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Lotte Lenya und das Lied des Lebens Die Frau, die Kurt Weill und Bertolt Brecht ihre Stimme schenkte

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14,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.11.2020

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

330

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/2,3 cm

Gewicht

427 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-00062-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

[Dieser Roman] von Eva Neiss ist ein Unterhaltungsroman, er hat aber auch den Sinn, Aufmerksamkeit zu wecken. Er ist gut gegen das Vergessen. Peter Pisa Kurier Wien 20210108

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.11.2020

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

330

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/2,3 cm

Gewicht

427 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-00062-3

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  • Bewertung

    aus Freudenberg

    5/5

    15.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    ergreifende Lebensgeschichte

    Klapptext: Lotte Lenya ist die wohl bekannteste Sängerin der Dreigroschenoper. Dieser Roman erzählt die Geschichte der einzigartigen Schauspielerin und Sängerin Lotte Lenya - die Frau, die Kurt Weill und Bertolt Brecht ihre Stimme schenkte. Inmitten der 1920er Jahre lernt die noch unbekannte Schauspielerin Lotte Lenya ihren zukünftigen Ehemann Kurt Weill kennen – sie rudert ihn über einen See und beide verlieben sich unsterblich ineinander. An Weills Seite gelingt ihr einige Jahre später der Durchbruch, sie lernt Bertolt Brecht kennen und spielt die Seeräuber Jenny in der Dreigroschenoper. Doch die Liebe des Künstlerpaars ist Höhen und Tiefen ausgesetzt Meine Meinung: Ich hatte große Erwartungen an diesen Roman und wurde nicht enttäuscht.Ich wurde in die 20er Jahre entführt und lernte die Schauspielerin und Sängerin Lotta Lenya kennen.Natürlich begleitete ich sie auf ihrem Lebensweg. Der Schreibstil war leicht,locker und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Durch die sehr lebendige und flotte Erzählweise der Autorin wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Es gab so einige Höhen und Tiefen im Leben von Lotta Lenya und ich durfte hautnah dabei sein.Sehr emotional und bewegend erzählt Eva Neiss die Geschichte.Vieles hat mich sehr berührt.Durch die tollen Recherchen der Autorin habe ich auch viel Wissenswertes über Berthold Brecht und den Ehemannvon Kurt Weill erfahren.Das hat mir sehr gut gefallen.Auch Infos über die Entstehung von einigen Bühnenstücken habe ich erhalten.Alles war für mich wirklich sehr lesenswert und zu keiner Zeit wurde mir langweilig. Das Cover finde ich sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Geschichte.Für mich rundet es das wunderschöne Werk ab. Ich hatte viele lesenswerte und interessante Stunden mit dieser Lektüre und vergebe glatte 5 Sterne.

  • Michaela Weber

    aus Weimar

    5/5

    24.02.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Eine starke Frau

    Mit dem Buch reist man als Leser in die 20er Jahre und lernt aus dem Künstlermiliu Lotte Lenya kennen.Diese sich von einem einfachen Mädchen zu einer abwechslungsreichen Frau wandelt.Viele Eindrücke bekommt man auch von Bertholt Brecht und Kurt Weill -ihrem Ehemann.Man erlebt die Höhen und Tiefen aus der Zeit mit-die Zerrissenheit von Lotte zu lieben und geliebt zu werden…. Die Autorin Eva Neiss hat mir die Geschichte sehr nah gebracht,viel zu schnell war das Buch gelesen.Außer von Lotte Lenya habe ich viel von Bertholt Brecht und Kurt Weill erfahren -was ich sehr interrisannt empfand.Der Schreibstil der Autorin ließ das Bild der Geschichte welche sie erzählte vor meinen Augen endstehen.Ich hatte das Gefühl so alles mitzuerleben-5 Sterne ,gerne hätte ich auch mehr gegeben.

