Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, Machtspiele und Intrigen, Liebe und Hass, Pluralität und Verunsicherung - die geniale Serie "Game of Thrones" hält unserer Gesellschaft einen Spiegel vor. Was uns der Klimawandel, ist für Westeros der Winter und die Bedrohung aus dem ewigen Eis.
Der Theologe Thorsten Dietz, selbst begeisterter "Game of Thrones"-Fan, nimmt uns in diesem Buch mit auf die Reise durch die Religionen und Gottesbilder von Westeros. Dabei wird klar, dass die kluge Darstellung der Religion in "Game of Thrones" verstehen hilft, warum immer mehr Menschen sich von tradierten Glaubensformen abwenden, aber gleichzeitig die Sehnsucht nach Zugehörigkeit wächst.
Und dass sich auch in Westeros genau wie im wahren Leben letztlich alles um die Frage dreht: "Gibt es einen Gott und kann er mir in dunklen Zeiten helfen?"
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
AberRush
5/5
24.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
R'hllor und all die anderen Götter
Als Game of Thrones Fan war es für mich natürlich keine Frage auch dieses Buch zu lesen. Ich verschlinge so ziemlich alles aus dem GoT-Universum. Die Thematik hat mich sofort begeistert. Ich bin selber nicht gläubig, interessiere mich aber für Religionen, weil es mich fasziniert, wie Götter Handlungen und Weltansichten prägen können. Das Buch ist eine Interpretation der Ereignisse der Serie unter der Beeinflussung der Götter. Es ist sehr schlüssig und nachvollziehbar geschrieben. Mir erscheint es fast, dass der Autor Theologie studiert hat. Manche Aussagen übersteigen etwas mein Allgemeinwissen und ich muss zugeben, dass ich mit der ein oder anderen Erklärung nichts anzufangen weiß. Aber aus dem Kontext erschließt es sich dann doch für mich. Ich habe mir auch einige Querverweise genauer angesehen um noch mehr Hintergrundinformationen zu erlangen. Ich mag es sehr, dass mir Bücher Dinge lehren und meine Sicht auf die Dinge ändern. Das ist dem Autor hier äußerst gut geglückt.
Ich habe gleich nochmal einen Rewatch der Serie gestartet und schaue mir die Folgen jetzt unter einer anderen Sichtweise an. Wer die Serie mag und aufgeschlossen für Religionen ist, dem wird das Buch genauso gutgefallen.
Claudia R.
aus Berlin
5/5
21.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
gute und tiefgründige Mischung
Klappentext:
Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, Machtspiele und Intrigen, Liebe und Hass, Pluralität und Verunsicherung - die geniale Serie "Game of Thrones" hält unserer Gesellschaft einen Spiegel vor. Was uns der Klimawandel, ist für Westeros der Winter und die Bedrohung aus dem ewigen Eis.
Der Theologe Thorsten Dietz, selbst begeisterter "Game of Thrones"-Fan, nimmt uns in diesem Buch mit auf die Reise durch die Religionen und Gottesbilder von Westeros. Dabei wird klar, dass die kluge Darstellung der Religion in "Game of Thrones" verstehen hilft, warum immer mehr Menschen sich von tradierten Glaubensformen abwenden, aber gleichzeitig die Sehnsucht nach dem Göttlichen wächst.
Und dass sich auch in Westeros genau wie im wahren Leben letztlich alles um die Frage dreht: "Gibt es einen Gott und kann er mir in dunklen Zeiten helfen?"
Cover:
Das Cover zeigt den eisernen Thron aus Game of Thrones und ist relativ düster von der Atmosphäre her gehalten. Die Schrift des Titels wirkt sehr metallisch glänzend und nur ein einzigster gelblicher Lichtstrahl scheint von der Seite her hinein.
Meinung:
In diesem Buch wird das Thema Glauben, Götter und Religion in Bezug auf GoT den Leser näher gebracht. Aber das ist nicht alles. Tiefgründig und nachdenklich wird mit diesen Themen umgegangen und diese dem Leser näher gebracht. So geht es hier nicht einfach nur um Game of Thrones, sondern des Bezug dessen und die verschiedenen Ansichten der unterschiedlichen Gottheiten und Religionen wird hier aus verschiedenen Gesichtspunkten näher erläutert und angeschaut. Zudem wird es sehr gut und verständlich erklärt und durch Beispiele und Zitate dem Leser näher gebracht.
