„Du musst vor nichts mehr Angst haben. Angst braucht nur zu haben, wer allein in der Masse ist. Aber du bist nicht allein und es gibt keine Masse mehr. Nur mehr viele, irgendwann alle und vielleicht einen. Du bist jetzt ein Teil von Eden.“
Vierzehn Jahre nach der Flucht von seinem zerstörten Heimatplaneten nimmt der Spion Dante einen ungewöhnlichen Auftrag an: Er soll herausfinden, was hinter den Versprechungen der Liminalen steht. Immer wieder bringen deren Mitglieder Sterbende auf ihren Planeten Eden. Denn dort, so heißt es, soll den Menschen ein neues Leben als „Engel“ ermöglicht werden.
Um seine Aufgabe zu erfüllen, schließt sich Dante den Liminalen als Novize an. Doch sein Auftrag stellt sich bald als schwieriger heraus als gedacht: Um die Rätsel von Eden zu lösen, muss Dante in eine Welt eintauchen, in der Traum und Realität verschwimmen – und sich einer Vergangenheit stellen, die ihn stärker mit den übrigen Novizen verbindet, als er sich eingestehen will …
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
5/5
03.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Gutes Space Fantasy Buch!
Ich habe das Buch zur Hand genommen und bin beim Lesen gut in die Story gekommen. Es werden auch genug Charaktere vorgestellt so dass man mehreren Handlungen folgen kann.
Was mich jeoch etwas enttäuschte, war, dass ich als Science Fiction Liebhaberin recht wenig davon gelesen habe. Es ist mehr Fantasy und doch habe ich das Buch zu Ende gelesen.
Meiner Meinung nach ist dieses Werk in jedem Fall lesenswert! Man sollte sich Zeit nehmen in die Story zu tauchen und die Charaktere nicht vorschnell abschreiben.
Den weiteren Inhalt möchte ich jetzt nicht spoilern, doch eines sei gesagt, es wird aufregend und nicht für alle bekommen das was sie anstreben.
Ich gebe dem Buch 4 Sterne, denn diese hat es sich mit dem schönen Schreibstil und den gut ausgearbeiteten Charakteren wohl verdient.
thenerdybookbird
aus Lebach
5/5
03.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Engel fallen nicht vom Himmel, sie werden geboren..
Dante ist Mitglied einer Organisation, die sich die Suchenden nennt. Schon seit längeren versuchen sie hinter das Geheimnis des Planeten Eden zu kommen, der Menschen in Engel verwandelt und schleusen aus diesem Grund Dante als Spion bei den Liminalen ein, da sie scheinbar Kontakt zu Eden haben. Bei den Liminalen angekommen, muss Dante sich zuerst einmal der Prüfung des Altruismus stellen, die ihm doch mehr zusetzt, als er am Anfang für möglich hält, befindet er sich doch wieder auf seinem Heimatplaneten, der vor einiger Zeit einem Giftgasangriff zum Opfer gefallen ist. Allerdings ist dies erst der Anfang und schon bald fällt es Dante immer schwerer, zwischen Traum und Realität zu unterscheiden.
Ich war im Vorfeld schon sehr gespannt auf das Buch, da ich noch nie ein Buch aus dem Genre „Space Fantasy“ zuvor gelesen habe. Und ich muss jetzt schon sagen, dass ich den Ausflug sehr interessant und spannend fand. Am Anfang erlebt man die Geschichte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Zum einen lernt man Keri kennen, die in ihrem Haus auf Demeter von zwei Liminalen abgeholt wird, da sie sich freiwillig als Novizin gemeldet hat. Auf der anderen Seite lernen wir Renovas kennen, der sich später als der Spion Dante herausstellt. Beide haben unterschiedliche Gründe, warum sie Novize bei den Liminalen werden wollen und gerade diesen Ausgangspunkt fand ich sehr spannend. Zudem war mit Keri von Anfang an sympathisch und ich wollte unbedingt wissen, warum dieses Mädchen so traurig und aussichtslos wirkt.
