Produktbild: Die Ungarn

Die Ungarn Eine tausendjährige Geschichte

3

26,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

69271

Erscheinungsdatum

20.08.2020

Verlag

Ecowing

Seitenzahl

592 (Printausgabe)

Dateigröße

64913 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783711052919

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

69271

Erscheinungsdatum

20.08.2020

Verlag

Ecowing

Seitenzahl

592 (Printausgabe)

Dateigröße

64913 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783711052919

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  • annlu

    5/5

    18.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    umfassendes Werk zur Geschichte Ungarns das sich (großteils) angenehm lesen lässt

    Ungarn blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück, die von Legenden, charismatischen Persönlichkeiten und großen politischen Entwicklungen geprägt ist. Der Journalist Paul Lendvai stellt die Geschichte seines Geburtslandes mit Blick auf die Auswirkungen der Vergangenheit in der Gegenwart vor. Die Geschichte der Ungarn beginnt mit einem Reitervolk, das zum Teil mit Skythen und Hunnen gleichgesetzt wurde und von den (west-)europäischen Völkern als barbarisch angesehen wurde. Nicht nur hier, sondern auch bei der Sesshaftwerdung und Christianisierung bis hin zu den frühen Königen werden zu den historischen Fakten auch Legenden und Überlieferungen erzählt. Das ungarische Reich findet sich zwischen türkischen und deutschen Einflüssen, der Habsburgerherrschaft und Reformen und Revolutionen wider, deren Entwicklungen alle ihre herausragenden Persönlichkeiten hervorbringen. Das Unabhängigwerden vom österreichischen Kaiserreich und das letzte Jahrhundert samt dem kommunistischem Regime bis hin zu Orbans „Herrschaft“ unserer Tage, bestimmt die nähere Vergangenheit. Über Tausend Jahre in ein Buch mit etwas mehr als fünfhundert Seiten zu bringen, ist kein einfaches Unterfangen. Lendvai gelingt es, nicht nur die wichtigsten Stationen der Geschichte und ihre Persönlichkeiten zu beschreiben, sondern immer wieder auch den Blick, den nachfolgende Generationen/Historiker/Regime auf diese hatten, zu erläutern. So wird so mancher vom Verräter zum Nationalhelden, bzw. stehen sich die Ansichten zu Ereignissen und Personen diametral gegenüber, je nachdem welcher Herkunft ein Historiker war. Eine besondere Rolle spielen immer wieder auch die ungarischen Schriftsteller, die an mehreren Stellen zu Wort kommen. Sie sind nicht die einzigen, deren Zitate die historischen Beschreibungen ergänzen. Für mich waren neben einem allgemeinen Überblick einzelne Abschnitte der tausendjährigen Geschichte interessant. Da ich mich mit der Geschichte Ungarns bisher noch nicht auseinandergesetzt habe, bin ich auf viel Neues gestoßen (z.B. war mir nicht bewusst, wie lange Kroatien zum ungarischen Einflussbereich zählte). Neben der Frühgeschichte und der Geschichte des letzten Jahrhunderts fand ich die Rettung der ungarischen Sprache interessant. Heutzutage ist sie als Besonderheit unter den europäischen Sprachen bekannt. Dass es aber Zeiten gab, in denen viele ungarische Adelige ihre eigene (Volks-)Sprache gar nicht beherrschten, kam für mich überraschend. Das Buch liest sich in großen Teilen angenehm – wohl auch deshalb, weil Lendvai immer wieder Persönlichkeiten in den Mittelpunkt stellt. Dadurch werden die geschichtlichen Ereignisse greifbarer. Natürlich handelt es sich um ein Sachbuch, sodass neben den Fakten auch Zahlen und Statistiken ihr Platz eingeräumt wird. Besonders bei der Veränderung in Ungarn während/nach der Habsburgerherrschaft und der Staatswerdung Ungarns ist mir das aufgefallen. Die statistischen Vergleiche zur Bevölkerung ließen diesen Teil recht trocken erscheinen – was bei einem gut recherchiertem historischem Sachbuch wohl nicht zu vermeiden ist. Fazit: „Ungemein lesbar“ kommentiert die Süddeutsche Zeitung. Dem kann ich nur zustimmen. Ein Werk zur Geschichte eines ganzen Landes mit einem bestimmten Umfang so zu gestalten, dass es (zum größten Teil) angenehm zu lesen ist, empfinde ich als Herausforderung, die Paul Lendvai sehr gut gemeistert hat.

