• Produktbild: Identitti

Identitti Roman

24

13,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

39451

Erscheinungsdatum

15.02.2021

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

4321 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446269996

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

39451

Erscheinungsdatum

15.02.2021

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

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4321 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446269996

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  • Bewertung

    5/5

    06.09.2024

    eBook (ePUB)

    Beeindruckend vielschichtig

    “Identitti” ist eines der Bücher, die nach dem Lesen noch nachklingen. Denn in der handlungsübergreifenden Debatte um Identität findet sich die perfekte Zusammensetzung aus Impulsen, Argumenten, Verweisen und unbeantwortet bleibenden Fragen, um Leser*innen nachhaltig zu beschäftigen. In der Rezeption von Sanyals Buch geht man dabei auf eindrucksvolle Weise vom Konkreten zum Abstrakten. Die Frage, inwieweit die Täuschung der Dozentin für Postkolonialismus Saraswati, die sich als Inderin ausgibt, als kulturelle Aneignung, Betrug oder doch als Wertschätzung aufzufassen ist, wird nicht beantwortet. Im Gesamtbild, das auch die Biografie der Protagonistin Nivedita umfasst, wird ein Konzept von kultureller sowie ethnischer Identität plötzlich greifbar und offenbart dabei sowohl die Notwendigkeit als auch die Problematik seiner Existenz. Wie es Sanyal gelingt, durch einen Roman ein Gefühl zu so einem komplexen Thema zu vermitteln, ist nicht weniger als ein Loblied auf die Möglichkeiten der Literatur selbst. Dass sich diese Wirkung so entfalten kann, liegt auch an der Erzählweise des Romans, in der auch Social-Media-Posts oder Pressemeldungen in die Handlung aufgenommen werden. Die Entwicklung des Diskurses wird so nicht nur greifbarer, sondern nur so kann eine Erzählung ihm in seiner Multimodalität gerecht werden. Mithu Sanyals erster Roman ist wie zu erwarten beeindruckend und macht gespannt auf jeden weiteren ihrer Titel!

  • Bewertung

    4/5

    01.11.2021

    eBook (ePUB)

    Wichtige Themen

    Ein Skandal: die Professorin für Postcolonial Studies ist weiß. Ihre beste Studentin Nivedita kann das nicht glauben. Sie selbst sucht ihre Identität und betreibt darüber einen Blog. Das Buch liest sich nicht schnell weg. Gerade zu Beginn des Buches musste ich immer wieder eine Pause machen. Doch irgendwann war ich fasziniert von der Geschichte. Die Göttin, die Professorin, die sich für eine Göttin hält und Nivedita, die das alles verstehen möchte. Es gibt immer weitere Entwicklungen und gleichzeitig auch Input zum Thema Identitäten. Toll finde ich, dass echte Zitate eingebunden wurden. Das hatte ich überhaupt nicht erwartet und hat mich am Ende überrascht. Einziger Kritikpunkt ist für mich Priti. Hauptsächlich störte mich ihre Sprache im Lesefluss. Und dann wäre einerseits mehr Potential in dem Charakter gewesen. Letztendlich verlaufen dann alle Erzählstränge von ihr im Nichts. Das Cover passt perfekt zum Inhalt des Buches. Ich würde das Buch aber nicht für Jedermann empfehlen, denn die Sprache ist eher literarisch oder universitär. Aber es liefert neue Impulse in einem wichtigen gesellschaftlichen Diskurs.

  • yellowdog

    4/5

    21.09.2021

    eBook (ePUB)

    Let love flow like a river

    Zuerst wollte ich den Roman nicht lesen, weil ich befürchtete, dass er sich zu plakativ an die Themen des MeToo und Persons of Color hängt. Doch als der Roman immer mehr Aufmerksamkeit und positive Stimmen bekam und sogar für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde, habe ich doch zum Buch gegriffen. Und tatsächlich ist der Roman gut geschrieben, empathisch in der Figurendarstellung und oft auch witzig. Die Vorfälle um den Skandal um eine Professorin Saraswati und ihrer kulturellen Aneignung werden von der Studentin Nivedita beobachtet. Als Leser ist man dicht an ihr dran. Sie hat einen deutschen Vater und eine indische Mutter. Die Sozialen Medien und was sie in Bewegung setzen können, werden in diesem Buch ziemlich genau dargestellt. Ein rasantes Buch!

