Produktbild: Nebelkinder
Band 1

Nebelkinder Roman

Aus der Reihe Die Schatten des Krieges
47

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.06.2020

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

19/11,5/3,1 cm

Gewicht

304 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3592-7

Beschreibung

Rezension

»Es ist ein Buch gegen das Schweigen über Traumata, Verluste und Unverständnis. Ein Buch von der Sehnsucht nach Sicherheit, nicht formulierter Bedürfnisse.« ("NDR Kulturjournal")
»Ein großartiger Roman, der besonders die Leser/innen ansprechen dürfte, die selbst zur Generation der Kriegsenkel gehören.« ("Literaturblog")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.06.2020

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

19/11,5/3,1 cm

Gewicht

304 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3592-7

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    08.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Drei faszinierende Frauenleben

    Stefanie Gregg ist ein berührender Familienroman gelungen, der sich auf sensible Weise mit den Folgen von Krieg, Flucht und dem Verlust der Heimat auseinandersetzt. Drei Frauen, drei Generationen, drei Schicksale- ein sprachlich schönes, fesselndes Buch, das tief bewegt. Klasse!

  • sleepwalker

    5/5

    14.09.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Stefanie Greggs Buch „Nebelkin…

    Stefanie Greggs Buch „Nebelkinder“ erzählt die Geschichte einer Familie, festgemacht an drei Frauen aus drei Generationen, Käthe, ihre Tochter Anastasia und deren Tochter Lilith. Käthe stammt aus Schlesien, war in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen, hatte gut geheiratet und dann mit der Familie gebrochen, als sie von einem anderen Mann mit Anastasia schwanger war. 1945 schafft Käthe es mit ihren Kindern Anastasia und Helene und ihrer Schwester Selma samt deren Sohn Wolfi auf einen der letzten Züge in Richtung Deutschland. Sie landen erst auf einem Bauernhof in Bayern, dann in München, Anastasias Mann kehrt aus dem Krieg zurück und in der Familie kehrt Ruhe ein. 2017 macht sich Lilith mit ihrer Mutter auf nach Breslau, um deren Heimat, und damit auch ihre Mutter und deren Geschichte und auch ihre eigene Vergangenheit und sich selbst ein bisschen kennenzulernen. Es ist eine bewegende Geschichte über Frauen in patriarchischen Gesellschaften (Käthe durfte nicht studieren, weil ihr Mann es nicht wollte), Kinder, die viel zu schnell und zu früh erwachsen werden müssen (Anastasia übernahm auf der Flucht und auch später praktisch die Mutter-Rolle für ihre jüngere Schwester) und über Frauen, die große Traumata mit sich herumtragen. Die Nachwehen von Krieg und Flucht werden über die Generationen weitergegeben, denn zwischenmenschliche Beziehungen sind durch sie geprägt. Das Buch spielt in mehreren Zeitebenen. Der Leser wird sowohl mit auf die Flucht genommen, erlebt eine kurze Zeit auf dem Bauernhof, die Rückkehr von Käthes Mann Ludwig und die Zeit, in der manche Wunden zu heilen beginnen. Ludwig bekommt eine Stelle als Richter, verdient gut, die Familie kann sich nach und nach wieder etwas leisten und dennoch wird Käthe nie wieder wirklich glücklich. Der zweite Handlungsstrang dreht sich um Lilith, ihr Verhältnis zu ihrer Mutter, ihr Unverständnis der Mutter gegenüber und alles gipfelt dann in der gemeinsamen Fahrt nach Breslau. Nebelkinder ist die Bezeichnung für „Kriegsenkel“. Das ist die Generation von Lilith und die der Autorin, die den Krieg nicht selbst miterlebt haben, deren Eltern im Krieg selbst noch Kinder oder Jugendliche waren. Sie wurden durch die Erlebnisse ihrer Eltern, also quasi aus zweiter Hand geprägt, müssen mit den Traumata ihrer Eltern leben und umgehen und werden dadurch selbst traumatisiert. „Im Zug verlor Mutti ihr Lachen“, „Anastasia wurde erwachsen im Zug. Sie kümmerte sich um Lenchen. Mutti tat es nicht mehr. Sie war irgendwie nicht mehr da.“ – das liegt nicht nur an den Strapazen der Flucht, denn Käthe muss einem Volkssturmmann zu Willen sein. Sie ist in der Folge nicht mehr in der Lage, ihren Kindern eine Mutter zu sein, ihre Tochter ist später ebenfalls nicht in der Lage, eine liebende Mutter für ihre Tochter zu sein. „Ich habe alles für dich getan. Und das ist das Einzige, was am Ende im Leben einer Frau wirklich zählt.“, sagt Anastasia zu Lilith. Sie sorgt dafür, dass es ihrem Kind an nichts fehlt. Aber ihm sagen, dass sie es liebt, kann sie nicht. „„Du hast nie gesagt, dass du mich liebst.“ Eine Träne floss aus Anas Auge. „Warum sollte man so etwas sagen?““ Hier musste ich innehalten und durchatmen. Das Buch ist eine Geschichte von Verstehen und Verständnis. Verständnis ist aber in der Geschichte keine Einbahnstraße. Lilith muss verstehen, was ihre Mutter erlebt und durchgemacht hat, was sie zu der werden ließ, die sie ist. Andererseits muss aber auch Anastasia verstehen, dass ihre Tochter sich von ihr abseits von Materiellem ein „ich liebe dich“ wünschen würde. So gibt es ein Kennenlernen, aneinander Annähern, ein aufeinander Zugehen und am Schluss ein Verstehen. Sprachlich fand ich das Buch manchmal ein bisschen holprig, was aber zur Geschichte gut passt. Für ein wundervolles Buch, das nachdenklich, betroffen und traurig macht, Verständnis für die Generationen vorher schafft (aber auch für Opfer und Vertriebene der Kriege nach dem Zweiten Weltkrieg!) von mir von ganzem Herzen 5 Sterne.