  • S.A.W

    5/5

    12.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein fremdes Volk in der Mitte Europas

    1100 Jahre ungarische Geschichte vom gebürtigen Ungarn Paul Lendvai mit viel Akribie geschrieben. Die Ungarn, eine Absplitterung der ugrischen Volksgruppe, am Ural siedelnd, wurde im 9. Jahrhundert von den vielen Reitervölkern mitgerissen, die nach Westen gen Europa zogen. Sie vermischten sich in Südrussland mit diesen Völkern, lernten ihre Reittechnik und setzten sich sprachlich durch. Das von ihnen geführte Völkergemisch zog 896 unter Arpad nach Westen und besiedelte die ungarische Tiefebene, die nach der Zerstörung des Awaren-Reiches durch die Karolinger nur dünn besiedelt war. Sie vermischten sich mit den dortigen Slawen und nahmen immer wieder Reitervölker aus dem Osten auf, Petschenegen, Kumanen und viele andere mehr. Durch die Übernahme der christlich westlichen Kultur errichteten sie ein stabiles Königtum, grenzten sich aber gleichzeitig nach allen Seiten ab, da sie fremden Mächten misstrauten, da sie zu keiner der Volksgruppen rundum gehörten. Durch den Mongoleneinfall 1241 schwer traumatisiert und entvölkert, erhoben sie sich immer wieder erneut, nur um neue Niederlagen gegen Türken (1526) und Habsburger zu erleiden und 1918 im Frieden von Trianon ihr Reich zerstückelt zu sehen, mit einem Drittel der Ungarn in fremden Grenzen siedelnd. Immer befanden sich die Ungarn mitten im Geschehen und bewahrten sich ihre Identität in der Mitte Europas. Der radikale Nationalismus Viktor Orbans ist nur auf diesem Hintergrund zu verstehen. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Heiles Deutschland? Geschichte, Lösungen, Zukunft“

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    30.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kluges + informatives Buch

    Dieses Buch ist bereits 1989, also kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhanges erschienen. Da Geschichte und die dazu gehörige Forschung ein dynamischer (wenn auch oft langsamer) Prozess ist, hat Paul Lendvai sein Buch überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Das Buch ist knapp 600 Seiten stark und bietet einen detailreichen und umfassenden Überblick Ungarns von seiner Entstehung bis heute. Paul Lendvai, 1929 in Budapest geboren, 1944 wegen seiner jüdischen Herkunft ins KZ verschleppt ist, flüchtet während des Ungarn-Aufstandes 1956 nach Österreich, wo er nach wie vor lebt. Er beleuchtet Ungarns ethnisches Spannungsfeld aus mehreren Blickwinkeln. Ungarn ist in seiner mehr als 1.000 Jahre alten Geschichte immer wieder Schauplatz von Kriegen und Krisen. Der Autor spannt den Bogen vom 9. Jahrhundert bis heute. Während die Anfänge detailreich geschildert werden, erscheinen die kommunistischen Nachkriegsjahre eher knapp erzählt. Die letzten beiden Kapitel beschäftigen sich mit dem Ungarn seit 1989. Wie konnte es passieren, dass das Land in das rechte Eck der Demokratie bedrohenden Regierungen abrutscht? Meine Meinung: Die 35 Kapitel umreißen die lange Geschichte Ungarns, das auch immer wieder ein Spielball der Mächtigen der jeweiligen Zeit war, in anschaulicher Weise. Ungarn stellt mit seiner schwierig zu lernenden Sprache eine Besonderheit dar, sodass während der Zugehörigkeit Ungarns zum Habsburgerreich LATEIN statt deutsch, Amtssprache war. Paul Lendvais Schreibstil ist sehr detailreich, verliert sich aber nie in Wiederholungen oder Nichtigkeiten aus. Paul Lendvai ist renommierter Journalist, Osteuropa-Experte und Autor der preisgekrönten Biografie von Viktor Orbán. Erst kürzlich habe ich die und das Buch „Verspielt Welt“ gelesen. Fazit: Dieser aktualisierten und erweiterten Neuauflage mit umfangreichem Bildmaterial muss ich unbedingt 5 Sterne geben.

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