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Harro und Libertas

4

14,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.04.2021

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/4,3 cm

Gewicht

519 g

Farbe

Rost

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00150-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»[›Harro und Libertas‹] hätte genauso ›Romeo & Julia‹ oder ›Bonnie & Clyde‹ heißen können, denn der kluge, unfanatische, unangepasste Luftwaffenoffizier Harro Schulze-Boysen und seine oft noch klügere Frau Libertas, um die sich damals die Charlottenburger Boheme-Rebellen sammelten, waren das mutigste und tragischste Liebespaar des Dritten Reichs.« ("ZEIT Online")
»Neben persönlich gehaltenen, detaillierten und tief lotenden Porträts der beiden Protagonisten liefert Ohler zugleich einen umfassenden, plastischen Hintergrund des bürgerlich-konservativen Milieus.« ("Mitteldeutsche Zeitung")

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.04.2021

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/4,3 cm

Gewicht

519 g

Farbe

Rost

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00150-1

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: [email protected]

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Vergessene Helden

leseratte1310 am 20.12.2019

Bewertungsnummer: 1276607

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit 1933 brach für viele Menschen eine schwere Zeit an, denn schnell wurde man verhaftet und hatte kaum eine Chance auf ein faires Verfahren. Es trifft auch den 23-jährigen Harro Schulze-Boysen, der Herausgeber der unabhängigen Zeitschrift Gegner ist. Er wird von der SS verhaftet und schwer misshandelt. Sein bester Freund ist jüdisch und überlebt die Misshandlungen der SS nicht. Harro sinnt auf Rache. Die Gelegenheit bietet sich, als er die adlige Libertas kennenlernt. Gemeinsam versuchen sie mit Gleichgesinnten sich dem Naziterror entgegenzustellen. Bis 1942 leisten sie mit unterschiedlichen Aktionen Widerstand und leben in ständiger Gefahr. Von der Gestapo wird die Gruppe die „Rote Kapelle“ genannt. Dieses Buch ist sehr spannend und der Schreibstil ungeheuer packend. Es ist eine reale Geschichte, die einen wirklich erschüttert. Es ist die Geschichte von Harro und Libertas, die sich sehr lieben und – was noch wichtiger ist -die alles riskieren, um gegen das Regime zu arbeiten. Obwohl sie wenig bekannt sind, könnten sie wirklich als Vorbild dienen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

Vergessene Helden

leseratte1310 am 20.12.2019
Bewertungsnummer: 1276607
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit 1933 brach für viele Menschen eine schwere Zeit an, denn schnell wurde man verhaftet und hatte kaum eine Chance auf ein faires Verfahren. Es trifft auch den 23-jährigen Harro Schulze-Boysen, der Herausgeber der unabhängigen Zeitschrift Gegner ist. Er wird von der SS verhaftet und schwer misshandelt. Sein bester Freund ist jüdisch und überlebt die Misshandlungen der SS nicht. Harro sinnt auf Rache. Die Gelegenheit bietet sich, als er die adlige Libertas kennenlernt. Gemeinsam versuchen sie mit Gleichgesinnten sich dem Naziterror entgegenzustellen. Bis 1942 leisten sie mit unterschiedlichen Aktionen Widerstand und leben in ständiger Gefahr. Von der Gestapo wird die Gruppe die „Rote Kapelle“ genannt. Dieses Buch ist sehr spannend und der Schreibstil ungeheuer packend. Es ist eine reale Geschichte, die einen wirklich erschüttert. Es ist die Geschichte von Harro und Libertas, die sich sehr lieben und – was noch wichtiger ist -die alles riskieren, um gegen das Regime zu arbeiten. Obwohl sie wenig bekannt sind, könnten sie wirklich als Vorbild dienen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

