• Produktbild: Die Tanzenden

Die Tanzenden Roman

125

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

45736

Erscheinungsdatum

06.04.2020

Verlag

Piper ebooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

4203 KB

Auflage

1

Übersetzt von

Julia Schoch

Sprache

Deutsch

EAN

9783492996259

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

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45736

Erscheinungsdatum

06.04.2020

Verlag

Piper ebooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

4203 KB

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1

Übersetzt von

Julia Schoch

Sprache

Deutsch

EAN

9783492996259

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  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    10.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Wunderschöner Roman über eine furchtbare Wahrheit!

    Veronica Mas versetzt ihre Leser*innen in das Paris des endenden 19. Jahrhunderts. Dort treffen sie auf die Frauen in der Psychiatrie Salpêtrière und ab Seite 1 verzücken diese Frauen. Die Frauen sind sehr empathisch geschrieben und wirken auf die Leser*innen sympathisch, die diese sofort ins Herz schließen. Der Schreibstil hilft hier auch sehr, denn dieser ist sehr nah an den Protagonistinnen und ihren Gedanken und Gefühlen dran. Manchmal könnte man glatt vergessen, dass es sich hier um einen historischen Roman handelt, denn der Stil ist ungleich seinen Genre-Artgenossen. Leicht und angenehm, sodass man sich schnell darin verliert, passt der Schreibstil perfekt zu dem Cover und dem Titel - umso erschreckender ist das was beschrieben wird. Und das ist leider allzu realistisch geschildert. Die Leser*innen merken wie genau Veronica Mas für diesen Roman recherchiert hat und ihr angeeignetes Wissen präsentiert ohne belehrend zu wirken. Der Roman zeigt die dunkle Vergangenheit der psychologischen Behandlung von Frauen auf ohne dabei zu bedrückend zu wirken, denn durch die sympathischen Charaktere und den leichten Schreibstil verliebt man sich schnell in das Buch und möchte es kaum noch aus der Hand legen!

  • Bewertung

    aus Stuttgart

    5/5

    07.07.2020

    eBook (ePUB 3)

    Aus der Geschichte der Psychiatrie

    Louise und Eugénie sind Patientinnen im Salpêtrière, dem Pariser Krankenhaus für geisteskranke Frauen. Eugénie wurde erst kürzlich von ihrem Vater ins Krankenhaus gebracht, weil sie ihrer Großmutter erzählte, dass sie Kontakt mit Toten hat. Es ist Ende des 19. Jahrhunderts, viele Frauen dieses Krankenhauses werden als Hysterikerinnen eingestuft und öffentlich in Hypnose versetzt. Die Oberschwester Geneviève hat ein strenges Auge auf die Frauen in diesem Krankenhaus. Der alljährliche Ball des Salpêtrière steht an, ein großes Ereignis, bei dem die „Irren“ vor der Öffentlichkeit auftreten dürfen. Mit großer Leichtigkeit in der Sprache, dafür aber umso mehr Nachdruck in ihrer Geschichte erzählt die Autorin Victoria Mas über die Zustände in diesem Krankenhaus, in dem die Frauen meistens gegen ihren Willen eingeliefert werden, um nie wieder in ein selbstbestimmtes Leben entlassen zu werden. Liebevoll werden die einzelnen Patientinnen dargestellt, bedrückend wirkt ihr Schicksal bei näherer Betrachtung. Sogar der Ball, fieberhaft erwartet von den Frauen selbst, erhält einen schalen Beigeschmack, wenn die (vermeintlich) Kranken letztendlich nur vorgeführt werden vor all den Bürgerinnen und Bürgern, die sich über diesen Frauen stehend wähnen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Louise, Eugénie und Geneviève, ihre Schicksale sind eingebettet in die unzweifelhaft authentische Geschichte dieser Anstalt für Frauen, deren Empfindungen nicht den Erwartungen entsprachen. Für mich ist diese Geschichte überraschend anders als erwartet, berührend in den Schicksalen der einzelnen Frauen. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sterne und empfehle das Buch gerne weiter.

  • Bewertung

    aus Recklinghausen

    5/5

    04.05.2020

    eBook (ePUB 3)

