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Mitgift Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2021

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

13,2/20,6/3,1 cm

Gewicht

455 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98414-9

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Beschreibung

Rezension

»Henning Ahrens erzählt in seinem Roman ›Mitgift‹ von Vätern und Söhnen, Gewalt und Auswegslosigkeit. Es ist ein Glanzstück. [...] Nur mit zeitlicher und räumlicher Distanz kann ein so bewegender, einfühlsamer und zugleich in seiner Klarheit unerbittlicher Roman entstehen.« Christoph Schröder, Die Zeit Online, 26. August 2021 ("Die Zeit")
»Deutsche Hybris, deutsche Nazi-Schuld und die Bürde weitervererbter Kriegstraumata: Zugegeben, das klingt alles nicht ganz neu. Aber es sind anscheinend Themen, die immer noch nicht auserzählt sind, wie dieser spannende und lange nachwirkende Familienroman beweist.« Gisa Funck, Deutschlandfunk, 23. August 2021 ("Deutschlandfunk")
»Henning Ahrens erzählt eine spannende, anrührende Geschichte, die zum Nachdenken anregt.« Knut Cordsen, Diwan, 21. November 2021 ("BR Diwan")
»Über sieben Generationen hinweg betrachtet Henning Ahrens in seinem Roman ‚Mitgift‘ eine Familie im Spiegel der Zeiten. Aus seiner literarischen Ahnenforschung ist ein faszinierendes Geschichtspanorama geworden. […] Es [ist] die Sprache, deren Magie die Bilder dieses Familienalbums zum Leben erwachen lässt« Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 06. Oktober 2021 ("Stuttgarter Zeitung")
»Es sind in letzter Zeit einige Bücher erschienen, die sich wie Nachrufe auf das Landleben in Deutschland lesen: dies ist wahrscheinlich das bedeutendste.« George Webber, Stadtblatt Osnabrück, Oktober 2021 ("Stadtblatt Osnabrück")
»›Mitgift‹ erinnert, besonders aufgrund der stark herausgearbeiteten Vater-Sohn Beziehung, stellenweise an Siegfried Lenz´ ›Deutschstunde‹. Ein Roman, der spürbar macht, dass Kriege und Regime nicht mit deren Beendigung bzw. Sturz enden.« Jens Roger, Lesering.de, 31. August 2021 ("Lesering.de")
»Henning Ahrens […] zeigt einmal mehr, wie eindrucksvoll er selbst den Geist einer Zeit, einer Region und ihrer Menschen lebendig machen kann. Man meint augenblicklich, den Geruch des alten Hofs in der Nase zu haben.« Stern, 19. August 2021 ("Stern")
»Der kluge Roman zeigt subtil, wie sich in dieser Bauernwelt die Macht verteilt. Es ist ein Buch wie Schwarzbrot. Man muss kräftig kauen, bis sich der Geschmack entfaltet. Aber ein Buch, das ins Mark geht, langsam erzählt, mit genauem, warmem Blick.« Peter Helling, NDR, 19. August 2021 ("Norddeutscher Rundfunk")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2021

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

13,2/20,6/3,1 cm

Gewicht

455 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98414-9

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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Henning Ahrens führt uns durch...

Bewertung am 11.01.2022

Bewertungsnummer: 1637080

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Henning Ahrens führt uns durch diese Familiengeschichte,wo wir den Hof und die Familie Leeb begleiten:Schlachtfeste,Erbstreitigkeiten,Hunger,beide Weltkriege,amerikanische Besatzungssoldaten und Vater-Sohn-Konflikte sind an der Tagesordung.Dramatisch,fesselnd und spannend erzählt

Henning Ahrens führt uns durch...

Bewertung am 11.01.2022
Bewertungsnummer: 1637080
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Henning Ahrens führt uns durch diese Familiengeschichte,wo wir den Hof und die Familie Leeb begleiten:Schlachtfeste,Erbstreitigkeiten,Hunger,beide Weltkriege,amerikanische Besatzungssoldaten und Vater-Sohn-Konflikte sind an der Tagesordung.Dramatisch,fesselnd und spannend erzählt

