Ellery Hathaway ist Polizistin in Woodbury, einem verschlafenen kleinen Ort in Massachusetts. Was niemand dort weiß: Als Kind wurde sie zum Opfer des berüchtigten Serienkillers Francis Michael Coben. Und sie war die Einzige, die überlebte. Das ist lange her. Doch seit drei Jahren erhält sie seltsame Geburtstagskarten, die auf diese Vergangenheit anspielen – und jedes Mal verschwindet danach eine Person aus ihrem Ort spurlos. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an den einzigen Menschen, der ihr helfen kann: den FBI-Agenten, der sie damals gerettet hat. Eine nervenaufreibende Jagd beginnt. Doch wer jagt hier eigentlich wen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
aus Kyritz
5/5
29.11.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein Serienkiller treibt sein Unwesen
Ellery überlebte vor 14 Jahren den Horror eines Serienkillers nur knapp. Doch seit einigen Jahren erhält sie mysteriöse Geburtstagskarten immer dann wenn ein Gemeindemitglied aus ihrer Stadt spurlos verschwindet. Seit Jahren versucht sie ihre Kollegen bei der Polizei zu überzeugen, das ein Serienkiller in ihrer Stadt aktiv ist, doch sie trieft nur auf taube Ohren. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich nun an den Agent vom FBI, der sie damals gerettet hat. Kaum ist Reed da und untersucht die Vermisstenfälle der vergangenen Jahre, überschlagen sich die Ereignisse. Nicht nur das die Presse Wind von der ganzen Sache bekommt und ihren Fall noch mal in den Medien breit tritt, nein es kommt eine weitere Geburtstagskarte und eine weitere Person verschwindet.
Die Autorin schafft es mit ihren Erzähl- und Schreibstil den Leser zu fesseln. Man möchte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Die Geschichte ist nicht nur ungemein packend sondern auch unglaublich spannend.
Die Kernhandlung ist auf wenige Tage konzentriert und doch passiert unglaublich viel in kurzer Zeit. Doch rücken auch immer wieder die Geschehnisse von vor 14 Jahren in den Fokus. Beides ist geschickt miteinander verknüpft und lässt den Leser so noch tiefer in die Story eintauchen. Durch die Aneinanderreihung von vielen Spannungsbögen wird die Handlung nicht nur vorangetrieben sondern lässt den Leser auch nicht mehr los. Im Laufe der Handlung werden immer wieder neue Verdächtige präsentiert so dass das miträtseln nicht langweilig wird. Allerdings hätte die Autorin den Zaunpfahl ruhig ein weniger schwächer schwingen können, denn so wird für den Leser fast ein wenig zu früh klar wer hinter allem steckt.
Die Figuren waren richtig gut ausgearbeitet. Die Hauptfiguren Ellery und Reed haben sich gut ergänzt. Man konnte bei beiden gut nachvollziehen warum sie jeweils gar nicht anders handeln konnten. Jedoch fand ich es doch teilweise recht anstrengend, weil die Autorin, Ellery gleich mehrere Namen verpasst hat. Zwei wurden auch erklärt warum, aber dieses ständige hin- und hergespringe mal so mal so war wirklich nervig.
Fazit: Ein wirklich packender Thriller, der bis zum Schluss spannend bleibt. Als Leser rätselt man fast bis zum Schluss wer der Serienkiller ist. Auch die Auflösung ist schlüssig. Ja es Menschen zu Tode und ja es fließt Blutt, aber es artet nicht in einem Gemetzel aus. Ich kann jedem diesen Thriller empfehlen, der gerne einen wirklich spannenden Thriller lesen möchte.
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein packender Debütroman einer Psychologin, die weiß, wie sie einem Angst einjagt. Die Protagonistin Ellery Hathaway wurde mit 14 von einem Serienmörder entführt und mehrere Tage gefangen gehalten, bis Detective Markham sie aus dem Wandschrank befreite. Er ist nun der gefeierte Held, während sie noch immer mit der Vergangenheit zu kämpfen hat. Einige Jahre später hat sie sich ein neues Leben aufgebaut, niemand ahnt etwas von ihrer Vergangenheit. Doch plötzlich häufen sich die Vermisstenfälle in der sonst sehr ruhigen Kleinstadt in Massachusetts - keiner will ihr glauben, bis sie ihren Retter anruft. Kann er die Schatten vertreiben?
