eine sehr schöne Geschichte

    Maria Sibylla Merian liess sich nicht schnell unterkriegen. Sie war eine mutige Frau mit viel Durchsetzungsvermögen, eine grosse Naturforscherin und äusserst begabte Künstlerin gegen Ende des 17. Jahrhunderts. In diesem Buch wird ihre Geschichte erzählt, die teils Fiktion ist und teils auf wahren Begebenheiten beruht. Nachdem sie sich von ihrem Ehemann getrennt hat (warum bleibt offen), zieht sie mit ihren beiden Töchtern zu den Labadisten in die Niederlande, wo schon ihre Mutter und ihr Bruder leben. Nach dem Tod der beiden wird ihr die Welt dort aber schnell zu eng und sie sehnt sich nach Amsterdam, in dem zu dieser Zeit viele andere Künstler leben und sie erhofft sich ein Auskommen durch Malunterricht von Töchtern grossbürgerlicher Familien. Sie erhofft sich Unterstützung von dem russischen Zaren Peter, der für einige Zeit in der Stadt weilt, sich dann aber aus dem Staub macht ohne die ihm zur Verfügung gestellten Bilder angemessen zu bezahlen. Schliesslich schafft sie es zusammen mit ihrer jüngeren Tochter Dorothea und mithilfe der Stadt Amsterdam, eine Forschungsreise nach Surinam in Angriff zu nehmen. Die beiden leben zwei Jahre in der damaligen niederländischen Kolonie und kehren schliesslich nach Amsterdam zurück, wo sie den Vertrieb ihrer Werke vorantreiben. Von Krankheiten gezeichnet ist Maria Sibylla Merian bald nicht mehr voll arbeitsfähig und überlässt die Geschäfte zunehmend Dorothea verh. Hendriks. Die eingewobene Liebesgeschichte rund um den geheimnisvollen Jan de Jong deuten auf ein unkonventionelles Liebesleben der Protagonistin hin. Es ist der enorme Fleiss dieser Frau, der mich sehr beeindruckt hat. Durch ihre nicht-zimperliche Art und ihren abenteuerlichen Drang, Grosses zu vollbringen, wird sie zu einer bis heute bekannten Künstlerin wunderbarer Zeichnungen, Bilder und Fachtexte. Mir hat dieser Roman ausgesprochen gut gefallen. Er ist in einer der Zeit angemessenen Sprache geschrieben, inhaltlich gut recherchiert und bietet viel Raum für abenteuerliche Exkurse.

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