Mit Nordseemagie und Wellenflüstern: Eine zweite Chance für die Liebe
In St. Peter-Ording will Anneke nicht nur ihren Job als Hoteltesterin erledigen, sondern auch endlich mal wieder Zeit in der Natur genießen und ausspannen. Dass sie hier außerdem die romantischsten Orte der Küste aufsuchen soll, trifft sich gut. Bis sich herausstellt, dass ausgerechnet ihr Ex Raik das neue Hotel leitet und sie nur allzu gern zu Strandspaziergängen und Picknicken an Geheimplätzen begleitet. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er sich einen Neuanfang mit ihr wünscht. Und wenn Anneke seinen offenen Blick auffängt, spürt sie, wie viel er ihr immer noch bedeutet. Aber kann sie sich wirklich der Vergangenheit stellen und Raik verzeihen?
»Herrliche Lektüre für den Strandkorb!«
Neue Woche über Strandrosensommer
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
52 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Zu Hause ist es am schönsten!
Bewertung am 20.05.2023
Bewertungsnummer: 1945126
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Nach einem schweren Schicksalsschlag hat Anneke jeden Kontakt zu den Menschen aus ihrem Leben abgebrochen. Zu groß ist ihre Trauer. Als sie ihr Beruf nach St. Peter-Ording führt, wird sie abrupt mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Gleichzeitig trifft sie auf die Witwe Wenke und ihr sehr lustiges und eigenwilliges Huhn. Während der Nordwind um ihre Nase weht, fragt sie sich immer mehr: Kann sie ihrem alten Ich eine 2. Chance geben?
Dieses Buch hat mir so gutgetan!
Bewertung am 18.04.2022
Bewertungsnummer: 1697579
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich freue mich jedes Jahr wieder, wenn ein oder vielleicht sogar auch zwei neue Romane von Tanja Janz kommen. Im Frühjahr gab es bisher ja immer einen und oftmals auch zu Weihnachten.
Die Romane von Tanja Janz tun mir immer gut, aber besonders dann, wenn es mir einmal richtig schlecht geht, so wie gerade z.Zt. Deshalb heißen diese Romane bei mir Kuscheldeckenromane, und ich habe immer welche für schlechte Tage in Reserve. Bei diesen Romanen kann ich mich ganz gemütlich hineinkuscheln und weiß, dass es am Ende alles so zusammenläuft, wie ich es gerne hätte. Dabei brauche ich meinen Kopf nicht wirklich anzustrengen, sondern kann richtig die Seele baumeln lassen. Und das hat mir auch dieses Mal wieder richtig gutgetan und geholfen.
Dieses Mal fängt die aktuelle Geschichte gleich doppelt tragisch an. Zum einen hätte ich bei der Widmung „Für Papa. Du wolltest so gerne wieder nach St. Peter-Ording fahren. Leider hat es nicht mehr geklappt.“ gleich weinen können. Zum anderen beginnt der Prolog mit einer dramatischen Situation, die für die weitere Geschichte extrem bedeutend ist.
Ursprünglich waren die Zwillinge Aaron und Anneke sowie Raik die besten Freunde. Sie gab es nur zu dritt. Und Aaron hatte auch kein Problem damit, dass aus Anneke und Raik ein Liebespaar wurde. Im Gegenteil. Er war davon sogar begeistert. Doch dann kam es zu der Tragödie, die im Prolog nur angedeutet wird, von der wir als Leserinnen aber ganz klar wissen, was passiert sein muss. Es ist nur die Frage, wann wir die Bestätigung bekommen, und was ganz genau passiert ist. Die eigentliche Geschichte beginnt vier Jahre später. Anneke ist inzwischen 34 Jahre alt und reist als Hotel-Testerin für ein Hamburger Unternehmen um die Welt. Doch ihr neuer Auftrag führt sie nach Norddeutschland. Ihre Firma will nämlich eine neue Reisesparte ins Programm aufnehmen – eine Romantiklinie mit tollen Unterkünften in Deutschland und Romantiktipps inkl. Und so reist sich nach St. Peter-Ording und steigt in dem fiktiven Hotel Sea & Spa Ressort ab. Dort erhält sie eine wunderschöne Suite und beginnt zu recherchieren.
