Zeit für einen Neustart Corona stellt vieles von dem in Frage, woran wir bislang glaubten und was wir für selbstverständlich hielten. Darin liegt die Chance, die mit dieser Pandemie gegeben ist. Sie nötigt zu einer gründlichen Revision unserer Denk- und Handlungsgewohnheiten. Jetzt ist die Zeit, unser Selbstverständnis zu überprüfen: unser Verhältnis zur Natur, unser Verhältnis zu anderen Menschen, unsere Ökonomie, unsere Politik, unsere privaten Prioritäten. Für die Zukunft wird entscheidend sein, ob wir den Mut haben, auf das zu hören, was Corona uns zu sagen hat; und ob wir verantwortungsvolle Antworten darauf zu geben wagen: Antworten, die die Welt verändern werden. Welche Richtung wir bei der Suche nach tragfähigen Antworten auf die Corona-Pandemie einschlagen sollten, erwägt der Philosoph Christoph Quarch in 15 kurzen Reflexionen. Er votiert für einen achtsameren Umgang mit der Natur, einen Paradigmenwechsel der Ökonomie, eine couragierte Politik und eine neue Form der Religiosität. Ohne fertige Antworten zu verkünden, gibt er Denkanstöße für eine gesellschaftliche Debatte, die vor dem Horizont der Pandemie keinen Aufschub mehr duldet. Die fünfzehn »Corona-Lessons«: 1. Die Natur lässt sich nicht beherrschen 2. Wir müssen die Wildnis respektieren 3. Verzichten ist möglich – und zuweilen unerlässlich 4. Egoismus ist out, Miteinander ist in 5. Alleinsein ist gut, Gemeinschaft ist besser 6. Digital ist großartig, ersetzt aber nicht analog 7. Der Markt versagt in Krisenzeiten 8. Autarkie statt grenzenloses Wachstum 9. Mehr Land, weniger Stadt 10. Es braucht politische Führung 11. Grenzen sind nicht schön, aber unverzichtbar 12. Der Multilateralismus ist alternativlos 13. Es ist gut, auf die Wissenschaft zu hören 14. Weisheit trägt weiter als Moralität 15. Wir brauchen eine neue Religion.
Kundinnen und Kunden meinen
1.0/5.0
Bewertung
aus Karlsruhe
1/5
02.06.2020
Buch (Taschenbuch)
Neustart mit altem Denken
Auch ich bin für einen Neustart - allerdings stelle ich mir diesen etwas anders vor als Herr Quarch. Den Inhalt finde ich sehr enttäuschend, da er nur auf alten Denkmustern fußt. Auch verwundert es mich, dass dieses „Büchlein“ so früh herausgebracht wurde. Schon allein, dass es am 1. März 2020 angekündigt war, wirft Fragen auf! Wenn Herr Quarch bereits am Anfang der Krise „Lehren aus der Krise“ verbreitet, frage ich mich, welche Ziele er wohl verfolgt.
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