Produktbild: Die Zeit der Birken
Band 1

Die Zeit der Birken Roman

Aus der Reihe Die große Estland-Saga
24

15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.12.2020

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

20,3/13,3/4,3 cm

Gewicht

500 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3544-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.12.2020

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

20,3/13,3/4,3 cm

Gewicht

500 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3544-6

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Lesefee23.05

    5/5

    01.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Liebe macht stark

    „Damals hat sie mir einmal anvertraut, dass sie sich auf der Bank unter den Birken zurück nach Estland auf die Insel träumte, auf der sie im Krieg die glücklichsten Monate ihres Lebens verbracht hat. Dort wuchsen wohl ebenfalls viele Birken.“ „Die Zeit der Birken“ ist ein historischer Roman von Christine Kabus. Er erschien im Dezember 2020 im Aufbau Verlag und ist in sich abgeschlossen. Christine Kabus berichtet von zwei jungen Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten leben, aber gar nicht so verschieden sind. Beide möchten ein selbstbestimmtes Leben außerhalb der üblichen Konventionen führen, sind aber dennoch durch ihr Elternhaus eingeschränkt und können nur sehr schwer ausbrechen. Für Charlotte, deren Geschichte 1938/39 in Estland spielt, gestaltet sich dies allerdings noch deutlich schwerer als für Gesine 1977 in Schleswig-Holstein… Charlotte verliebt sich auf dem Hof ihres Onkels in den Esten Lennart. Eine Beziehung zwischen Deutschbalten und Esten ist jedoch verpönt, werden die Esten doch nach wie vor als „minderwertige Rasse“ und unterhalb des Stands der Deutschbalten angesehen. Die Trennung der jeweiligen Volksgruppen spiegelt sich nahezu im gesamten Land wider und nur in manchen Familien und manchen Orten beginnt langsam ein Umdenken. Leider sind gerade Charlottes Eltern kaum umzustimmen und eine Beziehung zwischen Charlotte und Lennart scheint nahezu unmöglich. Dennoch versuchen die beiden ein gemeinsames Leben aufzubauen, doch der beginnende zweite Weltkrieg und die Umsiedlung der deutschen Bevölkerung zurück ins Deutsche Reich vereitelt ihre Pläne auf dramatische Weise. Charlottes Geschichte in der Vergangenheit hat mir sehr gut gefallen. Sie ist ein sympathisches und zuverlässiges junges Mädchen, das sich häufig den Wünschen ihrer Eltern beugt, zuverlässig und folgsam ist. Dennoch hat sie auch eigene Ziele und Träume und möchte vor allem ein Leben führen, dass sie selbst bestimmen kann. Eine Zeit lang gelingt ihr dieses sogar sehr gut, denn sie darf ihre Freundin Zilly auf deren Schauspielreisen begleiten und unterstützen und auch auf dem Hof ihres Onkels ist sie frei in ihren Handlungen. Ihre Liebe zu Lennart ist wunderschön und emotional. Sie wirkt authentisch und ist sehr rührend beschrieben. Beiden ist klar, dass die gemeinsame Zukunft nicht leicht werden wird, dennoch schmieden sie Pläne und glauben fest an ein glückliches Leben. Die grausame Trennung der beiden ist mir sehr ans Herz gegangen und mit absoluter Fassungslosigkeit habe ich die Geschehnisse darum