1898: Isabelle hat gegen den Willen ihrer Eltern den attraktiven Leon Feininger geheiratet. Sie geht mit ihm in die Champagne, wo er ein Weingut geerbt hat. Isabelle ist verzaubert von der einzigartigen Landschaft und der Verheißung eines neuen Lebens. Der schöne Schein trügt jedoch, eine erfolgreiche Rivalin wartet nur darauf, sich das vernachlässigte Weingut einverleiben zu können. Ein vielversprechendes Abenteuer, so sinnlich wie aufregend, wartet auf Isabelle. Und zum ersten Mal in ihrem Leben erkennt sie, dass es Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt
Der Jahrhundertwind hilft drei Freundinnen, ihre Träume zu verwirklichen.
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Prickelnd mit Restsüsse
Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 02.11.2023
Bewertungsnummer: 2060053
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Schöne Geschichte über eine junge Frau vor der Jahrhundertwende, in einer noch schöneren Umgebung; der Champagne. Im zweiten Teil der Jahrhundertwind-Trilogie lernt man Isabelle kennen, wunderschön, aus gutem Hause und dementsprechend an einen gewissen Lebensstandard gewöhnt. Die Beziehung zu ihrer reichen Familie und ihrem Umfeld bricht ab, als sie sich Hals über Kopf in Leon Feininger verliebt, einen eher mittellosen Winzersohn. Nach einem Schicksalsschlag verschlägt es die beiden in für sie unbekanntes Terrain. Neue Probleme, Erkenntnisse und viel Berauschendes erwartet sie und auch den Leser innerhalb dieses Romans von Petra Durst.
Mir gefielen besonders die gut recherchierten Aspekte zum Thema Champagner, sei es im Rebberg, Weinkeller oder wenn einer dieser edlen Tropfen verkostet wird. Man spürt förmlich die Leidenschaft der Autorin und der (fiktiven) vignerons. Die Geschichte ist sehr flüssig zu lesen und hält auch manch eine Überraschung bereit. Nichtsdestotrotz dürften für mich gewisse Passagen intensiver beschrieben werden und ein bisschen weniger “Restsüsse” enthalten. Alles in allem definitiv eine Empfehlung von mir, besonders für diejenigen, die gerne Liebesromane verschlingen und mit den Entwicklungen der Hauptperson mitfiebern möchten. Vorkenntnisse des ersten Bandes sind im Übrigen nicht nötig, die Champagnerkönigin war für mich der erste gelesene Band dieser Trilogie.
Die Champagnerkönigin (Die Jahrhundertwind-Trilogie 2)
Bewertung am 11.08.2022
Bewertungsnummer: 1765124
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Nachdem mir der erste Band der Jahrhundertwind-Trilogie so gut gefallen hat, habe ich im Anschluss gleich Teil 2, "Die Champagnerkönigin" gelesen. Hier ist Isabelle die Hauptperson, sie ist nach ihrer Hochzeit mit Leon erst in die Pfalz, wo er herkommt, gezogen und, nachdem er von seinem Onkel ein Weingut in der Champagne geerbt hat, auch dorthin. Der Bruch mit Isabelles Eltern ist endgültig. Leon hat immer noch nur Radfahren im Kopf, das Weingut scheint ihn nicht sonderlich zu interessieren, immerhin macht er seine Verkaufstouren per Rad. Isabelle ist diejenige, die sich auf dem Weingut umschaut und überlegt, was man tun kann, um dieses zu retten. Leon Besessenheit zum Radsport nimmt ziemlich überhand, das erste Drittel des Buches war zäh zu lesen, erst danach ging es etwas flotter vorwärts. Das Geld war von Anfang an knapp, dann ist es ausgegangen, Isabelle versetzt ihren Schmuck, Leon lässt sich ein Angebot zum Verkauf des Weingutes machen - Isabelle ist dagegen. Hier liegt etwas bei den Eheleuten im Argen, was mir gar nicht gefällt. Miteinander reden tun die beiden offensichtlich nicht und mit den wenigen Angestellten läuft es auch nicht mehr gut. Einer will gehen, einer macht gar nichts mehr. Ein Unglück verändert von jetzt auf gleich alles - Isabelles Freundinnen Clara und Josefine kommen und fangen die junge Witwe wieder auf. Sobald Isabelle wieder neuen Lebenswillen hat, setzt sie sich durch, wie sie es früher in Berlin gewohnt war und sie scheint manchmal selbst von sich überrascht zu sein, was sie alles schaffen kann, wenn sie nur will und an sich (und Leon und Gott) glaubt. Ab der Hälfte hat mir "Die Champagnerkönigin" deutlich besser gefallen, als zu Beginn. Isabelle hält das Weingut als Andenken an Leon in Schuss und sie tut alles für sich und Töchterchen Margerite. Wie erwartet, muss sie hart kämpfen, gegen die Konkurenz, gegen die sehr berechnende Henriette und um Daniel. Man muss kein Champagnerfreund sein, um diese Erzählung zu lesen; der Schreibstil ist flüssig, es fließt so schnell dahin, wie das prickelnde Getränk selbst. Man bekommt tiefere Einblicke, nicht nur in die Weinkeller, sondern auch in die Geschichte des Champagners, wer sich wann und wo damit welchen Namen gemacht hat, dass es meist Frauen (Witwen) waren, die die besten Jahrgänge verzeichnen konnten. Natürlich darf auch Freundschaft, Liebe, Leid, Trauer, Ärger nicht fehlen, ein gelungener Mix vor der Kulisse Frankreichs. Schön zu lesen, etwas schwächer als Band 1 der Trilogie, auf jeden Fall 4 gute Sterne wert.
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