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Paris unterm Hakenkreuz Alltag im Ausnahmezustand

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13,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.03.2020

Abbildungen

30 schwarz-weiße Abbildungen

Verlag

Theiss in Herder

Seitenzahl

472

Maße (L/B/H)

22,1/15,7/4,3 cm

Gewicht

724 g

Farbe

Elfenbein / Salsa Rot

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8062-4109-9

Beschreibung

Rezension

»In seinem Buch Paris unterm Hakenkreuz. Alltag im Ausnahmezustand zeichnet er (Kersten Knipp) den Prozess der Manipulation einer Bevölkerung nach mit der gebotenen kritischen Distanz und dem eleganten Stil des Frankophilen.« der Freitag

»Kollaboration und Résistance sind die beiden Koordinaten der vier Jahre, die Kersten Knipp in seinem detailreichen und ausführlich recherchierten Buch schildert. (…) Besonders überzeugend ist sein Buch dort, wo er zeigt, warum die Neugestaltung der Beziehung zwischen beiden Ländern (Deutschland und Frankreich) nach 1945 in der Tat ein Wunder ist.« SWR 2 Lesenswert Kritik

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.03.2020

Abbildungen

30 schwarz-weiße Abbildungen

Verlag

Theiss in Herder

Seitenzahl

472

Maße (L/B/H)

22,1/15,7/4,3 cm

Gewicht

724 g

Farbe

Elfenbein / Salsa Rot

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8062-4109-9

Herstelleradresse

Herder Verlag GmbH
Hermann-Herder-Str. 4
79104 Freiburg
DE

Email: [email protected]

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Wer das Buch gelesen hat,…

ws aus Markdorf am 14.04.2020

Bewertungsnummer: 2727641

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer das Buch gelesen hat, kann die Deutsch-Französische Freundschaft nicht hoch genug schätzen!! Dass der Widerstand durch die Résistance, deren Mitglieder teils sehr gegensätzliche politische Vorstellungen und Zielsetzungen hatten, dass die Wirkung des vom Exil in London aus agierenden Géneral Charles de Gaulle mit vielen Fakten vom Autoren geschildert wird, steht bei dem Buch ausser Frage. In einem eigenen Kapitel wird das im Endeffekt dann doch erfolgreiche Bemühen der Nazi-Jäger Serge und Beate Klarsfeld, den 'Schlächter von Lyon" SS-Obersturmführer und Chef der Gestapo in Lyon Klaus Barbie geschildert. In diesem Zusammenhang ein längeres Zitat von Seite 253: "Seine Verurteilung brauchte Klaus Barbie lange Zeit nicht zu fürchten. Die ersten Jahre nach der Niederlage Nazi-Deutschlands hatte sich der Kriegsverbrecher in der Heimat versteckt, bis er sich 1954 mit Hilfe des US-amerikanischen Geheimdienstes nach Bolivien absetzte. Unter neuem Namen - »Klaus Altmann« - und als Vertrauter der das Land regierenden Diktatoren führte er in der Hauptstadt La Paz ein sorgenfreies Leben. Ungemütlich wurde es für Barbie im Jahr 1971, als die Nazi-Jäger Serge und Beate Klarsfeld auf ihn aufmerksam wurden. In jenem Jahr hatte die Münchner Staatsanwaltschaft eine nicht publik gemachte Einstellungsverfügung im Fall Barbie beschlossen. Der »Schlächter von Lyon«, wie Barbie genannt wurde, wäre durch diesen Beschluss vollständig rehabilitiert worden, trotz dreier 1947, 1952 und 1954 gegen ihn erlassenen Todesurteile der französischen Justiz." Nur durch den Einsatz der Nazi-Jäger war es möglich, Klaus Barbie der französischen Justiz übergeben zu lassen. Er wurde 1987 wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt und starb 1991 in einem Gefängnis in Lyon an Krebs... Alles in Allem ein unbedingt zu lesendes Buch, um die wahrhaft historische Bedeutung folgender Daten zu verstehen. Deren Wert für das grundsätzlich friedliche Zusammenleben in Europa nicht hoch genug gehalten werden kann: 8. Juli 1962: Konrad Adenauer und Charles de Gaulle besuchen gemeinsam eine Versöhnungsmesse in der Kathedrale von Reims. 9. September 1962: Charles de Gaulle hält in Ludwigsburg eine Rede an die deutsche Jugend in deutscher Sprache. 22. Januar 1963: Konrad Adenauer und Charles de Gaulle umarmen sich anlässlich der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages. 22. September 1984: Helmut Kohl und François Mitterrand Hand in Hand vor dem Beinhaus von Douaumont bei Verdun anlässlich einer großen Zeremonie zur Erinnerung an die Opfer der Kriege zwischen Frankreich und Deutschland. 6. Juni 2004: Gerhard Schröder und Jacques Chirac umarmen sich bei einer Gedenkfeier zum 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie, bei der zum ersten Mal ein deutscher Kanzler eingeladen ist. 4. September 2013: Bundespräsident Joachim Gauck und Staatspräsident François Hollande besuchen Oradour, wo am 10. Juni 1944 SS-Soldaten das Massaker von Oradour verübt und 548 von 642 Bewohnern getötet hatten.