In einer anderen Zeit wären sie ein Glamourpaar gewesen

Bewertung am 30.10.2019

Bewertungsnummer: 404138

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

2012 hatte ich zum ersten Mal etwas über die Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ gehört. Das war in dem erschlagenden, aber sehr aufschlussreichen Werk „Wer wir sind“ von Sabine Friedrich. Ein Buch, welches sich auf 2027 Seiten mit dem Deutschen Widerstand zur Zeit des 3. Reichs befasste. Dass ich vorher nichts darüber gehört und gelesen hatte, mag daher kommen, dass 1. das Dritte Reich in meiner Schulzeit kaum vorkam und ich 2. in den alten Bundesländern aufgewachsen bin. In den neuen Bundesländern sind die Mitglieder der „Roten Kapelle“ wohl deutlich bekannter gewesen, schließlich galten sie als Kommunisten. In diesem Jahr sind jetzt fast zeitgleich zwei Bücher zu diesem Thema erschienen. Sabine Friedrich hat ihr Werk „Wer wir sind“ komplett überarbeitet. So kommen jetzt peu á peu die einzelnen Widerstandsgruppen in eigenen biografischen Romanen heraus. Den Anfang macht der Roman „Einige aber doch“ über die „Rote Kapelle“. Das Buch „Harro und Libertas“ von Norman Ohler ist ein Sachbuch, liest sich aber ebenso gut wie ein Roman. Norman Ohler können Sie bereits von einigen Romanen und dem Sachbuch „Der totale Rausch – Drogen im Dritten Reich“ kennen. Wer oder was war die „Rote Kapelle“? Die „Rote Kapelle“ ist ein Fantasiename, mit dem die Gestapo einige verschiedene Widerstandsgruppen zusammengefasst hat. Es waren die Gruppen, die wohl Kontakt zur Sowjetunion hatten und dementsprechend laut der Gestapo Kommunisten sein mussten. Zu der sogenannten „Roten Kapelle“ gehörten der Freundeskreis um Harro Schulze-Boysen und seiner Frau Libertas, der Freundeskreis um Arvid Harnack und seiner amerikanischen Frau Mildred und eine Gruppe von Menschen, die Leopold Trepper, ein Mitarbeiter der des sowjetischen Geheimdienstes (GRU) zusammenbrachte. Norman Ohler hat sich speziell mit Harro und Libertas Schulze Boyens und deren Freundeskreis befasst. Sowohl Harro als auch Libertas waren am Anfang gar keine wirklichen Gegner des Nationalsozialismus. Erst das System hat sie dazu gemacht. Doch wie es dazu kam und wie Harro und Libertas ihren Freundeskreis aufbauten und Widerstand leisteten, dass beschreibt Norman Ohler in diesem Buch ausgesprochen gut. Es ist ein wirklich interessantes Buch, welches aufzeigt, wie man doch auch im Kleinen einer Diktatur das Leben schwer machen kann. Es zeigt aber auch auf, wie fragil so eine lose Gruppierung ist, die keine feste, hierarchische Struktur hatte. Am 22. Dezember 1942 wurden 5 Widerständler erhängt und 6 Widerständler enthauptet. Hierbei wurde keine Rücksicht darauf genommen, ob es Männer oder Frauen waren. Aber dies war erst der Anfang. Insgesamt wurden 76 Inhaftierte zum Tode verurteilt, die übrigen 50 zu Zuchthausstrafen. Vier Männer begingen in der Haft Selbstmord, fünf wurden ohne Verfahren ermordet und etwa 65 Todesurteile wurden vollstreckt. (Quelle Wikipedia) Es wäre noch sehr interessant gewesen, wie die beiden deutschen Staaten nach dem 2. Weltkrieg mit diesem Thema umgegangen sind. Denn wie es scheint, wurde die „Rote Kapelle“ von beiden Regierungen instrumentalisiert, um dem jeweils anderen zu schaden. Eine Schande für diese tapferen Menschen! Mich hat das Buch zugleich fasziniert und schockiert. Und ich habe aber auch etwas daraus mitnehmen können, falls wir jemals wieder in so eine Situation geraten. Vertraue niemanden, sage etwas, was glaubwürdig erscheint, was einen selbst entlastet, aber niemanden verrät!

