Seit ihre Mutter ihr das Schwimmen beigebracht hat, fährt Katharina Hagena fast jeden Sommer mit ihrer Familie nach Spiekeroog. Mit geschlossenen Augen kann sie noch immer die verschiedenen Wege zum Strand am Duft erkennen. Hagena erzählt vom Baden bei Meeresleuchten, vom Zeltplatzkiosk als Ort der Verheißung und von einem Sand, der beim Darübergehen aufschreit. Sie berichtet von vergeblichen Bernsteinsuchen, der Heilkraft von Strandkörben bei gebrochenem Herzen, von Schiffsunglücken, Seenebel und dem Verschwinden der Wellhornschnecke. Hagenas Erinnerungen und Gedanken schärfen die Sinne für die Zerbrechlichkeit der einzigartigen Insel und sind zugleich ein Nachdenken über Sprache, über das In-Worte-Fassen dessen, was nicht bleibt, seien es eine Sandbank, der Geruch von Strandwermut oder das möwenfarbene Haar ihrer Mutter.
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5/5
05.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Schatz, diese kleine Insel-Liebeserklärung!
Man muss die Nordseeinsel Spiekeroog gar nicht unbedingt selber kennen, um begeistert in den Schilderungen von Katharina Hagena, die so wunderbar mit Sprache umgehen kann, zu versinken. Wer Sehnsucht nach Sand zwischen den Füßen hat, nach Meeresrauschen, Möwen, Wind und Wellen, der wird selig und aufgeräumt aus diesen Seiten auftauchen – versprochen!
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