Eine ergreifende Auschwitz-Geschichte über die Magie der Bücher, erzählt nach einer wahren Begebenheit. Im alles verschlingenden Morast des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau hat der Blockälteste Fredy Hirsch heimlich eine Schule aufgebaut. Ihr wertvollster Besitz sind acht alte, zerfallene Bücher. Fredy ernennt die 14-jährige Dita zur Bibliothekarin, sie soll die verbotenen Bände künftig verstecken und schützen. Dita, die schon früher Trost in Büchern gefunden hat, kümmert sich mit äußerster Hingabe um "ihre" kleine Bibliothek. Und die Bücher geben zurück: Sie schenken Licht, wo nur noch Dunkelheit zu sein scheint, und bieten einen Anker, wo der Schmerz zu übermannen droht. Die Bücher begleiten Dita und die anderen Häftlinge durch die Zeiten der größten Verzweiflung, bis wieder ein neuer Hoffnungsschimmer zu erkennen ist.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Nicola's Lesestube
5/5
29.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Berührend und erschütternd zugleich
Der Autor hat mit #ditakraus viele Interviews geführt, dieses Buch ist ihre Geschichte..
Ein Zeitzeugenbericht, der schlimmer nicht sein kann kann ob der Grausamkeit des Naziregimes damals.
Ich habe das Buch mehrmals weg gelegt und etwas anderes gelesen um die Bilder, die sich mir dabei aufdrängten, aus dem Kopf zu bekommen.
Tja, wie bin ich zu diesem Buch gekommen.. Unterwegs zum Gelöbnis meines Sohnes hatte ich Aufenthalt in Magdeburg. Dort stöberte ich durch einen Buchladen, fand aber irgendwie nichts. Auf dem Weg zum Ausgang blieb mein Blick ausgerechnet an diesem Buch hängen. Im Nachhinein möchte ich bald sagen: es hat mich ausgesucht, es sollte wohl so sein.
Ich bin absolut erschüttert ob dieser unfassbaren Grausamkeit. Was diese Menschen in den Konzentrationslagern erdulden mussten, lässt mich stark an den Menschen/der Menschheit zweifeln!
Dita, Fredy und noch andere haben sich nicht unterkriegen lassen. Wo haben sie diese Courage, diesen unfassbaren Lebenswillen hergenommen?? Wie kann Dita Kraus mit ihren 95 Jahren damit leben? Wie konnten es #margotfriedländer und so viele andere?
Zwei Zitate aus diesem Buch:
S. 33 "Wenn man Menschen wie Vieh zusammenpfercht, brandmarkt und opfert, halten sie sich irgendwann wirklich für Tiere. Lachen und Weinen erinnern sie dann an die eigene Menschlichkeit."
S. 423 "Die Lebenden sind noch ausgemergelter als die Toten. Die Engländer haben geglaubt, sie würden ein Häftlingslager befreien, aber was sie vorgefunden haben, ist ein Friedhof. "
Dieses Buch ist keine leichte Kost, sollte aber unbedingt gelesen werden!
julzpaperheart
5/5
12.08.2024
Buch (Taschenbuch)
herzergreifend, traurig und informativ
„In Auschwitz gilt ein Menschenleben weniger als nichts, so wenig, dass man die Leute nicht einmal erschießt, denn Kugeln sind wertvoller als Menschen."
Im alles verschlingenden Morast des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau hat der Blockälteste Fredy Hirsch heimlich eine Schule aufgebaut. Ihr wertvollster Besitz sind acht alte, zerfallene Bücher. Fredy ernennt die 14-jährige Dita zur Bibliothekarin, sie soll die verbotenen Bände künftig verstecken und schützen. Dita, die schon früher Trost in Büchern gefunden hat, kümmert sich mit äußerster Hingabe um „ihre“ kleine Bibliothek. Und die Bücher geben zurück: Sie schenken Licht, wo nur noch Dunkelheit zu sein scheint, und bieten einen Anker, wo der Schmerz zu übermannen droht. Die Bücher begleiten Dita und die anderen Häftlinge durch die Zeiten der größten Verzweiflung, bis wieder ein neuer Hoffnungsschimmer zu erkennen ist.
Dieses Buch basiert auf wahren Begebenheiten, Schauplätzen und Personen. Das macht das Ganze noch schwieriger zu ertragen. Dieses Buch ist keine leichte Kost und ich musste es häufiger mal zur Seite legen, um das Gelesene zu verarbeiten.
Der Schreibstil ist flüssig, packend und detailreich.
Die Charaktere sind interessant, tiefergehend und lebensnah. Die Entwicklung der unterschiedlichen Protagonisten ist nachvollziehbar und authentisch. Man fühlt mit; man bangt mit und man leidet mit.
Dita ist unglaublich mutig und inspirierend. Sie hütet acht ins KZ geschmuggelte Bücher, wie einen wertvollen Schatz. Immer wieder setzt sie ihr Leben aufs Spiel, um anderen den Zugang zu diesen Büchern zu ermöglichen.
