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Produktbild: Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde

Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde Von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.2019

Verlag

Boer Verlag

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

21,1/14/1,3 cm

Gewicht

278 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96662-045-1

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.2019

Verlag

Boer Verlag

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

21,1/14/1,3 cm

Gewicht

278 g

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1. Auflage

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Deutsch

ISBN

978-3-96662-045-1

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Für echte Leser Was kann…

Bories vom Berg aus München am 12.01.2021

Bewertungsnummer: 2736706

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für echte Leser Was kann einen heutigen Leser dazu bewegen, ein Fachbuch wie «Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde» von Alfred Henschke zu lesen, besser bekannt unter seinem Synonym Klabund. In dem 1920 erstmals erschienenen Büchlein von gerade mal hundert Seiten erklärt er gleich im ersten Satz: «Diese kleine Literaturgeschichte verfolgt weder philosophische noch philologische Absichten». Volker Weidermann liefert das Vorwort zu dieser aktuellen Ausgabe von Klabunds literarischen Betrachtungen, im Klappentext feiert er es als «das subjektive Begeisterungsbuch eines echten Lesers». «Von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart» lautet der Untertitel, und so beginnt Klabund mit dem um das Jahr 800 entstandenen ‹Wessobrunner Gebet› als ältestem Zeugnis deutscher Dichtung. Weiter über das Nibelungenlied und die Minne eines Walther von der Vogelweide beleuchtet der Autor nach der Ritterpoesie, den Dichtern der Mystik und der Hinwendung zu den Volksmärchen dann das Aufkommen von Meistersinger-Schulen und das Genre der Eulenspiegeleien. Die sich anbahnende Abkehr vom Latein durch Luthers Bibelübersetzung schließlich «kann nicht überschätzt werden. Es ist, als hätte Luther die neue deutsche Sprache erst geschaffen». Die Wirkung des Dreißigjährigen Kriegs auf die Literatur, Grimmelshausen sei genannt, wird ebenso besprochen wie die Epoche des ‹Sturm und Drang›. Zum Einfluss von Herder merkt er an: «Die Kunstdichtung kann nur auf dem Acker der Volksdichtung gedeihen». Schiller und Goethe widmet er, wen wundert’s, die umfangreichsten Passagen seiner Literaturgeschichte, um sich dann der Romantik zuzuwenden mit Jean Paul, Hölderlin, Novalis, Eichendorf und anderen. Mit den Befreiungskriegen entsteht schließlich eine politische Dichtung, für die insbesondere Heine symptomatisch sei, den er mit den melancholischen Worten zitiert: «Gut ist der Schlaf, der Tod ist besser – freilich / Das Beste wäre nie geboren sein». Es folgt der pfarrhausnahe schwäbische Dichterkreis, dessen Philisterhaftigkeit Klabund anprangert. Uhland, Hebbel und Mörike, um nur einige zu nennen, werden ausführlich besprochen. Es folgt Fontane, der es zu einiger Berühmtheit gebracht habe, «nicht aber wegen seiner großen Kunst der Milieu- und Menschen-Schilderung, sondern wegen seiner stofflichen Vorwürfe», wofür ‹Der Stechlin› als typisches Beispiel genannt wird. Das Buch endet schließlich mit der deutschen Literatur im zweiten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts, wobei Thomas Mann in zwei Sätzen abgehandelt wird. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein derart ambitioniertes Vorhaben anfechtbar ist. So mancher Germanist dürfte sich die Haare raufen wegen der nassforschen Art, wie Klabund hier mit seinem Studiengebiet umgeht. «Philologische Absichten» aber hat Klabund ja, wie wir wissen, definitiv ausgeschlossen, das müsste doch auch allen heutigen Kritikastern klar sein. Gerade wegen seiner Kürze hat ein solches Buch schließlich überhaupt erst eine Chance, für ein breiteres Lesepublikum goutierbar zu sein. Dicke wissenschaftliche Wälzer über deutsche Literatur gibt es zuhauf, die meisten aber verstauben, nur von wenigen Insidern in ihren akademischen Zirkeln je gelesen, ziemlich nutzlos in ständig weiter auswuchernden Archiven. Ohne Zweifel ist dieses Buch äußerst kenntnisreich geschrieben, es teilt aber in seiner Subjektivität das Schicksal aller Kritiker, nicht in allem und immer jedermanns Zustimmung zu finden. Wie sollte das auch gehen, man erinnere sich nur an Marcel Reich-Ranicki, den Prototyp des subjektiven Rezensenten. Um auf Weidermanns «echten Leser» zurückzukommen, für den ist damit schon das Stichwort gegeben: Wer sich also über den Horizont seiner Lieblings-Lektüre hinausgehend für die Grundlagen der 24-Buchstaben-Kunst interessiert, dem sei dieses lehrreiche Büchlein empfohlen. Denn es bereichert nicht nur kenntnisreich, es bietet mit seiner etwas pathetischen Sprache zuweilen eine amüsante, immer aber sehr unterhaltsame Lektüre.

