Dreißig zu werden, bedeutet, sich "mit einem schmerzhaften Zwang an alle seine Jahre" zu erinnern und zu erkennen, dass nicht mehr alles möglich ist. Mit dieser schockierenden Einsicht beginnt Ingeborg Bachmanns Protagonist sein dreißigstes Lebensjahr. Er reist nach Rom, Wien – und zu sich selbst. Doch ist es nicht nur eine Reise, sondern auch ein "Umzug im Kopf", wie Bachmann es nannte und in den 50er-Jahren selbst durchlebt hatte. Diese Suche – so existenzialistisch wie exzentrisch – wird ungekürzt gelesen von Gert Westphal.
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Ohne diesem Sprecher wäre ich nicht weit gekommen
Nicole aus Nürnberg am 19.04.2020
Bewertungsnummer: 1317803
Bewertet: Hörbuch-Download
Meine Meinung zur Lesung:
Das dreißigste Jahr
Inhalt in meinen Worten:
Mal ehrlich, kannst du dich daran erinnern, welche Gedanken und Gefühle du hattest, als du dreißig Jahre alt wurdest? Denkst du darüber nach, was kommen wird, was das Leben dir noch zeigen wird? Nun das ist auch in diesem Hörbuch so mancher Gedanke wert. Denn mal ehrlich, alle sagen du bist doch noch jung mit xy Jahren, und doch fühlst du dich zum Teil schon alt, und zum anderen Teil noch so jung. Du denkst über Themen ganz anders nach als es noch vor ein paar Jahren der Fall war, doch was hat sich geändert und was kam neues dazu? Nun das muss der werte Leser wohl selbst für sich entdecken.
Wie ich das Gehörte empfand:
Also an einem Stück konnte ich dieses Hörbuch nicht hören, weil ich allein schon an dem ein oder anderen Satz ewig hing und deswegen auch nicht wirklich weiter kam im Hörbuch. Denn es lädt ein, nicht nur zuzuhören, sondern tatsächlich nachzudenken über das, was in der Vergangenheit der Sinn war. Und was ist heute Sinn der Gedanken und der Handlungen, die ich tue? Nun diese Frage und viele andere Fragen werden hier zur Sprache kommen.
Der Sprecher:
Wow kein besserer Sprecher hätte hier besser gepasst als es dieser Sprecher ist. Denn ihm hörte ich dank der Klangfarbe und Wärme der Stimme gerne zu. Es war, als würde er mir mehrere Briefe zum Thema 30 Jahre alt sein, vor lesen.
Dreißig:
Was verbindet man mit dieser Zahl? Eine Menge, aber ich glaube jeder Mensch denkt anders über diese Zahl nach. Hier geht es vor allem um einen Menschen, der noch 29 Jahre alt ist und ganz kurz vor dem Zahlenwechsel steht. Was macht das mit einem Menschen und wie kann er damit umgehen, das ist eine Frage unter den Fragen.
Für mich war es aber teilweise auch ziemlich hoch über diese Zahl und über das was dahinter stehen könnten nach zu denken und ich hab mitbekommen, das diese Geschichte gerne als Schullektüre dran genommen wird, und ich bin doch ein bisschen froh, das meine Lehrer mich mit diesem Klassiker nicht quälten, denn ob ich das geschafft hätte als Jugendliche, bezweifel ich ein klein wenig.
Dennoch schadet es nicht, über das Leben und über die Fragen die sich so im Laufe des Lebens ansammeln nachzudenken und das gelingt in dieser CD.
Spannung:
Es ist spannend gewesen, welche Themen im Hörbuch zur Sprache kamen, denn mit einigen hätte ich so niemals gerechnet und jeder kann für sich in diesem Hörbuch etwas entdecken. Dennoch war es ein bisschen sehr abgehoben und auch bisschen skurril.
Empfehlung:
Als Geburtstagsgeschenk für Hörbuchfans sicherlich eine tolle Sache, für eine Klassenlektüre zu abgehoben und für eine reine Zeitfüllung zu stark und zu viel. Ich muss mir Zeit nehmen für dieses Hörbuch, mich bewusst hineinfinden und hineindenken und vor allem eines, nicht alles ablehnen was kommt sondern mich öffnen für manch andere Ansicht, als ich sie hätte.
Der Sprecher ist hier genial und auch eine echte Hilfe. Denn dank ihm wird das Gehörte ein bisschen lebendiger. Denn ansonsten ist es wie ein Brief von einem Anwalt und da darf man auch nicht einfach alles runterrattern sondern man muss bewusst lesen.
Bewertung:
Ich gebe dem Hörbuch vier Sterne. Vier Sterne einerseits weil der Sprecher wirklich das Gehörte genial unterstreicht und ich dadurch wirklich mehr mitnehmen kann, als es bei einem anderen Sprecher der Fall war, die Geschichte selbst war mir aber zu hoch und hin und wieder zu skurril, deswegen gibt es da nur drei Sterne. Was ja 3,5 Sterne ergeben würde, was aber auf meinem Blog nicht der Fall ist, deswegen gibt es vier Sterne.
Prosa von Ingeborg Bachmann
Magdalena Berger aus Grieskirchen am 25.07.2011
Bewertungsnummer: 731677
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein Mann steht kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag. Er nimmt dies zum Anlass über sein bisheriges Leben nachzudenken. Nun wird ihm klar dass er sich von der Vorstellung dass ihm "noch alles offen steht im Leben" verabschieden muss. Sein Leben kommt ihm plötzlich wie ein Gefängnis vor...
Das dreißigste Jahr und andere lyrische Erzählungen von Ingeborg Bachmann!
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