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Zauberberge – Als es die Dichter und Denker auf die Schweizer Gipfel zog

3

20,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2022

Verlag

Bergwelten

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,3/12,4/1,8 cm

Gewicht

318 g

Farbe

Aquamarin / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7112-0029-7

Beschreibung

Rezension

»Nicht einfach ein Buch über Berge, vielmehr ein Stück Philosophie- und Literaturgeschichte. Das Buch ist eine bemerkenswerte literarische Schweiz-Reise, die Gegenwart und Vergangenheit verwebt.« *Bücherrundschau

"Ein literarisches Berglesevergnügen in einer großartigen Sprache!" *ÖAV Edelweiß Magazin

"Der Verfasser berichtet in glänzendem Stil spannend, wo die Literaten in den Alpen wohnten, wie sie sich erholten oder inspirieren ließen, was sich heute noch f¨¹r lokale Relikte oder Zeitzeugenaussagen recherchieren lassen und wer oder was ihm selbst in den Bergorten begegnete. Ihm ist ein äußerst lesenswerter, ganz persönlicher Einblick in die Beziehung zwischen der Destination Alpen und ausgewählten Autoren gelungen." *ekz bibliotheksservice

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2022

Verlag

Bergwelten

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,3/12,4/1,8 cm

Gewicht

318 g

Farbe

Aquamarin / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7112-0029-7

Herstelleradresse

BERGWELTEN
Hallsteiner Landesstr. 24 BT59
5061 Elsbethen
AT

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  • LichtundSchatten

    5/5

    08.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich kenne die Orte und…

    Ich kenne die Orte und Punkte, die Andreas Lesti beschreibt, aus eigenem Erleben und habe mit den Inhalten dieses Buches Vieles wieder- und Vieles neu entdeckt. Reisebeschreibungen, Kultur, Träume und Gespräche mit Menschen verbinden sich hier zu Orten in der Höhe, die mir immer wieder Erfrischung, Erholung und Abkehr von der gefürchteten Allergie bringen. Über 1200 m ist alles Allergische (Frühblütler) bei mir weg und Freunde können oft nicht verstehen, wenn ich sage, dass der erste Atemzug in Sils Maria das Wertvollste am ganzen Urlaub ist. Und alle Atemzüge danach. Stilles Wandern auf der Halbinsel im Silser See, dort, wo Nitzsche entlang spazierte und dachte, wenig Dinge sind schöner als dies und lange Spaziergänge im Fex-Tal direkt hinter dem Waldhaus beginnend. Was Andreas Lesti in den Gesprächen mit Urs Kienberger nicht beschreibt, ist die Tatsache, dass Adorno im Waldhaus eine Sache nie ausgelassen hat: die kostenlosen Konzerte der Waldhaus-Trio-Kapelle. Er scheint dort nicht unbedingt beliebt gewesen zu sein. „Eigentlich hattest Du immer den Eindruck, sie waren nicht zufrieden. Aber sie kamen immer wieder.“ So Urs Kienberger, der hier seinen Vater zitiert. Wir lesen am Endpunkt des Spaziergangs aus dem Fextal eine wirklich zutreffende Beobachtung: „Und dann stand ich plötzlich wieder vor dem Waldhaus. Auf der Terrasse aßen die Gäste ihr Mittagessen, das Waldhaus-Trio spielte Stücke aus dem 19. Jh. und eine Pferdekutsche fuhr glockenklingelnd vorbei. Ich stand da und fragte mich, ob die Vergangenheit, mit der ich mich seit Tagen beschäftigte, durch irgendeinen Zauberberg-Trick zur Realität geworden war.“ Es sind in der Tat Zauberberge, die Andreas Lesti beschreibt, und zauberhafte Erinnerungen, auch sehr traurige, die mich beim Lesen gefesselt haben. Adorno war in Zermatt mit seiner Frau im Hotel Bristol zu Gast, Zimmer Nr. 30, mit Blick auf den Friedhof, auf der Flucht vor dem Busen-Attentat in Frankfurt und den zu intellektuellen Gesprächen im Hotel Waldhaus. Er wollte nochmals ganz hoch hinaus und starb dort bzw. in Visp an einem Herzinfarkt. Er wollte noch seine Schuhe in Ordnung bringen lassen, die er wohl bei einer zu ausgiebigen Hoch-Tour am Tag zuvor ramponiert hatte. Mir war das etwas zu viel Adorno, aber sei’s drum, man hat viel erfahren und Spannendes gelesen. In Zermatt würde ich eine Helio-Heli-Tour empfehlen. Mit der Air Zermatt um das Matterhorn zu fliegen, gehörte für mich zum höchst Bemerkenswerten überhaupt.

