Produktbild: Die Schule am Meer

Die Schule am Meer

90

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

7542

Erscheinungsdatum

10.03.2020

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

576 (Printausgabe)

Dateigröße

3144 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644300521

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

7542

Erscheinungsdatum

10.03.2020

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

576 (Printausgabe)

Dateigröße

3144 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644300521

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  • friederickes Bücherblog

    aus Berlin

    5/5

    03.06.2020

    eBook (ePUB 3)

    Eine ganz besondere Schule

    Das Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt Mädchen am Strand der Zwanzigerjahre in sehr gut ausgewählten Farben, die die Zeit perfekt repräsentieren. Zusammen mit dem Klappentext ist die Buchpräsentation sehr ansprechend und einladend. Die Geschichte: Die jüdische Lehrerin Anni Reiner und ihr Mann Paul gründen 1925 zusammen mit befreundeten Lehrern eine Internatsschule auf der Insel Juist. Es ist eine ganz besondere Schule mit einem Theater, mit eigenen Gärten, Aquarien und mehr. Eine Schule die Lehrer und Schüler auf Augenhöhe sieht und sich völlig von bisher bekannten Lehranstalten unterscheidet. Die Stimmung zu den Insulanern ist so rau wie das Klima, denn die Einheimischen sehen in dem Internat ein Hort für Juden und Kommunisten und dann erstarkt auch noch der Nationalsozialismus. Im Eiswinter 1929 müssen sie alle zusammenrücken. Und wie können sie sich im Zeichen der politischen Veränderungen zurechtfinden? Meine Meinung: Das Buch ist keine ganz leichte Lektüre, es verlangt Konzentration und Aufmerksamkeit. Es sind viele Protagonisten, die ich aber durch ihre unterschiedlichen Charaktere sehr gut kennenlernen konnte. Sie sind wunderbar ausgearbeitet und in ihrem Handeln authentisch. Die Schule ist nicht nur gedacht, sie hat es tatsächlich gegeben. Sehr gut gefallen hat mir, dass neben den agierenden fiktiven Figuren, auch Menschen aus der Zeitgeschichte, wie der Komponist und Dirigent Eduard Zuckmayer als Musikpädagoge eingebunden waren. Die Geschichte wird aus Perspektiven von Lehrern, Schülern und anderen Insulanern erzählt und ist deshalb sehr vielschichtig. Es ist insgesamt ein kleiner Kosmos, der sich nach allen Seiten zahlreichen Problemen stellen muss. Dazu gehören unter anderem Krankheit, Kälte, Anfeindung, Abgeschiedenheit und äußerst unangenehme politische Einflüsse. Der Schreibstil der Autorin hat es mir nicht ganz leicht gemacht und manchmal hat sich die Erzählung auf kleine Nebenwege begeben, die dann den Spannungsbogen etwas verlangsamt haben. Aber die spürbar intensive Recherche und die perfekte Einbindung der Zeitgeschichte, ist sehr hervorzuheben. Mein Fazit: Ein Buch, das mich in eine Zeit mitgenommen hat, in der mutige Lehrer versucht haben auf einer Insel eine Schulform anzubieten, die nicht nur misstrauisch beäugt, sondern auch angefeindet wurde. Es geht um Zusammenhalt und Leidenschaft für einen neuen pädagogischen Ansatz, und das unter erschwerten politischen Gegebenheiten. Am Ende des Buches gab es noch einen historischen Einblick in alte Briefe. Ein beeindruckendes Buch der Zeitgeschichte mit einer Leseempfehlung. Heidelinde von friederickes bücherblog

  • Bewertung

    aus Düsseldorf

    5/5

    13.04.2020

    eBook (ePUB 3)

    sehr interessant und unterhaltsam

    Meine Meinung: Von dieser Schule hatte ich schon mal irgendwo etwas gelesen und deshalb wollte ich gerne mehr darüber erfahren. Ich freute mich, dass ich mit diesem Buch die Möglichkeit dazu erhalten sollte. Juist 1925, eine besondere Schule wurde gegründet. Die Lehrer waren sehr fortschrittlich und somit weit entfernt von den Vorstellungen der damaligen Zeit. Kein Wunder, dass es ihnen nicht leicht gemacht wurde, außerdem war der Antisemitismus schon weit verbreitet und hatte auch vor der Insel keinen Halt gemacht. Sandra Lüpkes schildert sehr anschaulich, was die Lehrer und Schüler damals alles erlebten. Das Schulleben, die Probleme mit den Bewohnern der Insel und die politische Anschauung wurden bestens in diesem Buch miteinander verbunden und rundeten das Bild ab. Ich fühlte mich richtig an das Buch gefesselt, denn obwohl ich ja wusste, dass die Schule aufgelöst wurde, fand ich es durchaus spannend alles nachlesen zu können. Fazit: Ein weiteres Puzzleteilchen in der Geschichte der jüngeren deutschen Vergangenheit. Ein Buch, das mich sehr gut unterhalten und ich sehr gerne weiterempfehle.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    12.04.2020

    eBook (ePUB 3)

    Eein fiktiver Roman, der auf einer wahren Geschichte beruht...