Später lernt man natürlich auch noch andere Perspektiven kennen wie z.B. die Perspektive der Suchenden auf Cyberia. Diesen Mix fand ich sehr unterhaltsam, da er bis zum Ende hin konsequent ist und sich die Perspektiven gegenseitig ergänzen und so die Handlung vorantreiben. So hört man in einer Sicht z.B. nur von einem Schusswechsel und in der anderen Perspektive ist man live vor Ort und erlebt das ganze Ausmaß dieser Auseinandersetzung. Es wirkt wie ein schönes Muster, denn am Ende laufen alle Stränge in eine Richtung hin zu einem großen Finale. Allerdings muss man das Buch mit voller Aufmerksamkeit lesen, denn manche Kapitel sind nicht so einfach zu verstehen. Gerade zum Ende hin verschiebt sich Traum und Wirklichkeit immer mehr und man muss schon genau lesen, um kein Detail aus den Augen zu verlieren.
Zudem geht es viel um Cybermystik, die Suche nach der einen Wahrheit und sicherlich auch um die Frage, wer wirklich die Guten sind. Wenn man generell kein Fan von mystischen Themen ist, wird man wahrscheinlich wenig Freude an diesem Buch haben, aber ich fand es ziemlich interessant. Gerade am Ende gibt es ein Gespräch zwischen Ghazalel und Misaki, dass ich mehrmals gelesen habe, weil ich einfach jedes Detail verstehen wollte und selbst darüber nachgedacht habe, was eigentlich wirklich die eine Wahrheit ist. Auf jeden Fall ist es ein Buch, über das man wunderbar diskutieren kann!
Eine Sache, die ich ebenso interessant fand, war, die unterschiedlichen Planeten kennenzulernen. Neben dem Mond Cyberia lernt man auch die Planeten Demeter, Legba und Cuchulain kennen. Jeder hat seine Besonderheiten. So ist der Mond Cyberia eine Mega-Metropole, der fast nur die ewige Nacht kennt und eine Art Überwachungsstaat als Regierungsform hat. Daneben ist Demeter eher ein Planet, der den Fokus auf der Landwirtschaft hat und nur von Frauen regiert wird. Cuchulain dagegen ist eher ein kriegerischer Planet, auf dem es viel um die Ehre und das Schicksal eines Kriegers geht. Am meisten hat es mir dabei der Mond Cyberia angetan. Trotz Überwachungsstaat finde ich die Idee faszinierend in der ewigen Nacht zu leben.
Abschließend kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der eine Geschichte lesen möchte, die fernab unseres Sonnensystems handelt und dabei auf die Suche nach Antworten auf mystische Fragen gehen möchte.
Bewertung
aus Brühl
4/5
03.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Sci-Fi-Engel mit vielen moralischen Fragen
ACHTUNG, die Rezension enthält milde Spoiler.
Einmal mehr kommt ein Roman von Alessandra Reß mit Tiefgang daher – diesmal geht es um die Frage, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, und wie viel das und die Wahrheit wert ist.
Die Menschheit ist von der Erde in ein fernes Sonnensystem geflohen. Dort gewinnt die Organisation der Liminalen an Einfluss. Ihre Botschaft: Sterbende können von ihnen zu dem geheimen Planeten Eden mitgenommen werden, wo sie zu Engeln werden und so Unsterblichkeit erlangen. Immer mehr Menschen glauben an die Lehren der Liminalen. Keri ist so jemand. Nachdem ihr Bruder von den Liminalen zu einem Engel gemacht wurde, schließt sie sich der Organisation an, um herauszufinden, was mit ihm passiert ist. Dante hingegen hat andere Motive: Er wird als Spion einer Organisation von Wahrheitssuchenden eingeschleust, die herausfinden will, was wirklich hinter den Geschichten von Engeln und Unsterblichkeit steckt.
„Die Türme von Eden“ ist wie alle Romane von Alessandra Reß komplex. Man muss aufmerksam lesen, um am Ball zu bleiben, und hier noch einmal mehr als bei ihren anderen Werken, finde ich. Wenn man es schafft, wird man aber mit einem interessanten Roman belohnt.
Besonders gelungen gefällt mir, wie gut das sektenartige Gefühl der Liminalen transportiert wird. Viele der auftretenden Figuren der Organisation folgen ihr bedingungslos, obwohl sie selbst nicht hinter alle Geheimnisse blicken. Andere, wie Dante, hinterfragen mehr, und nehmen so die Lesenden mit in genau die Räume, wo man sich nicht sicher ist, welche Informationen über die Organisation stimmen und welche nicht, wo Wahrheit aufhört und Mystisches anfängt. Hier sind die Protagonisten gut gewählt, mit denen ich durchweg mitfiebern konnte.