    Wir sollten nicht alles glauben

    Klappentext Ganz Paris will sie sehen: Im berühmtesten Krankenhaus der Stadt, der Salpêtrière, sollen Louise und Eugénie in dieser Ballnacht glänzen. Ob die Hysterikerinnen nicht gefährlich seien, raunt sich die versammelte Hautevolee zu und bewundert ihre Schönheit gerade dann, wenn sie die Kontrolle verlieren. Für Louise und Eugénie aber steht an diesem Abend alles auf dem Spiel: Sie wollen aus ihrer Rolle ausbrechen, wollen ganz normale Frauen sein, wollen auf dem Boulevard Saint-Germain sitzen und ein Buch lesen dürfen, denken und träumen und lieben dürfen wie die Männer. Mit verblüffender Lebendigkeit erzählt Victoria Mas in „Die Tanzenden“ vom Aufbruch derer, die sich nicht zufriedengeben, von berührender Solidarität und unbeirrbarem Mut. Cover und Schreibstil Was für ein interessantes, wunderschönes und farblich so liebevoll gestaltet Cover. Ich bin hin und weg, dieses Cover verdient auf jeden Fall einen Preis und eine guten Platz im Regal. Der Schreibstil ist so einzigartig wie das Cover, bei ihm hatte ich das Gefühl im Buch drin zu sein und zwar auf andere Weise als sonst. Er transportiert auch sehr gut die Gefühle. Inhalt Frauen die sich ihrer Zeit in den Weg stellen, mutig und ohne Kompromisse. Es geht um eine Zeit in der Frauen noch nix zu sagen hatten und nur als den Männern nicht als ebenbürtig angesehen war. In dieser Zeit gab es mutige Frauen, die sich trotzdem noch erhoben haben und dafür bestraft wurden. Obwohl man das damals nicht so empfunden hat. Ich fand das Buch sehr gut recherchiert und es hat vieles Historischen Sinn gemacht. Es ist als würde man den Schleier in eine andere Zeit heben und dahinter schauen. Fazit Mich haben die Frauen mehr als beeindruckt und ich ziehe meinen Hut vor ihnen, sie haben in einer Zeit sich ihren Platz erkämpft, in der Frauen es nicht leicht hätten. Ein sehr schönes Buch mit Mehrwert und eine Hommage an Frauen. Meisterwerk für meine Begriffe.

  • Miro

    aus Wels

    5/5

    20.04.2020

    eBook (ePUB 3)

    Die Salpétrière tanzt

    Die Salpétrière, Paris' Irrenanstalt ist gut gefüllt mit Frauen jedes Alters. Frauen, die öffentlich ihre Meinung vertreten, Frauen, die sich wehren in ihrer männerdominierten Welt oder einfach Frauen, deren man sich entledigen wollte. Es sind geschundene, geschlagene und gebeugte Frauen, die spätestens in den Räumen des Hospitals verrückt werden. Eugenie ist eine bürgerliche, junge Frau, die sich wünscht auszugehen, zu diskutieren, in den Kaffeehäusern zu lesen. Doch das alles ziemt sich nicht für ein Mädchen ihres Standes. Ihr Vater nimmt sie kaum wahr, denn ihr einziger Wert ist, verheiratet zu werden. Um von ihm gesehen zu werden, provoziert sie ihn immer wieder. Außerdem hat sie eine besondere Gabe. Seit sie 12 Jahre alt ist, sieht sie immer wieder ihren verstorbenen Großvater. Er spricht auch zu ihr. Eugenie lernt schnell, dass sie diese Gabe für sich behalten muss. Als ihr der Großvater verrät, wo sich der geliebte, gestohlen geglaubte Anhänger der Großmutter befindet, vertraut sich Eugenie der vermeintlich liebevollen Großmutter an und befindet sich wenige Tage später auf dem Weg in die Salpétrière. Gleichzeitig lernen wir die Oberschwester dieser Anstalt kennen. Ihr einziger Lebensinhalt ist die Klinik und der Dienst für die allseits angehimmelten Ärzte da. Regelmäßig werden hier Vorführungen abgehalten und unter Hypnose Anfälle ausgelöst, zur Belustigung und zum Entsetzen der Bourgeoisie. Was den Frauen in der Psychiatrie alles angetan wurde, ist ja bekannt. Allerdings macht es das Grauen beim Lesen nicht geringer. Unvorstellbar, was die mehr oder weniger 'Verrückten' alles im Namen der Wissenschaft erdulden mussten. Bei der Lektüre leiden wir mit Eugenie. Doch die Autorin lässt uns nicht ohne Hoffnungsschimmer zurück. Ihre Gabe verschafft ihr vielleicht einen Ausweg, aber das wird hier natürlich nicht verraten. Im Großen und Ganzen habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Es ist spannend, mitleidserregend und auch interessant. Nur die Gabe von Eugenie macht mir etwas zu schaffen, denn prinzipiell glaube ich nicht daran, dass jemand mit Toten sprechen kann. Diese Gabe macht sie in meinen Augen eigentlich zu einer Verrückten, um in der Sprache des Buches zu bleiben. Für meinen Geschmack ist Eugenie nicht das beste Beispiel, um die Willkürlichkeit, mit der Frauen eingewiesen wurden, anzuprangern. Da hätte das Schicksal, der vom Onkel vergewaltigten Louise, besser gepasst. Oder das Schicksal der Frau, die nach dem Tod ihres Babys versucht hat, sich das Leben zu nehmen. Wie dem auch sei, die Autorin hat sich dafür entschieden und ihre Geschichte auf diese Gabe aufgebaut. Ob dies stimmig ist, oder nicht, muss jede*r Leser*in für sich entscheiden. Ich habe das Buch trotzdem gerne und mit Interesse gelesen, aber für 5 Sterne reicht es aus ebendiesem Grund nicht. Außerdem ist es stellenweise schlampig lektoriert. Ich habe einige Fehler gefunden und bin über manche Sätze gestolpert.