Die Schreibweise ist sehr gut verständlich, angenehm und flüssig geschrieben, so dass man dem Ganzen sehr gut folgen kann und es sich sehr gut lesen lässt.
Auch die Gliederung hat mir sehr gut gefallen. Es ist in verschiedene Themen, wie die Götterdämmerung, die alten Götter, die neuen Götter, totale Religion, Zweifel und neue Routen des Glaubens, sowie politische Religion und weitere Themen eingeteilt. In den einzelnen Themen werden diese sehr genau betrachtet und man erhält so ganz tolle Blickweisen, die man so vielleicht noch nicht kannte und die einen auch zum Nachdenken bringen. Ich konnte auch hier an einigen Stellen noch sehr viel dazu lernen und fand es teils sehr tiefgründig und beeindruckend. Besonders gut hat mir die Mischung aus theologischen Einblicken, der Glaubensauseinandersetzung, der Tiefgründigkeit und der Bezug zu Game of Thrones gefallen.
Ein Buch das mehr mitbringt, als man erwartet. Ich wurde hier sehr positiv überrascht.
Fazit:
Eine gelungene Mischung aus Glauben, Religion, Realität und Game of Thrones, sehr tiefgründig betrachtet.
Bewertung
5/5
24.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist eine Klasse für sich
Ich muss gestehen dass ich dieses Buch von Thorsten Dietz sehr liebe und zu schätzen weiß. Gerne würde ich auch andere Werke von ihm lesen.
Natürlich bin ich auch GoT Fan, warum es für mich der Anreiz war dieses Buch zu lesen. So viele Ideale und Glaubenswerte, es ist kaum zu fassen wieviel in dieser Fantasy Serie von drinsteckt!
Außerdem ist der Schreibstil gut und auch die Aufmachung des Hardcover ist toll. Ich finde rein garnichts was irgendwelche Punktabzüge geben sollte.
Man sollte in dieses Buch wirklich mal hineinlesen und würde dann sicherlich zum Schluss kommen dass es sich lohnt es auch von Anfang bis Ende zu lesen.
5 Sterne dafür!
Bewertung
aus Hamburg
5/5
16.07.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mit Gott ist man nie fertig
Thorsten Dietz nimmt uns in seinem neuen Buch mit auf eine Reise durch die Welt der gefeierten Serie „Game of Thrones“ und ihrer Religionen. Auf unserem Weg durch Westeros und während des Kampfes um den Eisernen Thron lernen wir viele Charaktere auf eine neue, umfassendere Weise kennen und entdecken überhaupt viel Neues in dieser Welt. Über allem steht die Frage: Was rettet uns, wenn der Winter naht – hier, in unserer Welt? Warum wenden sich so viele Menschen von tradierten Religionen ab, während gleichzeitig die Sehnsucht nach dem Göttlichen wächst?
