Produktbild: Wenn Haie leuchten

Wenn Haie leuchten Eine Reise in die geheimnisvolle Welt der Meeresforschung

83

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

19.04.2021

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3586 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446270251

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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19.04.2021

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Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

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240 (Printausgabe)

Dateigröße

3586 KB

Auflage

1. Auflage

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Deutsch

EAN

9783446270251

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Ich habe es geliebt

Tamara aus Datteln am 20.06.2021

Bewertungsnummer: 1509557

Bewertet: eBook (ePUB)

Hinweis: Ich werde in meiner Rezension zitieren und möglicherweise Spoilern. Hier sei aber gesagt, dass ich keine Handlungen vorwegnehme. Jedes Kapitel des Buches ist in sich abgeschlossen. "Meeresbiologie ist das sexy Fach der Biologie", sagt die Autorin auf einer der ersten Seiten. Damit hat sie recht. Woher ich das weiß? Ich habe selbst Meeresbiologie studiert und 2019 erfolgreich meinen Master in "Marine Biology" vollendet. Wenn ich heute jemand neuen kennenlerne und der typische Small Talk abläuft wird immer "OHHHH" und "Ach, wie cool" gesagt, wenn ich erzähle, ich hätte Meeresbiologie studiert. Tja, aber so schön, wie es im Internet dargestellt wird, ist es leider nicht. Und das wissen die wenigsten. Irgendwie erwartet nämlich immer jeder, dass ich in der Weltgeschichte rumtauche oder Haie kuschel. Und genau dieses Phänomen beschreibt auch die Autorin in "Wenn haie leuchten". Was Meeresbiologen wirklich machen, und wie ihre Arbeit die meiste Zeit aussieht, das erklärt euch Julia Schnetzer auf den ersten Seiten ihres Buches. Aber, wie hart die Arbeit auch sein mag (und wie sehr ich persönlich dieses ganze Schreiben und die Statistik - vor allem die Statistik) hasse, am wichtigsten ist das, was man dabei herausfindet und darum geht es im Rest des Buches. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es einen Hai gibt, der, wurde er in die Ecke gedrängt, rasend schnell Wasser schluckt, und zwar so viel, dass sein Bauch dabei dick und rund anschwillt? Ich wusste das auch nicht, und ich musste lachen als ich es gelesen habe (den Hai nennt man im Übrigen "Schwellhai", S. 40). Julias Schreibstil ist genial, ihre saloppe Art voller Humor macht es so leicht das Buch zu Lesen, dabei bekommt man ja eigentlich Wissen vermittelt: "prollige Unterbodenbeleuchtung" - mit diesen beiden Wörten beschreibt sie recht passend, wie ich finde, den fluoreszierenden Bauch eines Dunklen Kazenhais. Ein weiteres Phänomen des Buches, welches mir wirklich gut gefallen hat, ist, dass die Autorin immer wieder erwähnt, was man alles noch nicht weiß. Sie spricht über unfassbar viele verschiedene Felder der Meeresbiologie und erklärt was man alles schon herausgefunden hat, aber oft weiß man nicht warum, oder was etwas ist. Man weiß nur, dass es ist. Ein Beispiel: (S. 47) Sie beobachteten eine grün-gelb leuchtende gebänderte Scherengarnele, die plötzlich eine Wolke aus orangem fluoreszierenden Zeug ausspuckte. Ich schreibe "Zeug", da niemand eine Ahnung hat, was es ist und warum sie das tut. Außerdem hat man eine Quallen-Art gefunden, die sich zurück in ihr Polypenstadium versetzen kann und damit ihre gesamten Zellen einfach so zurück in Stammzellen verwandeln kann. Damit wäre sie in der Theorie unsterblich (würde sie nicht gefressen werden), und niemand kann sagen, wie alt die älteste dieser Quallen jemals geworden ist (S. 72). Außerdem schreibt Julia, warum man die Meeresforschung so dringend braucht. Oft genug hört man ja, dass bestimmte Forschungen überhaupt nicht relevant sein. Zum Beispiel hat die Meeresforschung die Medizin in den letzten Jahren mehr als nur verbessert, Stichworte GFP (Fluoreszenz-Proteine) oder die PCR-Methode. Julia nennt außerdem einige innovative Ideen, wie bereits gesammeltes Wissen in der Zukunft angewandt werden könnte: Die Fluoreszenzproteine aus Korallen sind extrem Antibiotikaresistent und könnten z.B. an Schiffsrümpfen angebracht werden um den Algenbewuchs zu unterbinden (S. 52/53). Eine andere Idee hat Mike Markovina: Er schlägt die Nutzung von fluoreszierenden Fischernetzen vor um Haie als Beifang zu vermeiden (S. 50). Wie ihr seht, es ist super spannend und wenn ihr neugierig geworden seid, dann lest doch einfach selbst das Buch. Mir hat es mehr als nur gut gefallen und ich kann es jedem ans Herz legen. Es öffnet uns allen das Herz für das Meer, die Haie und die Forschung. Außerdem - das Buch beschreibt unsere wundervolle Welt, und all die Orte, die die wenigsten von uns je zu Gesicht bekommen.

