Geschichten voller Menschlichkeit, die Herz und Verstand berühren
Von Menschen im Schatten, am Rande der Gesellschaft und manchmal auch der Legalität erzählen Mechtild Borrmanns Geschichten in Glück hat einen langsamen Takt. In klarer, schnörkelloser Sprache werden alltägliche Schicksale zu Momentaufnahmen des Menschseins. Mal erschütternd, mal anrührend, mal versöhnlich - die Bestsellerautorin erzählt vom Hadern und Verzweifeln, von der Wut und von Versöhnung, von großen Träumen, kleinem Glück und der Schönheit des Augenblicks.
Borrmann erweist sich als einfühlsame Beobachterin, die tief in die Seele ihrer Protagonisten blickt. Ihre Erzählungen handeln von Schuld und Sühne, Liebe und Verlust, dem Ringen um Würde und dem Streben nach Glück. Mit feinem Gespür für die leisen Töne des Lebens beleuchtet sie die Schattenseiten unserer Gesellschaft und schafft zugleich Raum für Mitgefühl und Hoffnung.
Auch in der kurzen Form zeigt sich Mechtild Borrmann als »großartige Chronistin des Alltags und eine absolute Menschenfreundin« (Reinhard Jahn, WDR5 Mordsberatung). Glück hat einen langsamen Takt ist eine bewegende Sammlung von Geschichten, die noch lange nachwirken.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
4 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
gelungene Sammlung
Bewertung aus Berlin am 26.02.2024
Bewertungsnummer: 2139963
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
"Glück hat einen langsamen Takt" von Mechtild Borrmann ist eine Sammlung von Erzählungen, die sich durch ihre Kürze auszeichnen.
Jede Geschichte erzählt persönliche Erlebnisse aus der Sicht des jeweiligen Protagonisten oder Protagonistinnen.
Jede Erzählung fesselt mit der ersten Seite. Die Eine mehr als die Andere, aber im Gesamtbild ergeben die einzelnen tragischen und ergreifenden Geschichten eine gelungene Kollektion.
Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung.
Famose Geschichten vorgetragen von den Stars der Hörbuchbranche
Bewertung aus Baden-Württemberg am 29.05.2021
Bewertungsnummer: 1501850
Bewertet: Hörbuch-Download
Mechtild Borrmann (geb. 1960) ist eine vielgelesene Autorin, die seit Jahren erfolgreiche Krimis und historische Romane schreibt, die mit psychologischem Tiefgang glänzen und den Leser überraschen.
Nun hat Borrmann ihren ersten Erzählungsband vorgelegt. Nicht jeder Autor, der über die lange Strecke zu überzeugen weiß, kann es auch in der kurzen Form. Insofern war ich sehr neugierig. Das Hörbuch des Argon Verlages umfasst 20 Erzählungen, jede wird von einem anderen Vorleser vorgetragen, der das jeweilige Werk optimal interpretiert und damit zum Strahlen bringt: David Nathan, Gabi Blum, Frank Arnold, Vera Teltz – um nur einige zu nennen, sind dabei.
Im Normalfall findet man in einem Erzählungsband stärkere und schwächere Geschichten. Nicht so in diesem: Mich hat jede Erzählung sofort gefangen genommen und begeistert. Borrmann erzählt meistens von ganz normalen Menschen, aber auch von Menschen in Extremsituationen oder am Rande der Gesellschaft. Sie hat ein breites Figurenkarussell aufgestellt.
Sehr berührend, wenn der alte Großvater sich an seine große Liebe erinnert, die er aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln vor dem Zweiten Weltkrieg aus den Augen verlor, um anschließend ein neues Leben zu beginnen.
Da ist die Mutter, die ihrem Sohn ins Gefängnis eine Sprachnachricht schicken will, in der sie ihre widerstreitenden Gefühle offenbart. Natürlich stellt sie sich auch die Frage nach dem eigenen Versagen.
Hervorragend wiedergegeben sind die Gedanken des demenzkranken Karl Petzold, die völlig durcheinander durch Raum und Zeit schwirren, so dass er größte Schwierigkeiten hat, sich in der Gegenwart zurecht zu finden.
In der titelgebenden Geschichte geht es um einen Familienvater, der am Flughafen eine neue Richtung einschlägt, indem er sich zu seiner alten homosexuellen Beziehung bekennen will.
Da ist Christa, die 1955 als uneheliches Kind geborenwurde. Familie und Pfarrer ließen sie stets ihre „Schuld“ spüren. Man verpflichtete sie zu größter Dankbarkeit. Erst als 16-Jährige, bei einer modernen Familie in der Stadt, wächst ihre Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben - doch leider funkt ihre Familie erneut dazwischen.
Gestörte Beziehungen, geplatzte Träume und seelische Abgründe sind wesentliche Themen dieses Hörbuchs. Viele Erzählungen haben deshalb auch eindeutig kriminalistische Züge, in denen es um Rache, Schuld, Strafe und Vergebung geht. Es gibt einige Tote in diesem 5,5 Stunden langen Hörbuch. Manche sterben im Affekt, manche geplant, mancher Todesfall passiert in der Gegenwart, mancher ist schon so lange her, dass die Protagonisten von ihrer Vergangenheit eingeholt werden. Für den einen hat man Verständnis, beim anderen wünscht man eine harte Strafe. Ich empfinde es als großes Plus, dass die Autorin selbst in den kürzesten Text Vielschichtigkeit und Tiefe einbauen kann, nichts ist einfach gestrickt. Jedes Ende überrascht auf seine Weise, manchmal muss man innehalten, um es zu verdauen. Andere nehmen einen erfreulichen Ausgang, sind aber in der Minderheit.
Wie in der Welt geht es auch in Borrmanns Geschichten nicht immer gerecht zu, Der Hörer darf verschiedene Emotionen durchleben. Es ist dabei sehr angenehm, dass nach jeder Erzählung auch eine neue Stimme zu hören ist, so dass man das Gehörte schnell abgrenzen kann.
Mechtild Borrmann schreibt klar und schnörkellos. Jeder Text ist leicht verständlich. Dennoch passt jedes Wort, jede Formulierung. Die Autorin schwafelt nicht, sie kommt gleich zur Sache und kann sich wunderbar in ihre Figuren hineindenken. Dieses (Hör-)Buch eignet sich deshalb auch hervorragend als Einstieg für Menschen, die bislang wenig Erfahrung mit Erzählungen hatten.
Für mich ist das Hörbuch ein Highlight! Egal in welchem Format: Ich wünsche diesem Erzählungsband von Mechthild Borrmann ein großes Publikum.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.