Eine Nonne im Freiburg des 16. Jahrhunderts, die sich mit Kräutermedizin auskennt - eine gefährliche Situation. Wie die Ordensfrau Fidelitas (schon bekannt aus dem Vorläuferband "Schierlingstod") schnell feststellen muss, steht bei ungewöhnlichen Vorkommnissen allzu schnell der Verdacht der Hexerei im Raum, und die Freiburger Kaufmannsfamilie, an die sie von der Schwester Oberin "ausgeliehen" worden ist, weist viele dunkle Geheimnisse auf.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Monika S.
aus Leutesdorf
5/5
03.10.2020
eBook (ePUB 3)
Von Hexen und Kräuterkundigen...
Die Nonne Fidelitas wird von ihrer Oberin zu einer Kaufmannsfamilie geschickt, deren Hausherrin erkrankt ist. Da ihr bisher kein Arzt helfen konnte, erhofft sich der Kaufmann die Hilfe von Schwester Fidelitas. Doch kaum sind sie in Freiburg angekommen, stösst Fidelitas auf Ungereimtheiten, Verschwörungen und Tod.....
Fidelitas war mir bereits von " Schierlingstod" bekannt , und ichfreute mich auf ein Wiedersehen mit ihr, da ich sie sehr gerne mochte und ihre Art gut gefiel.
Die neue Geschichte beginnt sehr schnell und der Leser hat kaum Zeit Luft zu holen. Gerade dieser Einstieg hat mir sehr gut gefallen, die einzelnen Charaktere werde nach und nach beschrieben , so dass der Leser der Geschichte sehr gut folgen kann.
Mir persönlich sagt es zu, dass mit Tempo begonnen wurde, die Geschichte scheinbar schon mittendrin war und man doch noch sooo viele Fragen hatte, dass ich als Leser einfach nur weiterlesen wollte.
Mit viel Liebe zum Detail sind die einzelnen Charaktere beschrieben und ich muss gestehen, dass ich viel Spaß hatte, die Welt mit Schwester Fideliats Augen zu sehen. Auch die Entwicklung der handelnden Personen empfand ich als sehr gelungen und glaubhaft.
Hervorzuheben ist, dass nicht nur die Personen und bildlich beschriebenen Schauplätze anschaulich sind, sondern auch der Humor der Autorin zur Geltung kommt. Denn immer wieder, wenn ich vor Spannung schon die Luft anhalten wollte wurde die Gefahr mit Humor umspielt.
Die Geschichte an sich ist in meinen Augen glaubhaft und sehr interessant dargestellt.
Dank des flüssigen Schreibstils, der Spannung und der Prise Humor bin cih als Leser geradezu durch das Buch getragen worden und hätte es am liebsten nicht aus der Hand gelegt.
In meinen Augen und nach meinem Empfinden ist dieser Kriminalroman ein wunderbares Wechsel- und Zusammenspiel von historischem Alltagsleben und einem Kriminalroman.
Bewertung
aus Magdeburg
5/5
24.08.2020
eBook (ePUB 3)
Nonne oder Hexe?
Fidelitas, Nonne im Kloster Frauenalb, begleitet den verletzten Tuchhändler Vinzenz Stöcklin nach Freiburg, um seine kranke Frau zu kurieren. Innerhalb kurzer Zeit sterben nacheinander die Eltern des Tuchhändlers, was ebenso wie die erfolgreiche Behandlung seiner Frau dazu führt, dass Fidelitas der Hexerei beschuldigt wird. Wird es gelingen, die Vorwürfe zu entkräften und den Mörder zu fassen?
Simone Dorra, kenne und schätze ich bisher als Autorin der Kashmir-Saga, die sie gemeinsam mit Ingrid Zöllner schreibt.
"Hexenglut" ist der zweite Band der Reihe um Fidelitas, die als kräuterkundige Nonne verdächtige Todesfälle aufklärt. Den ersten Band habe ich nicht gelesen, was zum Verständnis des vorliegenden Buches nicht notwendig ist. Allerdings gibt es einige Anspielungen, die mich sehr neugierig auf "Schierlingstod" gemacht haben.
Simone Dorra schreibt einen sehr angenehm zu lesenden Stil. Ihre Charaktere sind lebendig und authentisch beschrieben, so dass die Leserin schnell mitfiebert. Insbesondere bei der Erhebung der falschen Anschuldigungen hätte ich am liebsten selbst eingegriffen. Es ist relativ schnell klar, wer der Mörder ist, so dass die Aufklärung des Falls im Vordergrund steht. Es gelingt Simone Dorra ausgezeichnet, die Spannung zu halten und die einzelnen Teile zusammen zu fügen. Abgesehen davon hat der Roman Lust auf einen Besuch in Freiburg gemacht.
