Alle verreisen in den Sommerferien ins Ausland. Nur Ina bleibt zu Hause – dabei hätte sie gerne genauso spannende Urlaubspläne wie die anderen. Und plötzlich hört sie sich vor ihrer Klasse sagen, sie würde in den Süden fahren. Damit die Lüge nicht auffliegt, bleibt Ina in den Ferien von morgens bis abends in ihrem Zimmer. Doch dann entdeckt der Neue aus der Klasse sie am Fenster und macht ihr einen vollkommen verrückten Vorschlag …
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
5/5
09.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Über den Mut, zu sich selbst zu stehen
Wundervolles, sensibles, teils trauriges Buch über den Wunsch dazuzugehören, falsche und echte Freunde und den Mut, zu sich selbst zu stehen und Fehler wieder gutzumachen.
Absolut empfehlenswert!
Bewertung
5/5
01.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Irgendwo ist immer Süden
Irgendwo ist immer Süden
Bewertung
5/5
01.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Irgendwo ist immer Süden
Inas Mutter hat nicht genügend Geld, um in den Urlaub zu fahren und so muss Ina in den Ferien zu Hause bleiben. Als am letzten Schultag ein regelrechter Wettstreit ausbricht, wer an die außergewöhnlichsten Orte verreist, rutscht Ina heraus, sie fahre in den Süden. Um nicht bei ihrer Lüge ertappt zu werden, versteckt sie sich in den heißen Sommertagen in der Wohnung, bis der Neue aus der Klasse, Vilmer, sie hartnäckig versucht herauszulocken. Mit einem ungewöhnlichen Vorschlag gelingt es Vilmer schließlich, für sie beide einen ganz besonderen Sommer zu gestalten.
Für alle die, die im Sommer daheim bleiben - irgendwo ist immer Süden!
Bewertung
5/5
01.09.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
dreimal nacheinander gelesen
Meine Neunjährige hat das Buch an einem Tag gelesen, und am nächsten Tag gleich noch einmal. Dann durfte ich vorlesen -- und sie hat sich bemüht, nicht über mich zu lachen, wenn ich gelegentlich bei Mutter-Tochter-Szenen feuchte Augen bekam.:)
Fernweh_nach_Zamonien
aus Buchhaim
5/5
14.07.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herzerwärmend, einfühlsam und lehrreich: eine Achterbahnfahrt und gleichzeitig eine unglaublich unterhaltsame Sommerlektüre.
Inhalt:
Ina versteckt sich bei strahlendem Sonnenschein und hitzerekordverdächtigen Temperaturen in ihrem winzigen Zimmer, während ihre Klassenkameraden täglich neue Fotos vom exotischen Traumurlaub posten.
Wie ist sie nur in diesen Schlamassel hineingeraten?
Am letzten Schultag berichten alle Mitschüler von ihren großartigen Reiseplänen: Italien, Kreta, Paris, Spanien, Rhodos, Dubai ...
Als Ina an der Reihe ist, hört sie sich selbst plötzlich sagen, dass sie dieses Jahr in den Süden fährt. Sie kann gar nicht aufhören zu schwärmen von all den schönen Dingen, die sie dort erleben wird.
Doch ihre Mutter ist arbeitslos, die beiden leben in einer winzigen Sozialwohnungen und müssen jede Krone dreimal umdrehen. An eine Urlaubsreise ist gar nicht zu denken.
Also versteckt sich Ina in ihrem Zimmer und lässt alle im Glauben, sie wäre im Süden.
Ein paar Tage später kommt es wie es kommen muss und Ina wird entlarvt. Allerdings macht Vilmar, der Neue in ihrer Klasse - statt sie bloßzustellen - einen absurden wie abenteuerlichen Vorschlag.
Werden die schlimmsten Sommerferien vielleicht doch zu den besten?
Altersempfehlung:
ab 11 Jahre
Meine Meinung:
Die Geschichte erzählt Ina selbst im Präsens in der Ich-Form, so dass der Leser schnell Teil ihrer Gedanken- und Gefühlswelt wird.
Das Leben ist für die 11 1/2 Jährige wirklich nicht leicht: ihre Mutter ist depressiv und arbeitslos, weswegen die beiden in eine kleine Sozialwohnungen ziehen mussten. Ina ist für ihr Alter bereits sehr erwachsen und trägt Verantwortung. Sie erfindet Ausreden, um Geburtstagen fernzubleiben, da kein Geld für Geburtstagsgeschenke übrig ist, sie schwindelt ihrer Mutter wunderschöne Tage mit Freundinnen am Badesee vor, damit die Mutter sich nicht sorgt.
Sie ist eine liebenswerte und authentische Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt.
Auch der Neue in ihrer Klasse ist ein Außenseiter: er lebt ein paar Wohnungen weiter, trägt die alte Kleidung seines alkoholkranken Vaters auf. Seine Mutter hat sie verlassen und ein neues Leben und eine neue Familie. Auch für ihn ist eine Urlaubsreise nur ein ferner Traum.
Vilmar ist es auch, der Ina eines Abends am Fenster erwischt. Da er selbst keine Freunde hat, schlägt er vor, dass sie beide im "Süden" Urlaub machen statt den Sommer gelangweilt alleine zu verbringen. Denn irgendwo ist immer Süden. Und so bauen sie sich ein paar Meter südlich der Wohnungen ihr eigenes Ferienresort. Inmitten des chaotischen Scherbenhaufens ihres Lebens schaffen sie sich ihre eigene heile Welt und werden beste Freunde.
Aber Ina ist hin- und hergerissen, ihr Gefühlschaos wird einfühlsam und ohne Wertung deutlich. Immer wieder taucht ihr Leitsatz "Freunde finden, die einen hochziehen und nicht runter" auf. Sie möchte so gerne zu den "coolen" Kids dazugehören und um jeden Preis gefallen.
Sie verletzt aber durch ihre Lügen und ihr Verhalten schlussendlich die Menschen, die ihr tatsächlich wichtig sind und gut tun. Zudem trifft sie falsche Entscheidungen, die ihr anschließend die Augen öffnen für die wichtigen Dinge.
Schließlich war sie so beschäftigt damit, was andere denken, dass sie vollkommen vergisst, was sie eigentlich selbst denkt.
Auch sprachlich ist die Erzählung ein Lesevergnügen. Zahlen- und Wortspielereien ziehen sich durch Inas Geschichte. Beispielsweise lernt sie, dass es nicht ausreicht, dass man Entschuldigung sagt, sonder es ist wichtig, dass man Entschuldigung tut.
Eine einfühlsame und warmherzige Geschichte, die aufgrund der Themen wie Mobbing, soziale Ausgrenzung, Lügen und wahre Freunde auch als Schullektüre (etwa Klasse 6) sehr zu empfehlen ist.
Fazit:
Eine warmherzige und wundervolle Geschichte über wahre Freundschaft, erste Liebe, Lügen und soziale Ausgrenzung.
Zudem ein sommerliches Abenteuer zum Lachen, Weinen, Träumen mit liebenswerten und authentischen Protagonisten!
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Rezensiertes Buch: "Irgendwo ist immer Süden" aus dem Jahr 2020
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