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Eine Formalie in Kiew

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20,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.01.2021

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,4/13,5/2 cm

Gewicht

276 g

Farbe

Eisblau

Auflage

8. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-26937-8

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.01.2021

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,4/13,5/2 cm

Gewicht

276 g

Farbe

Eisblau

Auflage

8. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-26937-8

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    07.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Nichts ist so gleichgültig wie Nationalitäten."

    Wofür ist Deutschland vor allem Berühmt? Seine Bürokratie. Das durfte der Autor und Journalist Dimitrij Kapitelman am eigenen Leib erfahren als er nach 25 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen wollte. Denn dafür braucht er eine Apostille. Also reist er mal eben nach Kiew, in seine Geburtsstadt und sieht sich Kindheitserinnerungen gegenüber, die im heute nicht mehr zustimmen. Voller (bitterbösem) Humor erzählt der Autor wie Vergangenheit auf Gegenwart trifft und gleichzeitig die Frage nach Herkunft, Migration und Zugehörigkeit.

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nach 25 Jahren in Deutschland möchte Dimitrij die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen. Als 8-Jähriger ist er mit seiner Familie als Kontingentflüchtling aus der Ukraine gekommen und spricht besser sächsisch als ukrainisch. Was zunächst wie eine Formalie erscheint, zieht sich in die Länge, lässt Kindheitserinnerungen aufleben und wird zur Reise durch die Bürokratie zweier Länder und zur Suche nach Heimat.

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    13.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine berührende Liebeserklärung

    Acht Jahre war Dmitrij Kapitelman alt, als er Mitte der neunziger Jahre mit seiner Familie als Kontingentflüchtling aus der Ukraine in Deutschland ankam. Mittlerweile ist er 34 und denkt, dass es an der Zeit ist, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Gedacht, getan, die benötigten Dokumente hat er beisammen. Aber er hat nicht mit der deutschen Bürokratie gerechnet, die zusätzlich noch eine Apostille braucht, sprich ein Beglaubigungsdokument, das deren Echtheit bestätigt. Mir fiel dazu sofort der Songtext von Reinhard Meys „Ein Antrag auf Erteilung eines Antragformulars ein“. Und diese Apostille gibt es nur in seiner Geburtsstadt. Also macht er sich auf nach Kiew, versehen mit den guten Ratschlägen seiner Eltern. Diese Reise in die Vergangenheit ist bittersüß. Es sind nicht nur die Erinnerungen, die er mit der Realität abgleicht, sondern auch das, was ihm über die Ukraine vermittelt wurde. Und gleichzeitig wird ihm immer mehr die Kluft bewusst, die sich zwischen ihm, dem „Demokratiedeutschen“ und seinen Eltern aufgetan hat. Die Eltern, die eigentlich nie wirklich in Deutschland angekommen sind, noch immer in diesem Niemandsland zwischen alter und neuer Heimat hängengeblieben sind, ihre Identität und sich selbst verloren haben. Die Mutter, die kein Interesse mehr an dem hat, was um sie herum geschieht und deren Lebensinhalt mittlerweile nur noch die unzähligen sibirischen Katzen sind, mit denen sie sich umgibt. Der Vater, dem seine einstige Fröhlichkeit und Aufgeschlossenheit abhanden gekommen ist und der sich mehr und mehr in sich selbst zurückzieht, in ein Land, zu dem nur er Zugang hat. Auch wenn Kapitelman ein guter Beobachter ist, mit Wortwitz und Ironie die Absurditäten der ukrainischen Gegenwart analysiert, so liegt doch über all dieser Unbeschwertheit eine tiefe Traurigkeit. Und so wird aus dieser Suche nach den Wurzeln eine berührende, nie kitschige Liebeserklärung an seine Eltern, denn jetzt versteht er.

  • Bewertung

    5/5

    10.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ukrainisch-deutsche Wunderbarkeiten

    Dmitrij Kapitelman möchte nach 25 Jahren in Deutschland auch auf dem Papier Deutscher werden, doch wichtige Unterlagen dafür muss er zunächst aus seinem Geburtsland, der Ukraine, beschaffen. Eine herrliche autobiografisch gezeichnete Erzählung, in der allerhand verhandelt wird: Beziehungen, Heimatgefühle, bürokratische Verrücktheiten, kulturelle Stereotype. Mit großartigem Sprachwitz, scharfsinnig und mit Wärme erzählt, ist dies ein Titel, der richtig Spaß macht und sowohl im Blick auf Deutschland als auch auf die Ukraine nachhallt. Grandioser Lesestoff!

  • Bewertung

    5/5

    08.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wann fühlen wir uns daheim?

    Dmitrij Kapitelman erzählt mit Humor die Einwanderungsgeschichte einer ukrainischen Familie. Der Protagonist möchte nach 25 Jahren in seiner neuen Heimat endlich einen deutschen Pass beantragen und so reisen wir mit ihm schließlich in seine Geburtsstadt in der Ukraine, um eine Formalität für die deutschen Behörden zu erledigen. Mit leichtem Spott schreibt der Autor über Heimat, Fremdsein und das sich wandelnde Verhältnis zu den Eltern…und auch über die Verantwortung der Familie gegenüber. Kapitelman ist ein geistreiches Buch gelungen, das trotz ernster und trauriger Momente immer heiter bleibt.

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