Ein Personenverzeichnis mit den fiktiven und historischen Personen, ein Glossar und ein Nachwort runden den Krimi ab.
Dieser historische Krimi hat alles, was mir gefällt: gute Recherche, historische Personen und vor allem Spannung.
Fazit: absolute Leseempfehlung
Bewertung
aus Moosburg
5/5
20.08.2020
eBook (ePUB 3)
Ein empfehlenswertes Buch
1555. Die kräuterkundige Nonne Fidelitas vom Kloster Frauenalb wird nach Freiburg geschickt, um die kranke Frau des reichen Tuchhändlers Vinzenz Stöcklin zu kurieren. Sie hat mit einer gewagten Methode Erfolg - und wird prompt der Hexerei beschuldigt. Der Freiburger Rat lässt sie im Christoffelturm einkerkern und von der Außenwelt isolieren.
Zwei verdächtige Todesfälle werden ebenfalls der Hexenkunst der Nonne zugeschrieben. Fidelitas ist den Vorwürfen wehrlos ausgesetzt - ihr drohen Folter und Scheiterhaufen. Derweil treibt ein skrupelloser Mörder im Hintergrund ein intrigantes Spiel um Liebe und Geld.
Da kommt Hilfe von unerwarteter Seite - ein alter Freund von Fidelitas eilt nach Freiburg. Doch die Zeit wird knapp... (Klappentext)
Dieser Roman hat mich von Anfang an in den Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil ist gut zu lesen, klar und verständlich und vor allem sehr bildgewaltig. Die Charaktere sind sehr treffend ausgearbeitet und je nach Person sehr gut dargestellt. Ich war sehr schnell in der Geschichte um Fidelitas mitten drin, hatte schnell das Gefühl ich würde vieles selbst hautnah miterleben. Gänsehautfeeling garantiert. Die Spannung war von Anbeginn gegeben und wurde bis zum Ende sogar noch gesteigert. Ein empfehlenswertes Buch.
Bewertung
aus Hamburg
5/5
08.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Sogar Nonnen wurden der Hexerei verdächtigt...
Simone Dorra entführt uns Leser mit ihrem Roman „Hexenglut“ in das Jahr 1555 nach Freiburg. Es ist der 2. Roman um die Nonne Fidelitas vom Kloster Frauenalb. Ich habe „Schierlingstod“ nicht gelesen, aber hatte keinerlei Schwierigkeiten, in diesen historischen Kriminalroman einzusteigen.
Im Nachwort klärt uns die Autorin darüber auf, dass Nonnen zwar selten der Hexerei bezichtigt wurden, aber anhand zweier historischer Beispiele weist sie nach, dass es eben doch geschehen ist. Ebenfalls im Nachwort belegt sie, welche der Personen in ihrem Roman fiktiv und wer tatsächlich gelebt hat. Ein ausführliches Glossar rundet den Roman perfekt ab.
Fidelitas ist im Kloster als Kräutermeisterin tätig. Nachdem sie den Freiburger Kaufmann Vinzenz Stöcklin nach einem komplizierten Beinbruch gesund gepflegt hat, bittet er sie, ihn nach Freiburg zu begleiten, um seine Frau zu heilen. Bisher konnte kein Medikus eine gesundheitliche Besserung bei ihr erzielen.
Dies gelingt Fidelitas mit ungewöhnlichen Methoden zwar, aber dadurch – und durch zwei vollkommen unerwartete Todesfälle – kommt Fidelitas in den Verdacht, eine Hexe zu sein … und natürlich findet sich sofort ein Neider, der Fidelitas beim Freiburger Rat anzeigt.
Wir Leser*innen müssen um Fidelitas bangen, denn wie soll sie – eingekerkert im Christoffelturm – ihre Unschuld beweisen? Ihr Gönner Vinzenz Stöcklin ist zwar überglücklich und dankbar, dass Fidelitas seine Frau heilen konnte, aber leider erweist er sich als ängstlicher „Hasenfuß“, der sofort einknickt, da die Nähe zu einer Hexe seinem Geschäft (und – na ja – seiner Familie) schaden könnte. Aber bevor wir Leser*innen vollkommen verzweifeln, taucht unerwartete Hilfe und Unterstützung auf... Dazu gehört u.a. auch (in einer „Nebenrolle“) auch Johann Ulrich Zasius, Sprecher des Landes Österreich auf den Reichstagen, späterer Reichstagskommissar und Reichsvizekanzler. Doch mehr sei hier nicht verraten – selbst lesen ist angesagt...
