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Alles, was wir sind

Gesprochen von
13

10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Vera Teltz

Spieldauer

9 Stunden und 2 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

06.12.2019

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

187

Verlag

Aufbau Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783961050680

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Vera Teltz

Spieldauer

9 Stunden und 2 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

06.12.2019

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

187

Verlag

Aufbau Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783961050680

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  • Lesepartie

    aus Bielefeld

    5/5

    29.09.2021

    eBook (ePUB 3)

    Fesselnder Mix

    Meinung „Alles, was wir sind“ erzählt die Geschichte eines berühmten Romans; Doktor Schiwago. Der sensible Schriftsteller und Arzt Schiwago, hin und her gerissen zwischen seiner Familie und seiner großen Liebe Lara und das alles vor dem historischen Umbruch der russischen Oktoberrevolution. „Dr. Schiwago“ wurde bei seinem erscheinen zu einem Politikum, zum Spielball im Kalten Krieg. Der Roman „Alles, was wir sind“ beruht auf wahren Tatsachen. Dafür hat die Autorin Lara Prescott aufwendig recherchiert. Die Geschichte spielt über das gesamte Jahrzehnt der 1950er. Dabei wechseln sich Ost und West ab, sodass die Handlung aus völlig unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Den Anfang macht Olga, also der Osten. Sie ist Pasternaks Geliebte. Eine verhängnisvolle Liebe zu Zeiten Stalins und Chruschtschow. Noch bevor Schiwago überhaupt fertig gestellt ist, verbringt sie drei Jahre im Arbeitslager. An Pasternak selbst traut man sich nicht heran, zu groß ist seine Beliebtheit. Als der Roman beendet ist, findet sich in der Sowjetunion niemand, der es wagt,das Buch zu veröffentlichen. Am Beispiel von Pasternak wird deutlich, wie der Staat seine Macht ausspielt, wie sehr er über die Kultur bestimmt und wie er es versteht sein Volk zu manipulieren. Olgas Schilderungen vom Umerziehungslager sind erschreckend. Dort sind keine Straftäterinnen, sondern nur Frauen, die die rechtliche Willkür einer Diktatur zu spüren bekommen. Auch in Pasternaks Gedanken tauchen wir ein und erfahren seine Sicht der Dinge. Ich kann verstehen, dass er seinen Roman veröffentlichen will, dass er den Nobelpreis annehmen will, doch er bringt damit nicht nur sich selbst, sondern vor allem Olga und ihre Kinder in Gefahr. Er nimmt meiner Ansicht nach wenig Rücksicht. Drei Jahre hat sie wegen ihm schon im Lager verbracht. Sie, nicht seine Frau! Und es werden nach seinem Tod weitere hinzukommen. Wohl wissend welche Konsequenzen sein Handeln haben könnte, lässt er zu, dass Schiwago in Europa veröffentlicht wird. Er unternimmt auch keinerlei Anstrengung Olga herauszuhalten. Jedenfalls wirkt es auf mich so. Im Westen, in Washington D.C., sind die Frauen nach dem zweiten Weltkrieg wieder auf ihren Platz verwiesen worden. Die meisten fügen sich in die neue alte Welt, heiraten, werden Mutter. Nur wenige bleiben dem Geheimdienst treu. Die feine, aber auf den Punkt gebrachte Kritik der Autorin hat mir sehr gefallen. Sie sagt wie es ist. Die Männer, egal wie unfähig, machen Karriere, die Frauen, mit gleicher Qualifikation, bleiben Stenotypistinnen. Auch sonst finden sich in dem Roman einige deutliche Seitenhiebe auf das patriarchische System. Die Grundzüge dessen, was den Westen bewegt, erzählen uns eben diese Stenotypistinnen. Es ist ähnlich wie der Klatsch auf dem Büroflur, den man im Vorübergehen aufschnappt. Informativ, kurzweilig und wahrhaftiger als so manches offizielle Statement. Jedenfalls erzählen sie uns von früher, von jetzt und erklären den Lesern die Zusammenhänge und versorgen uns mit allen Neuigkeiten. Tiefer in die Geschichte steigen wir mit Irinas und Sallys Erzählungen ein. Aus ihren Perspektiven erleben wir sowohl ihre Liebesaffäre als auch ihre geheimen Aktivitäten hautnah mit. In den konservativen 1950er Jahre war Homosexualität in den USA undenkbar und wurde verfolgt. Eine Haltung, die es den beiden Frauen unmöglich macht, ihre Liebe zu leben. Die Autorin Lara Prescott hat aus einer wahren Geschichte rund um „Doktor Schiwago“, die mir bisher nicht in dem Umfang bekannt war, einen packenden und gesellschaftskritischen Roman verfasst. „Alles, was wir sind“ kritisiert dabei nicht einseitig nur die willkürliche und menschenverachtende Politik der ehemaligen Sowjetunion, sie schreibt auch über die Frauen, die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auf Ehefrau und Mutter reduziert wurden. Ihre Leistungen während des Krieges waren schnell vergessen und die Männer nahmen wieder ihre angestammten Positionen ein. Es war ein Zurück zu den konservativen Werten. Auch das Thema der Homosexualität oder die sexuelle Übergriffigkeit mancher Männer spart die Autorin nicht aus. Aufgrund der klaren Unterteilung zwischen West und Ost, den verschiedenen Erzählperspektiven, die meinen Lesefluss nie gestört haben, ist der/die Leser:in immer mitten im Geschehen und lernt die Charaktere in allen Facetten kennen. Die Hauptakteurinnen des Romans sind die Frauen. Olga und im späteren Verlauf des Buches auch ihre Tochter Ira für den Osten und natürlich Irina und Sally ebenso wie der Pulk der Stenotypistinnen für den Westen. Dem Roman gelingt es großartig die Stimmung der Angst, die in der Sowjetunion umgeht, einzufangen ebenso wie die biedere, patriarchische Gesellschaft in den USA auf den Punkt zu beschreiben. Der Roman schlägt sich auf keine Seite. Kein schwarzweiß Denken, kein Gut und Böse, etwas, das mir sehr gut gefallen hat. Fazit Es ist ein lebendiger als auch bemerkenswerter Roman nach einer wahren Geschichte.