Bewertung
5/5
12.01.2021
eBook (ePUB 3)
"Ich weiß, wer du bist"
Inhalt: Vor 14 Jahren kidnappte ein Serienmörder die damals jugendliche Ellery Hathaway. Sie konnte allerdings als einziges Opfer vom FBI-Agenten Reed Markham befreit werden. Mittlerweile arbeitet sie in einem kleinen Ort als Polizistin. Obwohl dort niemand von ihrer Vergangenheit weiß und sie sich so weit wie möglich abschottet, bekommt sie seit drei Jahren anonyme Geburtstagskarten. Zeitgleich verschwindet jährlich, wenn ihr Geburtstag näher rückt, ein Mensch aus ihrem Wohnort. Hathaway sieht darin das Muster eines Serienmörders, doch keiner will ihr glauben. Es bleibt ihr nur noch eine Möglichkeit: Sie wendet sich an Reed Markham.
Persönliche Meinung: Insgesamt handelt es sich um einen soliden Krimi mit Thriller-Elementen. Es gibt einerseits die klassische Ermittlungsarbeit, andererseits aber auch falsche Fährten und Vieles, das nicht so eindeutig ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Die Thriller-Elemente beschränken sich weitgehend auf die Bedrohlichkeit der Situation für Ellery (Menschen aus ihrem weiteren Umfeld verschwinden, anonyme Nachrichten), ohne dass allzu blutige Szenen eingebaut werden. Dadurch ist die Handlung auch durchweg spannend. „Wie viele willst du töten“ lässt sich außerdem sehr flüssig lesen und ist fesselnd geschrieben. Schade fand ich allerdings die Aufdeckung des Täters. Diese war für mich – aus Gründen, die ich hier zwecks Spoiler-Vermeidung nicht nennen kann – dann doch etwas zu offensichtlich und daher wenig überraschend. Dieser Punkt sollte allerdings nicht vom Kauf abschrecken. Ansonsten hat mir „Wie viele willst du töten“ nämlich vor allem aufgrund der Spannungskurve und den kleinen Geheimnissen, die aufgedeckt werden, sehr gut gefallen!
In der verschlafenen Kleinstadt Woodbury passiert nie etwas und jeder kennt jeden und doch verschwindet jedes Jahr im Juli ein Mensch. Die Polizei geht von normalen Vermisstenfällen aus und meint, diese tauchen schon wieder auf, nur Ellery Hathaway glaubt nicht an Zufall. Sie denkt, dass die drei Fälle zusammen hängen und versucht mit aller Macht ihren Vorgesetzten davon zu überzeugen, denn der Juli rückt näher. Warum sie sich so sicher ist, liegt vielleicht daran, dass sie mit jedem Opfer auch eine anonyme Geburtstagskarte bekommt. Liegt die Antwort vielleicht in ihrer Vergangenheit? Ellery ist auf jeden Fall verzweifelt und braucht Hilfe und es fällt ihr nur einer ein, nämlich FBI Agent Reed Markham, der sie damals gerettet hat. Kann sie ihn überzeugen zu helfen? Handelt es sich wirklich um einen Serienkiller? Und steht Ellery auf seiner Opferliste?
Wie viele willst du töten, ist mir schon in der Verlagsvorschau ins Auge gesprungen und direkt auf meiner Wunschliste gelandet. Und es kommt noch besser, es ist mir als Überraschungspost ins Haus geflattert und hat für große Freude gesorgt. Nachdem ich nun viele Romane gelesen hatte, brauchte ich mal etwas Spannendes und habe nun endlich zu diesem Thriller gegriffen. Ob er mich überzeugt hat, erzähle ich euch nun.
Ellery Hathaway ist vor vier Jahren nach Woodbury gezogen, sie ist die einzige Frau unter ihren Polizeikollegen und lebt sehr abgeschieden. Sie ist sehr zurückhalten, fast scheu, aber auch unglaublich hartnäckig, denn die ganze Stadt weiß von ihrer Theorie, das die drei vermissten Leute zusammenhängen sollen. Ihr Chief belächelt sie, nimmt die Sache nicht so ernst, dafür findet er aber ihre Affäre äußerst befriedigend. Ellery sieht den Juli mit Angst immer näher kommen und ihre Sorge um ein neues Opfer wächst immerzu. Von den Bewohnern kann sie keine Hilfe erwarten, die Ermittlungen sind auch eher mäßig und sie braucht aber jemanden, mit dem sie der Sache auf den Grund gehen kann. So wendet sie sich an den einzigen Menschen, der ihre Geschichte kennt, nämlich Reed Markham, der FBI-Mann, der ihr Leben gerettet hat. Reed nimmt sich dem Hilferuf auch direkt an. Als Fallanalytiker scheint er, der Richtige zu sein, und er ist neugierig, was aus dem Mädchen geworden ist, welches sein Leben verändert hat. So hat nicht nur Ellery Geheimnisse, nein auch Reed ist nicht ganz ehrlich, denn er kommt nicht mit FBI Rückenwind, sondern hat durch seine Beurlaubung genug Zeit.
