Axel Hackes Sprachland ist das einzige Land der Welt, das ausschließlich aus Sprache besteht, in dem die Zeit in Verwöhnminuten gemessen wird, die Menschen in Schlafanfallbüros arbeiten und sich Eichelhecht und Aschenpudel Gute Nacht sagen.
Wer gerne reist, der mache sich auf ins Sprachland. Dort sind die Menschen nicht an der schnöden Wirklichkeit regelgerechten Redens und korrekten Schreibens interessiert, sondern am Gegenteil: am Falschen, auch am Lächerlichen, am Hoch- und Tieftrabenden, am Irritiertsein, dem kurzen Stutzen und an der Poesie sowie dem Nachdenken, das sich daraus ergibt. Hier wird die Zeit in Verwöhnminuten gemessen, die Menschen arbeiten in Schlafanfallbüros, tragen Ganskörpertattoos, und das Wort Reißverschluss schreiben sie Rajs-ferszlus. Es haben Arten überlebt wie der Eichelhecht, der Rächerlachs und der Aschenpudel, es wachsen schwarzäugige Erbsen und die seltenen Tiftrienen. Es gibt gerade und gebogene Zahlen, und man isst gebratene Caprihosen sowie Gerichte mit schönen Namen wie Kleine Kopffüßer ertranken. Aus Axel Hackes Reise in dieses nahe und doch ferne Land ist ein lustiges, verträumtes, versponnenes Sprachspielbuch entstanden. Große Kunst. Und ein noch größeres Vergnügen.
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Unterhaltsame Reise ins fiktive Sprachland
Aischa aus Kissing am 20.09.2021
Bewertungsnummer: 1571280
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Journalist und Schriftsteller Axel Hacke hat "wie viele andere" den Lockdown während der Corona-Pandemie genutzt, um ein neues Buch zu schreiben. Die Idee ist nicht grundsätzlich neu, Sammlungen seltsamer Stilblüten, oftmals durch automatisierte Übersetzungsmaschinen generiert, gibt es zuhauf. Und doch konnte mich der Eichelhecht in seinen Bann ziehen. Denn der Autor erschafft mit seiner persönlichen Sammlung ein zauberhaftes Sprachland, er lässt den Leser an seiner überbordenden Fantasie teilhaben, und dies auf höchst unterhaltsame, humorvolle und bisweilen auch nachdenkliche Weise.
Das Sprachland wird von verschiedenen Seiten beleuchtet, von Flora und Fauna bis hin zum Gerichtswesen oder auch dem Tod. Zwischen den einzelnen Kapiteln findet sich "Lyrik ohne Absicht": skurrile Texte, die wie Verse zwischen Dadaismus und Gebrauchslyrik anmuten, tatsächlich aber Zitate aus Gebrauchsanweisungen oder Rezeptsammlungen sind.
Vor allem die kulinarischen Köstlichkeiten des Sprachlands ließen mich bei der Lektüre oft lauthals auflachen, zu skurril war die Vorstellung von "Fisch mit zerknitterten Päpsten" oder gar "Er tötete flauschigen Käse und Honig". Hacke schöpfte bei der Recherche für dieses Buch nicht nur aus seiner eigenen Sammlung von Zusendungen seiner Leserschaft, sondern auch aus entsprechenden Websites, auf denen man weiter surfen kann, nachdem der "Eichelhecht" beendet ist.
Lobend erwähnen möchte ich auch die außergewöhnlich liebevolle Gestaltung: Das Hardcover ist nicht nur mit einem Lesebändchen versehen, sondern besticht auch durch einen hochwertigen Schutzumschlag aus dickem, geriffeltem Papier, zahlreiche zweifarbige Illustrationen und eine wunderbar detaillierte geografische Karte des "Sprachlands" auf Vor- und Nachsatz.
Klappentext: „Axel Hackes…
Kristall86 aus an der Nordsee am 12.02.2021
Bewertungsnummer: 2760258
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Klappentext: „Axel Hackes Sprachland ist das einzige Land der Welt, das ausschließlich aus Sprache besteht, in dem die Zeit in Verwöhnminuten gemessen wird, die Menschen in Schlafanfallbüros arbeiten und sich Eichelhecht und Aschenpudel Gute Nacht sagen. Wer gerne reist, der mache sich auf ins Sprachland. Dort sind die Menschen nicht an der schnöden Wirklichkeit regelgerechten Redens und korrekten Schreibens interessiert, sondern am Gegenteil: am Falschen, auch am Lächerlichen, am Hoch- und Tieftrabenden, am Irritiertsein, dem kurzen Stutzen und an der Poesie sowie dem Nachdenken, das sich daraus ergibt. Hier wird die Zeit in Verwöhnminuten gemessen, die Menschen arbeiten in Schlafanfallbüros, tragen Ganskörpertattoos, und das Wort Reißverschluss schreiben sie Rajs-ferszlus. Es haben Arten überlebt wie der Eichelhecht, der Rächerlachs und der Aschenpudel, es wachsen schwarzäugige Erbsen und die seltenen Tiftrienen. Es gibt gerade und gebogene Zahlen, und man isst gebratene Caprihosen sowie Gerichte mit schönen Namen wie Kleine Kopffüßer ertranken. Aus Axel Hackes Reise in dieses nahe und doch ferne Land ist ein lustiges, verträumtes, versponnenes Sprachspielbuch entstanden. Große Kunst. Und ein noch größeres Vergnügen.“ Axel Hacke ist bekannt durch seine Wortwahl und die Verwendung in seinen Büchern die, sprachlich gesehen, auf einem ganz gewissen hohen Niveau liegen. Hier nimmt er uns mit ins Sprachland und wir dürfen ihn durch verschiedene Welten begleiten, die nicht nur voller Witz sind, sondern eben auch Tiefgründig oder eine gewisse Bitschaft mit sich bringen. Der Eichelhecht zum Beispiel....auf dem Cover begrüßt er uns schon und wirkt erstmal wie ein Wolpertinger, dessen Ursprung doch etwas sonderbar erscheint. Hacke hat hier ein Sprachland entwickelt, bei dem der Leser abtauchen kann, träumen kann, philosophieren kann, etwas spinnen kann....Sie merken schon, das ist mal etwas anderes aus seiner Feder als sonst. Fest steht aber, es ist typisch „Axel Hacke“ und begeistert auf ganz besondere Weise. Manchmal verwechselt man die Buchstaben beim sprechen...das kennen wir doch alle und eigentlich amüsiert es uns immer herrlich aber Sie glauben gar nicht, welche Wörter es wirklich gibt oder irgendwann einmal verwendet wurden....Unbedingt lesen und fasziniert zurück bleiben - 5 von 5 Sterne!
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