Was ich an Thorsten Dietz so mag, auch in diesem Buch, ist seine sehr durchdachte, sprachlich vorzüglich ausformulierte und dennoch gut nachvollziehbare Argumentation. Er vereint immer sehr viel in seinen Büchern: Wichtige Themen, wichtige Fragen, verblüffende Erkenntnisse und dabei alles sehr spannend geschrieben und hochaktuell. In diesem Buch nun befinden wir uns einerseits in der Welt von „Game of Thrones“, andererseits aber auch in unserer eigenen Welt. Verschiedene Figuren der Serie begleiten uns durch das Buch und ich habe wieder neu gelernt: Keine von ihnen ist nur schwarz oder nur weiß. Thorsten Dietz zieht Vergleiche, zeigt Parallelen und präsentiert hier wie dort wichtige Erkenntnisse. Angefangen bei einer kurzen, aber prägnanten Religionsgeschichte, geht er weiter zu den alten und neuen Göttern von Westeros, zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Religion. Warum sind Menschen von Religion enttäuscht? Wo wird Religion gefährlich und wo brauchen wir sie? Was ist Religion überhaupt? Natürlich ist es kein simpler 1:1-Vergleich zwischen den beiden Welten, das wäre wohl auch nicht so ohne weiteres möglich. Aber er schafft es immer wieder und sehr gekonnt, seinen roten Faden hin und her zu spinnen und dabei viele wichtige Fragen unseres Lebens aufzugreifen. Es geht um den Tod als letzten Feind und den Umgang mit der Erkenntnis, dass wir alle in unserem Leben schuldig werden. Thorsten Dietz zeigt, wieviel Religionskritik eigentlich in der Serie steckt, wie viele unterschiedliche Gottesbilder, Weltanschauungen und Lebensvorstellungen. Mit der ihm eigenen Art schafft er es dabei, den ganz großen Bogen zu spannen und mich am Ende trotzdem nicht verwirrt, sondern eher bereichert und nachdenklich zurückzulassen. Es bleiben Ambivalenzen, mit denen wir leben müssen, bspw. wenn es um politische Religion geht. Dabei wird das Buch an keiner Stelle banal, klischeehaft oder überheblich-theologisch, sondern bleibt stets sehr ausdifferenziert. Letztendlich geht es darum, Gott zu suchen, aber zu fassen kriegt man ihn nie. Man findet Dracheneier, so wie dieses Buch, mehr nicht.
Fazit: Mal wieder ein ausgezeichnetes, sowohl spannendes als auch lehrreiches Buch von Thorsten Dietz. Er ist einer der Autoren, von dem ich gerne immer noch mehr lesen möchte. Für mich als Fan der Serie war es fast atemberaubend, was da alles drinsteckt, was ich so noch gar nicht gesehen hatte. Aber auch Lesern, die mit der Serie vielleicht nicht vertraut sind, möchte ich das Buch unbedingt empfehlen, ihr werdet es nicht bereuen. Wie Thorsten Dietz selbst in seinem Vorwort schreibt: „Dieses Buch ist für alle dazwischen. Für die Ungläubigen, die Sehnsucht nach Glauben kennen. Und für die Glaubenden, die ihren Glauben nicht als sicheren Besitz betrachten.“ Ich würde sagen, damit ist es ein Buch für (fast) alle.
Luisa
5/5
27.04.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Über Sinn und Unsinn von Religion
Als ich zum ersten Mal über das Buch hinübergescrollt bin, hat es mich nicht unbedingt hineingezogen. Weder fand ich die Götterwelt in GoT sonderlich erquicklich, noch hätte ich Lust, ein ganzes Buch darüber zu lesen. Aber dann bekam ich dieses mit den Worten "... weil du die Serie schon zum 2. Mal schaust" geschenkt.
Also habe ich es gelesen und bin froh drum. Religionskritik interessiert mich schon lange, denn ich bin Christin und nicht blind für die Untiefen meiner Religion. Thorsten Dietz gelingt es, spannend und gut verständlich anhand der Entwicklung der Protagonisten in GoT und deren Glauben zu beschreiben, was in Religion schief läuft und was Religion wertvoll macht. Er erklärt, wann Religion gefährlich wird und wie sie das Leben bereichern kann. Und was der Unterschied ist zwischen Glaube und Ideologie.
Ein wichtigs Buch in unserer Zeit, in der Religion an manchen Enden der Welt überzukochen scheint. Es öffnet die Augen für Grenzen und Chancen des Gläubigseins, kommt in angenehmer Weise ohne Fachjargon aus, hilft, klarer zu sehen und zu verstehen, was es mit Religion auf sich hat. Und warum wir am Ende des Tages doch nicht ohne können.
Kleiner Wermutstropfen ist, dass man als Kenner der Serie sehr viel nacherzählt bekommt und als Nicht-Kenner übel gespoilert wird. Aber das lässt sich wohl nicht anders machen.
Wer sich für Religionskritik ohne Religionsbashing oder theologisches Geschwurbel interessiert, ist in diesem Buch wunderbar aufgehoben.
Dicke Leseempfehlung von mir.
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