Die Angst geht um vor dem Moorkiller. Ostfriesland ist im Ausnahmezustand, seit die Leichen mehrerer junger Frauen im Moor bei Rhauderfehn gefunden wurden. Die erste Frage, die sich den Ermittlern stellt: Ist die während einer Klassenfahrt nach Emden verschwundene Charlotte ebenfalls ein Opfer des Moorkillers geworden? Oder ist die Schülerin, die von einem heimlichen nächtlichen Ausflug nicht in die Jugendherberge zurückgekehrt ist, noch am Leben? Kommissarin Rike Waatstedt wünscht sich in diesem Moment kaum etwas sehnlicher als die Unterstützung ihres suspendierten Kollegen Richard Faber. Denn der öffentliche Druck ist enorm, und in diesem Fall zählt jede Minute, um weitere Katastrophen zu verhindern…
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Susi Aly
5/5
28.07.2020
eBook (ePUB)
Das Moor lässt seine Geheimnisse an die Oberfläche
Ich liebe die Reihe rund um die Kommissare Rike Waatstedt und Richard Faber. Sie ergänzen sich nicht nur perfekt, sondern schaffen es auch immer wieder, mich zu überraschen und auf ganzer Linie zu begeistern. Deswegen hab ich mich auch sehr auf ihren achten Fall gefreut und hätte nie gedacht, was dieser für Ausmaße annehmen würde.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht, fesselnd und unglaublich einnehmend.
Bereits der Prolog war immens spannend und schürte meine Neugier auf mehr.
Und dieses “mehr” hatte es definitiv in sich.
Elke Nansen entführt den Leser diesmal ins Moor und seine Geheimnisse. Tödliches Moor ohne Wiederkehr. Bereits mit diesem Bild vor Augen, erfasste mich das Grauen und eine immense Gänsehaut breitete sich auf meinen Armen aus.
Eigentlich geht es hier um die verschwundene Charlotte, doch schnell gerät sie in den Hintergrund. Weil das Moor all seine Geheimnisse an die Oberfläche zerrt. Und diese sind beileibe nicht einfach zu tragen.
Selbst die hartgesottenen Kommissare Rike und Richard müssen dabei ordentlich schlucken. Dabei geraten sie oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.
Denn der Schein ist nichts als Schall und Rauch.
Die Wirklichkeit so beklemmend und grausam.
Zum Glück schaffen es Philipp und Opa Knuth immer wieder dem Ganzen etwas die Spitze zu nehmen und das Ganze mit ihrem Humor aufzulockern.
Besonders Opa Knuth liebe ich abgöttisch. Es ist immer wieder genial, wie er seine Weisheit und Lebenserfahrung zum Besten gibt. So leicht bringt ihn nichts aus der Ruhe und dadurch schafft er für den Leser einen sicheren Hafen, an dem man Kräfte sammeln kann.
Etwas das nicht nur enorm wichtig ist, sondern auch so unglaublich gut tut.
Wie gewohnt, erfährt man auch hier größtenteils die Perspektiven der Kommissare, wodurch man besonders die Ermittlungen sehr gut mitverfolgen und nachvollziehen kann.
Obwohl dieser Kriminalfall erstaunlich komplex ist.
Vergangenheit wird zur Gegenwart und plötzlich wird das Pflaster heißer als erwartet.
Hoffnung wird zu finsteren und undurchdringlichen Abgründen.
Macht, Gier, Missbrauch auf unterschiedlichste Art und Weise.
Ich war total sprachlos und entsetzt, wie perfide und voller Kalkül hier agiert wurde.
Empathie völlig fehl am Platz. Man gerät in Gewässer, die man niemals freiwillig betreten würde.
Hier werden Themen erörtert, die nicht nur verdammt ernst sind, sondern auch immer sehr weit entfernt erscheinen.
Es geht um Schicksale, die bewegen und einfach auch klarmachen, wie leicht man die Unschuld verlieren kann.
Übrig bleibt nichts.
Es ist die Unbesonnenheit, die alles zerstört.
Der stetige Drang sich aufzubäumen und einfach Leben zu wollen.
Dabei denkt man nicht an die Gefahren und das ist das Schlimmste daran.
Zurück bleibt Traurigkeit und das Gefühl, als würde es einem den Hals zuschnüren.
Es geht hier nicht nur um Opfer und Täter.
Es geht um das Leben und wie man es lebt.
Die Charaktere sind sehr lebendig und einfach authentisch. Laut, Kraftvoll und voller Leben. Aber auch leise, still und zögerlich.
Ich liebe dieses Facettenreichtum, dadurch wird es niemals langweilig und als Leser, wird man ständig gefordert.
Tatsächlich hat mich die Auflösung überrascht, ebenso in welche Richtung sich alles bewegt hat. Auch wenn es mir ab und an ,etwas zu schnell ging. So hat sich dennoch alles schlüssig gefügt.
Besondere Momente erlebt man auch auf der zwischenmenschlichen Ebene, dadurch erlebt man ein Gefühl von Zuhause und Zugehörigkeit.
Dieser Kriminalfall ist nicht nur rasant, packend und bewegend. Elke Nansen regt hier auch zum nachdenken an.
Denn ich verspürte Beklemmung, Nervosität und einfach eine Angst, die alles bestimmte.
Ich bin unglaublich gespannt, womit sie sich als nächstes befassen werden.
Fazit:
Das Moor lässt seine Geheimnisse an die Oberfläche.
