Der neue Einzelroman des mehrfach preisgekrönten Bestsellerautors Andreas Brandhorst In die unbekannten Weiten des Universums vorzustoßen – das ist der Job der Kartografen bei Interkosmika, dem Konzern, der die interstellaren Reisen zwischen den Sternen kontrolliert. Tess ist eine solche Kartografin, doch nicht freiwillig, denn sie muss bei Interkosmika die Schulden ihrer Familie abarbeiten. Und sie weiß, dass ihre Mission alles andere als einfach wird. Denn ihr Auftrag führt sie in eine Region, aus der noch keiner lebend zurückgekehrt ist … Mit Das Netz der Sterne stößt Andreas Brandhorst das Tor zu einer neuen Welt auf – ideal für Brandhorst-Fans und Neueinsteiger!
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Richtig gut!
Katharina B. aus Norddeutschland am 02.01.2025
Bewertungsnummer: 2377018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Tess Velazca hat ein Problem. Ihre Schwester wollte die hohen Familienschulden bei Interkosmika – einer mächtigen Organisation, die wie eine Militärdiktatur über weite Teile der Menschheit herrscht – abarbeiten. Doch dann geschah das Undenkbare: Ihre Schwester Anita hinterging die Regierung und wurde zur Abtrünnigen, einer Rebellin. Nun liegt es an Tess, an ihrer Stelle die Schulden zu begleichen.
Tess hat jedoch einen Traum: Musik studieren. Um diesem Ziel näherzukommen, nimmt sie mit ihrem Verlobten Sinclair, die gefährlichste aber best bezahlteste Arbeit an, die es gibt – Hyperraumkartografie.
Ausgebildet werden die beiden von Horace Addison Eridanus, einem exzentrischen Veteranen und Entdecker, der an Doc Brown aus „Zurück in die Zukunft“ erinnert. Eridanus hat unzählige Reisen hinter sich und weiß, dass das Überleben im Hyperraum keine Garantie ist. Zusätzlich erhalten Tess und Sinclair einen implantierten Chip, der sie mit umfassendem menschlichen Wissen ausstattet, damit sie auf fremden Welten eine bessere Überlebenschance haben.
Doch schon ihre erste Mission endet in einer Katastrophe. Während einer Erkundung entdecken sie ein verlassenes Alienschiff – eine bahnbrechende Entdeckung, denn bislang hat die Menschheit keine lebenden außerirdischen Zivilisationen gefunden. Aber der Triumph währt nicht lange: Horace stirbt, und Sinclair verschwindet spurlos auf dem fremden Planeten.
Zerschlagen kehrt Tess allein zurück, doch anstatt ihre Schulden abbezahlt zu haben, wird sie von Interkosmika für den Verlust ihrer Crew verantwortlich gemacht. Ihre Strafe wird erhöht, und die Hoffnung, jemals ein freies Leben führen zu können, scheint verloren.
Doch ist Tess wirklich allein? Und wie weit wird sie gehen, um ihre Freiheit zurückzugewinnen?
Wer Antworten auf diese Fragen sucht, muss das Buch lesen. ;)
Eines sei vorweg gesagt: Das World-Building in diesem Buch ist außergewöhnlich, und die Handlung ist weitaus komplexer, als meine kurze Beschreibung oben vermuten lässt. Es weder ein actiongeladenes Weltraum-"Bum Bum" noch eine Überlebensshow im Stil von Alien. Stattdessen setzt es sich mit tiefgründigen menschlichen Fragen auseinander wie Schicksaal, Verantwortung, Macht und Freiheit – auch in Bezug auf Maschinen.
Der Autor vereinfacht auch den Weltraum nicht, sondern bezieht realistische Überlegungen wie die Auswirkungen unterschiedlicher Schwerkraft auf fremden Planeten oder den veränderten Zeitverlauf im Weltraum mit ein. Dabei knüpft das Buch an die Werke großer Science-Fiction-Autoren wie Asimov und Corey an. An einigen Stellen fühlt man sich sogar an George Lucas erinnert, insbesondere bei Themen wie Rebellion und dem "Esprit", das ein wenig an die "Macht" erinnert. Doch alles hier ist es deutlich erwachsener als bei Star Wars: Die "Abtrünnigen" z.B. sind keine makellosen Helden, sondern Figuren mit moralischen Grauzonen. Und die Hyperraumgleise und die "Namenlosen" (hochintelligenten Lebewesen die jedoch ausgestorben sind) erinnern an Stargate.
Ein weitere popsitiver Aspekt ist, dass niemand vor dem Tod sicher ist, nur weil man ihn seit mehreren Seiten kennt. Und auch der Hauptcharakter Thess entwickelt sich schön weiter. Erst ist sie ein feinfühliges Mädchen einer scheinbar alten, reichen Familie, dass Musik studieren will. Ein Feingeist. Am Ende ist sie eine Kämpferin.
Die Handlung ist dicht und komplex, so dass man sie sich hervorragend als Mini-Serie auf Netflix vorstellen könnte.
Warum dann nur vier Sterne? Die Geschichte von der "Gloriose" und das ganze Singen. Das war schon….. schräg. Und das Ende hat mir nicht gefallen. Dennoch mindert das die Qualität, oder das Potential, der Geschichte insgesamt nicht – ich sage nur: Frank Herbert.
Ingesamt ist das Buch für mich ein fesselnder Sci-Fi-Roman, der sich nicht hinter internationalen Werken verstecken muss. Sehr guter Science-Fiction aus Niedersachsen – wer hätte das gedacht? Von mir gibt es also eine Leseempfehlung!
Gutes Buch, doofes Ende!
Bewertung aus Ebersberg am 22.01.2020
Bewertungsnummer: 1285936
Bewertet: eBook (ePUB)
Bis auf die letzten 50 Seiten ein gutes Buch, leider war das Ende so absurd und nicht nachvollziehbar, das 4 Sterne fast noch zu gut bewertet ist.
Schade, mit einem durchdachteren Ende, hätte es sicherlich 5 Sterne verdient...
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