»Ein literarischer Noir, dicht und spannend.« Richard Ford
>Fenians<, irische Unabhängigkeitskämpfer, zu unterstützen. Eine gefährliche Machtgeste seines Vorgesetzten, findet Constable James O'Connor, der gerade aus Dublin nach Manchester versetzt wurde. Einst hieß es, er sei der klügste Mann der Stadt gewesen. Das war, bevor er seine Frau verlor, bevor er sich dem Whiskey hingab. Mittlerweile rührt er keinen Tropfen mehr an. Doch jetzt sinnen die >Fenians< nach Rache. Der Kriegsveteran Stephen Doyle, amerikanischer Ire und vom Kämpfen besessen, heftet sich an O'Connors Fersen. Ein Kampf beginnt, der O'Connor tief hineinzieht in einen Strudel aus Verrat, Schuld und Gewalt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Hoheneich
4/5
06.04.2021
eBook (ePUB 3)
Leben und Sterben lassen
James O`Connor wird von Dublin nach Manchester versetzt. Dort wurden gerade 3 Männer, angebliche Anhänger der "Fenians", gehängt. Er soll die Drahtzieher dieser Bewegung ausfindig machen. O`Connor, seit dem Tod seiner Frau dem Alkohol verfallen, jetzt aber strikter Abstinenzler, nimmt die Fährte von Stephen Doyle, einem Kriegsveteranen, auf, welcher ihn ebenfalls Töten will. Es entspinnt sich zwischen den Beiden ein Kampf auf Leben und Tod. O`Connor muss schwere Rückschläge einstecken, auch in den eigenen Reihen hat er fast keine Freunde. Dramatische werden die Ereignisse im 19. Jahrhundert zwischen Engländern und Iren erzählt. Menschenleben spielen in diesen schicksalsschweren Tagen keine große Rolle. Keiner traut Keinem. Freunde gibt es nicht viele. Düster sind auch die Lebensverhältnisses und gute Arbeitsplätze selten. Der Roman gibt ein naturgetreues Bild von dieser schrecklichen Zeit. Man liest gespannt und gefesselt bis zum doch etwas überraschenden Ende. Hervorragendes Bild einer wirren Epoche.
brauneye29
aus Wachtendonk
3/5
23.04.2021
eBook (ePUB 3)
Sehr düster
Zum Inhalt:
Constable O'Connor wurde gerade aus Dublin nach Manchester versetzt. Er galt als einer der cleversten Köpfe, bevor er seine Frau verlor. Dadurch hat er den Boden unter den Füßen verloren und sich nur noch betrunken. Doch mittlerweile ist er trocken. Als die Rebellen jöngrn, sinnen die Fenians auf Rache. Der Kampf beginnt.
Meine Meinung:
Als erstes möchte ich das Cover kritisieren, denn es ist kein Cover, dass einen anspricht und deshalb wird dieses Buch wahrscheinlich öfter im Regal stehen bleiben als es dem Buch gerecht wäre. Mir hat es zwar nicht hundert Prozent gefallen, weil es am Ende einfach nicht so recht mein Thema war, aber es bietet trotzdem einiges, was mir gut gefallen hat. O'Connor als Typ fand ich total interessant, auch seine Geschichte mit dem herben Verlust fand ich gut dargestellt. Was mir auch gut gefallen hat, ist die düstere Stimmung, die gzt zur Geschichte passt. Auch der Schreibstil hat mir recht gut gefallen.
