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Junischnee Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2021

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

21,1/13/2,5 cm

Gewicht

325 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07224-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2021

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

21,1/13/2,5 cm

Gewicht

325 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07224-4

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Kolbergerstr. 22
81679 München
DE
info@hanser.de

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Eine Lebensgeschichte

Sikal am 16.01.2022

Bewertungsnummer: 1639487

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wien/Moskau, 1934: Eva ist Mitglied beim Republikanischen Schutzbund, später dann in der Kommunistischen Partei. Sie sieht keine andere Möglichkeit, als ihre Kinder Karl und Slavko nach Russland zu schicken, um beide in Sicherheit zu bringen. Anfangs als Ferienaufenthalt gedacht, kommen die beiden dann von der Krim nach Moskau, um in einem Kinderheim (Karl) und in einer Fabrik (Slavko) zu landen. Als der Krieg ausbricht und Hitler den Pakt mit Stalin aufkündigt, werden die beiden plötzlich zu Volksfeinden. Slavkos Weg wird undurchsichtig und der Kontakt zu seinem Bruder abgebrochen. Lebt er noch? Doch Karl muss lernen sich durchzuboxen – erst in einer Besserungsanstalt, später im Gulag, wo er auch seine Frau Nina kennenlernt. Im Laufe der Zeit muss Nina erkennen, dass Karl berechnend und kalt geworden ist, ein Zyniker, mit dem es schwer ist, ein Leben zu verbringen. Karl bringt Nina und die beiden Kinder nach Wien, wo sich Karl seiner Mutter wieder annähert und Nina am Heimweh zu ersticken droht. Gibt es noch einen Neuanfang für die beiden? Die Autorin Ljuba Arnautovic ist die Tochter von Nina und Karl und hat mit Junischnee ein kleines Juwel geschaffen. Ohne Anzuklagen und ohne Melancholie schreibt sie in einer klaren und beinahe sachlichen Sprache. Man muss sich selbst immer wieder während des Lesens aus der Geschichte herausnehmen, um nicht Schuld zuzuweisen oder anzuklagen, muss hinterfragen oder versuchen zu verstehen warum manche Handlungen genau so und nicht anders abgelaufen sind. Denn mit Abstand auf die Geschichte einer Familie zu blicken, ist nicht immer einfach. Das war es bestimmt auch für die Autorin selbst nicht. Und es steht uns als Leser auf keinen Fall zu, ein Urteil über Entscheidungen und Verhaltensweisen zu treffen. Eine beeindruckende Geschichte, berührend und erschütternd. Ein gelungener autobiographischer Roman, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

Eine Lebensgeschichte

Sikal am 16.01.2022
Bewertungsnummer: 1639487
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wien/Moskau, 1934: Eva ist Mitglied beim Republikanischen Schutzbund, später dann in der Kommunistischen Partei. Sie sieht keine andere Möglichkeit, als ihre Kinder Karl und Slavko nach Russland zu schicken, um beide in Sicherheit zu bringen. Anfangs als Ferienaufenthalt gedacht, kommen die beiden dann von der Krim nach Moskau, um in einem Kinderheim (Karl) und in einer Fabrik (Slavko) zu landen. Als der Krieg ausbricht und Hitler den Pakt mit Stalin aufkündigt, werden die beiden plötzlich zu Volksfeinden. Slavkos Weg wird undurchsichtig und der Kontakt zu seinem Bruder abgebrochen. Lebt er noch? Doch Karl muss lernen sich durchzuboxen – erst in einer Besserungsanstalt, später im Gulag, wo er auch seine Frau Nina kennenlernt. Im Laufe der Zeit muss Nina erkennen, dass Karl berechnend und kalt geworden ist, ein Zyniker, mit dem es schwer ist, ein Leben zu verbringen. Karl bringt Nina und die beiden Kinder nach Wien, wo sich Karl seiner Mutter wieder annähert und Nina am Heimweh zu ersticken droht. Gibt es noch einen Neuanfang für die beiden? Die Autorin Ljuba Arnautovic ist die Tochter von Nina und Karl und hat mit Junischnee ein kleines Juwel geschaffen. Ohne Anzuklagen und ohne Melancholie schreibt sie in einer klaren und beinahe sachlichen Sprache. Man muss sich selbst immer wieder während des Lesens aus der Geschichte herausnehmen, um nicht Schuld zuzuweisen oder anzuklagen, muss hinterfragen oder versuchen zu verstehen warum manche Handlungen genau so und nicht anders abgelaufen sind. Denn mit Abstand auf die Geschichte einer Familie zu blicken, ist nicht immer einfach. Das war es bestimmt auch für die Autorin selbst nicht. Und es steht uns als Leser auf keinen Fall zu, ein Urteil über Entscheidungen und Verhaltensweisen zu treffen. Eine beeindruckende Geschichte, berührend und erschütternd. Ein gelungener autobiographischer Roman, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