  • Gremlins2

    aus Marli

    5/5

    12.11.2019

    eBook (ePUB 3)

    Beeindruckend

    Alles was wir sind Laura Prescott Dieses Buch ist in meinen Augen ein literarisches Meisterwerk und ein Zeuge seiner Zeit. Hier wurde Realität und Fiktion in perfekter Kombination vereint. Der Schreibstil ist durchgehend geschmeidig, fokkusiert und im Fluss. Bestechend ist die Epoche strukturiert und für mich als Leser unglaublich nachvollziehbar. Ein Roman der wahrlich zum Nachdenken anregt. Inhaltsreich, ausgezeichnet recherchiert und ausgereift. Avantgardistisch ist die Botschaft die in diesen Zeilen steckt und die Nachhaltigkeit der Zeilen im Gedächtnis. Mich hat dieser Roman brillant unterhalten und wahrlich zum Nachdenken gebracht. Ich war vollends in der Handlung versunken und gefesselt so das ich dieses Buch in einem Durchlauf gelesen habe. Geboten bekam ich einen inhaltsreichen und imposanten Roman der beeindruckend ist.

  • brauneye29

    aus Wachtendonk

    5/5

    08.11.2019

    eBook (ePUB 3)

    Spannend und vielschichtig

    Zum Inhalt: In Zeiten des kalten Krieges wird Olfa, die Geliebte von Pasternak wird verhaftet und verhört, um zu erfahren worum es in dem Buch Doktor Shiwago geht. Doch sie hält dicht und bleibt dafür lange Zeit in Gefangenschaft. Eine Geschichte um Liebe und Mut, um Politik und Macht. Meine Meinung: Das Buch fordert beim Lesen hohe Aufmerksamkeit und liest sich nicht mal eben so nebenbei. Wenn man sich aber darauf einlässt, bekommt man eine spannende und vielschichtige Geschichte, die einen packt. Insgesamt fand ich das Buch sehr gut, auch wenn ich immer mal wieder Phasen hatte, wo ich das Buch etwas langatmig fand. Diese Kombination aus Fiktion und Fakten hat mir gut gefallen und ich denke, dass Buch verdient es gelesen zu werden. Fazit: Spannend und vielschichtig

  • maskedbookblogger

    4/5

    12.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ein toller Genremix!