  • Bewertung

    aus Lichtenstein

    5/5

    18.02.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Tolle Stimme

    Mit großem Interesse habe ich diese lesenswerte Geschichte über das Leben und Schaffen diverser berühmter Künstler des letzten Jahrhunderts verfolgt. Hauptsächlich geht es um die bekannte Sängerin Lotte Lenya, die nicht nur ihrem Ehemann, dem berühmten Komponisten Kurt Weill, ihre Stimme gab. Auch mit Bertold Brecht arbeitete sie zusammen, eine erfolgreiche, wenn auch oft nicht einfache Verbindung. Auf der Bühne erfolgreich, im Privatleben sehr sprunghaft und innerlich zerrissen, erlebt man die Protagonistin. Sie scheint oft beziehungsunfähig. Das spiegelt sich auch in ihren Ehen und zahlreichen Affären wider. Doch es ist auch immer wieder ein Aufbruch in eine neue Zeit, in der alle auf eine bessere Zukunft für sich und auch ihre deutsche Heimat hoffen. Ob nach den beiden Weltkriegen oder anderen schicksalhaften Ereignissen, alle Menschen müssen oft wieder von vorn beginnen. Ein spannender Einblick in die Berliner Künstlerszene und die damaligen politischen Verhältnisse.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    18.02.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Frau geht (und findet) ihren Weg...

    Eva Neiss hat mit ihrem Debütroman „Lotte Lenya und das Lied des Lebens“ (Untertitel: „Die Frau, die Kurt Weill und Bertolt Brecht ihre Stimme schenkte“) eine interessante und auch spannende Roman-Biografie geschrieben. Es ist durchgängig im Präsens geschrieben, dadurch fiel es mir sehr leicht, mich als anwesende Teilnehmerin des Geschehens zu fühlen – quasi den Protagonisten über die Schulter zu schauen. Der Prolog und der Epilog beschreiben einen Besuch Lottes bei Brecht in Ost-Berlin m Jahr 1955. Sie möchte seine Einwilligung für eine Schallplatte mit „Weills Liedern“ (und mit Brechts Texten), denn „sie hatte es sich zur Aufgabe gemacht, mit all ihrer Kraft zu verhindern, dass er in den Augen der Welt an Bedeutung verlieren sollte, bloß weil er selbst sie nicht mehr sehen konnte.“ (S.8) Zwischen dem Prolog und dem Epilog erfahren wir gegliedert in zwei Akte und diverse Szenen Lottes Leben in der Zeit von Sommer 1924 bis September 1935, zwischendurch kleine Rückblicke auf Karoline Wilhelmine Charlotte Blamauers traumatische Kindheit in Wien (und den tragischen Grund für ihren Künstlernamen Lotte Lenja - später Lenya). So erleben wir z.B. das erste Zusammentreffen von Lotte mit Kurt Weill, wie sie gemeinsam Brecht kennenlernen, die Entstehungsgeschichte „Der Dreigroschenoper“, die Proben - und bangen gemeinsam mit den Protagonisten, ob es tatsächlich zur Premiere kommen wird – oder ob alles im Chaos versinkt... und lesen viele weitere Informationen, die mir neu waren, u.a. was Lion Feuchtwanger zur „Dreigroschenoper“ beigetragen hat… Aber die Autorin beschreibt auch präzise das Zeitgeschehen: das erst schleichende, später immer rasanter werdende Erstarken der Nationalsozialisten, z.B. bei der Premiere von „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ lässt sie Lotte denken: „Ob diese Braunhemden jemals begreifen werden, dass ihre mahagonifarbenen Uniformen ihn zu dem Namen der abscheulichen Stadt inspiriert haben?... Also hat sie das Gefühl nicht getrogen, dass mit ihnen etwas Bösartiges in den Saal gekrochen war.“ (S.175) Dies ist natürlich umso bitterer, da Kurt Weill Jude war... Das Ehepaar Weill entfremdet sich, Lotte findet einen Liebhaber, reicht die Scheidung ein, bleibt ihrem Mann aber verbunden, so dass sie Teile seines Vermögens rettet, als er vor einer drohenden Inhaftierung schnell nach Frankreich flüchten muss. Wir erfahren dies aus Lottes Perspektive, Weill und Brecht sind „Randfiguren“... Lotte bemerkt aber bald, dass sie ohne „Kurtchen“ nicht leben kann, dass er ihre „Heimat“ ist – und so endet das Buch vor dem Epilog mit der Ankunft des Paares 1935 in New York. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, das ist sicherlich den vielen neuen Informationen geschuldet, aber auch dem unaufgeregten Schreibstil, der sachlich (ohne jemals ins Kitschige abzugleiten!) mit menschlicher Wärme und stets respektvoll über Lotte Lenya berichtet. Es ist eine Roman-Biografie: klar, wir wissen nicht, ob Lotte Lenya tatsächlich so gedacht hat, aber mir reicht, dass sie so gedacht haben k ö n n t e ! Von Vorteil – dass schreibt die Autorin selbst in ihrem Nachwort – war: „...meine Protagonistin hat sich in zahlreichen Interviews freimütig zu ihrem Leben geäußert, deshalb bilde ich mir ein, dass ich ein Stück weit in ihre Haut schlüpfen konnte.“ (S.328) Ich hoffe sehr, dass Eva Neiss noch viele Bücher schreiben wird, denn ich habe dieses Buch mit sehr großem Genuss gelesen und kann es wirklich wärmstens weiterempfehlen - und ich bin sicher, dass ich es dieses Jahr noch einige Mal verschenken werde!