Simone Dorra hat es großartig verstanden, Fiktion mit historisch belegten Ereignissen zu verknüpfen. Wir erfahren viel über die Hintergründe und Methoden der Hexenverfolgungen und wie schnell Frauen in diesen Ruf geraten konnten, wie wenig sie dagegen ausrichten konnten, z.B. die „Wasserprobe“: man warf eine vermeintliche Hexe in tiefes Wasser, ging sie nicht unter, war sie Hexe, ertrank sie, war sie zwar keine Hexe – aber eben leider tot!
Man merkt dem Buch die ausgezeichnete Recherche an, die Figuren wirken alle sehr authentisch und lebendig. Zwischendurch blitzt ab und zu ein leiser Schalk, man kann förmlich spüren, dass die Autorin auch Spaß an / mit ihrer Geschichte und ihren Personen hatte… Frau Dorra schafft es mit leichter Hand, den Spannungsbogen konsequent aufrechtzuerhalten, wir sorgen, zittern und leiden regelrecht mit und hoffen stets auf glückliche Wendungen. Beim Schluss gibt es einen kleinen „Wermutstropfen“, aber auch dieser ist logisch, verständlich und nachvollziehbar, so dass ich nach einer kleinen Trauerminute sehr zufrieden mit dem Buch abschließen konnte – schade eigentlich nur, dass es schon zu Ende war... Einen kleinen Trost habe ich: den Vorgängerroman „Schierlingstod“ werde ich mit Sicherheit demnächst lesen! Und ich habe die große Hoffnung, dass Fidelitas weitere Abenteuer im oder außerhalb des Klosters erleben wird?!
„Hexenglut“ ist ein wunderbares Buch, dass mir schöne, aufregende und berührende Lesemomente beschert hat, ich kann es wirklich nur uneingeschränkt weiterempfehlen!
Bewertung
aus Villingen-Schwenningen
5/5
30.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Schwester Fidelitas unter Anklage
Die Nonne Fidelitas, Kräutermeisterin vom Kloster Frauenalb, begibt sich nach Freiburg, um Regula, die kranke Frau des Tuchhändlers Vinzenz Stöcklin zu heilen. Dieses Vorhaben stößt nicht bei allen Familienmitgliedern auf Gegenliebe. Fidelitas, gewohnt die Dinge in die Hand zu nehmen und genau hinzusehen, kann Regula helfen. Ganz nebenbei freundet sich mit Vinzenz Vater Friedrich an, bemerkt den Liebeskummer der Tochter Veronika und geht der herrischen Gundis, Vinzenz Mutter aus dem Weg. Als innerhalb weniger Tage die beiden alten Leute sterben, nutzt Fidelitas Widersacher die Chance, die Nonne anzuschwärzen und beschuldigt sie des Mordes. Fidelitas wird verhaftet. Plötzlich steht der Vorwurf der Hexerei im Raum. Durch einen glücklichen Zufall erfährt ein guter Freund von Fidelitas von ihrer prekären Lage und zögert nicht, zu helfen.
Der Krimi beginnt recht gemächlich, so dass ich in aller Ruhe die Akteure und ihre Beziehungen zueinander kennenlernen konnte. Die tatkräftige Fidelitas war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist stark im Glauben, aber nicht bigott, schaut über den Tellerrand hinaus und hat Verständnis für menschliche Schwächen. Sie sagt, was sie denkt und macht sich dadurch nicht nur Freunde. Dagegen war mir die intrigante, überhebliche Gundis von Herzen unsympathisch und mein Bedauern über ihren Tod hielt sich stark in Grenzen. Gut gefallen hat mir auch die Tochter Veronika, die zu Beginn eher blass erscheint, sich aber zu einer starken jungen Frau entwickelt. Mein strahlender Held in der Geschichte ist Fidelitas Freund. Die Autorin schildert ihn als verwegenen lebenserfahrenen Abenteurer, der sich nicht unbedingt an Gesetze hält und im geheimen in Fidelitas verliebt ist. Allein um ihn kennenzulernen, lohnt es sich in meinen Augen, das Buch zu lesen. Mit Schrecken haben mich die sehr anschaulichen Schilderungen der Erfahrungen, die Fidelitas im Kerker erleiden muss, erfüllt. Das war schwer auszuhalten.
Wer der Täter ist, wird schon einige Seiten vor Ende deutlich. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, weil meine Sorgen um Fidelitas und ihre Helfer dadurch um so größer wurden.
Das Ende des Buches ist stimmig, wenn auch ein wenig traurig. Die Gerechtigkeit siegt und jeder ist an dem Platz, wo er hingehört.
Der historische Krimi bekommt von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung für spannende und unterhaltsame Lesestunden.
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