Ich habe es geliebt

Tamara aus Datteln am 20.06.2021
Bewertungsnummer: 1509557
Bewertet: eBook (ePUB)

Hinweis: Ich werde in meiner Rezension zitieren und möglicherweise Spoilern. Hier sei aber gesagt, dass ich keine Handlungen vorwegnehme. Jedes Kapitel des Buches ist in sich abgeschlossen. "Meeresbiologie ist das sexy Fach der Biologie", sagt die Autorin auf einer der ersten Seiten. Damit hat sie recht. Woher ich das weiß? Ich habe selbst Meeresbiologie studiert und 2019 erfolgreich meinen Master in "Marine Biology" vollendet. Wenn ich heute jemand neuen kennenlerne und der typische Small Talk abläuft wird immer "OHHHH" und "Ach, wie cool" gesagt, wenn ich erzähle, ich hätte Meeresbiologie studiert. Tja, aber so schön, wie es im Internet dargestellt wird, ist es leider nicht. Und das wissen die wenigsten. Irgendwie erwartet nämlich immer jeder, dass ich in der Weltgeschichte rumtauche oder Haie kuschel. Und genau dieses Phänomen beschreibt auch die Autorin in "Wenn haie leuchten". Was Meeresbiologen wirklich machen, und wie ihre Arbeit die meiste Zeit aussieht, das erklärt euch Julia Schnetzer auf den ersten Seiten ihres Buches. Aber, wie hart die Arbeit auch sein mag (und wie sehr ich persönlich dieses ganze Schreiben und die Statistik - vor allem die Statistik) hasse, am wichtigsten ist das, was man dabei herausfindet und darum geht es im Rest des Buches. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es einen Hai gibt, der, wurde er in die Ecke gedrängt, rasend schnell Wasser schluckt, und zwar so viel, dass sein Bauch dabei dick und rund anschwillt? Ich wusste das auch nicht, und ich musste lachen als ich es gelesen habe (den Hai nennt man im Übrigen "Schwellhai", S. 40). Julias Schreibstil ist genial, ihre saloppe Art voller Humor macht es so leicht das Buch zu Lesen, dabei bekommt man ja eigentlich Wissen vermittelt: "prollige Unterbodenbeleuchtung" - mit diesen beiden Wörten beschreibt sie recht passend, wie ich finde, den fluoreszierenden Bauch eines Dunklen Kazenhais. Ein weiteres Phänomen des Buches, welches mir wirklich gut gefallen hat, ist, dass die Autorin immer wieder erwähnt, was man alles noch nicht weiß. Sie spricht über unfassbar viele verschiedene Felder der Meeresbiologie und erklärt was man alles schon herausgefunden hat, aber oft weiß man nicht warum, oder was etwas ist. Man weiß nur, dass es ist. Ein Beispiel: (S. 47) Sie beobachteten eine grün-gelb leuchtende gebänderte Scherengarnele, die plötzlich eine Wolke aus orangem fluoreszierenden Zeug ausspuckte. Ich schreibe "Zeug", da niemand eine Ahnung hat, was es ist und warum sie das tut. Außerdem hat man eine Quallen-Art gefunden, die sich zurück in ihr Polypenstadium versetzen kann und damit ihre gesamten Zellen einfach so zurück in Stammzellen verwandeln kann. Damit wäre sie in der Theorie unsterblich (würde sie nicht gefressen werden), und niemand kann sagen, wie alt die älteste dieser Quallen jemals geworden ist (S. 72). Außerdem schreibt Julia, warum man die Meeresforschung so dringend braucht. Oft genug hört man ja, dass bestimmte Forschungen überhaupt nicht relevant sein. Zum Beispiel hat die Meeresforschung die Medizin in den letzten Jahren mehr als nur verbessert, Stichworte GFP (Fluoreszenz-Proteine) oder die PCR-Methode. Julia nennt außerdem einige innovative Ideen, wie bereits gesammeltes Wissen in der Zukunft angewandt werden könnte: Die Fluoreszenzproteine aus Korallen sind extrem Antibiotikaresistent und könnten z.B. an Schiffsrümpfen angebracht werden um den Algenbewuchs zu unterbinden (S. 52/53). Eine andere Idee hat Mike Markovina: Er schlägt die Nutzung von fluoreszierenden Fischernetzen vor um Haie als Beifang zu vermeiden (S. 50). Wie ihr seht, es ist super spannend und wenn ihr neugierig geworden seid, dann lest doch einfach selbst das Buch. Mir hat es mehr als nur gut gefallen und ich kann es jedem ans Herz legen. Es öffnet uns allen das Herz für das Meer, die Haie und die Forschung. Außerdem - das Buch beschreibt unsere wundervolle Welt, und all die Orte, die die wenigsten von uns je zu Gesicht bekommen.