  • Bewertung

    5/5

    13.02.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Roman im Theaterstil, ein lesenswertes Debüt

    In diesem Roman geht es um die durch die „Dreigroschenoper“ bekannt gewordene Lotte Lenya und ihren Ehemann, Kurt Weill. Eva Neiss hat hier ein Gesamtkonzept umgesetzt, das ganz wunderbar zu der „Stimme von Kurt Weill“ und und ihrer Umgebung, vor allem im Berlin der Zwanzigerjahre, passt. Sie teilt den Roman wie auf einer Bühne in Akte & Szenen ein und bringt uns so theaterhaft das einzigartige Leben von Karoline Blamauer alias Lotte Lenya näher. Der Schreibstil ist klar, eher sachlich und gut lesbar, dabei flüssig und anschaulich, sie schreibt in einem gelungenen Präsenz, was das Konzept unterstreicht und einem mitunter den Eindruck vermittelt den Protagonisten über die Schulter zu schauen. (Unterstrichen wird ihr Konzept übrigens auch mit einer sehr hübschen Innengestaltung des Buches.) Da das Leben Lotte Lenyas ein eher schwieriges, wechselhaftes war, ist es gar nicht so einfach, das bildhaft nachzuvollziehen, aber der Autorin gelingt es in einem interessanten Mix aus Dialogen und Nacherzählung, der - trotz anrührender Szenen wie der Bootsfahrt von Lotte L. u. Kurt Weill, oder der äußerst aufregend geschilderten Uraufführung der Brecht’schen Oper - niemals kitschig oder langweilig wird. Sie hat gut recherchiert und bietet so auch eine Reihe an Zusatzinformationen und Nebenfiguren, die dem trockenen Stoff Leben einhauchen und zum Weiterlesen-u.recherchieren animieren, angefangen von den Hitler-Bildchen in den Zigarettenschachteln bis zur Erklärung der Absichten von Weill und Brecht in ihrer Kunst. Das Buch konzentriert sich dabei auf die Zeit von Lottes Kindheit in Wien bis zu ihrer Berliner Zeit und endet mit der Flucht in die USA, also auf die prägensten Jahre. Die Geschichte ist dabei nicht einfach chronologisch erzählt, sondern arbeitet mit einem Rahmen von Prolog & Epilog sowie gelegentlichen kleineren Rückblenden, die den Lesefluss aber nicht stören. Als einzigen kleinen Kritikpunkt gab es für mich die Stelle, als sich die Ehekrise von L & K zuspitzt, und hier mehr Gedanken als Dialoge zum Verständnis angeboten werden. Das fand ich ein wenig statisch, wobei ich aber betonen muss, dass ich dennoch spätestens das letzte Drittel mit angezogenem Atem gelesen habe, und insgesamt mein wirklich großes Lesevergnügen dadurch nicht geschmälert wurde. Fazit: Dieses Buch hat mir viel Spaß gemacht und meine Neugier auf vergessene Künstler der zwanziger Jahre gestärkt. Die Autorin hat sich Lotte Lenya respektvoll angenähert und ihre Version von deren besonderer Persönlichkeit lesenswert dargelegt. Sie schafft es, wichtige Aspekte einer schwierigen Zeit dem Vergessen zu entreißen und unterhaltsam zu vermitteln. Im Bereich des historischen Buchs und der Romanbiographien ist diese Autorin mit ihrem Debüt eine empfehlenswerte Neuentdeckung, von der ich gerne noch mehr lesen möchte.

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