Die TikTok-Sensation aus den USA! Der 2. Band der epischen Fantasy-Saga in einer Welt voller Kampfkunst, Götter und uralter Magie.
Rin ist auf der Flucht. Noch immer verfolgen sie die Gräueltaten, die sie begangen hat, um ihr Volk zu retten. Sie ist dem Opium verfallen und folgt auf Gedeih und Verderb den tödlichen Befehlen von Phoenix, dem erbarmungslosen Gott, der Rin ihre beängstigende Kraft verliehen hat. Rins einziger Grund weiterzuleben, ist der Wunsch nach Rache an der verräterischen Kaiserin, die ihre Heimat Nikan an ihre Feinde ausgeliefert hat. Rin hat keine andere Wahl, als sich mit dem mächtigen Drachenkriegsherrn zu verbünden. Dieser plant Nikan zu erobern, die Kaiserin zu stürzen und eine neue Republik zu gründen. Rin schließt sich seinem Krieg an. Denn schließlich ist kämpfen das, was sie am besten kann …
Der zweite Band der spektakulären Fantasy-Trilogie der SPIEGEL-Bestsellerautorin von »Babel« und »Katabasis«.
»Im Zeichen der Mohnblume« bei Blanvalet:
1. Die Schamanin
2. Die Kaiserin
3. Die Erlöserin
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Jenny Wons
aus Bergheim
5/5
19.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine Revolution ohne Helden
Mit Die Kaiserin liefert R. F. Kuang keinen bloßen Mittelband, sondern ein politisch aufgeladenes, emotional forderndes und thematisch erschreckend aktuelles Werk. Während Die Schamanin bereits durch seine kompromisslose Darstellung von Gewalt und Krieg schockierte, verlagert sich der Fokus im zweiten Band auf die Mechanismen von Macht, Revolution und Kolonialismus – und darauf, wie leicht Ideale in Fanatismus und Unterdrückung umschlagen können.
Handlung: Revolution ohne Helden
Rin hat den Krieg überlebt, doch sie ist innerlich gebrochen. Der von ihr ausgelöste Genozid an der Föderation von Mugen verfolgt sie unaufhörlich, und ihre einzige Strategie, um nicht im Wahnsinn zu versinken, ist Hass. Als neue Kommandantin des Cike fehlt ihr jede Fähigkeit zur Führung: Sie ist impulsiv, rachsüchtig und unfähig, Verantwortung jenseits der eigenen Schuld zu übernehmen.
Nach einer militärischen Katastrophe erhält Rin ein Angebot von Vaisra, dem Regenten der Drachenprovinz. Gemeinsam wollen sie Kaiserin Daji stürzen, die das Reich verraten und sich mit der ehemaligen Kolonialmacht Mugen eingelassen hat. Doch schnell wird klar, dass auch diese Rebellion kein Akt reiner Gerechtigkeit ist, sondern ein Machtkampf mit verborgenen Interessen.
Besonders eindrucksvoll ist die Einführung der westlichen Mächte, der Hesperianer. Ihre Unterstützung ist an Bedingungen geknüpft, die unmissverständlich kolonialistisch sind: technologische Dominanz, religiöse Missionierung und Sonderrechte für ihre Bürger. Kuang entlarvt hier die Illusion, dass Fortschritt und Hilfe jemals uneigennützig seien. Stattdessen zeigt sie, wie „Zivilisation“ als Vorwand für Kontrolle und Ausbeutung dient.
Der Roman stellt fortwährend unbequeme Fragen:
Was unterscheidet eine Revolution von einer neuen Tyrannei?
Ist Demokratie sinnvoll, wenn sie von Angst und Manipulation gelenkt wird?
Und wer ist der wahre Feind – der sichtbare Unterdrücker oder der scheinbare Verbündete?
Zentrale Themen: Macht, Kolonialismus und moralische Grauzonen
Die Kaiserin ist ein zutiefst politisches Buch. Kuang macht unmissverständlich klar, dass es keine perfekten Opfer und keine sauberen Kämpfe gibt. Jede Fraktion verfolgt eigene Interessen, jede Entscheidung fordert Opfer.
Besonders stark ist die Kritik am westlichen Kolonialismus, der nicht als offene Gewalt, sondern als „Hilfe“, „Modernisierung“ und „Fortschritt“ auftritt. Die Hesperianer besitzen die wahre Macht – nicht durch Armeen, sondern durch Technologie, Wissen und wirtschaftliche Abhängigkeit. Diese Parallelen zur realen Geschichte sind kaum zu übersehen und wirken bewusst verstörend.