Schwärende Wunden

Elke aus Vaihingen an der Enz am 08.12.2021

Bewertungsnummer: 1619901

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist ein eindringliches Stück Familiengeschichte, das Henning Ahrens in seinem für den Deutschen Buchpreis 2021 nominierten Roman „Mitgift“ beschreibt. Aber im Gegensatz zu den trivialen Werken dieses Genres hüllt er den Leser/die Leserin nicht in die wohlige Decke von Liebe, Verständnis und Zuckerguss, sondern zeigt das bäuerliche Familienleben, reduziert und konzentriert auf ein problematisches Vater-Sohn-Verhältnis. Das ist aber längst nicht das einzige Thema, er schaut auch mit dem Brennglas in die Seelen der einzelnen Familienmitglieder, zeigt die Auswirkungen, die der Zweite Weltkrieg auf sie hatte. Hoffnungen, Wünsche und Träume, die sich nicht erfüllten. Enttäuschungen, die bis in die Gegenwart hinein wirken und Leben zerstören. Ahrens verkneift sich jegliche Sentimentalität, beschreibt nüchtern, präzise und mit einer gehörigen Portion Distanz diese toxischen innerfamiliären Verhältnisse. In alternierenden Kapiteln zwischen den Jahren 1944 und 1962 wechselt er die Perspektiven, lässt er aber nicht nur die verschiedenen Familienmitglieder sondern auch die Totenfrau Gerda zu Wort kommen, deren Leben ebenfalls mit der Bauernfamilie verbunden ist. Einst die Jugendliebe des alten Wilhelm, von diesem aber zugunsten der Mitgift der Bauerntochter Käthe verlassen, damit Scholle zu Scholle kommt. Es ist dieser Hunger nach Land, das Versprechen der Nationalsozialisten, den Bauern neue Gebiete im Osten zur Verfügung zu stellen, die ihn in die Wehrmacht treibt und schließlich dazu führt, dass er bis 1949 in Kriegsgefangenschaft gerät. Zuhause muss die Familie, heißt im Klartext der älteste Sohn, dafür sorgen, dass der Betrieb weiterläuft. Doch von dem heimkehrenden Vater bleibt die Anerkennung aus, denn jeder hat seinen Platz in der Familie, das ist schon seit Generationen so geregelt, muss wissen, wohin er gehört, wieder zurück ins Glied rücken. Das konfliktbeladene Verhältnis zwischen dem tyrannischen Vater, der sich noch immer nicht von dem Gedankengut der Nationalsozialisten abgewandt hat, und dem Sohn, der für sich einen Ausweg aus diesem bäuerlichen Leben sucht, schaukelt sich allmählich auf, bis es schließlich zu dem finalen Ereignis kommt, das einen der beiden das Leben kostet. Lesen!

Schwärende Wunden

Elke aus Vaihingen an der Enz am 08.12.2021
Bewertungsnummer: 1619901
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist ein eindringliches Stück Familiengeschichte, das Henning Ahrens in seinem für den Deutschen Buchpreis 2021 nominierten Roman „Mitgift“ beschreibt. Aber im Gegensatz zu den trivialen Werken dieses Genres hüllt er den Leser/die Leserin nicht in die wohlige Decke von Liebe, Verständnis und Zuckerguss, sondern zeigt das bäuerliche Familienleben, reduziert und konzentriert auf ein problematisches Vater-Sohn-Verhältnis. Das ist aber längst nicht das einzige Thema, er schaut auch mit dem Brennglas in die Seelen der einzelnen Familienmitglieder, zeigt die Auswirkungen, die der Zweite Weltkrieg auf sie hatte. Hoffnungen, Wünsche und Träume, die sich nicht erfüllten. Enttäuschungen, die bis in die Gegenwart hinein wirken und Leben zerstören. Ahrens verkneift sich jegliche Sentimentalität, beschreibt nüchtern, präzise und mit einer gehörigen Portion Distanz diese toxischen innerfamiliären Verhältnisse. In alternierenden Kapiteln zwischen den Jahren 1944 und 1962 wechselt er die Perspektiven, lässt er aber nicht nur die verschiedenen Familienmitglieder sondern auch die Totenfrau Gerda zu Wort kommen, deren Leben ebenfalls mit der Bauernfamilie verbunden ist. Einst die Jugendliebe des alten Wilhelm, von diesem aber zugunsten der Mitgift der Bauerntochter Käthe verlassen, damit Scholle zu Scholle kommt. Es ist dieser Hunger nach Land, das Versprechen der Nationalsozialisten, den Bauern neue Gebiete im Osten zur Verfügung zu stellen, die ihn in die Wehrmacht treibt und schließlich dazu führt, dass er bis 1949 in Kriegsgefangenschaft gerät. Zuhause muss die Familie, heißt im Klartext der älteste Sohn, dafür sorgen, dass der Betrieb weiterläuft. Doch von dem heimkehrenden Vater bleibt die Anerkennung aus, denn jeder hat seinen Platz in der Familie, das ist schon seit Generationen so geregelt, muss wissen, wohin er gehört, wieder zurück ins Glied rücken. Das konfliktbeladene Verhältnis zwischen dem tyrannischen Vater, der sich noch immer nicht von dem Gedankengut der Nationalsozialisten abgewandt hat, und dem Sohn, der für sich einen Ausweg aus diesem bäuerlichen Leben sucht, schaukelt sich allmählich auf, bis es schließlich zu dem finalen Ereignis kommt, das einen der beiden das Leben kostet. Lesen!

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