In einer anderen Zeit wären sie ein Glamourpaar gewesen

Bewertung am 30.10.2019
Bewertungsnummer: 404138
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

2012 hatte ich zum ersten Mal etwas über die Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ gehört. Das war in dem erschlagenden, aber sehr aufschlussreichen Werk „Wer wir sind“ von Sabine Friedrich. Ein Buch, welches sich auf 2027 Seiten mit dem Deutschen Widerstand zur Zeit des 3. Reichs befasste. Dass ich vorher nichts darüber gehört und gelesen hatte, mag daher kommen, dass 1. das Dritte Reich in meiner Schulzeit kaum vorkam und ich 2. in den alten Bundesländern aufgewachsen bin. In den neuen Bundesländern sind die Mitglieder der „Roten Kapelle“ wohl deutlich bekannter gewesen, schließlich galten sie als Kommunisten. In diesem Jahr sind jetzt fast zeitgleich zwei Bücher zu diesem Thema erschienen. Sabine Friedrich hat ihr Werk „Wer wir sind“ komplett überarbeitet. So kommen jetzt peu á peu die einzelnen Widerstandsgruppen in eigenen biografischen Romanen heraus. Den Anfang macht der Roman „Einige aber doch“ über die „Rote Kapelle“. Das Buch „Harro und Libertas“ von Norman Ohler ist ein Sachbuch, liest sich aber ebenso gut wie ein Roman. Norman Ohler können Sie bereits von einigen Romanen und dem Sachbuch „Der totale Rausch – Drogen im Dritten Reich“ kennen. Wer oder was war die „Rote Kapelle“? Die „Rote Kapelle“ ist ein Fantasiename, mit dem die Gestapo einige verschiedene Widerstandsgruppen zusammengefasst hat. Es waren die Gruppen, die wohl Kontakt zur Sowjetunion hatten und dementsprechend laut der Gestapo Kommunisten sein mussten. Zu der sogenannten „Roten Kapelle“ gehörten der Freundeskreis um Harro Schulze-Boysen und seiner Frau Libertas, der Freundeskreis um Arvid Harnack und seiner amerikanischen Frau Mildred und eine Gruppe von Menschen, die Leopold Trepper, ein Mitarbeiter der des sowjetischen Geheimdienstes (GRU) zusammenbrachte. Norman Ohler hat sich speziell mit Harro und Libertas Schulze Boyens und deren Freundeskreis befasst. Sowohl Harro als auch Libertas waren am Anfang gar keine wirklichen Gegner des Nationalsozialismus. Erst das System hat sie dazu gemacht. Doch wie es dazu kam und wie Harro und Libertas ihren Freundeskreis aufbauten und Widerstand leisteten, dass beschreibt Norman Ohler in diesem Buch ausgesprochen gut. Es ist ein wirklich interessantes Buch, welches aufzeigt, wie man doch auch im Kleinen einer Diktatur das Leben schwer machen kann. Es zeigt aber auch auf, wie fragil so eine lose Gruppierung ist, die keine feste, hierarchische Struktur hatte. Am 22. Dezember 1942 wurden 5 Widerständler erhängt und 6 Widerständler enthauptet. Hierbei wurde keine Rücksicht darauf genommen, ob es Männer oder Frauen waren. Aber dies war erst der Anfang. Insgesamt wurden 76 Inhaftierte zum Tode verurteilt, die übrigen 50 zu Zuchthausstrafen. Vier Männer begingen in der Haft Selbstmord, fünf wurden ohne Verfahren ermordet und etwa 65 Todesurteile wurden vollstreckt. (Quelle Wikipedia) Es wäre noch sehr interessant gewesen, wie die beiden deutschen Staaten nach dem 2. Weltkrieg mit diesem Thema umgegangen sind. Denn wie es scheint, wurde die „Rote Kapelle“ von beiden Regierungen instrumentalisiert, um dem jeweils anderen zu schaden. Eine Schande für diese tapferen Menschen! Mich hat das Buch zugleich fasziniert und schockiert. Und ich habe aber auch etwas daraus mitnehmen können, falls wir jemals wieder in so eine Situation geraten. Vertraue niemanden, sage etwas, was glaubwürdig erscheint, was einen selbst entlastet, aber niemanden verrät!

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Harro und Libertas

von Norman Ohler

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