Gleichzeitig zeigt der Roman, wie zerstörerisch politische Ideale werden können, wenn sie von Menschen getragen werden, die selbst zutiefst traumatisiert sind. Rin ist keine Heldin, sondern ein Symbol dafür, wie Gewalt weitere Gewalt gebiert.
Charaktere: Gebrochen, privilegiert, realistisch
Rin
Rin ist eine der kompromisslosesten Protagonistinnen der modernen Fantasy. Sie ist wütend, grausam, egozentrisch – und dennoch zutiefst tragisch. Ihre Schuld, ihr Selbsthass und ihre Unfähigkeit zu heilen treiben sie immer weiter in die Radikalisierung. Kuang romantisiert sie nicht, sondern zwingt die Leser:innen, Rin in all ihrer Hässlichkeit auszuhalten.
Kitay
Kitay ist Rins emotionaler Anker und ihr moralischer Spiegel. Ihre Freundschaft ist komplex, konfliktbeladen und dennoch unerschütterlich. Beide sind zwei Seiten derselben Medaille: Rin handelt aus Wut, Kitay aus Mitgefühl – und gerade diese Gegensätze machen ihre Beziehung so kraftvoll. Ihre Versöhnung nach schweren Zerwürfnissen gehört zu den emotional stärksten Momenten des Buches.
Nezha
Nezha ist vermutlich die frustrierendste Figur – und genau deshalb so realistisch. Seine Liebe zu Rin ist deutlich spürbar, doch sie reicht nicht aus, um seine privilegierte Position und seine Loyalität zur Familie zu überwinden. Nezha versteht nicht, was es bedeutet, ums Überleben zu kämpfen, und entscheidet sich letztlich immer für Sicherheit und Macht. Diese Dynamik macht die Beziehung zwischen ihm und Rin tragisch und schmerzhaft glaubwürdig.
Venka
Venka ist die wohl eindrucksvollste Entwicklung des Romans. Gezeichnet von schwerem Trauma und gesellschaftlicher Ausgrenzung, trägt sie eine tiefe, stille Wut in sich. Dass ausgerechnet Rin sie als Ebenbürtige anerkennt, verleiht ihrer Beziehung eine bittere Ironie. Venka steht exemplarisch für all jene, deren Leid im Krieg ignoriert wird, und entwickelt sich zu einer der stärksten Figuren der Reihe.
Stil und Atmosphäre
Kuangs Stil ist nüchtern, brutal und direkt. Gewalt wird nicht ästhetisiert, sondern als grausame Realität dargestellt. Das Tempo ist hoch, fast atemlos, und die politische Intrige sorgt für ständige Spannung. Trotz der Dichte an Themen wirkt der Roman nie überladen – vielmehr zwingt er dazu, innezuhalten und zu reflektieren.
Viele Szenen sind emotional schwer zu ertragen und nicht für jede Leserschaft geeignet. Doch gerade diese Unbequemlichkeit macht Die Kaiserin so wirkungsvoll.
Fazit
Im Zeichen der Mohnblume – Die Kaiserin ist eine herausragende Fortsetzung, die den ersten Band in Tiefe, Komplexität und politischer Schärfe übertrifft. Es ist ein Buch ohne einfache Antworten, ohne klare Helden und ohne falsche Hoffnung. Stattdessen zeigt R. F. Kuang, wie Macht korrumpiert, wie Trauma Radikalität nährt und wie Revolutionen ihre eigenen Monster erschaffen.
5 von 5 Sternen!
Bewertung
5/5
19.09.2023
Buch (Taschenbuch)
Die Kaiserin fängt so düster an,...
Die Kaiserin fängt so düster an, wie die Schamanin aufhört. Rin hat Altans Platz eingenommen und ist nun auch opiumsüchtig. Die Geschichte bleibt moralisch dunkelgrau und wird gekrönt von einem epischen Finale. Einfach top.
Bewertung
5/5
27.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Man rechnet mit allem und trotzdem...
Man rechnet mit allem und trotzdem überrascht R. F. Kuang ihre Leser immer aufs Neue. Das Ende hat mich sprachlos gemacht und ich durchlebe jede Emotion gemeinsam mit unserer Protagonistin Rin. Ich bin nicht bereit für das Ende aber ich muss wissen wie es weiter geht.
thainy_books
5/5
03.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Gelungene Fortsetzung
ne sehr gelungene Fortsetzung
Kuangs direkter und ehrlicher Schreibstil gibt die Geschichte weiterhin eine düstere Stimmung. Man merkt, dass die Ereignisse vom ersten Teil nicht an den Charakteren einfach so vorbei gegangen ist. Jede Entscheidung und Ereignis bringt seine Folgen mit sich mit denen die Charaktere leben müssen. Rin ist keine typische Protagonistin und das merkt man hier. Ich habe mir am Anfang des Buches sehr viele Sorgen um sie gemacht, da sie nicht die typische Charakterentwicklung hat.