Vergangenheit wird zur Gegenwart.
Unschuld zum tiefsten Abgrund.
Faber und Waatstedt haben ordentlich zu knabbern, an diesem Fall, der ziemlich beängstigend ist.
Rasant, packend und einfach unglaublich spannend, erstaunlich komplex und vielfältig in seiner Ausarbeitung.
Elke Nansen regt hier auch zum nachdenken an.
Denn ich verspürte Beklemmung, Nervosität und einfach eine Angst, die alles bestimmte.
Ich bin unglaublich gespannt, womit sie sich als nächstes befassen werden.
Anja H.
aus Bremen
5/5
12.04.2020
eBook (ePUB)
Versteckte Gefahr
Diesmal war der Fall eher ein ruhiger.Eigentlich war das Team auf der Suche nach dem verschwundenen Teenager.Und gefaunden haben sie die Leichen mehrerer junger Frauen.Was zugleich noch einen zweiten Fall auf den Plan wirft und einen Gegner ,der sehr Skrupellos ist.
Aber die Kernaussage der Geschichte versteift sich diesmal auf die Jugendlichen. Wie locker sie mit vielen Situationen umgehen,und meist die drohenden Gefahren in die sie sich begeben nicht einschätzen können.oder gar übersehen.
mein Leseleben
5/5
23.03.2020
eBook (ePUB)
Beklemmend
Ein Serienkiller in Ostfriesland, die schaurige Atmosphäre im Moor, die Hilflosigkeit bei der vergeblichen Suche nach Charlotte, all das hat die Autorin so dicht und realistisch beschrieben. Man fühlt richtig mit und ist dabei dann froh, wenn doch immer mal nette Szenen zum Schmunzeln und Entspannen kommen. Genauso geht es den Kommissaren ja auch. Ganz schrecklich fand ich das Ende - und doch kann so etwas so schnell passieren ...
Bewertung
aus Landau
5/5
23.03.2020
eBook (ePUB)
Spannende und undurchsichtige Unterhaltung !!
Dem Erscheinen des Titels "Tödliches Fehnland" habe ich sehr entgegen gefiebert, vor allem, weil mich der Klappentext direkt angesprochen hat. In „Tödliches Fehnland“ spricht Elke Nansen wahnsinnig spannende und vielseitige Themen an. Schon nach wenigen Seiten war ich gefangen von der düsteren und bedrohlichen Atmosphäre, die mir mehr als einmal Gänsehaut verschafft hat. Mir hat es gut gefallen, dass man sich direkt mitten im Geschehen befindet und schnell Spannung aufgebaut wird. Die ganze Zeit über konnte ich miträtseln, wie die Ereignisse wohl aufgelöst werden und wurde immer wieder durch unerwartete Wendungen überrascht.
eiger
aus Berlin
5/5
21.03.2020
eBook (ePUB)
Das Moor verschweigt seine Geheimnisse
Mit „Tödliches Fehnland“ als achtem Fall für die Kommissare Faber und Waatstedt bereichert Elke Nansen ihre beliebte Ostfriesland-Krimiserie um ein weiteres Highlight. Erschienen ist das Buch im Klarant-Verlag.
Eine 15jährige Schülerin ist verschwunden. Sie war auf Klassenfahrt in Emden. Charlotte, oder Charlie wie sie sich selbst nennt, war kein Unschuldsengel. Sie trank gern mehr Alkohol als ihr gut tat und auch Bekanntschaften mit jungen Männern war sie nicht abgeneigt.
Die Ermittlungen ergeben, ihr letzter Verehrer setzte sie betrunken, nach einem Streit, nachts an einer verschwiegenen Stelle für Liebespärchen im Moor bei Rhauderfehn aus.
Bald wird dort ein totes junges Mädchen nach einer aufwendigen Suche gefunden. Doch es ist nicht Charlie. Das Moor gibt die Leichen von drei anderen jungen Frauen frei. Treibt es einen Serienkiller in Ostfriesland sein Unwesen? Der Druck auf das ermittelnde Team um Rike Waatstedt und Richard Faber wächst. Die Spannung steigt stetig.
Der Autorin gelingt es durch ihre Naturbeschreibungen die unheimliche Moorlandschaft im Nebel vor den Augen des Lesers lebendig werden zu lassen. Bereichert werden die Ermittlungen nicht durch die klugen Gedanken von Rikes Großvater, sondern auch durch seine menschliche Wärme, die allen Beteiligten einfach gut tut.
Bald nimmt der Fall eine neue Dimension an und die Suche nach der vermissten Schülerin steht nicht mehr an erster Stelle. Als in Emden zwei getötete Brüder gefunden werden, gerät eine Hamburger Modelagentur in das Visier der Ermittler.
Der Schreibstil von Elke Nansen ist flüssig und sehr gut lesbar. Die facettenreichen Ermittlungen und Spuren werden gekonnt zu einem dramatischen und unerwarteten Finale geführt. Es passt alles. Die Zusammenhänge der in sich schlüssig gelösten Fälle sind gegeben und der unheimliche Prolog ist nun selbsterklärend.
Fazit:
Dieses Buch kann ich allen Krimi-Fans unbedingt empfehlen. Hier stimmt die Mischung – ein außergewöhnlicher und spannender Kriminalfall sowie das Privatleben der Ermittler. „Tödliches Fehnland“ hat aus meiner Sicht 5 Sterne verdient.
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