Weise wie ein Mönch – klug wie Sherlock Holmes. Shan, der Ermittler, den man nach Tibet verbannt hat, muss tatenlos zusehen, wie ein Tibeter vor seinen Augen erschossen wird – angeblich hatte er sich der Korruption schuldig gemacht. Doch dieser Tod ist nur der Beginn einer Reihe von mysteriösen Todesfällen. Die Chinesen versuchen ein großes Projekt gegen alle Widerstände durchzuziehen: den Bau eines Staudamms in einem Gebiet, das den Tibetern heilig ist. Shan scheint auf verlorenem Posten zu kämpfen. Doch da taucht ein Mensch auf, dem er all sein Wissen und seine Weisheit verdankt. Der alte Mönch Lokesh tritt wieder an seine Seite. Ein packender, sehr atmosphärischer Thriller um alte Götter, korrupte Beamte und die Suche nach Wahrheit
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Heidrun
aus Klingenberg
5/5
16.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Shan ermittelt wieder
Das Buch ist zwar ein Krimi, aber Eliot Pattison entführt uns nach Tibet und bringt uns das Land mit allen Konflikten und Mythen näher. Ich habe mit Shan und seinen Mitstreitern mitgefiebert. Wird es ihnen gelingen, das Komplott aufzudecken.
Shan ermittelt in mehreren Mordfällen, die als Unfälle getarnt sind, undercover. Der Bau eines Staudamms zerstört wertvolle Artefakte der tibetischen Kultur. Die Tibeter wehren sich mit allen Mitteln gegen den Staudamm und die Chinesen, die als rücksichtslose Besatzer auftreten.
An den Buch hat mir besonders die Verbindung des Kriminalfalls mit den politischen Hintergründen und den Mythen Tibets gefallen. Die Handlung wird zielstrebig vorangetrieben und es gibt immer wieder überraschende Wendungen.
Das Buch ist das erste der Reihe, dass ich gelesen habe. Trotzdem habe ich mich gut in die Handlung gefunden. Ich werde jetzt die Reihe von vorn beginnen, denn der Werdegang von Shan und Tan interessieren mich.
wiechmann8052
aus Belm
5/5
13.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Korruption
Diesmal geht es unter anderem um Korruption.
Auf dem ersten Blick ist es ein normaler Krimi, dann ist man auf einmal mitten in Tibet, mitten in dem Kulturkampf den China in Tibet führt, die Vernichtung der alten Kultur und der noch älteren Religion. Eine sehr fremde Lebensweise mit der uns der Autor nebenbei vertraut macht. Shan war/ist Chinese, aber durch den langen Aufenhalt in einem Arbeitserziehungslager und das Leben in Tibet, ist er selber zu einem Tibeter geworden. So wie er immer weiter lernt, lernen wir Leser mit ihm. Die ultra spannenden Augenblicke sind eher selten, dafür erleben wir eine gründliche Ermittlungsarbeit die auch das Übernatürliche mit einbezieht. Es gibt weder nur Gut und auch nicht nur Böse. Denn alle haben irgendwo ein Element des anderen in sich.
Es ist der zehnte Band man kann ihn allein lesen. Um Inspektor Shan kennen zulernen sollte man aber in der Reihenfolge lesen
Bewertung
aus Dübendorf
5/5
26.07.2020
Buch (Taschenbuch)
Sehr Empfehlenswert
Shan ist ein ganz besonderer Mensch und Ermittler. Vier Taten sind in seinem Kopf gespeichert. Diese muss er aufklären. Bei der Erschiessung eines Tibeters wegen Korruption wird er Zeuge. Danach findet man einen amerikanischen Professor und eine Studentin tot auf. Diese wollten einen alten Schrein schützen. Laut Behörden wurden die beiden bei einer Explosion getötet. Im Zug von Peking nach Lhasa währe er fast über den vierten Toten gestolpert, Einen Chinesen. Nun beginnt Shan gegen alle Widrigkeiten mit den Ermittlungen. Bald hat er jemand an der Seite, der nicht sein Freund ist. Der Vater der Studentin ist aufgetaucht. Dieser sucht seine Tochter. Für Shan ist er eine Belastung, weil er nicht weiss, ob er ihm trauen kann. Es ist ein sehr guter Thriller um korrupte Beamte, viele alten Götter und eine spezielle Suche nach der Wahrheit. Die Autorin macht auch auf die Stimmung der Tibeter und Chinesen aufmerksam. Beim Lesen taucht man in eine andere Welt ein. Es ist faszinierend.
Mrs.Moriarty
Thalia Book Circle Community
4/5
24.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Gelungener Abschluss für die Inspektor Shan-Reihe
Geschichtsschreibung wird von den Siegern bestimmt… Ein Spruch, gerne mehr als Floskel benutzt, dessen tiefere Bedeutung und Wahrheit aber in Die vier toten von Tibet ziemlich deutlich wird.