Bei der Geschichte konnte man nie wissen, wer böse und wer gut ist. Man musste sich immer fragen, wen man vertrauen kann und wer nicht. Die Hesperianer jedoch, habe ich GEHASST. Sie haben perfekt die Ignoranz und Arroganz der weißen Menschen gegenüber den anderen dargestellt. Dass die Autorin den Kolonialismus in die Geschichte mit einbaut finde ich super interessant und genial, da man dies aus der Sicht der Unterworfenen sieht und nicht aus den, der Eroberer, wie es beim Geschichtsunterricht ja meistens so ist.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass mir die Geschichte zwischendurch etwas langatmig war. Dies liegt aber hauptsächlich daran, dass der Großteil der Geschichte auf einen Schiff stattfindet und ich es dadurch sehr eintönig war.
Ich bin schon sehr gespannt auf das Finale und freue mich, Rin, Kitay und Nezha weiter zu verfolgen.
booksurfer
aus Ludwigshafen
5/5
11.12.2020
Buch (Taschenbuch)
Noch besser als Band Eins
R.F. Kuang hat mit im "Zeichen der Mohnblume – Die Schamanin" einen richtig starken Auftakt hingelegt. Ich war also gespannt wie es weiter geht und ob Band 2 hier mithalten kann:
Rin leidet noch immer unter den Gräueltaten, die sie begangen hat, um ihr Volk zu retten und ist inzwischen dem Opium verfallen. Rins Ziel, ist es Rache an der verräterischen Kaiserin zu nehmen. Auf dem Weg dorthin befolgt sie gehorsam den Befehlen des Gottes Phönix der ihr ihre außergewöhnliche Kraft gegeben hat. Um die Kaiserin zu stürzen, ihre Heimat zurückzuerobern und eine neue Republik zu gründen muss sich Rin mit dem Drachenkriegsherren verbünden. Zusammen werden sie gegen die Kaiserin in den Krieg ziehen denn schließlich ist der Kampf ihre mächtigste Waffe ...
Mit Band zwei der Reihe schlägt die Autorin eine andere Richtung ein, den es wird etwas ruhiger. Hat in Band eins noch rohe Gewalt geherrscht, geht es nun strategischer zu und man plant das Vorgehen sehr genau.
Rin ist eine Kämpferin, das beweist sie auch in diesem Band wieder. Sie hat ihre Ecken und Kanten, ist dickköpfig und macht auch mal Fehler wodurch sie nicht die sympathischste Person ist. Dennoch kann sie durch ihren Charakter, ihre Willensstärke und den Entscheidungen die sie treffen muss Punkten. Die Verbindung zum Opium fand ich sehr gut gelöst da sie zu dem Schamanismus passt und die Geschichte nochmal eine andere Seite zeigen kann. Kitay ist ein guter Gegenpol zu Rin und ihr gegenüber sehr loyal. Einige der Charaktere kann ich allerdings noch nicht ganz einschätzen und traue auch nicht allen über den Weg, was das ganze für mich noch recht spannend macht.
R.F. Kuangs Schreibstil ist einfach klasse, sie schafft es unglaublich intensive Bilder entstehen zu lassen. Gerade die Kampfszenen sind ihre große Stärke. Sie beweist aber hier auch das sie auch ohne großes Gemetzel eine interessante und spannende Geschichte erzählen kann. Trotz des ruhigeren Tons schafft sie es ihre Charaktere weiterzuentwickeln und eine sehr dichte Atmosphäre zu erschaffen so das man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte.
"Die Kaiserin" ist kein typischer Mittelband, für mich konnte er den Auftakt sogar noch übertrumpfen. Das liegt zum einen daran das wir auch das spannende Strategiespiel erleben dürfen zum anderen natürlich an der tollen fernöstlichen Atmosphäre und den Charakteren die alle nicht ganz durchschaubar sind. Eine absolute Leseempfehlung für die Reihe und ich bin total auf Band 3 gespannt und hoffe, dass wir nicht so lange warten müssen.
5 von 5 Sternen
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