Theda, die junge Tochter eines Bauern, erlebt auf dem Jagdschloss des Kurfürsten eine Welt, von der sie nie zu träumen gewagt hatte. Eines Nachts, als der Himmel vom Sternschnuppenregen erhellt wird, kommt es zu einer folgendschweren Begegnung und Thedas Leben ändert sich schlagartig. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche nach dem Kurfürsten und begegnet ihrer wahren Liebe. Doch wie wird der Kurfürst reagieren? Hat ihre Liebe eine Chance?
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Wundervolle Novelle zum Träumen
Tilly Jones bloggt am 06.07.2020
Bewertungsnummer: 1347436
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Inhalt/Meinung
„Sternschnuppenregen“. Ein kleines, feines Büchlein von Miriam Rademacher. Ich hab es mir gekauft, als es ein neues Cover bekam, weil ich dieses einfach so hübsch fand! Und in echt sieht es wirklich noch viel besser aus. So mystisch und passend für eine Nacht voller Sternschnuppen.
Die Geschichte ist im Grunde schnell erzählt (was ich natürlich nicht mache, ihr sollt es ja selbst lesen): Theda, eine junge Frau die auf dem Hof er Eltern lebt, will mehr als die tägliche, harte Arbeit. Die Mutter halst ihr immer mehr auf und der Vater, nun ja, er ist nachsichtig, aber steht am Ende doch hinter seiner Frau. Eines Tages darf Theda ihren Vater auf das Jagdschloss des Kurfürsten begleiten und ab da nimmt das Chaos seinen Lauf. Theda trifft Entscheidungen aus Naivität, wobei man ihr das nicht mal vorwerfen kann. Schließlich hat sie nie gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Die Mutter lässt sie nur arbeiten, kommandiert sie herum und ist mit allem unzufrieden. Das Theda irgendwann rebelliert, war abzusehen.
Am Anfang fand ich Theda ein bisschen anstrengend, aber einfach nur, weil sie sich quasi für alles begeisterte, was außerhalb des elterlichen Hofes stattfand (was wirklich nachvollziehbar war). Ich ertappte mich dabei, dass ich dachte, sie solle doch vorsichtiger sein und aufpassen. Ich war quasi ihre Mutter. :-D
Aber Theda ließ sich auch von mir nicht beirren und ging ihren eigenen Weg. Genau das gefiel mir dann auch an ihr ausgesprochen gut. Ja, sie nimmt Hilfe an, aber sie nimmt auch die Konsequenzen des eigenen Handels an und versucht, ihre Probleme in den Griff zu bekommen. Selbst wenn sie eigentlich etwas anderes will. Theda ist eine starke, junge Frau, die versucht, ihren Platz im Leben zu finden. Sie trifft auf ihrem Weg auf Freunde, mit denen sie nie gerechnet hatte und merkt, dass sich Menschen abwenden, die sie eigentlich sehr liebt. Freundschaft und Loyalität sind das Ergebnis harter Arbeit und echtem Handeln.
Ich fand die Geschichte um den Anfang von Thedas Story sehr kurzweilig und spannend. Es kam alles ganz anders, als ich es erwartete, nachdem ich den Klappentext gelesen habe. Das kleine Büchlein hat nur ungefähr 100 Seiten und liest sich sehr schnell. Ein verregneter Nachmittag, ein Tee (oder Kaffee oder wasauchimmer), ein Sofa und eine Decke und dann ab zu Theda und ihrem Abenteuer. Genau für eine kurze Flucht aus dem Alltag ist das Buch einfach perfekt!
Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sofort passende Bilder in meinem Kopf erzeugte und so die Geschichte für mich wirklich lebendig machte. Ich war augenblicklich drin und stand die ganze Zeit an Thedas Seite. War aufgeregt, traurig, überrascht und erfreut. Und jetzt bin ich gespannt, was mich im zweiten Teil erwartet. Was für ein Glück, dass ich den schon hier habe.
Fazit
„Sternschnuppenregen“ bekommt von mir eine klare Leseempfehlung! Gerade in der aktuellen Zeit, in der gefühlt alles stressiger und hektischer ist, ist es wichtig, dass es so kurze, wundervolle Geschichten gibt, die einen innehalten lassen und für Ruhe sorgen.
Schöne Geschichte
Sue am 22.05.2022
Bewertungsnummer: 1716214
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich mochte die Geschichte sehr! Es hat Spaß gemacht in die Welt von Theda einzutauchen. Das Buch ist kein historischer Roman. Man darf keine absolut korrekten Beschreibungen des Mittelalters erwarten. Aber es ist trotzdem eine tolle Welt in der Theda lebt und sie wird von Miriam Rademacher sehr gut und bildhaft beschrieben. Ich mochte den Schreibstil der Autorin schon in einem anderen Buch und auch hier mochte ich es sehr, wie die Beschreibungen der Autorin geholfen haben die Welt von Theda in meiner Vorstellung zu sehen.
Theda ist eine junge, neugierige Erwachsene und auch wenn sie das nicht zeigen soll, weil es nicht angemessen ist, gelingt ihr das nicht immer. Sie möchte mehr von der Welt sehen, als den Bauernhof ihrer Eltern und bringt das auch dementsprechend rüber. Theda ist nicht auf den Mund gefallen, was mir sehr gefallen hat. Es hat Spaß gemacht ihr durch ihre Welt zu folgen. Ein, zwei Mal hätte ich sie auch schütteln wollen, weil sie an manche Dinge etwas naiv heran geht, aber das ist wohl auch ihrer vorherigen begrenzten Lebenswelt zu schulden zu kommen und passte deswegen auch sehr gut zur Geschichte. Auch die anderen Figuren haben mir alle sehr gut gefallen. Manche kamen nur kurz vor, aber wirkten durch die Erzählung trotzdem sehr lebendig. Am Ende der Novelle war ich etwas traurig, dass ich die Welt schon wieder verlassen musste. Aber es gibt zum Glück ja noch zwei weitere Bände.
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