Produktbild: Die Welt war eine Murmel

Die Welt war eine Murmel Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.03.2021

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,1/12,8/2,5 cm

Gewicht

374 g

Auflage

3. mit Lesebändchen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-8101-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.03.2021

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,1/12,8/2,5 cm

Gewicht

374 g

Auflage

3. mit Lesebändchen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-8101-6

Herstelleradresse

Haymon Verlag
Erlerstraße 10
6020 Innsbruck
AT

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  • Sikal

    5/5

    11.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Haben wir alle die gleichen Erfahrungen gemacht?

    Die Reise nach Italien – das erste Kapitel. Bei manchem mag es vielleicht auch Jugoslawien gewesen sein oder mit viel Glück sogar Griechenland – die Geschichte aber ist mit Sicherheit bei vielen gleich. Die ganze Familie mit zig anderen in einen Bus gepfercht geht es Richtung Süden. Das Hotel nicht gerade Strandlage aber immerhin nur wenige Minuten bis zum Meer. Die Vorbereitungen vom gleichen Stress getragen wie der Urlaub selbst – immer spürt man eine gewisse Grundspannung. Wenn der Urlaub vorbei ist war es dann aber doch schön und man freut sich schon auf nächstes Jahr – Italien natürlich… Ferien vorbei und es geht zurück an die Schule. Mit gemischten Gefühlen. Mit einer dicken Brille und ein paar Kilo zu viel war man auch damals schon ein beliebtes Angriffsziel der Mitschüler. Mobbing nannte man die Hänseleien natürlich noch nicht – was anderes war es aber im Grunde nicht. Die Unterstützung von zu Hause? Ein paar gute Ratschläge des Vaters, man solle sich doch endlich einfach ein wenig zur Wehr setzen. Das wäre bestimmt auch gut für die eigene Männlichkeit, die der Vater ohnehin ein wenig anders sieht als die Mutter oder gar man selbst. Man sei zu weich und eventuell würde man sogar noch schwul werden – und das zu einer Zeit in der dies bedeuten würde, von der Gesellschaft gänzlich ausgeschlossen zu sein. Die Ziele der Jugend waren eben andere als die der Eltern – und dennoch ist man seinen Weg gegangen. Wenngleich der Widerstand nicht immer einfach zu überwinden war – aber die Mutter ist ja hinter einem gestanden. So vergehen die Jahre des Protagonisten und in sehr vielen Zeilen findet man sich als Leser selbst wieder. War es damals wirklich so oder hat man all das einfach so in Erinnerung wie es der Autor schildert? Es spielt eigentlich keine Rolle… Herrlich kurzweilig lässt Herbert Dutzler die Vergangenheit auferstehen und wir finden uns in seinen Geschichten wieder – der Autor hat unsere Geschichte erzählt, die Geschichte einer ganzen Generation. Wenngleich man von Herbert Dutzler andere Geschichten gewohnt ist, gibt es meinerseits dennoch 5 Sterne.

  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    29.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Guter Kauf

    Buch war als Geschenk gedacht und hat dem Geburtstagskind große Freude gemacht.

  • Bewertung

    aus Krems an der Donau

    5/5

    11.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Meine Bestellungen

    Die Abwicklung meiner Bestellungen war immer in Ordnung. Vielen Dank und freundliche Grüße

  • iGirl

    5/5

    11.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine herrliche Reise in die Jugend in den 60ern