Tibets Kultur liegt seit Jahrzehnten im Sterben… Ausgelöscht von der chinesischen Regierung, die alles daransetzt, um die Jahrtausende alte Kultur und Traditionen des Landes aus zu löschen und an ihrer Stelle die „chinesische“ Treten zu lassen. Was passiert mit einem Land, dessen Geschichtsschreibung radikal geändert wird, damit sie in die eines Regimes passt? Was passiert überhaupt, um diese Geschichtsschreibung an ein anders Verständnis der Daseinsberechtigung von Wissenschaft überhaupt anzupassen?
Seit 20 Jahren lese ich die Romane um Inspektor Shan und seine verschiedenen Fälle, die ihn von einem Tibetischen Straflager nun hierher zu diesem letzten Band durch halb Tibet geführt haben.
Das dies nun der letzten Band, der Reihe ist, macht mich auch wehmütig, weil ich die Romane einfach richtig gut finde. Pattison hat meiner Meinung nach mit sehr viel Respekt vor Tibet, seiner Kultur und den Menschen dort immer wieder spannende Geschichten erzählt, die gleichzeitig immer wieder China als das Regime entlarvten, das es ist.
Ja Pattison ist selbst kein Tiber und ja, es wäre wichtig, wenn tibetischen Autorinnen gehör erhalten und in breiter Öffentlichkeit gelesen werden würden. Trotzdem finde ich es genauso wichtig, das jemand Stellung bezieht und indem Pattison darüber geschrieben hat, hat er meiner Meinung dazu beigetragen, das Leserinnen überhaupt genauere Informationen erhalten haben, die sie vielleicht sonst schlichtweg überlesen hätten. Kriminalromane sind eine gute Möglichkeit gesellschaftliche Probleme anzuprangern und ich finde den Blick auf Menschenrechtsverletzungen zu richten ist nie ein verkehrter Weg.
Ich persönlich war jetzt wenig überrascht, dass auch dieser Band wieder alle meine Erwartungen gehalten hat. Der Kriminalfall war gut konstruiert und die Verwebung mit der politischen Situation vor Ort einmal mehr gelungen. Gleichzeitig bemerkt man auch den Wandel, dem sich Tibet nicht entziehen kann. Manches am tibetischen Buddhismus und auch der noch älteren Bön-Tradition wirkt vielleicht im ersten Moment etwas befremdlich, weil man diese Traditionen nicht kennt und vielleicht auch die Vorstellungen dahinter nicht versteht. Dabei geht es nicht darum irgendeine Form von Exotizismus zu praktizieren, sondern sich auf eine fremde Kultur ein zu lassen, zu versuchen den Blickwinkel auf sich wirken zu lassen. Zu sehen, was hier eigentlich passiert und nicht so sehr, ob diese Vorstellungen einem selbst fremd erscheinen mögen.
Es geht aber auch darum, welche Macht Wissenschaft zugeschrieben wird, denn gerade auch die Archäologie ist hier ein wichtiger Dreh und Angelpunkt für die Geschichtskonstruktion in China, in den nächsten Jahrzehnten. Vieles war mir in dem Punkt so bisher nur sehr abstrakt klar, aber im Roman tauchen konkrete Beispiele auf, die illustrieren, wie diese Konstruktion eigentlich funktioniert und was sie bedeutet.
Trotzdem, bei all dem naja Lerneffekt, Eliot Pattison gelingt es auch die Spannung zu halten, die wie ich das schon kenne, eher ruhig daher kommt. Es ist keine Action geladener, atemraubender Thriller. Aber das heißt nicht, das mir langweilig beim Lesen wurde. Im Gegenteil, ich mag diese Ruhe, die eigentlich jeder der Shan- Romane ausstrahlt, ich mag die Figuren und ihre Geschichte. Einzig das Ende ist mir vielleicht etwas zu märchenhaft geraten.
Für mich trotzdem ein würdiger Abschluss der Reihe und ich bin froh, dass ich Shan den ganzen Weg über begleitet habe.
mesu
3/5
21.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Fremde Kultur, viele Namen
Dieser Krimi spielt in Tibet und hat durchaus seinen Reiz. Ermittler Shan wird in weitverzweigte Verbrechen um Tradition, Korruption, und alte Mythen verwickelt. Er muß einer Hinrichtung beiwohnen und bekommt es mit nicht wenigen Toten zu tun, alles nur weil ein großer Staudamm gebaut werden soll?..
Ein wirklich spannender Plot doch es war etwas unübersichtlich. Zu viele verschiedene fremdartige Namen, eine weitreichende Geschichte, sehr viele Informationen. Es war leider nicht so ganz mein Fall, schade.
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