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    19.04.2020

    eBook (ePUB 3)

    Ein gelungener hist. Roman

    Dieser historische Roman entführt uns in das Paris von 1885, genauer gesagt in das Hôpital de la Salpêtrière, dem im 19. Jh. wohl bekanntesten Krankenhaus Europas. Die Autorin erzählt an Hand von drei Frauen, Louise, Geneviève und Eugènie, die unterschiedlicher nicht sein könnten, dennoch vieles gemeinsam haben. Louise ist Patientin, die an der gynäkologisch bedingten Hysterie leiden soll und regelmäßig von Professor Charcot unter Hypnose gesetzt wird, um zum Gaudium der Zuschauer einen makabren Tanz auszuführen. Sie eifert jener Augustine nach, die Charcots liebstes Forschungsobjekt war. Geneviève ist seit langem Oberaufseherin der Anstalt. Als Tochter eines Arztes denkt sie rational. Doch ihre medizinischen Ambitionen sind weder im Krankenhaus noch in der Gesellschaft gewünscht. So unterdrückt sie diesen Wunsch zu helfen genauso wie die Trauer um ihre jüngere Schwester Blandine, der sie nach wie vor Briefe schreibt. Die dritte Protagonistin ist Eugénie Cléry, eine Tochter aus wohlhabendem Haus, die sich standhaft weigert zu heiraten. Sie ist überdurchschnittlich intelligent, selbstbewusst und hat die Gabe mit Verstorbenen zu sprechen. Und genau das bringt sie in die Salpêtrière. Geneviève beobachtet die Neue genau und kann wenig Verrücktes an ihr finden - 20 Jahre in der Anstalt machen sie in ihrer Einschätzung sicher. Als sich Eugénie der Aufseherin anvertraut, nimmt die Geschichte einen Verlauf, mit dem kaum jemand gerechnet hat. Meine Meinung: Der Klappentext ist ein wenig irreführend, was mich in meiner Ansicht, jene nicht zu lesen, wieder bestärkt. Die Autorin webt um historisch belegte Personen und Begebenheiten einen fesselnden Roman, der manchmal ein wenig gruselig wirkt. Nämlich dann, wenn Umstände, weswegen Frauen in die Anstalt eingewiesen werden und in die „Behandlungsmethoden“ beschrieben werden. Um von eigenen Vätern, Ehemännern oder anderen (meist) männlichen Verwandten in die Salpêtrière eingeliefert zu werden, bedarf es wenig: Ein falsches Wort zur Unzeit, aufmüpfig sein, sich den gesellschaftlichen Konventionen nicht unterordnen oder ein Vermögen zu besitzen, dass anderwertig verwendet werden will. UNs schwupps, ist frau den „Behandlungen“ von Professor Jean-Martin Charcot ausgeliefert. Charcot und seine Kollegen experimentieren am lebenden Objekt. Die Patientinnen werden hypnotisiert mit Äther und Kokain süchtig gemacht, um jene Effekte hervorzurufen, die sie „den Tanz“ nennen. Oft genug wird auch brutale Gewalt angewendet, wie der mehrmals erwähnte „Druck auf die Eierstöcke“. Die im Nachwort beschriebenen Torturen lassen viele Leser dankbar und glücklich sein, im Hier und Heute zu leben. Obwohl, die oft leichtfertig verschriebenen Psychopharmaka sind auch Gewalt. Historisch belegt ist neben Jean-Martin Charcot (1825-1893) auch „Augustine“, selbst wenn man ihren echten Namen nicht weiß. Sie ist jahrelang die „Vorzeigepatientin“ und entwischt in einem unbemerkten Augenblick in Männerkleidern auf Nimmerwiedersehen. Augustine ist nicht die einzige, die aus der Anstalt fliehen kann. Eine prominente Insassin, der die Flucht gelingt, ist Jeanne de Saint-Rémy, die Drahtzieherin der sogenannten „Halsbandaffäre“ rund um Marie Antoinette. Nachdem ihre Rolle in dem Kriminalfall entdeckt wurde, wird sie zu lebenslange Haft in der Salpêtrière verurteilt. Nach rund einem Jahr Aufenthalt kann sie fliehen und nach schreibt im Londoner Exil ihre Memoiren. Ihre Helfershelfer bleiben unentdeckt. Das von Ludwig XIV. in Auftrag gegeben „Hôpital de la Salpêtrière“ war nicht nur Krankenhaus sondern hauptsächlich Asyl für Frauen, Arme und Obdachlose, um diese aus Paris fern zuhalten. Heute ist die Salpêtrière Teil der „Universität Pierre und Marie Curie“. Fazit: Ein gelungener historischer Roman, der zeigt wie leicht unangepasste Frauen im 19. Jahrhundert im Irrenhaus landeten. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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