verfolgt. Die eingefahrene Meinung der Menschen gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen finde ich einfach furchtbar, aber auch die Umsiedlung der Deutschen, die schon lange im Ausland lebten und nun „zurückgeführt“ wurden, ging mir sehr nahe. Mir war dieser Aspekt der nationalsozialistischen Zeit noch nicht so bewusst und ich bin unglaublich erschrocken, wie viele Menschen damals aus ihrer Heimat vertrieben wurden, teilweise sogar mehrfach… Die Verknüpfung von historischen Fakten und der fiktiven Geschichte gelang der Autorin hier wieder sehr gut. Ich habe viel neues erfahren ohne dass die Geschichte dabei langweilig oder zu sachlich wurde. Gerade die eingebauten Ausschnitte aus damaligen Zeitungen haben mir sehr gut gefallen. Gesine hingegen wächst auf einem Gestüt in Schleswig-Holstein auf. Die Beziehung zu ihrer Mutter ist schwierig, über die Familiengeschichte ihrer Mutter weiß sie so gut wie nichts. Als 1977 ein neuer Bereiter auf den Hof kommt, verliert die junge Frau ihr Herz an den gebürtigen Esten und hat große Angst vor der Meinung ihrer Eltern zu der Beziehung. Als Grigori den Hof plötzlich verlässt, bricht für Gesine eine Welt zusammen, da sich dieses absolut nicht erklären kann. Erst einige Jahre später gelingt es ihr, dass Familiengeheimnis zu lüften und zu verstehen, was damals mit Grigori geschah… Charlottes Geschichte hat mir insgesamt ein wenig besser gefallen, dennoch ist die Verknüpfung der beiden Frauen sehr gut gelungen und am Ende wunderschön zusammengeführt. Es wird deutlich, wie sich manche Ereignisse aus der Vergangenheit auf die Gegenwart auswirken können und ganze Leben beeinflussen können. Die Zeitsprünge werden von Kapitel zu Kapitel leichter, die Zusammenhänge bleiben lange Zeit eher unklar, sodass die Spannung tatsächlich bis zum Ende hochbleibt. Ich konnte nur wenige Dinge vorhersehen und habe mich nach einem etwas langatmigen Beginn wunderbar in die Handlung einfinden können. Der Lesefluss war dann ebenfalls leicht und unkompliziert. Ich habe mit beiden Frauen mitgefiebert und -gefühlt. Die wechselnde personale Erzählperspektive aus Sicht von Charlotte und Gesine gibt ihre Gedanken und Gefühle sehr gut wieder und lässt einen die Handlungen sehr gut nachvollziehen. Gefallen hat mir zudem das wiederholte Aufgreifen des Buchtitels im Roman. Die Birken bekommen immer wieder eine positive Bedeutung und sind allzeit präsent als Erinnerung an glückliche Zeiten. Ebenso gefallen hat mir als Pferdenärrin natürlich der Handlungsort auf dem Gestüt der Familie von Pletten. Die Pferdezucht spielt aber keine Hauptrolle, sodass man auch als Nicht-Pferdeliebhaber den Roman gut lesen kann. Aber auch insgesamt kann sich die bildliche Landschaftsbeschreibung sehen lassen, sodass man sich die wunderschöne Kulisse Estlands und der Ostseeküste unglaublich gut vorstellen kann. Mein Fazit: „Die Zeit der Birken“ ist erneut ein wunderschöner und gut recherchierter historischer Roman von Christine Kabus. Vergangenheit und Gegenwart werden brillant miteinander verknüpft und der Leser taucht ein in die Geschichte zweier Frauen, die sich gar nicht so unähnlich sind. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und vergebe 4 von 5 Sternen.

