Der Ingenieur und Familienvater Bernd Brauchle hat im Sommer 2019 geschäftlich im nordnorwegischen Narvik zu tun. Er verlängert seinen Aufenthalt um einige Tage, um den Spuren seines Großvaters Sepp im Zweiten Weltkrieg nachzugehen. Dabei lernt er Edna Thorstein, eine ältere Dame, kennen, die möglicherweise die Tochter von Sepp Brauchle sein könnte. Da er seinen geplanten Rückflug antreten muss, gelingt es ihm nicht mehr, den Sachverhalt zu klären. Die Rückkehr nach München aber verläuft völlig anders als geplant ... Parallel dazu erzählt der Roman die Geschichte Sepp Brauchles zwischen April 1940 und Juni 1941, der als Gebirgsjäger in den Krieg an der ¿Eismeerfront¿ geschickt wird und in Narvik stationiert ist. Seine Kriegserlebnisse beim ¿Kampf um Narvik¿, der Suizid eines Kameraden und nicht zuletzt die Liebe zur Norwegerin Freia Thorstein, die durch seine Abordnung an die Murmansk-Front abrupt beendet wird, erschüttern sukzessive sein hergebrachtes Weltbild. Der Roman reflektiert neben der Gegenwart des Krieges die von Armut geprägte Kindheit und Jugend des Sepp Brauchle in einem Allgäuer Dorf und die Heilserwartungen an den Nationalsozialismus in der Zwischenkriegszeit.
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