»Einbahnstraße« enthält über 100 kurze, mitunter fragmentarisch anmutende literarische Miniaturen, die scheinbar unzusammenhängend aufeinanderfolgen. Darunter befinden sich Traumprotokolle und Erinnerungen, Sentenzen und Apercus, Thesen, Reisebeschreibungen, Porträts, Stillleben und Skizzen. Einige Texte ähneln auch Tagebucheinträgen. Die einzelnen Beiträge lassen sich kaum unter einer literarischen Gattung zusammenfassen; wegen ihrer vielen prägnanten Formulierungen wurde »Einbahnstraße« häufig der Aphoristik zugeordnet. Benjamin selbst prägte später den Begriff »Denkbilder« für seine Form der literarisch-philosophischen Miniatur. Obwohl das Buch bei seinem Erscheinen kein starkes oder einhellig positives Echo hervorrief, erwies sich seine ungewöhnliche Form als folgenreich. Das Buch kann als formales Vorbild für Theodor Adornos Minima Moralia (1951) und Ernst Blochs Spuren (1930) gelten. [Wikipedia]
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