Ebenso gut hat mir gefallen, dass eben weitaus mehr hinter der Organisation steckt. Ohne groß zu spoilern stellt sich letztlich fast alles anders da, als es am Anfang den Eindruck erweckt. Problematisch fand ich hingegen den Übergang, wo ich als Leser endlich hinter den Schleier blicken und die Wahrheit erkennen konnte. Denn dies ist leider ein Moment, der mit sehr viel Infodump verbunden ist. So wird an einer spannenden Stelle einfach sehr viel Fahrt aus dem Roman genommen, während man etliche Seiten lang die Wahrheit erklärt bekommt. Wäre dies sukzessiver erfolgt oder knapper gehalten gewesen, hätte es mich als Leser mehr mitgerissen.
Auch muss man, wie gesagt, sehr aufmerksam bleiben. Immer wieder ist die Wahrnehmung einzelner Protagonisten eingeschränkt – durch ein Serum oder andere Substanzen –, sodass es als Leser*in ebenso schwerfällt, zu verstehen, was gerade passiert oder was davon echt ist und was nicht.
Dass das Ende eher bittersweet ist, finde ich dagegen sehr passend zur ohnehin getragenen, düstereren, etwas melancholischen Stimmung, die der gesamte Roman vermittelt. Es ist somit keine ganz leichte Kost, aber wer aufmerksam am Ball bleibt, wird mit einer durchaus spannenden Geschichte belohnt. Aufgrund der kleineren Probleme mit dem Spannungsverlauf und dem Verständnis, was gerade passiert, gebe ich eine 7/10.
Nordseemädchen
aus Stade
4/5
19.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Dante ist mit den Engel-…
Dante ist mit den Engel- Mythen der Liminalen aufgewachsen. Auf ihrem Planeten Eden sollen angeblich Sterbende als Engel weiterleben. Doch die Mythen wurden mehr und mehr zu einer Religion und es gab Anzeichen, dass die Engel real sein könnten. Dante, der eine tiefe Abneigung gegen diese Mythen verspürt, macht sich auf den Weg, um die Wahrheit herauszufinden. Er schleust sich bei den Liminalen ein und wird als Novize aufgenommen und trifft dort auf andere Novizen, die sich aus verschiedenen persönlichen Gründen den Liminalen angeschlossen haben. Hier vermischen sich Träume und Realität. Wird Dante die Wahrheit finden? Der Roman ist eine Mischung aus Science Fiction und Fantasy- ich finde die Einteilung als Space Fantasy gelungen, obwohl hier das Genre Fantasy gegen Ende des Romans immer stärker zum Tragen kommt. In den ersten Kapiteln war ich noch nicht so richtig in der Geschichte und bei den Personen angekommen. Das mag auch daran liegen, dass ich oft noch nach Orten und Begriffen im Anhang nachschlagen musste. Trotzdem ließ mich die Handlung weiterlesen, was auch belohnt wurde. Das Buch nahm immer mehr an Fahrt auf. Die Protagonisten sind sympathisch und ich habe mit ihnen mitgefiebert. Es gab viele offene Fragen, mit denen die Neugierde und Spannung durchweg aufrecht gehalten wurde: Wird Dantes Mission auffliegen? Oder wird er sich aus Überzeugung den Liminalen anschließen? Wie kommt dann Keri ins Spiel? Was hat es mit den Engeln auf sich? Wer ist Ikara? Gegen Ende fand ich das Buch etwas verwirrend, da sich wirklich Realität, Visionen und Traum vermischten. Trotzdem empfand ich das Buch spannend bis zur letzten Seite. Der Schreibstil ist flüssig und auch der Druck ist augenfreundlich. Insgesamt ein spannendes, phantasievolles Buch.
Nenatie
4/5
05.05.2021
eBook (ePUB 3)
Gelunge Space-Fantasy
„Die Türme von Eden“ ist eine sehr spanende Geschichte voller interessanter Ansätze. Eine sehr gelungene Mischung aus Science-Fiction und Fantasy, hier lässt sich nicht alles durch Wissenschaft oder Technik erklären.
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