Ein interessantes Buch über das Leben unter Wasser.

Bewertung aus Neudörfl am 12.05.2021

Bewertungsnummer: 1488490

Bewertet: eBook (ePUB)

Das Buch „Wenn Haie leuchten“ widmet sich jenen Lebewesen, welche die uns Größtenteils unbekannte Welt unter Wasser bewohnen. Es wirft einen kritischen Blick auf unseren Umgang mit den Tieren und der Umwelt und bereitet wissenschaftliche Inhalte für Laien verständlich auf. Das Buch spart auch nicht an Kritik an eingesperrten Meeresbewohnern, wie Walen und Delfinen. Auf fundierte Weise wird an mehreren Stellen unterstrichen, dass diese Tiere sehr intelligent und fühlend sind und sich in dieser Gefangenschaft unmöglich wohlfühlen können. Untermalt wird das Geschriebene durch nette Illustrationen, welche die Inhalte verdeutlichen. Man lernt eine Menge an Fakten über das Leben im Meer. Wer hätte zum Beispiel gewusst, dass... ...die Oberflächliche des Mars viel besser kartografiert ist, als der Meeresboden. ...es immer noch eine Reihe an Phantominseln gibt, also Inseln, die fälschlicherweise wegen Vermessungsfehlern auf Karten existieren, aber nicht in der Realität. ...der Riesenmaulhai trotz seiner Größe von bis zu sieben Metern Länge erst 1976 entdeckt wurde. ...es Schätzungen zufolge ca. eine Million Tier- und Pflanzenarten im Meer gibt, von denen zwei Drittel noch nicht entdeckt wurden. INHALT Der Titel des Buchs bezieht sich auf die Fähigkeit zahlreicher Meeresbewohner, unter anderem auch Haie, fluoreszierendes Licht zu erzeugen und daher in allen möglichen Farben zu leuchten. Es wird der Frage nachgegangen, warum manche Tiere dies tun und wie sie es bewerkstelligen. Auch wird diskutiert, das Haie oft als Beifang in Fischernetzen enden. Da zahlreiche Haiarten fluoreszierendes Licht wahrnehmen können, wären fluoreszierende Netze eine Möglichkeit, die Haie von ihnen fernzuhalten und damit zu schützen. Außerdem lernt man einiges über die Altersbestimmung von Meerestieren und ihre Sprache. So können Delfine Versuchen zufolge hunderte Wörter lernen und auch Zusammenhänge und Sätze verstehen. Außerdem haben sie eine komplexe Sprache, in der sie sich untereinander verständigen können. Sie geben sich auch Namen. Wie genau Delfine Laute erzeugen ist allerdings noch weitgehend unerforscht, genauso wie