Wer das Buch gelesen hat,…

ws aus Markdorf am 14.04.2020
Bewertungsnummer: 2727641
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer das Buch gelesen hat, kann die Deutsch-Französische Freundschaft nicht hoch genug schätzen!! Dass der Widerstand durch die Résistance, deren Mitglieder teils sehr gegensätzliche politische Vorstellungen und Zielsetzungen hatten, dass die Wirkung des vom Exil in London aus agierenden Géneral Charles de Gaulle mit vielen Fakten vom Autoren geschildert wird, steht bei dem Buch ausser Frage. In einem eigenen Kapitel wird das im Endeffekt dann doch erfolgreiche Bemühen der Nazi-Jäger Serge und Beate Klarsfeld, den 'Schlächter von Lyon" SS-Obersturmführer und Chef der Gestapo in Lyon Klaus Barbie geschildert. In diesem Zusammenhang ein längeres Zitat von Seite 253: "Seine Verurteilung brauchte Klaus Barbie lange Zeit nicht zu fürchten. Die ersten Jahre nach der Niederlage Nazi-Deutschlands hatte sich der Kriegsverbrecher in der Heimat versteckt, bis er sich 1954 mit Hilfe des US-amerikanischen Geheimdienstes nach Bolivien absetzte. Unter neuem Namen - »Klaus Altmann« - und als Vertrauter der das Land regierenden Diktatoren führte er in der Hauptstadt La Paz ein sorgenfreies Leben. Ungemütlich wurde es für Barbie im Jahr 1971, als die Nazi-Jäger Serge und Beate Klarsfeld auf ihn aufmerksam wurden. In jenem Jahr hatte die Münchner Staatsanwaltschaft eine nicht publik gemachte Einstellungsverfügung im Fall Barbie beschlossen. Der »Schlächter von Lyon«, wie Barbie genannt wurde, wäre durch diesen Beschluss vollständig rehabilitiert worden, trotz dreier 1947, 1952 und 1954 gegen ihn erlassenen Todesurteile der französischen Justiz." Nur durch den Einsatz der Nazi-Jäger war es möglich, Klaus Barbie der französischen Justiz übergeben zu lassen. Er wurde 1987 wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt und starb 1991 in einem Gefängnis in Lyon an Krebs... Alles in Allem ein unbedingt zu lesendes Buch, um die wahrhaft historische Bedeutung folgender Daten zu verstehen. Deren Wert für das grundsätzlich friedliche Zusammenleben in Europa nicht hoch genug gehalten werden kann: 8. Juli 1962: Konrad Adenauer und Charles de Gaulle besuchen gemeinsam eine Versöhnungsmesse in der Kathedrale von Reims. 9. September 1962: Charles de Gaulle hält in Ludwigsburg eine Rede an die deutsche Jugend in deutscher Sprache. 22. Januar 1963: Konrad Adenauer und Charles de Gaulle umarmen sich anlässlich der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages. 22. September 1984: Helmut Kohl und François Mitterrand Hand in Hand vor dem Beinhaus von Douaumont bei Verdun anlässlich einer großen Zeremonie zur Erinnerung an die Opfer der Kriege zwischen Frankreich und Deutschland. 6. Juni 2004: Gerhard Schröder und Jacques Chirac umarmen sich bei einer Gedenkfeier zum 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie, bei der zum ersten Mal ein deutscher Kanzler eingeladen ist. 4. September 2013: Bundespräsident Joachim Gauck und Staatspräsident François Hollande besuchen Oradour, wo am 10. Juni 1944 SS-Soldaten das Massaker von Oradour verübt und 548 von 642 Bewohnern getötet hatten.

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Paris unterm Hakenkreuz

von Kersten Knipp

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  • Einleitung 7

    TEIL I Aufziehende Dusternis
    Teils heiter, teils wolkig - Der Sommer 1939 22
    »Drôle de guerre« - Warten auf den Ernstfall 48
    Reich und Rätsel - Diplomatische Manöver in den 1930ern 74
    Geräusch und Signal - Vorgeschichte einer Niederlage 100

    TEIL II Die Katastrophe
    Exodus - Die große Flucht 132
    Der verweigerte Blick - Das Verhältnis der Franzosen zu den Besatzern 153

    TEIL III Reaktionare und Morder: Petain und sein Regime
    »Eine neue Ordnung beginnt« - Kulturkampf in Vichy 172
    »Der Marschall ist am strengsten« - Pétain, das statut des juifs und die Tradition des französischen Antisemitismus 196
    Tortur im Vel’ d’hiv - Die große Pariser Razzia vom Juli 1942 222
    Jagd auf Kinder - Klaus Barbie, die Südzone und das Waisenhaus von Izieu 253
    Tod und Gesang - Die Miliz 276

    TEIL IV Heroen. Der Widerstand
    »Die Ehre Frankreichs« - Charles de Gaulle in London 306
    Der Preis der Freiheit - Motive des Engagements 330
    Tödlicher Widerstand - Combat und die Vereinigung der Résistance 345
    Widerstand auf dem Land - Der Marquis 367

    TEIL V Franzosischer und europaischer Neuanfang
    Abrechnung unter Landsleuten - Epuration: Die »Reinigung« nach der Befreiung 392
    Last der Vergangenheit - Gedenkkultur nach dem Völkermord 413
    Anmerkungen 436
    Bibliographie 458
    Personenregister 467