  • aebbies.buechertruhe

    5/5

    03.02.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Perfekt - wie nicht anders zu erwarten

    Im Jahr 1977 lebt Gesine auf dem Gestüt ihrer Eltern in Schleswig-Holstein. Sie möchte am liebsten den ganzen Tag auf dem Rücken ihres Pferdes über die Wiesen reiten. Ihre ehrgeizige Mutter jedoch will, daß sie ein hervorragendes Abitur macht und eine berühmte Dressurreiterin wird. Als ihr Vater den jungen Russen Grigori als Pferdetrainer einstellt ist Gesine zuerst skeptisch, doch dann erkennt sie, daß sie sich in ihn verliebt hat. Auch Grigori zeigt Gefühle für Gesine. Doch plötzlich verschwindet Grigori spurlos. Gesine glaubt immer an Grigoris Liebe, aber erst nach Jahren beginnt sie nach ihm zu suchen. Dabei kommt sie einer alten Familiengeschichte auf die Spur. Charlotte lebt im Jahr 1938 in Estland. Die deutsche Gemeinschaft hat sich dort sehr isoliert. Deshalb ist Charlottes Liebe zu dem Esten Lennart nicht erwünscht. Als sie schwanger wird wollen sie allen Widerständen zum Trotz eine Familie gründen. Doch dann bricht der zweite Weltkrieg aus und sie werden gewaltsam getrennt. Ihr Schicksal wird erst viele Jahre später geklärt. Christine Kabus hat mit ihrem Roman "Die Zeit der Birken" die bewegte Geschichte Estlands in zwei zauberhafte Liebesgeschichten verpackt. Durch die Charaktere erlebt man hautnah mit, wie dieses kleine Land und seine Bewohner wie ein Spielball zwischen den Mächten hin und her geworfen werden. Die Erzählungen in zwei Zeitebenen erfordern zunächst Konzentration, jedoch findet man sich schnell zurecht. Sie verbinden sich zum Schluß auf verblüffende Art und Weise zu einer dritten Geschichte. Das Ende kam für mich etwas abrupt daher und ich hätte mir hier noch etwas mehr gewünscht. Christine Kabus schreibt wie gewohnt unheimlich fließend und anschaulich. Dadurch erhält man ein ganz genaues Bild von Charakteren und Landschaft, ist wahrhaft mittendrin in einer ganz tollen Geschichte. Man fühlt, liebt und leidet mit Gesine und Charlotte. Ganz besonders muß man bei diesem Buch die Fleißarbeit der Autorin hervorheben. Die zitierten Texte aus alten Zeitungen und Bekanntmachungen erfordern mit Sicherheit eine mühsame Recherche. Aber es hat sich gelohnt, denn dadurch wird das Buch dazu beitragen ein Stück Geschichte Europas zu erklären. "Die Zeit der Birken" erhält von mir ein: "Unbedingt lesen!"

  • nicigirl85

    aus Ilsenburg

    5/5

    02.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Reise nach Estland...

    Da mich die Autorin bereits mit ihren Norwegen- Romanen begeistern konnte, musste ich einfach zu diesem Buch greifen und ich war begeistert. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum Einen wandeln wir kurz vor und während des zweiten Weltkrieges in Estland, zum Anderen in Deutschland der 70er Jahre. Während 1938 die wohlbehütete Charlotte ihr Leben unter den strengen Augen ihrer Mutter fristet, hat Gesine 1977 schon mehr Freiheiten. Doch eines verbindet die beiden Frauenschicksale: ein Mann wird ihr Leben für immer verändern. Zum Guten oder zum Bösen? Da ich über Estland noch so gar nichts wusste, hat mich dieser Abschnitt ganz besonders fesseln können. Die geschichtlichen Hintergründe haben bei mir für zahlreiche Aha- Momente gesorgt. Charlotte ist so eine liebenswerte Figur und dennoch muss sie so viel durchmachen. Ihr Schicksal hat mich tief getroffen und oft zu Tränen gerührt. Wieviel kann ein Mensch aushalten, bevor er daran zerbricht? Ich mochte ihre Stärke und dass sie trotz allem für ihre Liebsten da ist. Gesine ist nicht auf den Mund gefallen. Ihre Jugend war meiner nicht unähnlich, auch wenn ich einige Jahre später geboren bin. Ich fand es so schön, dass sie nach den Wurzeln der Familie gesucht hat. Das Alltägliche der Familie hat einen an die eigene Kindheit und viele tolle Erlebnisse denken lassen. Ohne Internet kam man eben auch klar. Die Nebenfiguren wie Grigori, Lennart, Onkel Julius und wie sie alle heißen sind ebenfalls gut gezeichnet, so dass jeder interessierte Leser eine Figur finden wird, mit der er sich identifizieren kann. Mein Lieblingsnebendarsteller war ganz klar Opa Paul. Wie er für seine Enkelin da ist und ihr beisteht, das hat mir sehr imponiert. Ich liebe Romane, die mich gut unterhalten und mich weiterbilden, was hier zu hundert Prozent stattgefunden hat. Fazit: Hiermit kann man sich in eine andere Zeit und in ein anderes Land wegträumen. Unterhaltsam und berührend, weshalb ich eine klare Leseempfehlung ausspreche. Klasse!