  • Bewertung

    3/5

    17.06.2021

    eBook (ePUB)

    Eher ein gutes Sachbuch als ein Roman

    Identitti ähnelt eher einem Sachbuch, als einem wirklichen Roman. Zwar ist die Frage, was bedeuten Identität und Race für jeden einzelnen und wie weit kann man deren Grenzen ausweiten oder gar überschreiten und miteinander vermischen, in einer Geschichte über Vertrauen und Freundschaft eingebunden, aber der Hauptteil des Buches besteht eigentlich aus endlosen Diskussionen über den Saraswati-Skandal. Mit Nivedita als Bloggerin "Identitti" hat das Buch eine starke und sehr sympathische weibliche Hauptfigur, die reflektiert, aber auch ausreichend emotionaml an die Frage herangeht. Mit der Erwartungshaltung eines Romans war ich persönlich etwas enttäuscht, wenn ich allerdings zu Beginn schon mit der Erwartung eines guten und anschaulichen Sachbuchs herangegangen wäre, hätte es mir wahrscheinlich sehr viel besser zugesagt. Nichts desto trotz ist es ein sehr informatives und wichtiges Buch, das definitiv seine Aufmerksamkeit verdient hat.

  • Miss.mesmerized

    5/5

    02.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mithu Sanyal - Identitti

    Für Nivedita ist ihre Professorin Dr. Saraswati die Erleuchtung. Endlich jemand, der sie versteht, der ihr die Augen öffnet und zu der Identität verhilft, die sie schon so lange gesucht hat. Mit einem indischen Vater und einer polnischen Mutter war sie nie richtige Deutsche und nie die typische Ausländerin. In ihrem Studium der Postcolonial Studies nun werden Rassismus, Othering und auch Identität greifbar für sie. Doch dann der Schock: Professor Saraswati ist weiß. Sie hat sich ihre Rasse nur konstruiert, sie identifiziert sich selbst als Person of Colour, dabei ist sie nichts dergleichen. Der Internet Shitstorm lässt nicht lange auf sich warten, aber Nivedita ist noch nicht so schnell fertig mit ihr. Mithu M. Sanyals Roman greift ein aktuelles Thema auf, was mit ein Grund für die Nominierung auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis sein dürfte. Stärker jedoch als die thematische Relevanz erscheint mir der lockere Erzählton, der fantastisch zur Protagonistin passt, bisweilen etwas rotzig und doch in der Sache präzise und genau den Nerv der Zeit treffend. Die beiden Frauen, die junge Studentin wie auch die Professorin, bilden interessante Gegensätze, die der Handlung eine besondere Note verleihen. Nivedita hat zeitlebens ihren Platz gesucht. Bei ihrer Cousine Piti in England ist die Lage einfach, die indische Community ist groß, wird als solche wahrgenommen und ist klar definiert. Mit nur einem indischen Elternteil und keiner weiteren Verwandtschaft in der Nähe ist Nivedita im Gegensatz etwa zu den türkischen Mitschülerinnen weniger offensichtlich einzuordnen, mit der relativ hellen Haut eher etwas wie „Ausländerin light“, was sich vor allem dadurch auszeichnet, dass ihr direkte Anfeindungen und Rassismus erspart bleiben. Dies macht es jedoch nicht leichter für sie, sich selbst zu identifizieren, denn es gibt für sie wahrnehmbare Unterschiede ohne dass sie in eine der verfügbaren Schubladen passen würde. Die Professorin hat sich ihre eigene Identität geschaffen, eine Transition von weiß zu PoC erlaubt ihr den Marsch durch die Institution und große Popularität unter den Studierenden. Die Enttäuschung ist groß, noch größer ist jedoch die Frage: darf sie das? Kann Rasse fluide sein wie das Geschlecht? Und: wer hat das Definitionsrecht hierüber? Interessanterweise ist der Weg in diesem Fall weg von der privilegierten hin zur benachteiligten Identität, was vieles geradezu auf den Kopf stellt. Ihre Anhänger fühlen sich betrogen, man hat sie nicht nur ihres Idols beraubt, sondern auch der Illusion für die eigene Identität zu stehen und dennoch eine Karriere zu haben. Der Autorin gelingt der Spagat zwischen der Internetsprache, die geschickt untergemischt wird, und dem akademischen Diskurs hervorragend. Aktuelle Fakten und Ereignisse werden ebenso nebenbei eingebaut wie sie strukturellen Rassismus offenlegt. Wenn engagierte Literatur etwas erreichen will, dann so. Ein lockerer Ton bei ernsthafter Thematik, auch mal lustig und dadurch, dass alles gegen bekannte Narrative läuft, nicht verletzend, sondern eher das Denken in bekannten Mustern störend und dadurch neue Denkwege erlaubend. Dieser Roman wäre wahrlich ein würdiger Kandidat für den diesjährigen Buchpreis.

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