    Sandra Lüpkes hat der „Schule am Meer“ mit ihrem gleichnamigen Buch ein würdiges Denkmal gesetzt. Ich hatte vorher noch nie von diesem reformpädagogischen Internat gehört, dass tatsächlich in der Zeit von 1925 – 1934 auf der Nordseeinsel Juist existiert hat. Während des Lesens wurde ich neugierig und habe mich durch diverse Wikipedia-Artikel durchgearbeitet – und bestimmt noch nicht alle gelesen, so umfangreich ist das Material... Der Roman schildert die Zeit von 1925 – 1934, in dem wir einige Schüler von der Sexta (5. Klasse) bis zur Oberprima (13. Klasse, Abitur), die Lehrer und das Hauspersonal begleiten. Jedes Jahr wird gewissermaßen in einem „Blitzlicht“ von verschieden Ereignissen der Schule oder des Inseldorfs Juist berichtet. Wir erfahren die jeweiligen Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven. Dies hat zwar den Nachteil, dass wir anfangs etwas verwirrt über die Vielzahl der Namen sind, aber letztendlich den großen Vorteil genießen können, aus der Sicht verschiedener Menschen ihre Motivation, ihre Vergangenheit, ihre Zukunftshoffnungen zu erfahren… Dieses Konzept hat mir sehr gut gefallen und nach anfänglichen Schwierigkeiten hatte ich auch keine Probleme damit, da mir die meisten Protagonisten schon „ans Herz gewachsen“ waren... Meine Sympathie lag eindeutig bei der Schule, besonders bei Anni (Ehefrau von Paul Reiner, beides „reale“ Personen), Fräulein Kea, Marje und „Moskito“ (fiktive Personen) und – nicht zu vergessen - der Gans Titicaca. Aber wir nehmen auch Anteil an einigen dörflichen Begebenheiten auf Juist und erleben mit, wie der Nationalsozialismus auch auf dieser Insel immer „salonfähiger“ wird – und sich dadurch auch der Antisemitismus verstärkt! Das Ende des Buches wird bestimmt durch das Ende der Schule: „Sie wurde im Frühjahr 1934 vor dem Hintergrund der NS-'Gleichschaltung' und des staatlichen Antisemitismus geschlossen.“ (S.564). Ein Prolog und ein Epilog aus dem Jahr 1962 runden die Geschichte ab. In einem ausführlichen Nachwort stellt Sandra Lüpkes ihre Herangehensweise an dieses Buch dar, erklärt, welche Personen fiktiv und welche tatsächlich auf Juist gewesen sind, z.B. wird allgemein häufig nur von dem charismatischen Leiter Martin Luserke berichtet, aber auch andere engagierte Lehrer*innen haben ihren Beitrag zum Erfolg dieser Schule beigetragen: u.a. Paul Reiner, Rudolf Aeschlimann, Fritz Hafner, Eduard Zuckmayer (der ältere Bruder Carl Zuckmayers) und viele andere. Sie alle „wirken“ auch in dem Buch mit... Frau Lüpkes hat intensiv geforscht und ihre Recherchen „zu den historischen Begebenheiten und realen Personen im Umfeld der Schule führten sie ins Tessin, nach Berlin und natürlich auch nach Juist, wo sie aufgewachsen ist und lange Jahre gelebt hat.“ (hinterer Klappentext) Und wie sie im Nachwort schreibt: „Dann darf ich als Autorin bestehende Lücken mit Phantasie schließen.“ (S. 565) Und das hat sie ganz wunderbar und sehr fesselnd gemacht, ich konnte zeitweise das Buch kaum aus der Hand legen und habe einige Male mit den Protagonisten mitgefiebert (und mitgezittert!), manchmal fiel es mir richtig schwer, Juist zu verlassen und in meinen Alltag zurückzukehren... Deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Mönchengladbach

    5/5

    01.04.2020

    eBook (ePUB 3)