Für echte Leser Was kann…

Bories vom Berg aus München am 12.01.2021
Bewertungsnummer: 2736706
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für echte Leser Was kann einen heutigen Leser dazu bewegen, ein Fachbuch wie «Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde» von Alfred Henschke zu lesen, besser bekannt unter seinem Synonym Klabund. In dem 1920 erstmals erschienenen Büchlein von gerade mal hundert Seiten erklärt er gleich im ersten Satz: «Diese kleine Literaturgeschichte verfolgt weder philosophische noch philologische Absichten». Volker Weidermann liefert das Vorwort zu dieser aktuellen Ausgabe von Klabunds literarischen Betrachtungen, im Klappentext feiert er es als «das subjektive Begeisterungsbuch eines echten Lesers». «Von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart» lautet der Untertitel, und so beginnt Klabund mit dem um das Jahr 800 entstandenen ‹Wessobrunner Gebet› als ältestem Zeugnis deutscher Dichtung. Weiter über das Nibelungenlied und die Minne eines Walther von der Vogelweide beleuchtet der Autor nach der Ritterpoesie, den Dichtern der Mystik und der Hinwendung zu den Volksmärchen dann das Aufkommen von Meistersinger-Schulen und das Genre der Eulenspiegeleien. Die sich anbahnende Abkehr vom Latein durch Luthers Bibelübersetzung schließlich «kann nicht überschätzt werden. Es ist, als hätte Luther die neue deutsche Sprache erst geschaffen». Die Wirkung des Dreißigjährigen Kriegs auf die Literatur, Grimmelshausen sei genannt, wird ebenso besprochen wie die Epoche des ‹Sturm und Drang›. Zum Einfluss von Herder merkt er an: «Die Kunstdichtung kann nur auf dem Acker der Volksdichtung gedeihen». Schiller und Goethe widmet er, wen wundert’s, die umfangreichsten Passagen seiner Literaturgeschichte, um sich dann der Romantik zuzuwenden mit Jean Paul, Hölderlin, Novalis, Eichendorf und anderen. Mit den Befreiungskriegen entsteht schließlich eine politische Dichtung, für die insbesondere Heine symptomatisch sei, den er mit den melancholischen Worten zitiert: «Gut ist der Schlaf, der Tod ist besser – freilich / Das Beste wäre nie geboren sein». Es folgt der pfarrhausnahe schwäbische Dichterkreis, dessen Philisterhaftigkeit Klabund anprangert. Uhland, Hebbel und Mörike, um nur einige zu nennen, werden ausführlich besprochen. Es folgt Fontane, der es zu einiger Berühmtheit gebracht habe, «nicht aber wegen seiner großen Kunst der Milieu- und Menschen-Schilderung, sondern wegen seiner stofflichen Vorwürfe», wofür ‹Der Stechlin› als typisches Beispiel genannt wird. Das Buch endet schließlich mit der deutschen Literatur im zweiten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts, wobei Thomas Mann in zwei Sätzen abgehandelt wird. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein derart ambitioniertes Vorhaben anfechtbar ist. So mancher Germanist dürfte sich die Haare raufen wegen der nassforschen Art, wie Klabund hier mit seinem Studiengebiet umgeht. «Philologische Absichten» aber hat Klabund ja, wie wir wissen, definitiv ausgeschlossen, das müsste doch auch allen heutigen Kritikastern klar sein. Gerade wegen seiner Kürze hat ein solches Buch schließlich überhaupt erst eine Chance, für ein breiteres Lesepublikum goutierbar zu sein. Dicke wissenschaftliche Wälzer über deutsche Literatur gibt es zuhauf, die meisten aber verstauben, nur von wenigen Insidern in ihren akademischen Zirkeln je gelesen, ziemlich nutzlos in ständig weiter auswuchernden Archiven. Ohne Zweifel ist dieses Buch äußerst kenntnisreich geschrieben, es teilt aber in seiner Subjektivität das Schicksal aller Kritiker, nicht in allem und immer jedermanns Zustimmung zu finden. Wie sollte das auch gehen, man erinnere sich nur an Marcel Reich-Ranicki, den Prototyp des subjektiven Rezensenten. Um auf Weidermanns «echten Leser» zurückzukommen, für den ist damit schon das Stichwort gegeben: Wer sich also über den Horizont seiner Lieblings-Lektüre hinausgehend für die Grundlagen der 24-Buchstaben-Kunst interessiert, dem sei dieses lehrreiche Büchlein empfohlen. Denn es bereichert nicht nur kenntnisreich, es bietet mit seiner etwas pathetischen Sprache zuweilen eine amüsante, immer aber sehr unterhaltsame Lektüre.