Im Nachwort erfährt man noch einiges über einzelne Personen und wie das weitere Leben derjenigen verlief, die Auschwitz überlebten. Zudem erhält man spannendes Hintergrundwissen zur Entstehung dieses Werkes.
Ein ergreifendes, informatives und bewegendes Buch über ein dunkles Kapitel in der deutschen Geschichte.
Bewertung
5/5
05.11.2023
eBook (ePUB 3)
Sehr berührend!
Auch an einem finsteren Ort, bringt ein Buch Freude und Licht. Ein Buch über dieKraft der Bücher und natürlich auch der Menschen die sie lesen. Ein mutiges Mädchen in einer sehr finsteren Umgebung. Berührend!
Bewertung
5/5
18.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Fiktion oder Real?
Oftmals hat man das Gefühl alles sei fiktiv. "Sowas kann doch nicht echt sein, oder?"fragt man sich. Und dann blättert man um und merkt: doch, es ist so geschehen. Ein unfassbar tolles Buch von einem starken Mädchen mit einem unglaublichen Überlebenswillen. Schade, dass Deutschland dieses Buch nicht als Pflichtlektüre in den Schulen nimmt. Ich kann es nur jedem empfehlen, der mehr über die Zeit des Nationalsozialismus erfahren möchte.
Bewertung
5/5
30.09.2022
Buch (Taschenbuch)
Bücher sind Waffen
Diesem Buch mit Worten annähernd gerecht zu werden, ist keine leichte Sache. Vorab: Die Geschichte befasst sich mit dem Schicksal der Holocaust-Überlebenden Dita Kraus (heute 93 Jahre), wurde jedoch an einigen Stellen fiktionalisiert.
Nachdem ich 2016 im KZ Buchenwald war, besuchte ich 2019 das KZ Auschwitz-Birkenau. Noch heute spürt man, dass man als Deutsche:r weniger willkommen ist und aufgrund einiger aus meiner Rundgangsgruppe, kann ich das auch verstehen.
Es wurden unerlaubt Fotos von Dingen gemacht, die wirklich keiner in seiner Galerie haben möchte. Es wurde unterunterbrochen über den Guide hinweg gesprochen, ja sogar über eine Lappalie am Arbeitsplatz gestritten.
Es wurde vor dem Lagertor posiert, um sich fotografieren zu lassen und nach einer halben Stunde laufen und gucken, erschöpft in eine Ecke gesetzt. Noch heute schäme ich mich für
dieses Verhalten Fremder, aber es bestärkt mich, mich weiterhin mit diesem Stück Zeitgeschichte auseinander zu setzen, gerade jetzt vor wir eine Partei namens AFD im Bundestag haben und ich
aus einem Bundesland komme, wo 10 von 13 Bezirke blau gewählt haben.
Es übersteigt meine Vorstellungskraft, wie sich Menschen in diesen Lagern gefühlt haben müssen, wie sie überlebt und weiter gelebt haben. Dita kam als Kind nach Auschwitz und wurde als junge Frau, wie viele andere, von britischen Soldaten
befreit. Eine ganze Jugend gestohlen. Aber damit endete ihre Geschichte nicht. Jahrelang haben Dita und ihre Mutter dem Tod im Lager entkommen können und trotzdem wird ihre Mutter am Ende schwer krank.
Der Krieg hat eine ganze Welt zerstört. Heimat, Familien und Freunde verloren. Jetzt neu anzufangen, muss katastrophal gewesen sein. Iturbe erzählt aber nicht nur die Geschichte von Dita Kraus, sondern auch einigen anderen, die mit ihr zur gleichen Zeit gefangen waren. Wer das Buch "Der Tätowierer von Auschwitz" bereits kennt, wird einige parallelen wiederfinden.
Dita Kraus, Fredy Hirsch, Rudi Rosenberg, Margit Barnai, kurz alle, sind beeindruckende Menschen, Helden, denen ich zutiefst dankbar bin, dass sie von dieser Zeit erzählen. Denn das ist alles was wir haben.
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Ich möchte hier eine Warnung aussprechen: Gerade zum Ende hin, als die Nazis merkten wie schlecht es um ihre Kriegsposition stand, worden die Grausamkeiten im Lager noch heftiger, zahlreicher.
Und so werden es auch Iturbes Beschreibungen. Hab ich zu Beginn schon mit dem Kopf geschüttelt (man hat mich am Strand kritisch und verwirrt beäugt), musste ich zum Ende hin das Buch einige Male zuschlagen und auf später verschieben.
Aber das zeigt nur, dass der Autor alles richtig gemacht hat. Es gibt hier nichts zu beschönigen und das werden Lesende spüren. Rücksichtlos, direkt und ehrlich.
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Die Bibliothekarin von Auschwitz
Antonio Iturbe
496
2022
Piper
Instagram: derbibliophile
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