    Baden im Meer, Muscheln sammeln und Krebse beobachten – das Cover des Buchs bildet das schon prima ab. Herbert Dutzler ist es in seinem Roman gelungen ganz viele Erinnerungen an meine eigene Kindheit in den 60-er Jahren zu wecken. Die Busreise nach Italien mit jeder Menge Reiseproviant und dann das 'fremde' Essen im Urlaubsland. Der erste Fernseher mit Bonanza, Flipper, Lassie & Co. Ein eigener Telefonanschluss zuhause. Das Frauenbild und so vieles das man peinlich fand und was die Nachbarn darüber denken. Die Mütter, die keinen Führerschein hatten. Und jede Menge unschöne Schulerlebnisse. Es fiel mir ganz leicht mich in den Protagonisten, Siegfried hinein zu versetzen. Siegfried verkörpert einen typischen Jungen, den man heute als 'Opfer' bezeichnen würde: etwas zu dick, unsportlich, Brillenträger, liest viel und weiß viel. Siegfried gelingt es mühelos im Gymnasium angenommen zu werden trotz der Widerstände des eigenen Vaters, der von diesem Weg gar nicht überzeugt ist. Dann seine Mutter, die sich einerseits über so viel Großes und Kleines beklagt, ständiges Sparen anmahnt und doch, wenn es darauf ankommt, hinter ihm steht. Siegfrieds Interesse am Kochen, das damals klare Frauensache war, lässt den Verdacht bei den Eltern aufkeimen, dass sich dahinter eine Homosexualität verbergen könnte. Wer wissen will was daraus wird sollte sich das Buch holen. Und nicht nur deswegen, die Geschichte ist ein echter Spiegel zur Kindheit in den 60-er Jahren.

  • Bewertung

    aus Glauchau

    5/5

    11.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kindheitserinnerungen

    „...Eine untergegangene Welt, dachte er seufzend. Und anstatt zügig weiter auszumisten, setzte er sich auf Mamas abgewetztes Sofa und hing Erinnerungen nach...“ Beim Ausräumen der mütterlichen Wohnung fühlt sich Siegfried zurückversetzt in die Jahre seiner Kindheit. Ich darf ihn als Leser bei diesem Blick in die Vergangenheit begleiten. Der Autor lässt mich in seinem abwechslungsreichen Roman in eine Zeit eintauchen, die erst wenige Jahrzehnte zurückliegt und uns doch so fern erscheint. Der Schriftstil passt sich den Verhältnissen an. Dabei besteht jedes Kapitel aus drei Aspekten. Es beginnt mit einer kurzen Erinnerung beim Ausräumen, lässt dann den Jungen Siegfried zu Wort kommen und vergleicht – kursiv gesetzt – immer mal wieder zwischendurch mit dem Heute und Jetzt. Siegfried lebt mit seinen Eltern und der jüngeren Schwester in einem kleinen Ort in Österreich. Seine ersten Erinnerungen führen ihn zurück in sein 10. Lebensjahr und die Urlaubsreise nach Italien. Hier gibt es viele humorvolle Szenen. Das wird sich später nicht so fortsetzen. „...Das Meer ist blau und unendlich. So etwas habe ich noch nie gesehen. Von diesem Moment an weiß ich, dass ich einmal am Meer wohnen möchte...“ Es gibt erstaunlich viele Vorurteile. Gleichzeitig fällt auf, dass politische Themen bei der Erziehung keine Rolle spielen. Der Großvater lebt gedanklich noch im Dritten Reich und Siegfried wurde nie erklärt, warum dem Vater sein Name (Adolf) peinlich ist. Gewisse Sätze bei der Kindererziehung rufen Erinnerungen wach, so die Tatsache, dass man grundsätzlich solange sitzen bleiben musste, bis man aufgegessen hatte. Klassisch war ebenfalls die Rollenverteilung in der Familie. „...Alles, was mein Papa in der Küche tut, ist, sich ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen. Ich glaube, er hat noch nicht mal eine Semmel entzweigeschnitten, seit er mit meiner Mutter verheiratet ist...“ Siegfried kommt entgegen dem Willen des Vaters aufs Gymnasium. Dort wird er gemobbt. Er hat etwas Übergewicht und ist in vielen Fächern seine Klassenkameraden voraus. Auch dass sich Siegfried für Kochen und Backen interessiert, ist dem Vater unheimlich. Es sind die vielen kleinen Szenen und Erinnerungsschnipsel, die das Buch zu etwas Besonderen machen und eine längst vergangene Zeit wider aufleben lassen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Mit einigen der letzten Sätze möchte ich meine Rezension beenden. „...Seltsam, dachte er. Wenn die Erinnerungen in allen Details wieder auflebten, spielten sich immer die Missgeschicke in den Vordergrund, das, was eben nicht glatt gelaufen war...“

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