    Lehrreiche Geschichtsstunde zu einem unbekannten Thema

    Die Autorin Sandra Lüpkes greift in ihrem Roman ein Kapitel deutscher Geschichte auf Juist auf, welches vielen Lesern bis dahin unbekannt gewesen sein dürfte. Enttäuscht von Entwicklungen an ihrer früheren Schule gründen einige Lehrer rund um das Lehrerehepaar Paul und Anni Reiner sowie Martin Luserke auf Juist die Schule am Meer, welche sich durch reformpädagogische Ansätze, Koedukation und einige andere Bildungsansätze weitestgehend von den anderen staatlichen Schulen unterscheidet. Da es sich um eine private Schule handelt, ist die Schule auf Fördermittel angewiesen. Diese requirieren sich zum einen von den Eltern wohlhabender Schüler, zum anderen verfügt Anni Reiner über Vermögen aus ihrem Elternhaus und stiftet regelmäßig Beträge. Da diese finanzielle Unterstützung von Anni immer mehr als selbstverständlich vorausgesetzt wird, kommt es zu Konflikten mit ihrem Mann aber auch dem Mitbegründer Luserke. Weitere Spannungen ergeben sich aus der Tatsache, daß viele Lehrer aber auch Schüler Juden sind und sich auch auf Juist immer mehr Gedankengut der Nationalsozialisten ausbreitet und begeisterte Inseleinwohner sich von den neuen Zeiten Vorteile versprechen und nicht vor Verleumdung und Verrat zurück schrecken. Aber auch zwischenmenschliche Probleme verpackt die Autorin in ihrem Roman. Sie greift dabei auf reale Charaktere sowie fiktive Charaktere zurück. Durch den Roman wird der Leser verleitet, sich der Geschichte der Schule am Meer sowie deren Lehrern weiter anzunehmen und selber zu recherchieren. Hierzu gibt es genügend frei zugängliche Informationen. Der angenehme Sprachstil der Autorin und die Mischung von fiktiven und realen Charakteren sorgt für eine spannend aufgebaute Handlung, und mit Prolog und Epilog rahmt sie die Handlung würdig ein.

  • sonjaliest

    aus Hannover

    5/5

    28.03.2020

    eBook (ePUB 3)

    Sandra Lüpkes gehört schon…

    Sandra Lüpkes gehört schon seit einigen Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen. Als ich in den Vorankündigungen auf dieses historische Buch über die Schule auf Juist gestoßen bin, war ich neugierig. Das Buch beginnt 1925. Eine Handvoll Lehrer gründet gegen einige Vorbehalte der Insulaner „Die Schule am Meer“. Mit neuen pädagogischen Ansätzen versuchen Martin Luserke, Paul und Anni Reiner neue Wege mit den ihnen anvertrauten Schülern zu gehen. Dabei ist Glaube und Herkunft unwichtig. Nach und nach spielt sich das Leben auf der Insel ein. Doch die Schatten des ersten Weltkrieges beeinflussen immer noch das alltägliche Leben und das nationalsozialistische Gedankengut keimt auch auf der Insel auf. Bereits auf den ersten Seiten merkt man, diese Geschichte lag der Autorin besonders am Herzen: Die Protagonisten sind vielfältig beschrieben und man mag als Laie kaum die fiktiven von den realen Personen unterscheiden. (Da ich neugierig geworden bin, habe ich hier und da mal ein paar Namen gegoogelt und war erstaunt und begeistert von der Themenwahl der Autorin, die schließlich selbst von der Insel stammt.) Auf den ersten Blick ist das Buch eine Internatsgeschichte. Lehrer mit eigenen Sorgen, Nöten und Idealen treffen auf ihre Schützlinge, die ihre eigene Geschichte mit auf die Insel bringen und sich nach und nach entfalten. Man hat Spaß miteinander. Es bilden sich Grüppchen und es gibt erste Liebe und Schwärmereien. Hier wird die Speisekammer bestohlen und hier spielt man sich Streiche. Es hat mich ein bisschen an meine Lieblingsgeschichten von früher erinnert: Hanni und Nanni, Dolly, Burg Schreckenstein; nur erwachsener thematisiert. Dies spielt alles an der Nordsee in den zwanziger Jahren, wo zeitgemäß noch nicht luxuriös war. Hier ist die Rolle der Frau noch eine andere. Hier ist eine Schwangerschaft oder eine Grippe durchaus lebensgefährlich. Hier ist man im Eiswinter von der Versorgung abgeschnitten und hier weht ein anderer Wind: Man muss sich aufeinander verlassen können. Neid und Missgunst und die wirtschaftliche Lage sorgen für einen Widersacher für die Bewohner der Schule am Meer, der durch den Nationalsozialismus leider im Laufe der Zeit den nötigen Schwung bekommt. Jüdische Lehrer und Schüler geraten nach und nach in Missgunst. Das Buch regt also zum Nachdenken an und zählt für mich auch zur Kategorie „Geschichte gegen das Vergessen“, da sehr anschaulich von den einzelnen, anfänglich für die Insulaner kaum wahrnehmbaren, Schritte der NS-Zeit berichtet wird. Auch die Bücherverbrennung findet einen (nach wie vor für mich schwer verständlichen) Platz, der allerdings trotz der Schwere der Thematik gelungen in die Handlung eingebaut wurde. Am Ende des Buches legt man es wehmütig aus der Hand. Es ist ein Buch über Mut und verschiedene Wege die Zukunft zu bestreiten. Ich vergebe volle Punktzahl. (In einem separaten Beitrag auf meiner Homepage findet Ihr übrigens ein tolles Interview mit der Autorin.)

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