Fazit:
Sehr düster
Bewertung
aus Speyer
3/5
13.04.2021
eBook (ePUB 3)
Das Leben zweier Gezeichneter
„Der Abstinent“ war mein erste Geschichte von Ian McGuire – erste und gleichzeitig letzte oder der Beginn einer langen Lesehistorie? Schauen wir zuerst mal, worum es geht:
Wir befinden uns im späten 19. Jh., der Kampf zwischen Briten und Iren tobt und nachdem ein Polizist ermordet wurde, hängen die Briten drei Unterstützer der irischen Unabhängigkeitskämpfer, der Fenians, zur Abschreckung bzw. noch mehr, um ihre (Über-)Macht zu demonstrieren. Ausgerechnet in diese Situation hinein wird James O’Connor von Dublin nach Manchester versetzt, nachdem er seine Frau verloren hat. Der inzwischen trockene Alkoholiker soll dank seiner irischen Wurzeln zum Frieden zwischen den Gruppen beitragen. Doch nach der Hinrichtung ihrer Landsleute sinnen die Fenians auf Rache … allen voran Stephen Doyle, irischstämmiger amerikanischer Kriegsveteran. Und so beginnt der ganz persönliche Kampf der beiden …
Bei Fords Zitat „Ein literarischer Noir“ zu „Der Abstinent“ musste ich erstmal auf das angegebene Genre schielen: Roman … ja, irgendwie war ich auf Krimi bzw. Thriller getriggert, das ist es aber nicht, sondern tatsächlich eine Geschichte, bei er es letztlich keine Gewinner gibt und insofern trifft „Noir“ es wohl gut. Es geht um einen Kampf, der seit Jahrhunderten schwelt und der durch den Brexit letzte Nahrung bekam. Insofern war die Erwartung an das Buch auch, Erklärungen zu finden. Es geht um Verrat, Gewalt, Rache, Schuld, Armut, den Kampf ums Leben, das Fehlen von Hoffnung, (falsch verstandene) Loyalität und vor allem das Leben zweier Männer bzw. ihr Verhältnis zueinander: Beide sind durch ihre bisherigen Erfahrungen schwer gezeichnet, der eine versucht diese Erfahrungen zunächst zu ertränken, der andere sie durch Kampf zu betäuben, in beiden Fällen geht es um Kontrollverlust. In der Schilderung dieses Konflikts liegt die eigentliche Stärke der Geschichte – und damit nicht da, wo ich sie mir erhofft hatte. Gelungen ist auch das Auflebenlassen der Atmosphäre damals: Man rümpft beim Lesen fast unweigerlich die Nase ob der einen oder anderen Schilderung, die teilweise doch recht drastisch ausfallen, was mit dem sonst eher ruhigen Erzählton kontrastiert. Apropos ruhiger Erzählton: Wer einen Krimi erwartet, wird enttäuscht sein, denn einen Spannungsbogen in dem Sinne gibt es nicht, vielmehr ist es eben wie bei Konflikten meist – er flammt auf, es scheint sich eine Lösung anzubahnen, man wird enttäuscht, der Konflikt flammt erneut auf. Insofern gibt die Geschichte das Geschehen exemplarisch vielleicht besser wieder als erwartet, hat aber Längen. Ebenso dürfte man sich mit dem Buch nicht zurechtfinden, wenn man es mag, sich mit den Personen zu identifizieren: Letztlich schildert alles in dem Buch Kampf, den mögen wir auch heute noch teils führen, aber lange nicht mehr in der existenziellen Form, wie es im 19. Jh. der Fall gewesen sein dürfte. Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: „Der Abstinent“ lässt mich etwas unzufrieden zurück – ich hatte mir mehr Hintergründe zum irisch-britischen Konflikt gewünscht und obgleich man manches aus der Gesichte ins Heute „übersetzen“ kann, hat das Buch nicht gehaltene Erwartungen geweckt. Wer es als Konflikt zweier Männer lesen will, wird zufrieden sein; in Summe gibt es solide 3 Sterne: Soll jeder selbst entscheiden, ob die Lektüre lohnen könnte.
Bewertung
aus St.Margarethen/Knittelfeld
5/5
16.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gutes buch
Zum Cover selbst kann ich sagen dass es sehr gut gestaltet ist, deshalb habe ich mich auch wirklich sehr gefreut dieses Buch zu lesen. Doch als ich angefangen habe fiel es mir sehr schwer weiter zu lesen da ich das Buch wirklich sehr langweilig gefunden habe, ob das nun am Schreibstiel oder an der Geschichte selbst liegt kann ich beantworten. Ich denke wäre die Geschichte etwas Aktion geschrieben worden oder einfach nicht so lange gezogen worden, denke ich wäre das Buch unglaublich gut geworden. Denn das Buch selbst ist wirklich nicht dick, also es waren wirklich nicht viele Seiten, trotzdem hat sich dieses Buch unglaublich gezogen und fand es wirklich nicht überragend. Och denke dass es trotzdem einige Leute geben wird denen dieses Buch sehr gefallen wird, vor allem wenn man etwas mehr an Geschichtlichen Themen interessiert ist.
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
James O’Connor, Ire im Dienst der englischen Polizei, erhält nach einem tiefen Absturz eine zweite Chance in Manchester. Beim Versuch, den Gespenstern der Vergangenheit zu entfliehen, gerät er immer mehr in einen Strudel aus Gewalt. Die persönliche Tragödie und die gesellschaftlichen Konflikte spielen in einer manchmal zum Greifen nahen, düster-kühlen Kulisse, vor der die erhitzen Gemüter überkochen. Im Gewand eines atmosphärisch dichten Kriminalromans eröffnet McGuire einen literarischen Blick auf ein tragisches Stück britischer Geschichte.
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