Das Kapital Band 1: Der Produktionsprozess des KapitalsDas Kapital Band 2: Der Zirkulationsprozess des KapitalsDas Kapital Band 3: Der Gesamtprozess der kapitalistischen ProduktionKarl Marx‘ Hauptwerk »Das Kapital« blieb Fragment, ein Torso gigantischen Ausmaßes, dessen komplettes Werk hier als einmalige Sonderausgabe vorliegt. In ihm beschreibt der Philosoph das Ganze der kapitalistischen Produktionsweise und der daraus hervorgehenden bürgerlichen Gesellschaft mit all ihren Erscheinungsformen. In einer Zeit gesellschaftlichen Umbruchs entstanden, ist »Das Kapital« die fundamentalste Kritik der kapitalistischen Gesellschaftsform.
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4.0/5.0
Bewertung
5/5
19.04.2026
Buch (Set mit diversen Artikeln)
Genial
Karl Marx ist ein Genie seiner Zeit gewesen. Empfehle das Buch sehr Karl Marx wusste mehr über Kapitalismus als Kapitalisten selber. Es ist ein sehr zeitaufwendiges Buch, aber sehr empfehlenswert.
Bewertung
5/5
14.12.2025
Buch (Set mit diversen Artikeln)
Anspruchsvoll
Ein sehr anspruchsvoller Text, jedoch erweitert er auch die eigene Sichtweite. Man muss sich wirklich viel Zeit nehmen, um alles zu verstehen. Auch die anderen Werke von ihm und Engels zu lesen hilft, alles aufzunehmen.
Zudem ist dieses Werk auch fast kein Stück gealtert. Vieles wurde entweder korrekt vorhergesagt oder es blieb einfach so, wie er beschrieb. Das sollte einem so schon zu denken geben.
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5/5
08.07.2024
Buch (Set mit diversen Artikeln)
Zeitlos
Ein zeitloses Werk. Anspruchsvoll zu lesen, weil Marx. Wer seine Perspektive erweitern und die wohl umfassendste Analyse des Kapitalismus kennenlernen möchte, dem sei das Lesen dieses Buches sehr empfohlen.
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1/5
06.09.2026
Buch (Set mit diversen Artikeln)
Der hohle Kern des Marxschen Systems: Warum „Das Kapital“ an sich selbst scheitert
Die dogmenhistorische Rezeption des marxschen Hauptwerkes Das Kapital ist untrennbar mit der von Eugen von Böhm-Bawerk offengelegten Inkonsistenz zwischen der Werttheorie des ersten Bandes (1867) und der Preistheorie des posthumen dritten Bandes (1894) verbunden. Böhm-Bawerks Sezierung des sogenannten Transformationsproblems demonstriert, dass das marxsche System an einem fundamentalen inneren Widerspruch scheitert.
In Band 1 postuliert Marx das Arbeitswertgesetz als axiomatische Basis: Der Tauschwert einer Ware wird exklusiv durch die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit determiniert; die Ausbeutung lebendiger Arbeitskraft generiert den Mehrwert. Da jedoch die organische Zusammensetzung des Kapitals – das Verhältnis von Maschinen zu menschlicher Arbeit – interinstitutionell stark variiert, müssten gemäss Band 1 arbeitsintensive Branchen signifikant höhere Profitraten aufweisen als kapitalintensive Industrien.
In Band 3 sieht sich Marx mit der empirischen Realität konfrontiert, dass auf kompetitiven Märkten eine Tendenz zur Angleichung der Profitraten zu einer allgemeinen Durchschnittsprofitrate existiert. Sein Versuch, diesen Widerspruch durch die Transformation von Werten in Produktionspreise auf gesamtwirtschaftlicher Ebene aufzulösen, erweist sich analytisch als logischer Zirkelschluss. Böhm-Bawerk bringt diese theoretische Unvereinbarkeit in seiner Monographie Zum Abschluß des Marxschen Systems (1896) auf die prägnante Formel:
„Entweder vertauschen sich die Produkte wirklich auf die Dauer im Verhältnis der daran haftenden Arbeit [...] – dann ist eine Nivellierung der Kapitalgewinne unmöglich. Oder es findet eine Nivellierung der Kapitalgewinne statt – dann ist es unmöglich, daß die Produkte fortfahren, sich im Verhältnis der Arbeit zu vertauschen.“
Daraus folgt unausweichlich, dass das Arbeitswertgesetz seine genuine Erklärungs- und Regulationskraft für die mikroökonomische Preisbildung verliert. Sobald Marx zugesteht, dass Güter zu Produktionspreisen getauscht werden, die systematisch von ihrem Arbeitswert abweichen, suspendiert er sein eigenes Fundament. Die Reduktion des Wertes auf die Produktionsphäre ignoriert die subjektive Wertschätzung der Marktteilnehmer. Das marxsche System bricht somit nicht an externer Kritik, sondern an der logischen Unvereinbarkeit seiner eigenen theoretischen Prämissen zusammen.
Zusammenfassend erweist sich Das Kapital – gemessen an den Massstäben einer logisch konsistenten Wirtschaftstheorie – als ein monumentales, aber letztlich gescheitertes intellektuelles Konstrukt. Marx gelingt zwar eine tiefgründige, rhetorisch gewaltige Phänomenologie der industriellen Arbeitswelt des 19. Jahrhunderts, doch seine ökonomische Kernzelle bleibt fehlerhaft. Die von Böhm-Bawerk aufgezeigte Antinomie zwischen Band 1 und Band 3 ist kein vernachlässigbares Detail, sondern der Sprengsatz am theoretischen Fundament des Marxismus. Für eine moderne ökonomische Analyse liefert das Werk aufgrund seiner Realitätsverweigerung gegenüber subjektiven Wert- und Preismechanismen kein tragfähiges Fundament. Es verbleibt als faszinierendes zeitgeschichtliches Dokument einer Sackgasse der klassischen Ökonomie.
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