Der Thriller wird aus der Sicht von Ellery und Reed erzählt und allein für dieses ungewöhnliche Duo, lohnt es sich, diesen Fall zu lesen. Ellery, die mit ihren Erinnerungen zu kämpfen hat, sich jeden Tag dem Leben neu stellen muss und ihre Vergangenheit zu verdrängen. Aber auch Reed hat sein Päckchen zu tragen, einst der Held und nun auf dem Abstellgleis. Er lebt in Scheidung, hat beim letzten Fall Mist gebaut und spricht dem Alkohol zu. Nun steht er vor dem Mädchen, nein der Frau, die er gerettet hat und die alles andere als zerbrechlich ist. Auch Ellerys Erinnerungen an Reed sind verschwommen, aber sie legen alle Energie in den Fall und brüten über den Akten zusammen. Ein neuer Blick kann ja nicht schaden. So lernen sich die beiden neu kennen, haben ein tiefes Verständnis zu Erinnerungen und versuchen neutral an die Sache heranzugehen. Nur muss Reed neutral entscheiden, bildet sich Ellery alles ein, ist sie vielleicht nun Täterin, oder gibt es da draußen wirklich einen Nachahmer, eins steht auf jeden Fall fest, die Zeit tickt.
Joanna Schaffhausen hat mit ihren Figuren einen unglaublichen Lesesog geschaffen, nicht nur das man jedes Geheimnis aufdecken möchte, um die Figuren zu verstehen. Nein, man fragt sich auch ständig, kann man das glauben, bilden die sich das ein und wer soll der Täter sein. Tja und die Tätersuche ist wirklich gut gelungen, denn man ist ja so auf den Holzweg und muss ständige Wendungen neu einordnen. Dazu noch die Kleinstadtatmosphäre und die Tuscheleien und als die Medien auftauchen, herrscht nur noch ein Chaos vor. Wo ich ein bisschen ein Problem hatte, war Ellery, kann man noch so einem dramatischen Erlebnis, so stark sein. Manchmal fehlte mir bei ihr die Gefühlsregung, aber nun gut jeder geht damit anders um und unsere Protagonisten ist verdammt hart. Gefühle zeigt da eher unser FBI-Mann Reed, der sich auf der Lebenskurve gerade abwärts befindet und durch den Fall endlich wieder seine Mitte erreicht. Somit ist dieser Fall nicht nur eine Killersuche, sondern auch eine Bewältigung der Vergangenheit und das Finden der eigenen Stärke. Spannend erzählt, geschickt eingefädelt und wirklich böse. Meine Lesezeit war hervorragend und meine Fingernägel danach kurz.
Wie viele willst du töten, hat starke Figuren, eine wilde Jagd nach dem Täter und jede Menge spannende Wendungen. Mich konnte dieser Thriller fesseln, begeistern und was freue ich mich auf ein Wiedersehen der beiden Protagonisten.
Bewertung
5/5
09.04.2020
Buch (Taschenbuch)
Gruselige Geburtstagskarten
Ellery Hathaway ist in Woodbury Polizistin. Keiner kennt ihre Vergangenheit. Ihren Namen hat sie geändert und deshalb glaubt sie, in dem kleinen Ort sicher zu sein.
Als regelmäßig Menschen verschwinden, ist sie die einzige, die eine Verbindung erkennt.
Nach drei langen Jahren bittet sie den FBI – Agenten, der ihre Vergangenheit kennt, um Hilfe.
Zusammen mit ihm und ihrem dicken Hund hofft sie, den Fall vielleicht zu klären?!?
Tolle Spannung und man kann bis zum Schluss mitfiebern.
Ein fesselndes Debüt. Ich wünsche mir, dass Ellery weiter ermitteln darf.
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