Bewegende und erschütternde Lebensgeschichte der Eltern der Autorin

Ingrid aus Erkelenz am 22.04.2021

Bewertungsnummer: 1485055

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Roman „Junischnee“ erzählt die in Wien lebende Autorin Ljuba Arnautovic ihre Familiengeschichte weiter, die sie in ihrem Debüt „Im Verborgenen“ begonnen hat. Das Lesen des vorliegenden Buchs ist problemlos ohne Vorkenntnisse möglich. Den größten Teil der Erzählung ist dem Leben von Karl, dem Vater der Autorin gewidmet. Doch der Titel führt die Leser in Richtung der Mutter Nina, für die nach altem Brauch ein Bäumchen zur Geburt gepflanzt wird. Aus Versehen wählt der Vater aber eine Pappel statt einer Birke. Ohne feste Wurzeln und wie der Schnee der Pappeln im Juni mit dem Wind verweht scheint es für Nina vorherbestimmt, dass sie ihre Heimat verlassen wird. Karl wird von seiner Mutter Eva gemeinsam mit seinem älteren Bruder und weiteren Kindern dem Republikanischen Schutzbund anvertraut, der die Kinder in ein Ferienlager auf der Krim bringt und später in ein Kinderheim. Was zunächst mit Freude und Glück verbunden ist, wird zu Leid und Überlebenskampf für Karl als Straßenkind, in der Besserungsanstalt und im Arbeitslager. Er heiratet Nina, die er im Gulag kennengelernt hat und die ihm nach seiner Entlassung einen Wohnort bietet. Sie folgt ihm nach Wien und leidet dort unter heftigem Heimweh. Inzwischen hat das Paar zwei Kinder und zwischen den Eltern der Autorin entspinnt sich ein Kampf auf einer neuen Ebene. Ljuba Arnautovic wählt für ihre Schilderungen eine nüchterne Sprache. Sie ordnet die Begebenheiten in deren jeweiliges Umfeld ein. Beim Lesen sollte man sich verdeutlichen, dass das, was sie schreibt, wirklich geschehen ist. Geschichtlich fundiert, aber ohne lange Hintergrunderklärungen einzuflechten, weiß sie geschickt die für ihre Eltern wesentlichen, wegweisenden Ereignisse im Leben zu skizzieren. Ohne Schlenker, im Präsens zur Vergegenwärtigung, nimmt der Roman den Leser mit in eine grauenvolle Zeit, in der die Handlung des Einzelnen der Ideologie entsprechend zu sein hatte. Die Autorin verdeutlicht, dass ein Aufbegehren zu weitreichenden Konsequenzen führte. Ljuba Arnautovic wirft in ihrem Buch „Junischnee“ kritische Fragen zum Verhalten ihrer Vorfahren auf. Sie beschreibt neben den Jahren in der Sowjetunion auch die Begebenheiten nach der Rückkehr ihrer Eltern nach Wien und der dann folgenden Ehekrise klar und ungeschminkt. Mit viel Respekt stellt sie die Entscheidungen ihres Vaters, auch in Bezug auf ihre Schwester und sich selbst dar. Ihre Erzählung ist bewegend und erschütternd und lässt daran denken, zu welchen Folgen extreme Gesinnungen führen und möglich sind. Die Geschichte hallt nach und sollte viele Leser finden.

Bewegende und erschütternde Lebensgeschichte der Eltern der Autorin

Ingrid aus Erkelenz am 22.04.2021
Bewertungsnummer: 1485055
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Roman „Junischnee“ erzählt die in Wien lebende Autorin Ljuba Arnautovic ihre Familiengeschichte weiter, die sie in ihrem Debüt „Im Verborgenen“ begonnen hat. Das Lesen des vorliegenden Buchs ist problemlos ohne Vorkenntnisse möglich. Den größten Teil der Erzählung ist dem Leben von Karl, dem Vater der Autorin gewidmet. Doch der Titel führt die Leser in Richtung der Mutter Nina, für die nach altem Brauch ein Bäumchen zur Geburt gepflanzt wird. Aus Versehen wählt der Vater aber eine Pappel statt einer Birke. Ohne feste Wurzeln und wie der Schnee der Pappeln im Juni mit dem Wind verweht scheint es für Nina vorherbestimmt, dass sie ihre Heimat verlassen wird. Karl wird von seiner Mutter Eva gemeinsam mit seinem älteren Bruder und weiteren Kindern dem Republikanischen Schutzbund anvertraut, der die Kinder in ein Ferienlager auf der Krim bringt und später in ein Kinderheim. Was zunächst mit Freude und Glück verbunden ist, wird zu Leid und Überlebenskampf für Karl als Straßenkind, in der Besserungsanstalt und im Arbeitslager. Er heiratet Nina, die er im Gulag kennengelernt hat und die ihm nach seiner Entlassung einen Wohnort bietet. Sie folgt ihm nach Wien und leidet dort unter heftigem Heimweh. Inzwischen hat das Paar zwei Kinder und zwischen den Eltern der Autorin entspinnt sich ein Kampf auf einer neuen Ebene. Ljuba Arnautovic wählt für ihre Schilderungen eine nüchterne Sprache. Sie ordnet die Begebenheiten in deren jeweiliges Umfeld ein. Beim Lesen sollte man sich verdeutlichen, dass das, was sie schreibt, wirklich geschehen ist. Geschichtlich fundiert, aber ohne lange Hintergrunderklärungen einzuflechten, weiß sie geschickt die für ihre Eltern wesentlichen, wegweisenden Ereignisse im Leben zu skizzieren. Ohne Schlenker, im Präsens zur Vergegenwärtigung, nimmt der Roman den Leser mit in eine grauenvolle Zeit, in der die Handlung des Einzelnen der Ideologie entsprechend zu sein hatte. Die Autorin verdeutlicht, dass ein Aufbegehren zu weitreichenden Konsequenzen führte. Ljuba Arnautovic wirft in ihrem Buch „Junischnee“ kritische Fragen zum Verhalten ihrer Vorfahren auf. Sie beschreibt neben den Jahren in der Sowjetunion auch die Begebenheiten nach der Rückkehr ihrer Eltern nach Wien und der dann folgenden Ehekrise klar und ungeschminkt. Mit viel Respekt stellt sie die Entscheidungen ihres Vaters, auch in Bezug auf ihre Schwester und sich selbst dar. Ihre Erzählung ist bewegend und erschütternd und lässt daran denken, zu welchen Folgen extreme Gesinnungen führen und möglich sind. Die Geschichte hallt nach und sollte viele Leser finden.

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Junischnee

von Ljuba Arnautovic

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