ihre Sprache. Außerdem erfährt man einiges über die ersten Forschungen an Delfinen, die durchaus kritisch beleuchtet werden. Besonders wird die Tatsache hervorgehoben, dass einer der ersten Delfine, an dem geforscht wurde, Selbstmord beging, weil er traurig war. Ein ganzes Kapitel widmet sich der Plastikverschmutzung der Weltmeere. Das ganze Ausmaß der Umweltkatastrophe wird eingehend beleuchtet und es wird genauer darauf eingegangen, was Plastik eigentlich ist und wie es im Meer landet. Auch die Probleme, die dadurch entstehen, dass Tiere dieses Plastik verspeisen und dass sogenannte Geisternetze der Fischerei im Meer zurückbleiben, werden besprochen. Am Ende widmet das Buch noch den Kleinstlebewesen ein Kapitel. Denn es gibt marine Insekten, die ihr ganzes Leben im oder am Meer verbringen. Abschließend werden noch Viren genauer beleuchtet. Während wir an Land derzeit stark mit dem Coronavirus zu kämpfen haben, spielen Viren unter Wasser eine äußerst wichtige Rolle. Sie sind nicht nur ein essentieller Bestandteil der Nahrungskette, sie tragen auch aktiv zur evolutionären Entwicklung von Mikroorganismen bei. BEWERTUNG Obwohl es sich um ein Sachbuch handelt, sind die Fakten auf unterhaltsame Weise durch Anekdoten und Geschichten untermalt. Es handelt sich keinesfalls um eine trockene Lektüre. Die Autorin bereitet nicht nur Wissen über die Welt unter Wasser auf, sondern vermittelt auch ein Verständnis für die negativen Auswirkungen der Umweltverschmutzung auf das Leben im Meer. Auch spart sie nicht an Kritik an eingesperrten Meeresbewohnern. Dennoch scheint es ihr allerdings nicht zu missfallen, dass Peilsender, die für wissenschaftliche Zwecke an Haien befestigt werden, im Muskel oder der Flosse der Tiere angemacht werden. Ganz so, als würde sie gar nicht auf die Idee kommen, dass diese Tiere ein Schmerzempfinden haben könnten. Und das, obwohl sie erwähnt, dass die Sender die Haie stören und sogar verletzen können. Alles in Allem ist das Buch allerdings wirklich gut und kurzweilig geschrieben und bietet einen ganz neuen Blick auf die Welt unter Wasser, die noch voller Rätsel und Geheimnisse steckt.

Ein interessantes Buch über das Leben unter Wasser.

Bewertung aus Neudörfl am 12.05.2021
Bewertungsnummer: 1488490
Bewertet: eBook (ePUB)

