Alles über das, was wir auf unserer Haut tragen – eine einzigartige Geschichte der StoffeDer Mensch ist das einzige Lebewesen, das Stoffe herstellt – ohne sie wäre die menschliche Entwicklung nicht denkbar. Kassia St Clair erzählt faszinierend von Hanf, Leinen, oder der Entdeckung der Seide, von den Wikinger-Segeln aus Schafswolle, und dem Weltraumanzug Neil Armstrongs, den er nicht auszuziehen brauchte, wenn er auf die Toilette musste.Sie zeigt die Bedeutung von Kleidung für die lokale Wirtschaft und den lokalen Handel, für gesellschaftliche Normen und menschliche Höchstleistungen, die ohne Kunstfasern nicht möglich wären. Von den Binden der Mumien im alten Ägypten, über die anrüchigen Seidenkleider Kaiser Neros bis hin zum Schwimmanzug aus Polyurethan, der es Paul Biedermann ermöglichte, Michael Phelps zu schlagen: Kassia St Clair verwebt auf einmalige Weise faszinierende Geschichten rund um Natur- und Kunstfasern zu einer alternativen Menschheitsgeschichte.Ein packender Stoff!
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Jennifer
5/5
29.06.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannendes Mammutwerk über Stoffe
Ich hätte nie gedacht, dass man über das Thema Stoff so viel schreiben kann. Kassia St Clairs 416-seitiges Werk (E-Book = 1363 Seiten) ist vollgepackt mit Detailwissen aus Archäologie und Geschichte. Von den Anfängen im Alten Ägypten bis zur heutigen Zeit wird auf Kleidung, Kleidungsstile, Produktionsverfahren und Rangunterschiede eingegangen. Als studierte Altertumswissenschaftlerin und Historikerin hatte mich die Autorin mit ihrem sachlichen wie faktenreichen Erzählstil sofort am Haken. Wie viel Recherchearbeit mag in diesem Mammutwerk stecken? Sicherlich eine Menge, aber das hat sich m. E. ausgezahlt. Wer der Materie Stoff und Bekleidung wirklich auf den Grund gehen will und es schätzt, neues Wissen in kompakter Form zu erlangen, für den ist diese Lektüre ein Must-read.
Gertie G.
aus Wien
5/5
30.04.2020
eBook (ePUB 3)
Eine unbedingte Leseempfehlung
Kassia St. Clair widmet sich in diesem Buch einem der ältesten Gewerbe der Menschheit: Dem Herstellen von Stoffen.
Sie spannt den Bogen von der urzeitlichen Bevölkerung in deren Höhlen bis hin zum Hightech-Gewebes von heute, das seinem Träger beinahe schon das Denken abnimmt.
In folgenden 13 Kapiteln geht die Autorin den Pflanzenfasern, den Tieren, die Fäden spinnen und den Menschen, die diese verarbeiten nach:
01 Fasern in der Höhle
02 Leichentücher
03 Geschenke und Pferde
04 Städte durch Seide erbaut
05 Drachenschiffe
06 Lösegeld für einen König
07 Diamanten und Halskrausen
08 Solomons Jacken
09 Extreme Schichten
10 Fabrikarbeiter
11 Under Pressure
12 Schneller, besser, weiter
13 Das goldene Cape
Dabei verwebt sie mit schönen Worten und penibler Recherche Geschichten und G’schichteln zu einem eindrucksvollen Sachbuch. Obwohl ich schon einiges über das Spinnen oder das Weben weiß, bin ich fasziniert über die Erkenntnisse, die die Autorin hier zusammengetragen hat. Denn, Hand aufs Herz, wer weiß schon, dass die Wikinger ihre Drachenschiffe zum Teil mit Segeln aus Schafwolle bestückt haben? Eben!
Neben archäologischen Funden, Lyrik aus dem antiken China, mittelalterlichen Aufzeichnungen etc. kommen auch Tagebuchaufzeichnungen von Robert Falcon Scott, Mount Everest-Bezwingern oder einer französischen Zwangsarbeiterin, die für ihre Zugehörigkeit zur Resistance in einer der zahlreichen deutschen Fabriken schuften musste, die Chemie-Fasern herstellten.
Die Geschichte der Stoffe ist auch die Geschichte der Frauen, die oft unter denkbar schlechten Bedingungen die Rohstoffe verarbeitet haben oder - siehe Bangladesh - dies auch heute noch tun.
Fazit:
Ein faszinierender Einblick in die Welt des Webens und Wirkens, das ich unbedingt empfehle. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
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