Alles könnte so schön sein, wurde ihr nicht am nächsten Tag der Hotelmanager über den Weg laufen. Es ist ausgerechnet ihr Ex Raik, den sie nach der Tragödie einfach verlassen hat. Ohne eine Begründung. Und seit damals hat sie auch alle anderen Kontakte von früher abgebrochen. Sogar ihre Eltern hält sie hin. Doch Raik strahlt sie an, als ob nichts gewesen wäre. Und während ihres Aufenthalts versucht er immer wieder schöne Momente für sie zu schaffen. Anneke kann damit nicht umgehen, da sie nicht an der Vergangenheit rühren möchte. Aber sie merkt auch, dass sie immer noch etwas mit Raik verbindet.
Es gibt aber noch eine zweite Geschichte in diesem Roman. Anneke lernt, während sie die Kirche in St. Peter bewundert, die gleichaltrige Wenke kennen. Die beiden Frauen verstehen sich auf Anhieb. Wenke ist seit einem Jahr Witwe und hat das ursprüngliche Projekt, was sie mit ihrem Mann zusammengeplant hatte, aufgegeben. Sie wollten ein Hotel mit kleinen Appartements eröffnen. Alleine traut Wenke sich das nicht zu. Anneke findet die Idee so charmant, dass sie versucht Wenke umzustimmen. Und Wenke hat übrigens noch einen sehr attraktiven Cousin, der offensichtlich ebenfalls Gefallen an Anneke hat.
Für mich waren bei diesem Roman zwei Paarkonstellationen möglich. Deshalb habe ich mich dann doch noch etwas überraschen lassen können. Und das eigentliche Ende fand ich für Tanja Janz ungewöhnlich, aber nichtsdestoweniger schön und stimmig.
Zwei Dinge haben mich allerdings doch ein wenig weiter beschäftigt. Kann man nach solch einer Tragödie, wie Anneke sie erlebt hat, unter diesem immensen Druck tatsächlich so weiterarbeiten, ohne zusammenzubrechen? Aber wahrscheinlich ist auch solche Reaktion möglich. Und bei Kuscheldeckenromanen sollte man nicht alles hinterfragen. Und das zweite Thema ist das angedeutete Thema der Flüchtlingsboote. Kann man das in einem solchen Roman für einen Prolog benutzen, ohne das Thema später weiterzuverfolgen? Ist das aus ethischen Gründen korrekt?
Für mich sind Tanja Janz, Anne Barns und Gabriella Engelmann die deutschen Autorinnen, von denen ich am liebsten Kuscheldeckenromane lese. Tanja Janz schreibt zwar keine Reihen, aber dafür tauchen in ihren Romanen in Nebenrollen immer wieder Bekannte aus den vorherigen Romanen auf. Das ist für mich wie das Wiedertreffen liebgewonnener Freunde.
Auch „Leuchtturmträume“ ist wieder eine wunderbar warmherzige Geschichte geworden. Eine Geschichte um Liebe und Trauer. Es gibt kleine Missgeschicke, aber am Ende ist alles so, wie wir Leserinnen es uns von Tanja Janz wünschen. Durch die Romantiktipps bekommt man als Leserin auch gleich einige angeboten, die man auf der nächsten Reise besuchen kann. Im Anhang hat die Autorin diese in einem „Kleinen Guide für St. Peter-Ording zusammengefasst. Und als Abschluss gibt es noch ein Champagnertorten-Rezept, welches einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.
Endloser Strand, Wellen und Wind – einfach immer wieder schön dieses St. Peter-Ording Gefühl. Besonders dann, wenn man aktuell wegen Corona nicht dorthin reisen darf.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.