  • annlu

    5/5

    17.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    literarische Reise in die Schweizer Berge

    *Krankheit, Wahnsinn, Schönheit und Tod* Andreas Lesti macht sich auf, auf eine Reise in die Schweizer Berge – auf den Spuren bekannter Intellektueller. Thomas Manns Zauberberg führt ihn nach Davos. Er sucht die Spuren der Sanatorien und ihrer berühmten Besucher. In Sils Maria sind es der Wintersport – und Friedrich Nietzsche – die seinen Aufenthalt prägen. Nach Zermatt führt ihn nicht nur das Matterhorn, sondern auch die letzten Tage von Theodor W. Adorno. Eine literarische Reise in die Schweizer Berge – das Thema hat mich ungemein angesprochen. Das Buch ist eine Mischung aus aktueller Reisebeschreibung, Rückblick auf die Vergangenheit der besuchten Orte, aber auch eine Hommage an einige literarische (philosophische) Werke. Während sich Teile davon locker leicht lesen (so die Informationen zur Reise des Autors oder einige Anekdoten) sind andere schwerere Kost (besonders die Abschnitte, die von Zitaten und Überlegungen zu den Werken der erwähnten Intellektuellen nur so wimmeln). So habe ich das Buch abschnittsweise und für meine Verhältnisse recht langsam gelesen und genossen. Die Einleitung erzählt über den ersten Versuch des Autors, in die Schweiz zu reisen. Versuch deshalb, weil er genau auf die ersten Ausbreitungstage von Corona in Österreich und der Schweiz fiel. Obwohl ich bei Erwähnungen von Corona skeptisch bin, hat es hier die passende Stimmung erzeugt. Schließlich folgte Lesti den Spuren des Zauberberg-Romans von Thomas Mann, dessen Protagonist nach Davos kommt, dort die Diagnose Tuberkulose gestellt bekommt und sieben Jahre den Ort nicht mehr verlässt. Das Kapitel um Davos ist geprägt von dessen Vergangenheit – mit seien vielen Sanatorien, den Krankengeschichten und dem Tod. Anders zeigt sich Sils Maria, das den Wintersport groß schreibt. Bei seinem Aufenthalt steigt der Autor im altehrwürdigen Hotel – dem Waldhaus - ab, dessen Atmosphäre die Intellektualität auszuatmen scheint. So wandelt das Kapitel von den Anfängen des Wintersporttourismus bis zu tiefgründigen Gesprächen. Zermatt hingegen ist geprägt vom Matterhorn. Von den Besuchen Intellektueller scheint man hier wenig beeindruckt – wichtiger sind die Heldentaten des frühen Alpinismus. Fazit: Das Buch spannt einen Spagat von der Vergangenheit in die Zukunft der Schweizer Berge, wobei es seinen Blick auf bekannte Schriftsteller, Dichter, Philosophen und Politiker richtet, die diese besucht haben.

  • Sikal

    5/5

    23.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Zauberbergwelt

    Andreas Lesti will uns in den Zauber der Schweizer Bergwelt entführen und muss gleich mal aufgrund der Corona-Pandemie einbremsen und sein Vorhaben verschieben. Dafür finde ich, wird man als Leser belohnt – denn angeblich braucht Gut Ding Weile … Lesti nimmt uns mit nach Davos, Sils Maria, St. Moritz und Zermatt, wo wir mit ihm gemeinsam auf den Spuren von Thomas Mann, Theodor Adorno, Friedrich Nietzsche und Richard Wagner wandern dürfen. Durch Zufall wurde entdeckt, dass es keine Tuberkulosekranken in Davos gibt und so wurde der Kurort-Tourismus angekurbelt. Dass diese Kur für Otto-Normalverbraucher natürlich nicht leistbar war, versteht sich von selbst. Doch diverse Dichter und Denker nutzten die Gunst der Stunde und verfielen den Zauberbergen. Der Autor ist begeisterter Alpinist und schreibt mit einer solchen Begeisterung, dass man meint, der Zauber der Berge müsste nun auf alle überspringen. Wie in einem Kaleidoskop wirft er Fragen auf, punktet mit literarischen Einschüben, Historischem und Kulturellem. Mit einem Hauch Poesie und eine ordentlichen Prise Humor folgen wir diesen Erzählungen und lassen uns anstecken von einer Zauberbergwelt, die seinesgleichen sucht. Ein rundum gelungenes Büchlein, das ich sehr genossen habe und dem ich gerne 5 Sterne gebe.

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