    Im Roman „Alles was wir sind“ begeben wir uns in die jetzige russische Hauptstadt Moskau. Wir begegnen Olga, einer Geliebten von einem Mann namens Boris. Sie wird verhaftet, da der Staat verhindern möchte, dass Boris Roman „Doctor Shiwago“ publiziert wird. Parallel dazu will die amerikanische CIA mit einer besonderen Waffe namens „Doctor Shiwago“ den Widerstand in der Sowjetunion wecken. Dafür wird die junge Frau namens Irina angeworben und ausgebildet. Doch innerhalb kurzer Zeit erfährt sie ein böses Geheimnis. Es beginnt eine rasante Jagd nach einem Buch, welches alles auf der Welt verändern soll. „Doctor Shiwago“ gehört schon zu den Klassikern der des 20 Jahrhunderts. In diesem Roman von der Autorin Prescott wird ein Augenmerk auf dieses Werk gelegt. Man erfährt sehr viel darüber, wie es überhaupt dazugekommen ist. Viel wichtiger jedoch sind die Frauen, die daran beteiligt waren. Dadurch erhält man als Leser eine vollkommend neue Perspektive auf die Historie. Dennoch finde ich, dass auch wenn für mich „Doctor Shiwago“ bekannt war, kann ich mir vorstellen, dass Leser*in mit keiner Kenntnis zum Werk, eventuell Schwierigkeiten haben werden, da die Hintergrundinformationen fehlen. Zudem merkt man, dass die Autorin enorm viel recherchiert hat. Ihr gelingt es auf den guten 450 Seiten die damalige Zeit durch einen sehr bildhaften Schreibstil aufs kleinste Detail genau zu beschreiben. Für mich war es eine grandiose Zeitreise. Dabei wird die Geschichte aus vielen Perspektiven erzählt, welche meiner Ansicht nach, auch übersichtlich gestaltet worden sind. Man hatte immer klar im Blick, wo und was passiert. Schlussendlich kann ich noch sagen, dass dieser Roman eine gute Mischung aus verschiedenen Genres ist. Teilweise wird es spannend wie in einem Thriller oder Kriminalroman und kurz ein Kapitel später lässt uns die Autorin eine Liebesgeschichte am eigenen Leib fühlen. Fazit: Rundum ein sehr interessanter sowie gut recherchierter Roman, der mir tolle Lesestunden beschert hat. Der Autorin ist es wirklich gelungen die damalige Zeit detailliert zu beschreiben.

  • Anna

    4/5

    05.04.2020

    eBook (ePUB 3)

    Frauenpower in bewegten Zeiten

    Dr. Schiwago kennen wahrscheinlich die Meisten. Wie dieses Meisterwerk entstanden ist, und auf welchem Weg es veröffentlicht wurde, wissen wahrscheinlich die Wenigsten. Um so interessanter ist die Geschichte hinter dem weltberühmten Klassiker von Boris Pasternak. Es waren Frauen, die dem Buch aus der Taufe halfen. Zum einen Olga, Pasternaks langjährige Geliebte, die als Vorlage für Lara diente, zum anderen einige Frauen des amerikanischen Geheimdienstes, die mithalfen, dass Dr. Schiwago in den USA veröffentlicht werden konnte. "Alles, was wir sind", hat großes Potential. Es ist bewegend, informativ, ja geradezu unglaublich. Mit einer Liebesgeschichte, die ich so nicht erwartet habe. Leider verheddert sich die Autorin immer wieder zu sehr in Nichtigkeiten, was zwar der Stimmung des Buches schmeichelt, der Spannung aber die Luft abdrückt. Deshalb gibt es nur vier Sterne. Lesenswert ist trotzdem!

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