  • Bewertung

    aus Marienberg

    5/5

    25.08.2020

    Buch (Taschenbuch)

    sehr lesenswert

    Das Buch ist sehr Interessant und lesenswert. Man muss zwar immer wieder zurück blättern da es von 3 Generationen handelt aber dennoch spannend.

  • Bewertung

    aus Bonn

    5/5

    04.08.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Nebelkinder - Eltern und Kinder und noch mehr

    Dieses Buch wollte ich lesen, da die Autorin Stefanie Gregg bekannt ist und der Klappentext mich angesprochen hat. Das Buch beginnt in München im Februar 1945, Ana (Anastatia) ihre Schwester Lenchen) mit Mutter Käthe, sowie der Tante Selma und Wolfi sind als Flüchtlinge aus Breslau in München angekommen. Der Krieg ist noch nicht vorbei und doch geht es ihnen bereits besser als vorher in Breslau und auf dem Weg im Zug nach München. Man erfährt hier einiges über die Eltern der Kriegskinder, wo die Väter im Krieg waren und viele auch nicht zurückkamen bzw. erst spät. Ich bin froh diese Zeit nicht miterlebt zu haben. Ana übernimmt quasi die Verantwortung für ihre kleine Schwester. Die Mutter ist sehr traumatisiert. Wieso erfährt der Leser in dem Buch. Ana soll den Sohn eines Freundes adoptieren, da der Vater es nicht kann und die Mutter verstorben ist. Ich finde den Schreibstil sehr schön. Es gibt sehr viele berührende, schöne und nicht so schöne Episoden im Buch. Das Buch umfasst 44 Kapitel mit Epilog auf 384 Seiten. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

  • Bewertung

    aus Weilrod

    5/5

    02.08.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Ein ganz starkes Buch

    Dieser ganz starke Roman, der dazu auch noch wundervoll geschrieben wurde, geht nicht spurlos an einem vorüber. Eine Story, die sich über drei Generationen streckt und , jedenfalls mir, zeigt wie dicht doch die Zeiten beieinander liegen, obwohl wir sie immer wieder in weite Ferne rücken. Ich bin der Autorin dankbar, dass sie genau dies nicht macht und versetzt uns in eine furchtbare Zeit, in der Krieg, Tod, Hunger, Armut, Überlebenskampf, Grausamkeit, Erniedrigung und viel, viel unmenschliches an der Tagesordnung war. Sie springt jedoch auch in unsere Zeit und beschreibt , anhand der drei Frauen Käthe, Ana und Lilith, die Auswirkungen die sich bis heute noch zeigen. Mich berührte genaz besonders, wie der Krieg, die damaligen Umstände und Gesetze aus einem lebenslustigen Menschen ein nur noch funktionierndes Wesen macht, dass noch nicht mal mehr in der Lage ist sich um die eigene Tochter ausreichend zu kümmern. Die dennoch ihren Körper opfert, damit zumindest die Flucht in eine bessere Zukunft möglich ist. Die Flucht aus Breslau über Karlsbad hat mich auch deshalb persönlich berührt, da meine Großeltern , meine Mutter ebenfalls aus Karlsbad geflohen sind. Das die Flüchtlinge nicht als Helden empfangen wurden, was auch als kleine Parallele zur heutigen Zeit verstanden werden kann, wird von der Autorin ebenfalls nachhaltig beschrieben. Genau diese Passagen lassen mich das Verhalten meiner Vorfahren nochmals besser verstehen ohne hier nährer darauf einzugehen. Mich hat der Roman voll und ganz überzeugt. Er ist so voller Emotionen , wie Liebe die durch die Umstände nicht gelebt wurde, oder Liebe die aus erlebtem nicht vermittelt werden konnte. Der Rahmen dieses Romans, nämlich die Aufnahme des Sohnen von Liliths großer Liebe, gerät manchmal in der Hintergrund, ohne die Präsens zu verlieren. Zum Schluss möchte ich mich dasfür Entschuldigen, dass es mir schwer fällt einen solch großartigen Roman mit ganz einfachen, ungehobelten Worten zu bewerten, was in der Kürze auch nicht möglich ist. Ich kann abschließend nur betonen, dass ich die Nebelkinder von Herzen empfehlen kann. 5 Sterne sind ein Muss!

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