Das Buch „Wenn Haie leuchten“ widmet sich jenen Lebewesen, welche die uns Größtenteils unbekannte Welt unter Wasser bewohnen. Es wirft einen kritischen Blick auf unseren Umgang mit den Tieren und der Umwelt und bereitet wissenschaftliche Inhalte für Laien verständlich auf. Das Buch spart auch nicht an Kritik an eingesperrten Meeresbewohnern, wie Walen und Delfinen. Auf fundierte Weise wird an mehreren Stellen unterstrichen, dass diese Tiere sehr intelligent und fühlend sind und sich in dieser Gefangenschaft unmöglich wohlfühlen können. Untermalt wird das Geschriebene durch nette Illustrationen, welche die Inhalte verdeutlichen. Man lernt eine Menge an Fakten über das Leben im Meer. Wer hätte zum Beispiel gewusst, dass... ...die Oberflächliche des Mars viel besser kartografiert ist, als der Meeresboden. ...es immer noch eine Reihe an Phantominseln gibt, also Inseln, die fälschlicherweise wegen Vermessungsfehlern auf Karten existieren, aber nicht in der Realität. ...der Riesenmaulhai trotz seiner Größe von bis zu sieben Metern Länge erst 1976 entdeckt wurde. ...es Schätzungen zufolge ca. eine Million Tier- und Pflanzenarten im Meer gibt, von denen zwei Drittel noch nicht entdeckt wurden. INHALT Der Titel des Buchs bezieht sich auf die Fähigkeit zahlreicher Meeresbewohner, unter anderem auch Haie, fluoreszierendes Licht zu erzeugen und daher in allen möglichen Farben zu leuchten. Es wird der Frage nachgegangen, warum manche Tiere dies tun und wie sie es bewerkstelligen. Auch wird diskutiert, das Haie oft als Beifang in Fischernetzen enden. Da zahlreiche Haiarten fluoreszierendes Licht wahrnehmen können, wären fluoreszierende Netze eine Möglichkeit, die Haie von ihnen fernzuhalten und damit zu schützen. Außerdem lernt man einiges über die Altersbestimmung von Meerestieren und ihre Sprache. So können Delfine Versuchen zufolge hunderte Wörter lernen und auch Zusammenhänge und Sätze verstehen. Außerdem haben sie eine komplexe Sprache, in der sie sich untereinander verständigen können. Sie geben sich auch Namen. Wie genau Delfine Laute erzeugen ist allerdings noch weitgehend unerforscht, genauso wie ihre Sprache. Außerdem erfährt man einiges über die ersten Forschungen an Delfinen, die durchaus kritisch beleuchtet werden. Besonders wird die Tatsache hervorgehoben, dass einer der ersten Delfine, an dem geforscht wurde, Selbstmord beging, weil er traurig war. Ein ganzes Kapitel widmet sich der Plastikverschmutzung der Weltmeere. Das ganze Ausmaß der Umweltkatastrophe wird eingehend beleuchtet und es wird genauer darauf eingegangen, was Plastik eigentlich ist und wie es im Meer landet. Auch die Probleme, die dadurch entstehen, dass Tiere dieses Plastik verspeisen und dass sogenannte Geisternetze der Fischerei im Meer zurückbleiben, werden besprochen. Am Ende widmet das Buch noch den Kleinstlebewesen ein Kapitel. Denn es gibt marine Insekten, die ihr ganzes Leben im oder am Meer verbringen. Abschließend werden noch Viren genauer beleuchtet. Während wir an Land derzeit stark mit dem Coronavirus zu kämpfen haben, spielen Viren unter Wasser eine äußerst wichtige Rolle. Sie sind nicht nur ein essentieller Bestandteil der Nahrungskette, sie tragen auch aktiv zur evolutionären Entwicklung von Mikroorganismen bei. BEWERTUNG Obwohl es sich um ein Sachbuch handelt, sind die Fakten auf unterhaltsame Weise durch Anekdoten und Geschichten untermalt. Es handelt sich keinesfalls um eine trockene Lektüre. Die Autorin bereitet nicht nur Wissen über die Welt unter Wasser auf, sondern vermittelt auch ein Verständnis für die negativen Auswirkungen der Umweltverschmutzung auf das Leben im Meer. Auch spart sie nicht an Kritik an eingesperrten Meeresbewohnern. Dennoch scheint es ihr allerdings nicht zu missfallen, dass Peilsender, die für wissenschaftliche Zwecke an Haien befestigt werden, im Muskel oder der Flosse der Tiere angemacht werden. Ganz so, als würde sie gar nicht auf die Idee kommen, dass diese Tiere ein Schmerzempfinden haben könnten. Und das, obwohl sie erwähnt, dass die Sender die Haie stören und sogar verletzen können. Alles in Allem ist das Buch allerdings wirklich gut und kurzweilig geschrieben und bietet einen ganz neuen Blick auf die Welt unter Wasser, die noch voller Rätsel und Geheimnisse steckt.

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Wenn Haie leuchten

von Julia Schnetzer

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