  • Hermione

    5/5

    31.12.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Ein echter Pageturner – wunderbar recherchiert und berührend geschrieben

    Estland, 1939: Die Deutschbaltin Charlotte und der Este Lennart lieben sich und hoffen, auf dem Birkenhof glücklich werden zu können. Doch in den Wirren des Zweiten Weltkriegs werden sie getrennt. Schleswig-Holstein, 1977: Gesine möchte viel lieber ausreiten und Zeit mit dem russischen Stallpfleger Grigrori verbringen, als fürs Abi zu lernen. Doch ihre strenge Mutter Henriette verpasst ihr immer wieder Hausarrest und verbietet ihr Unternehmungen mit ihrer Freundin Kiki… Meine Meinung: Der dicke Schmöker von Christine Kabus, der auf zwei zeitlichen Ebenen spielt, hat mich von Anfang an gefangen genommen. Dank des unwahrscheinlich eingängigen Schreibstils habe ich mich beim Lesen durchgängig sehr wohlgefühlt. Die beiden fein gezeichneten Protagonistinnen Charlotte und Gesine waren mir gleich sympathisch und ich habe ihre Entwicklung und ihr Schicksal mitfühlend verfolgt. Gerade weil die einzelnen Kapitel aus den wechselnden Perspektiven der beiden jungen Frauen so gut im Gleichklang angelegt sind – aber doch unterschiedlich genug – war ich fast immer ein bisschen traurig, wenn ein Kapitel vorbei war, nur um mich gleichzeitig schon wieder auf das neue Kapitel in der anderen Zeit aus der anderen Perspektive zu freuen. Ganz besonders gut gefallen hat mir, dass man als Leserin ganz nebenbei viel über die estnische Geschichte rund um den Zweiten Weltkrieg bis in die 1990er Jahre gelernt hat. Die Autorin hat wieder einmal fundiert recherchiert und die Erkenntnisse in den Roman einfließen lassen, ohne dass es irgendwie aufgesetzt oder störend wirkt. Auch die historischen Details für die Zeit Ende der 1970er Jahre wie die Taten der RAF oder die typische Einrichtung oder die Erwähnung damaliger Süßigkeiten ist sehr gelungen und völlig authentisch. Zu einem besonderen Lesegenuss wird der Roman durch den extrem guten Spannungsbogen, der am Ende sehr stimmig und glaubwürdig aufgelöst wird, und die zu Herzen gehende Geschichte der beiden Frauen, die mich wirklich berührt hat und sicherlich noch weiter beschäftigen wird. Fazit: Das Buch macht große Lust auf eine Reise nach Estland und wird mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wegen der berührenden Schicksale der Protagonistinnen und der extrem fundierten Recherche historischer Zusammenhänge.

  • Nadine Dietz

    aus Pforzheim

    5/5

    30.12.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Fesselnd und sehr emotional

    Ich kannte die Autorin bisher nur von ihren Romanen über Norwegen und war sehr gespannt auf diesen historischen Roman, der in Schleswig-Holstein und Estland spielt. Er erzählt abwechselnd in zwei Zeitebenen 1938/1941 und 1977/1991. Es dauerte etwas, bis ich die beiden Erzählstränge miteinander in Verbindung bringen konnte. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und gefühlvoll. Die Perspektivwechsel haben die Spannung aufrechterhalten und dem Leser zum Mitdenken gefordert. Die geschichtlichen Aspekte waren gut recherchiert. Ich konnte mich gut in Charlotte und Gesine hineinversetzen und es hat mir Spass gemacht, die Geheimnisse mit aufzuspüren und die Seiten flogen dahin. Das Cover mag ich auch sehr und passt perfekt. Fazit: Ein zauberhafter Roman mit starken Charakteren und einer mitreissenden Handlung. Ich vergebe 4,5/5 und freue mich auf weiteren Lesestoff.

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