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Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde

von Alfred Klabund [Henschke]

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  • Produktbild: Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde
  • Einführung
    Urzeit
    Nibelungenlied und Gudrunlied
    Der Minnesang
    Walter von der Vogelweide
    Die deutsche Mystik
    Hartmann von Aue
    Wolfram von Eschenbach
    Gottfried von Straßburg
    Die Volksdichtung
    Zerfall der Ritterpoesie
    Scherz, Ironie und Satire
    Luther
    Das Kirchenlied
    Die Schlesier
    Der Dreißigjährige Krieg
    Johann Christian Günther
    Gottsched, Gellert, Hagedorn
    Die Anakreontiker
    Lessing
    Klopstock
    Der Hainbund
    Wieland
    Gottfried August Bürger
    Sturm und Drang
    Johann Gottfried Herder
    Friedrich Schiller
    Der Wandsbecker Bote und der Rheinische Hausfreund
    Goethe
    Goethe und die Frauen
    Goethes Lyrik
    Goethe und der Expressionismus
    Deutsche, lest Eure Dichter
    Faust
    Jean Paul, Hölderlin
    Die Romantik
    Eichendorff, Kleist, E. Th. A. Hoffmann
    Die österreichische Romantik
    Die Dichter der Befreiungskriege
    Das junge Deutschland: Herwegh und Heine
    Uhland und die Schwaben
    Hebbel, Grabbe, Büchner
    Laube, Alexis, Hauff, Chamisso, Stifter, Immermann
    Mörike, Freiligrath, Rückert
    Jeremias Gotthelf, Gottfried Keller, C. F. Meyer, Carl Spitteler
    Otto Ludwig, Raabe, Storm, Fontane
    Naturalismus, Impressionismus, Expressionismus, Gerhart Hauptmann
    Nietzsche und George, Hofmannsthal und Rilke, Dehmel und Morgenstern
    Die deutsche Frauendichtung
    Wedekind
    Die neue Prosa
    Die neue Lyrik
    Epilog
    Ausklang: Glück ist das Ziel